Erinnert ihr euch noch an Beat Gloor (http://verben.texttheater.net/forum/index.php?topic=2740.0), der ganze Bücher mit wohlgestaltenen Beinkleidern tuffenverloch? Er kontaktor mich letzte Woche und oot sich als GSV-Fan:
ZitatIch finde Ihre Website toll und auch Ihren Umgang mit der Sprache. Grosses Kompliment! Gestern hat bei uns in der Agentur jemand den «Zeit»-Artikel vom März 10 vorgelesen. Was haben wir gelacht.
Besonders hatten es ihm unsere
Entneinungen angetan, von denen einige der einsilbigsten auch in seinem nächsten Buch auftauchen werden und die er gleich auf die ihm eigene Weise zu Ende dachte:
ZitatBegriffe wie los oder bar (z.B. bar jeder Wirkung) sind gewissermassen unentneinbar, weil sonst nichts mehr bleibt. Dasselbe gilt für das Wort unentneinbar selber: un-ent-nein-bar. Und auch unentwegt ist, wenn man die Sache zu Ende denkt, unentneinbar:
vierfache Verneinung
un
ent
weg
†
Zitat von: Kilian in 2013-03-12, 22:12:17
vierfache Verneinung
un
ent
weg
†
... wow! ... das ist richtig großes kino, wie ich finde ... so schlicht und doch perfekt! ... ich erweise dem einsender hiermit meine reverenz! ... das ganze erinnerte mich spontan an christian morgensterns noch genialere "trichter":
Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u. s.
w.