Autor Thema: PerVers XIII  (Gelesen 18707 mal)

Günter Gans

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Re: PerVers XIII
« Antwort #75 am: 2011-10-19, 01:28:25 »
Es ist so zu verstehen, dass bspw. Günter die L-N-R-Allphonie kennen lorn...

L-N-R-Allphonie: Genau, ich winn Bnut sehen!
Gehen Sie immer in den Wald zur Paarung? (Loriot)

Günter Gans

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Re: PerVers XIII
« Antwort #76 am: 2011-10-19, 01:33:53 »
... nun denn, so richtet uns absentierenden, die wir begierigen ohres (respektive auges) warten, flüxxxest von dieser perVers be ...

Der Übertreiber mol mir schon am Sonntagabend promptst ein zielm geniales Protokoll-Entwürflein, welches ich nunmehr ergonz, so dass – je nach des Schräftfœhrers Hurtik – wohl bäldens mit feinen Reminiszierstücklein aus Würzburg zu rechnen ist.
Gehen Sie immer in den Wald zur Paarung? (Loriot)

Zwilfer

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Re: PerVers XIII
« Antwort #77 am: 2011-10-20, 06:33:13 »
Hallo Zwilfer,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du deinen Beitrag witzig findest.

Hallo Ku,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du meinen Beitrag nicht witzig findest.

Kilian

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Re: PerVers XIII
« Antwort #78 am: 2011-10-20, 10:31:34 »
Hallo Zwilfer,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du deinen Beitrag witzig findest.

Hallo Ku,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du meinen Beitrag nicht witzig findest.

Hallo alle zusammen,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich diesen Beitrag von Zwilfer witzig finde.

katakura

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Re: PerVers XIII
« Antwort #79 am: 2011-10-20, 11:46:51 »
Hallo Zwilfer,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du deinen Beitrag witzig findest.

Hallo Ku,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du meinen Beitrag nicht witzig findest.

Hallo alle zusammen,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich diesen Beitrag von Zwilfer witzig finde.

ebenfalls hallo alle zusammen,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich das ganze, das sich hier so ineinandergeschachtelt und einander zitierend entspann, herrlich absurd und witzig finde
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Ku

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Re: PerVers XIII
« Antwort #80 am: 2011-10-20, 18:39:42 »
Hallo Zwilfer,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du deinen Beitrag witzig findest.

Hallo Ku,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass du meinen Beitrag nicht witzig findest.

Hallo alle zusammen,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich diesen Beitrag von Zwilfer witzig finde.

ebenfalls hallo alle zusammen,

ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich das ganze, das sich hier so ineinandergeschachtelt und einander zitierend entspann, herrlich absurd und witzig finde

Hallo zusammen,
ich fürchte, ich muss davon ausgehen, dass ich mich eurer aller Ansichten anzuschließen nicht umhin kann.

Ku

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Re: PerVers XIII
« Antwort #81 am: 2011-10-20, 23:25:08 »
Um mal auf das Thema zurück zu kommen:

Ich kann ja mal anfangen mit persölnchem Bericht über die Anfahrt nach Wözzbosch. Herr Grube hat sich mal wieder großartig übertroffen:

In Mannheim will ich in den ICE nach Frankfurt umsteigen und begebe mich auf den entsprechenden Bahnsteig. Eine Laufschrift informiert mich wie folgt: „ICE 692 (das ist meiner) fällt heute aus“. Ich bin kein Freund solcher Scherze und will einen Offiziellen sprechen, doch die drei anwesenden Offiziellen sind von einer Traube Reisender umzingelt, die auch keine Freunde solcher Scherze sind. Dann tönt es aus dem Lautsprecher: „Information für Gleis 2. Der ICE 692 fällt heute aus, wir bitten um Entschuldigung, klick“. Das wird drei Mal wiederholt, damit die Reisenden nicht das Gefühl haben, sie würden nicht richtig informiert. Nach 10 Minuten wird die Information dahin variiert, dass der ICE 692 heute ausfällt, wir bitten um Entschuldigung, klick, aber ein Ersatzzug im Einsatz ist, der 20 Minuten später fährt. Ich lasse mir das alles von den Offiziellen verstempeln und meine Abfahrts- und Ankunftszeiten neu kalibrieren und gerate in den Ersatzzug, der rammelvoll ist und in dem ich 30 Minuten erster Klasse stehe. Schließlich erreiche ich in Frankfurt einen fast leeren Zug, der die Nase Richtung Würzburg streckt und mich sehr bequem dort um 12.03 abliefert. Die bereits dort abgelorfenen Herren Günter Gans und Homer stehen sozusagen vor der Abteiltür und nehmen mich in Empfang. Der Übertreiber kommt eine halbe Stunde später tatsächlich pünktlich an und wird ebenfalls abgeholt.
Den Rest der PerVers soll der Schräftföhrer berichten.               

