Gedanken zum deutschen Rheinheizgebot

Begonnen von Sven, 2026-01-05, 15:54:52

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Sven

Zum Zwecke der Befolgung des deutschen Rheinheizgebotes ("Du sollst den Rhein heizen!") bedarf es nicht weniger als einer Hundertschaft Haizungen. Dieser enorme Tierverschleiß ist einer der Gründe dafür, dass es i.d.R. von den deutschen Brauereien höchstens eine pro Jahrhundert schafft, das Gebot zu befolgen.

Ein anderer Grund dafür vergegenwärtigt sich in dem enormen Aufwand, der betrieben werden muss, um die Haizungen nach erfolgter Gebotsbefolgung unverzüglich aus dem Fluss zu entfernen (sie würden sonst lecken!). Fachleute sprechen hier auch vom "alten Aus-dem-Rhein-raus-Spiel".

Vorbeischauer

Ein sehr schöner Einfall. Die Idee mit dem Rheinheizgebot or mich gleich inspir und ich sie daraufhin Knittel- in -Versen versifiz:

Wer brauen will Pils, Lager, Weizen
und mehr solch hopfenstarken Plunders,
erfülle das Gebot, mit Flunders-
und Haizungen den Rhein zu heizen.

Wenige tut der Aufwand reizen,
zu fischen Fische manches Hunderts.
Und solche Mühe tut – wen wundert's? –
so manche Brauerei drauf scheizen.

Wer Haizungen viel aufgetrieben,
möge sie allesamt versalmmen
in Rheines Wasser gleich einstecken.

Doch falls sie dort zu lange blieben,
bestünd' Gefahr, dass bald vergalmmen
die Haizungen gefährle läcken.