Gesellschaft zur Stärkung der Verben

Öffentliche Bretter => Neue Ideen => Thema gestartet von: Kilian am 2008-04-17, 13:35:31

Titel: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-17, 13:35:31
Zitat von: katakura am 2008-04-09, 14:43:05... da die eigenarten des neutschen noch nicht ausreichen, um einen eigenen iso-code zu bekommen, sollten wir vielleicht auch verstorken daran arbeiten, den neutschen wortschatz zu erweitern ...

In dieselbe Kerbe schlage ich vor, sich mit einem in sprachspielerischen Kreisen eigentlich viel zu offensichtlichen Thema zu befassen: Dem Erfinden von Wörtern ohne die labenzianische Ortsnamenbeschränkung. Folgende Späne fliegen:

ˈab·ge·sagt <Adj.> out, unmodern; Ggs angesagt
ˈab·be·tref·fen <V. t.; hat> nicht betreffen; Ggs anbetreffen; Was den Schnupfen abbetrifft, geht es uns gut.
ˈa·la <Präp.> Da das aus dem Französischen übernommene à la im Deutschen die französische Grammatik nicht beachtet und sich auch auf Männliches und Sächliches bezieht, sollte man es wohl besser zu einer deutschen Präposition zusammenziehen.
amˈtrig <Adj.> dreideutig; Sy trippeldeutig
A·naˈgraph <m. 16> Gerät, das aus gegebenen Begriffen Anagramme bildet bzw. auf der Basis von Begriffslisten Anagramme auflöst
ˈan|häk·chen <V. t.; hat> einen Haken vor etwas setzen; Du musst ,,Automatisch mit Server verbinden" ~!
Äˈtis·mus <m.; -; unz.> Überbewertung von Altersunterschieden (die zur Benachteiligung von Kindern, Jugendlichen und Alten im gesellschaftlichen Leben führt). [lat. aetas ,,Lebensalter"]
ˈAus·bux <m. 1> jemand, der ausbüxt; Da ist ja unser kleiner Ausbux!
ˈAus·klang <m. 1u> im ~ mit nicht passend, nicht übereinstimmend; Ggs. Einklang
Au·to·Igˈnore <n.; -; unz.> Funktion des Gehirns, irrelevante und unerfreuliche Dinge selbsttätig von der Wahrnehmung auszuschließen

Diese stammen von einer länglichen Liste aus der Kiste mit der Aufschrift "Zur zukünftigen Aufführung auf der Bühne des Texttheaters (http://texttheater.de)", daher und weil das wahrige Layout so mühsam zu setzen ist, gebe ich hier mal noch nicht alle meine Wörter preis, aber der Anfang sei gemachen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-18, 22:44:10
Juhu, endlich befrieen der labenz'schen Zwänge. Mir lagen da schon länger schon Worte auf den Tasten, die ich mich nicht zu senden getroh.

Ich mach mir jetzt nicht die Mühe, alles komplett wahrig zu setzen, und schon gar nicht aphlabeitsch sort zu ieren:

Plazebu - angebliches Nutztier der Hausrindrasse. In Wirklichkeit jedoch zu nichts nutze.
Finsterglas - Glas, das zur Anfertigung extrem dunkler Sonnenbrillen benötigt wird.
Aschenbucher - Aktivurlauber, der Reisen in Gegenden mit aktiven Vulkanen bucht.
Tölefon - ähnlich einem Babyfon, jedoch zur Überwachung von Hunden gedacht.
Zupfanlage - Ganzkörperepiliergerät, in das man liegend hereingeschoben und komplett geschoren herauskommen wird.
Bunsenweisheit - Die einfache Erkenntnis, dass man heiße Gegenstände nicht mit bloßen Händen anfassen sollte, welche man allerdings erst dann erlangt, wenn man gerade eben dieses getan hat.

(Fürerst mal diese, muss noch mal zu Hause nach den ganzen Zetteln suchen...)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-18, 22:49:27
Auuu ja! Mehr genau davon! Gibt's von mir auch bald!