Günter Gans

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Re: PerVers XIII
« Antwort #82 am: 2011-10-27, 03:08:37 »
Hm, das Problem beginnt schon mit der reilch selzamen Grubeschen Routenführung: Von Karlsruhe über Mannheim und Frankfurt nach Würzburg ist ja wohl alles andere als Direttissima. Vergaß man, Schienen nach Bruchsal, Heidelberg, Tauberbischofsheim zu verlegen?*

Andreasrum betrochten: Ach komm, 40 Minuten Versput sind doch goahnix, und Du hattest immerhin einen Stehplatz erster Klasse. Als neuerdingser, abanfangoktoberner DB-Jahresticketinhaber muss ich ja'auma a bissi PR machen. Bringt mir 7 bis 10 Prozent Rabatt, wie Grube aus hohler Hand mitteilen ließ – genuaer wollte er sich nicht festlegen, wie auch in puncto Ankunftszeiten. Zum Ausgleich kann ich dann sicher einige Kapitel für die 18. Auflage von "Senk ju vor träwelling: Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen" beitragen.

In Wirlk ist's für Berufspendler nicht so schlimm – derzeitiger Verspätungsrekord: 10 Minuten, sonst alles pülnkt bis zum Dreiminutenbereich, dawollmamajanichsojapanischpingelichsein (nebenbei: @Fukushima).

*) Apopo "verlegen": Eine meiner Lieblings-Filmszenen stammt aus "Darjeeling Limited" vom Schrägmeister Wes Anderson. Da stranden drei leicht durchgeknollene New Yorker Brüder (nebenbei: bestes Patientenmaterial für die unzähligen Würzburger Seelendoktoren) bahnens in der Wüste Rajasthans. Die Fahrgäste schlagen sandigdünens Zeit tot, bis sich die Ursache rumspricht: "Der Zug hat sich verfahren."

Des Parenthetikauftberagenen Abschwiffs Ende & zurück zum Thema:
Der Grube hat durchaus noch Züge in Reserve. Einen besachtogen wir (Homer, Ku, icke) in Erwurt des Übertreibers. Der hielt (der ICE, nicht der Übertreiber) kaum fier Minuten vor der planmäßen Ankunft (des Übertreibers, nicht des ICEs) auffem selben Gleis. Uns leicht sorgend ob der molgen Zusammenprullgefahr, weil wir uns der Fahrtrichtungen nicht sicher waren, besachtogen wir das Wunderding (den ICE, nicht den Übertreiber) kurz: Kurz, einen Geisterzug, offenbar einen ICE-Prototyp (Erlkönig), äußelr durch futuristische Leuchten als Velaro-D zu erkennen. Jenes Video ist übrigäns eine interessante Mischung aus Bahn-PR, Info für Technik- und Bahnaffine und kritischem Journalismus.
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katakura

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Re: PerVers XIII
« Antwort #83 am: 2011-10-28, 21:20:01 »
... sagt mal, ihr perVersen, wann gibt's denn jetzt elnd euren lange versprochenen würzburlgen bericht? ... zwei wochen ist's jetzt her und außer ein bißchen magerer ouvertüre habt ihr nix in die tasten bekommen? ... sind euch die schreibhände verdorren - oder gar die gehirne? ... oder habt ihr das ganze post würzburgem zur geheim-perVers erkloren? ... oder (noch schlimmer): ihr habt dort in wirlk nix zustande gebracht und schweigt deshalb? ... wisset daher: ich bin zutiefst enttoschen!!!
« Letzte Änderung: 2011-10-28, 21:23:04 von katakura »
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Übertreiber

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Re: PerVers XIII
« Antwort #84 am: 2011-10-28, 23:31:37 »
Tut mir schwerstes Leid, aber irgendwie scheinen meine Dozenten des neuen Semesters auf die wahnwitzige Idee gekommen zu sein, wir müssten in unser Studium echte Arbeit stecken. (Welch Impertinenz) Ich war die letzten zwei Wochen gewissermaßen selbst petrifizoren, was alles von mir verlangt ward.
Um mich nicht wieder ein halbes Jahr abzukapseln fange ich einfach mal an, ein paar Ergüsse herzukritzeln, so wie sie bisher ausargebitten sin.