Ich sitze hier gerade an einem universitären Windowsrechner und sehe mit Schrecken, was er aus den Betonungszeichen macht. Falls sich also noch jemand wundert... nicht wundern.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2008-04-19, 10:41:12
Wo wir bei neuen Wörter sind: Da hab ich dann auch mal neue Verben mit Storken:

anstauben - Wenn einer zum Torerfolg abstauben will, muss ja auch jemand anstauben, oder?
(stauben ist schon gestorken)

pechen - neu für Pech haben (warum 2 Wörter, wenn es auch mit einem geht)
ich peche, du pichst, er picht; Vergangenheit: ich pach, du pachst; Konj.: päche; Perfekt: (haben) gepechen

aldin - bei Aldi einkaufen
ich aldie, du aldist, er aldit; Vergangenheit: ich alda, du aldast; Konj.: aldäe; Perfekt: (sein) aldun

dunen - dun (betrunken) sein
ich dune, du dunst, er dunt; Vergangenheit: ich dat, du datest; Konj.: däte; Perfekt: (sein) gedun
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2008-04-19, 14:35:19
Zitat von: Blindfisch am 2008-04-19, 10:41:12
pechen - neu für Pech haben (warum 2 Wörter, wenn es auch mit einem geht)
ich peche, du pichst, er picht ...

... einspruch, blindfisch! ... du als vertreter der maritimen welt solltest doch wissen, daß es das wort pichen (mit pech abdichten; z.B. boote) bereits gibt und daß es eben heißt: ich piche, du pichst, er picht etc. ... das beißt sich also mit deinem vorschlag ...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2008-04-19, 14:46:21
Garaffe - aus geflockenem Fell fartgeogenes, langhalsiges Tafelgefäß

oder sollte es eher Kiraffe heißen? :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2008-04-19, 17:46:14
Zitat von: katakura am 2008-04-19, 14:35:19
Zitat von: Blindfisch am 2008-04-19, 10:41:12
pechen - neu für Pech haben (warum 2 Wörter, wenn es auch mit einem geht)
ich peche, du pichst, er picht ...

... einspruch, blindfisch! ... du als vertreter der maritimen welt solltest doch wissen, daß es das wort pichen (mit pech abdichten; z.B. boote) bereits gibt und daß es eben heißt: ich piche, du pichst, er picht etc. ... das beißt sich also mit deinem vorschlag ...
Da hab ich was dazugelornen. Dann sesölle pechen natürlich anders gestorken werden:
Dann störke ich es folgendermaßen:
ich peche, du pechst; Verg. ich pach, du pachst; Konj.: päche; Perfekt: gepochen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2008-04-19, 19:00:43
Nazisse - weibliches NPD-Mitglied
Kirkenzieher - ein von der Firma 'Rheinbraun' entwolckener Riesenkran, mit dessen Hilfe es möglich ist, ganze Gotteshäuser aus dem zum Braunkohleabbau bestommenen Gelände zu versetzen.
Tantenball - fröhliches Familienfest mit Tanzgelegenheit
abmüpfig - bieder, angepaßt, langweilig, jungunionär
Frikadolle- Riesenfleischklops
Kandieschen - Rettichzüchtung (sehr klein, sehr scharf, sehr süß)

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-19, 20:27:23
Nordic Wolking - ausschließlich in den skandinavischen Ländern zu beobachtendes Wetterphänomen der spontanen Bildung massiver Kumuluswolken

Beologe - Spezialist für Vögel der Art Gracula religiosa

Renophobie - Angst vor Schuhen der Handelskette Reno
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-04-19, 20:44:56
Gl(e)iderschrank — fetter Drachenflieger
kühlschlank (was für Asiaten) graziös, aber prüde
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2008-04-20, 00:01:27
Bluterguss - Kneippsche Anwendung für Hämophile
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-20, 00:33:31
Zitat von: amarillo am 2008-04-19, 19:00:43Kandieschen - Rettichzüchtung (sehr klein, sehr scharf, sehr süß)

Sehr geil! :D *kriegt Heißhunger auf Chilischokolade*

An "Bluterguss" ist ein gutes Beinkleid (aber wahrscheinlich ein Schullwitz) verlorengegangen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-20, 00:38:46
Zitat von: Blindfisch am 2008-04-19, 10:41:12
Wo wir bei neuen Wörter sind: Da hab ich dann auch mal neue Verben mit Storken:

anstauben - Wenn einer zum Torerfolg abstauben will, muss ja auch jemand anstauben, oder?
(stauben ist schon gestorken)

pechen - neu für Pech haben (warum 2 Wörter, wenn es auch mit einem geht)
ich peche, du pichst, er picht; Vergangenheit: ich pach, du pachst; Konj.: päche; Perfekt: (haben) gepechen

aldin - bei Aldi einkaufen
ich aldie, du aldist, er aldit; Vergangenheit: ich alda, du aldast; Konj.: aldäe; Perfekt: (sein) aldun

dunen - dun (betrunken) sein
ich dune, du dunst, er dunt; Vergangenheit: ich dat, du datest; Konj.: däte; Perfekt: (sein) gedun


Sehr schön, du hast auch gleich ans Stärken gedacht. Die Große Liste ist allerdings nur für Storke bereits verbrittener Verben.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2008-04-21, 08:27:49
Hallo Gryphius,

Zitat von: Gryphius am 2008-04-19, 20:27:23
Renophobie - Angst vor Schuhen der Handelskette Reno

Es könnte aber auch die Angst gemienen sein, es kekünne Nieren zur Mittagatzung geben. An eine solche Angst erinnere ich mich aus meiner Kindheit, da mein Großvater diese gerne memug und meine Mutter diese dann eben auch nolens volens manchmal kuch.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2008-04-21, 19:45:16
Skolett- magere, aber überaus trinkfreudige Frau :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-04-21, 19:48:02
Aus diesem Forum kenn ich - ohne Uraltes aufwärmen zu wollen - sonst nur die Renopinguiphobie, die Furcht vor dem Nierenfett. Grauslich wäre dies, mien einer unserer lieben Vermussnen, der caru.

Was ich bisher auch nicht wußte: Daß mit 'Pinguin' einfach ein fetter Vogel gumnien ist - oder ist's doch ein Wort aus der Ona-Sprache? - Auch der 'Pfeifer', der da irgendwas vom Bretonischen daherschwafelt, ist sich nicht sicher. Jetzt schau ich aber bei den Grimmen nach: - - Und siehe da: - Nach der 'Pinge' kommt dort die 'Pinie'. Hab ja immer gewußt, warum ich von Karstens beiden Lieblingen nicht besonders viel halte (D. h.: von den Märchen schon!). Denn es ist seltsam: Immer, wenn ich dort ein Wort nachschau, find ich entweder nix oder Spärlichstes, wie bei 'Zuckmücke'. "'Pinguin' is auch kein deutsches Wort", meinst Du, lieber Karsten, vielleicht. Na - und die 'Pinie' schon, oder wie?
Indes: Man sesülle nicht der armen Studenten & Studentinnen spotten, die damals, wohl für gering Entgelt, buchstaben- oder teilbuchstabenweis für die großen Brothers die Ghostwraitage übernahmen. Mit Seeleuten, die die Südhalbkugel burienß hatten, haben sich jene wie diese wohl nie unterhalten.
Aber - noch ärger: Selbst der 'Alk' fehlt! - Die 'Lumme', den 'Hornlund' oder die 'Gryllteiste' hab ich mir gar nicht mehr nachzuschauen trauen (damit's nicht immer 'getraut' oder 'getro'n' heißt).
Falls Ihr Euch tatsächlich für die Etymologie der deutschen Vogelnamen int'ressiert, dann schiebt die Leiter an eines Eurer Bücherregale, stemmt alle Grimmbände hinauf ins alleroberste Fach, dort wo kein Staubsauger-Verlängerungskabel mehr hinreicht (neben den 'Adelung', den 'Hutzenköcherle' und den 'Schmexler') und besorgt Euch den Hugo Suolahti: 'Die deutschen Vogelnamen'. Das war ein finnischer Germanist, der hoffentlich nicht nur (ich baue meine Verleumdung aus) StudentInnen pfenningweis (oder wie das in Finnland, kurz nach der Jahrhundertwende, hieß) für sich 'hackeln' ließ.
Englische Vogeletymologie könnt Ihr Euch dagegen ersparen: Englische Vogelnamen sind entweder aus dem Französischen, oder sie leiten sich, onomatopoietisch, aus Rufen der Vögel ab. Weshalb auch fast jede Ente einen anderen Wortstamm hat.   

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-21, 21:22:16
Augenanschlag, der
Blick, der dem geflügelten Wort ,,Wenn Blicke töten könnten" gerecht wird.

Berbeit, die
Beschäftigung, derer Landstreicher nachgehen.

Fernwehzeitung, die
Reisekatalog mit sündhaft teuren Angeboten, der Leuten, die sich diese garantiert nicht leisten können (z.B. Hartz-IV-Empfänger, zwölfköpfige Familienväter, Manager, die ihre eigenen Firmen schon bestehlen müssen), ungefragt in den Briefkasten gestopft wird.