Ich beginne, um wie zuvor die tatsalchen Ergebnisse nach hinten zu schieben, mit

KAPITEL I. Geschehnisse

Angekommen war ich pünktlich und bequem am Hauptbahnhof. Den Empfang beritten Homer, Günter und der Ku. Um ein Mittagessen einzunehmen, gingen wir zum Juliusspital. Dies bestand aus einem Weinhaus und 'ner Palli'tivstation, was wir als gute Kombinur aus Medikur und Toxikur betolten.
Dort gedachten wir des Loriots („In meiner Wanne können Sie sich eine eig'ne Meinung überhaupt nicht leisten!“) und spiesen Knäud'le und manch and'ren regionalen Fraß, der so schlecht nicht mal war. Nur ausgesehen hat's halt deftig.
Neben diesen Knäudel' haben dann auch andere Vokabeln uns're Heiterkeit erregen: Dazu zuhl der regionale Brand des Namens „Rumorknecht“ und auch der Name „G'rupfter“, der wohl andernorts als Obatzter bezinchen wird, erregte Aufseh'n.

Danach zog jeder gen des Hauses, das ihn für zwei Nächte herbebergen würde, um sich dann dort einzurichten. In der Jugendstätte fand ich an der Tür den Hinweis:
Bitte drücken Sie nicht den Alarmknopf, denn Sie lösen damit den Alarm aus.

Taxisch fohren wir danach zur Festung namens Marienstein, der Taxifahrer war dabei so gut gelonen wir Matthias Egersdörfer. Hätten wir's nicht abgebrochen, wär' er in die Festung 'neingefahren.
Viel zu sehen gab's dann nicht, da man Vieles nur mit Führung sehen konnte. Führung gab's dann aber für uns auch nicht, alldiweil es nicht genügend Gäste dafür gab. So gingen wir stattdessen in ein Gasthaus, das sich Burghofs etabloren hatte. (Da fällt mir ein, dass Würzburg eigelnt Wirtsburg heißen sollte, schließlich gibt's von nichts so viel dort wie von Restaurants! Mediziner allerhöchstens, doch danach kömmt lange nichts!) Hauptgespräch am Tische war vor allen Dingen Technik. Ku und Homer, ganz im Stil moderner Jugendlicher, toppen stets auf ihren Schmartfons rum -- Übertreiber gegenteils zieg eine Kamera hervor, die gar so alt war, dass sie nur im D-Mark-Modus Photos schießen konnte.
Ebenfalls an diesem Tische funden wir den allerallerallerallerallerschlimmsten schlechten Kalauer der Welt: Angeboten ward der: Würz-Burger!  :o
Fast noch kreativer waren darhingegen noch die mittelalterlichen Menschen, die die Stadt noch halblateinisch wörtlich übersnotz Herbipolis genannt. Diskussionen, ob es Städte gleichen Namens östlich der Ägäis geben könnte, brachten kein Ergebnis.
Und wo wir gerade ach so schön des Abschwiffs frönen: Günter or 'nen wichtigen Regierungsmann aus Griechenland zitat: „Greece is leading in advanced technologies.“
Ferner schloss der Günter messerscharf, der Äquator der Weißen Würste könne nicht am Rhein Main verlaufen, denn sonst hießen ja die Knödel Knödel und nicht Klöße!
Als letzte Randnotiz hab ich noch stehen, dass uns Ku ein wundervolles Buch empfahl. Der Titel war: „Aus Teufels Topf – Die neuen Risiken beim Essen“
Doch nun zurück zum eigentlichen Hauptschehen. Nach kurzer hotelliner Rast begab es sich, das alle sich im „Schnabel“ trafen, einem ausgezinch'nen Etablissement. Wie man schon erwarten konnte, war direkt daneben eines Mediziners Praxis: Ein Psycholog'scher Psychotherapeut wuhn laut dem Schilde nebenan.
Themen neben Abendessen waren: Politik der Union Europas, nahezu perfekter Tunnelbau der Schweizer und antiken Griechen, lust'ge Schwänke aus der Jugend, Vererbbarkeit von Quasseldrang und nicht zuletzt das niemals mögliche, bereits in Grundzügen scheiternde Bühnenprogramm der GSV samt Wiederaufwurrm des Opladener Traumas.

So, und weil mir hier Zeit und Kreativität ausgehen nun der Rest ohne Trochäen:
Günter kam vom Rauchen mit einer Definur des optischen Herbstanfangs: Des rauchen Gewesenden Wiedereintritt in das Gasthaus ist beglitten vom Beschlag der Brillengläser.
Wir stollen fest, dass im Schnabel jeder Gast eines Tisches eine Nummer erhält. Ich war die zwei. ;D
Zum Absacken ging's dann noch (bei Besachtog des nächtlichen Wirtsburgs, um eine trelffe Absteige für des Samstags Abendprogramm zu finden) in eine noch geonffene Vinothek, wo man gar trelff absacken konnte. Wie nicht anders zu erwarten, gab es in der Nähe Mediziner. Eine Rehaklinik und ein Internist namens „Auth“. Das Prinzip der Wein- und Heilanstalt scheint in Würzburg recht verbritten zu sein. Dort wurde bei einer herrlichen Spätlese (und etwas Zwiebelkuchen) der kausale Zusammenhang zwischen dem Weingenuss und dem kulturellen Erfolg einer Zivilisation diskutoren. Ergebnisoffen.

Und zu guter Letzt, bevor ich mich für heute (aber nicht für die Woche) abverschiede, die größte aller Fragen, die keiner der PerVersen antbeworten konnte:
Was ist eigentlich aus der Ratte Gwendolin geworden?

Und mit dieser bis in die Seele bohrenden Frage lasse ich euch nun allein.

Gute Nacht, Euer

Übertreiber
Kampf dem Schicksal!

Ku

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Re: PerVers XIII
« Antwort #85 am: 2011-10-29, 20:06:18 »
Taxisch fohren wir danach zur Festung namens Marienstein, der Taxifahrer war dabei so gut gelonen wir Matthias Egersdörfer. Hätten wir's nicht abgebrochen, wär' er in die Festung 'neingefahren.

Wenn ich da mal kurz dazwischen fahren darf:
Die Festung heißt Marienberg.
Der Taxifahrer hat tatsalch auf der ganzen Fahrt geschompfen. „Wieso drückt der Schei… fahrradfahrer jetzt auf den Schei… knopf an der Schei… fußgängerampel?“ Auf unsere beruhigenden Worte: „wir haben Zeit“ explodor er: „Aber ich nicht“. Echter fränggischer Scharm.   

Günter Gans

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Re: PerVers XIII
« Antwort #86 am: 2011-10-29, 20:47:50 »
Da memüsse ich aber anfügen, dass der Taxist der Einzige am gansen Wochenende war, der mein bis dahinniges Vorurtheyl zum fränggischen Scharm bestotag, und dafür ist vielleicht weniger seine landsmännliche Herkunft als sein Gewerbe verantworlt: Droschkenkutscher sind ja seit Jahrhunderten weltweit für ihre Übellaunik berachtogen.

Sonst fand ich Würzburgs ausschlielße Liebenswürdik vor – vielleicht muss man da zwischen dem eher raubeinigen Bier- (= Ober- und Mittel-) franken und dem sanften Wein- (-seligen Unter- und Main-) franken unterscheiden. Zudem ist Würzburg ja seauvasse von multikulti, mit all seinen Heilkundlern aus ca. 200 Nationen.
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Günter Gans

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Re: PerVers XIII
« Antwort #87 am: 2011-10-29, 21:20:29 »
... Wiederaufwurrm des Opladener Traumas.

Da gehmer praktischerweis' zum psychologischen Psychotherapeuten - ist ja in Würzburg jederzeit umme Ecke oder nächste Tür.
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Ku

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Re: PerVers XIII
« Antwort #88 am: 2011-10-31, 18:47:16 »
Nach kurzer hotelliner Rast begab es sich, das alle sich im „Schnabel“ trafen, einem ausgezinch'nen Etablissement.

Aus dem „Schnabel“ ist noch zu berichten, dass das Lokal gestopft voll war, der Lärmpegel entsprechend. Zu allem Überfluss war ein Tisch mit Corps-Studenten bevölkert, die sich des öfteren des Kundgubs studentischen Liedguts beflissagen, was den Lääärmmpeegel erhoh.   

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Re: PerVers XIII
« Antwort #89 am: 2011-10-31, 20:53:50 »
KAPITEL Ia. Geschehnisse des Samstags bis hin zum späten Nachmittage

Des Samstags ging es schiffens „Alte Liebe“ nach Veitshöchheim. Wie es sich für einen warmen Oktobertag gehört, war das Oberdeck beïesen und der scharfe Wind tat sein Übriges um uns unterdeckens zu treiben. Dort funden wir auf der bordeigenen Speisekarte etwas Neues aus dem Bereich der Speiselyrik und Präpositionalpoesie: eine Trilogie aus Käse.

Veitshöchheims bewarnden wir die lokalen Skulpturen, deren es einige am Rhein Mainufer gab, und verglichen sie mit der tatsalch unhübscheren Darmstädter Bildhauerei.
Höhepunkt war eine etwas abstraktere Kunst aus Stangen und Blechen mit dem Warnhinweis: „Diese Skulptur ist kein Klettergerüst!“ Was eigelnt klar ist, immerhin ist die einzige erklimmenswerte Stange mit Nägeln besotzen.
Anschließend funden wir in den Rokokogarten, der bei dem vorhandenen Sonnenschein sogar recht angenehm aussah. Gute Kunst wertschätzen könnend beschuftag sich die Gesellschaft sofort mit dem Gemüsegarten. Es gab alles von spannendem Kohlrabi über ästhetischen Wirsing und schöne Zitronenmelisse bis zu sexy Grünkohl. Für jeden Fleischfeind gab es etwas, was ihn erfreuen konnte.
Anschließend begaben wir uns sogleich zur allernächsten Parkbank und entkarken den ordelnt sprengstofftechnisch geprofenen und für sicher befundenen Şprufki Bumkrak Partajtak der famosen Destille Şprazdakl aus Şvjèrştetrinkz mit den feierlen Worten: „Wakuz dro bugka spazibo!“ (Möge Gott dir einen starken Esel schicken.)

Danach zog es uns recht zügig zurück nach Würzburg, um ja das Mittagessen nicht zu verpassen. Dies wurde im Restaurant „Alter Kranen“ von uns und einigen verspotenen Wespen bezogen. Ihnen wurden einige Schinkenwürfel georpffen und so kekunn man frield miteinander auskommen.
Auf der Karte dieses Restaurants gab es auch das cocktaileske Analogon zum Şprufki Bumkrak: Der Plutonium, dessen harmloseste Zutaten Wodka und Brandy waren.
Dann habe ich noch eine Notiz im Prokoll: Allgemeine Vermiss/Vermass/Vermuss der Spaßbremsen Amarillo und Kilian.

Sodann soochen wir die nächste der vielen proktonomischen Bänke am Rhein Mainufer für die nächste Runde Şprufki auf. Dabei ichten wir ein recht jungschen und fürnehlm weilbes Badehaubenballet beim halbnackten Gewackel beob. Was zuerst nach einer betruenen Psychotherapie aussah (aus der Reihe stuch ein weißbekulttener Herr hervor), entpopp sich als eine Stadtrallye der erstsemestrigen Medizinstudenten der Würzburger Universität. Dafür, dass einige der Studentinnen fast schon minderjährig aussahen, gab es nur eine logische Erklur: Diese recht kleinen Medizinerinnen sind schlicht und ergreifend evolutionär an die Arbeit am Weinhang angepassen!
Noch auf derselben Parbank wurde die moderne Geschichte Molwaniens abgeholnden (bishin zum Machtergriff des derzeitigen Diktators Brčişčénkò) und erwuhnen, dass die Franken den ersten Satelliten mit drei D ins All geschossen haben. Zudem erzahl Ku uns die Genesis frei nach: Der Baum der Erkenntniss war in Wirlk ein Computer (ein sog. Apple-Baum) und Adam und Eva haben in Wirlk eine Taste gedrocken und damit die gesamte Festplatte geloschen — was ihnen mordsmäßigen Ärger vom Admin brachte. Später kam dann Jesus auf die Erde und hat die Matrix aus dem Mülleimer wiederhergestellt. Anschließend hat sich dann per Kruzag ausgeloggen und alles war wieder i. O.

Dem anschließend kohren wir ins Stadtzentrum zurück, so es in dem Gedränge der Stadt molg war. Der Kongress der kontrastiven Linguisten hat etwas mehr Menschen angezogen als erwarten. Dennoch holdagen wir dem Edlen Sprachführer, so sehr wir konnten. Wir besoochen die St.-Kilianus-Statur, aßen etwas beim Böcker „Kiliansbäck“ und lachten uns vor dem Kiliansdom einen ab. Dabei entdaken wir gar noch wunderbare Adjektive wie „diözesan“ und „kioskesk“.

Mehr folgt zu gegebener Zeit.
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