Garnöle, die
Krebstier, das sich nach dem Reinschmeißen in kochendes Wasser standhaft weigert zu sterben oder sogar gar zu werden. Stattdessen nölt es immer nur rum: ,,Ich bin noch nicht gar! Noch zwei Minütchen. Grad so schön warm hier."

Lammonade, die
Erfrischungsgetränk mit einem feinen Geschmack nach jungen Schafen.

Laptopf, der
Küchengerät, welches extrem langsame Garung garantiert. Der Laptopf darf nicht auf eine heiße Herdplatte oder in einen Backofen gestellt werden, sondern muss mit beiden Händen möglichst regungslos im eigenen Schoße gehalten werden. Zum Garen von Braten nicht unbedingt geeignet, da meist der Verwesungsprozess des Fleisches bereits vor dem Garungsprozess einsetzt.

Mollstock, der
Diregentenstab, der ausschließlich bei sehr traurigen Stücken zum Einsatz kommt.

Musikbux, die
Hose, zu man zum wochenendlichen Discobesuch anzieht.

Obstsalut, der
Gruß, den sich die Obsthändler morgendlich auf dem Großmarkt zuwerfen. Der Arm wird senkrecht emporgehoben, die Hand deutet eine Greifbewegung nach einem reifen Apfel an. Der Arm wird ruckartig heruntergezogen, um einen Pflückvorgang anzuzeigen. Gleichzeitig wird gerufen: ,,Alles Birne!"

Pissbild, das
Fachausdruck für das Ergebnis der Analyse einer Urinprobe.

Plagiot, der
Jemand, der besser nachgeahmt wird als er selber ist und danach ziemlich dumm dasteht.

Schwülschrank, der
Gerät, mit dem man tropische Pflanzen auch in der heimischen Wohnung züchten kann.

Sickkarre, die
Transportgerät, mit dem Tonnen von Briefen von Deutschlehrern sowie Beschwerdebriefe der Gesellschaft zur Stärkung der Verben an Sprachkritiker befördert werden.

Stupendium, das
Geld, das an Studenten für verblüffende Leistungen ausgezahlt wird.

Stupidium, das
Geld, das an Studenten für gar keine Leistungen ausgezahlt wird, damit diese endlich die Studienplätze wieder frei machen.

Tatfisch, der
Tunfisch, der seinen Lebensodem bereits ausgehaucht hat.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-22, 21:04:29
Zitat von: Berthold am 2008-04-21, 19:48:02
Jetzt schau ich aber bei den Grimmen nach: - - Und siehe da: - Nach der 'Pinge' kommt dort die 'Pinie'. Hab ja immer gewußt, warum ich von Karstens beiden Lieblingen nicht besonders viel halte (D. h.: von den Märchen schon!). Denn es ist seltsam: Immer, wenn ich dort ein Wort nachschau, find ich entweder nix oder Spärlichstes, wie bei 'Zuckmücke'. "'Pinguin' is auch kein deutsches Wort", meinst Du, lieber Karsten, vielleicht. Na - und die 'Pinie' schon, oder wie?

Ich denke mal, dass die Herren Grimm und deren zahlreiche Nachfolger, sich mit Literatur beschaftogen, in denen keine Pinguine oder Zuckmücken vorkamen, weil jene (erstere, also Pinguige) zur Anfurtag der Werke gar nicht bekannt waren und diese (also Zuckmücken) einfach mit allem anderen Muckenszeug gleichgesotzen ward.
Eine Pinie war jedoch durchaus bekannt.

Zitat
Indes: Man sesülle nicht der armen Studenten & Studentinnen spotten, die damals, wohl für gering Entgelt, buchstaben- oder teilbuchstabenweis für die großen Brothers die Ghostwraitage übernahmen. Mit Seeleuten, die die Südhalbkugel burienß hatten, haben sich jene wie diese wohl nie unterhalten.

Höchstwahrschieln. Und irgendwo memuss wohl auch mal eine Grenze gezogen worden sein, welche Werke in Betracht für das Wörterbuch kamen. Anscheinend war alles außereuropäische verponen.

Zitat
Aber - noch ärger: Selbst der 'Alk' fehlt! - Die 'Lumme', den 'Hornlund' oder die 'Gryllteiste' hab ich mir gar nicht mehr nachzuschauen trauen (damit's nicht immer 'getraut' oder 'getro'n' heißt).
Falls Ihr Euch tatsächlich für die Etymologie der deutschen Vogelnamen int'ressiert, dann schiebt die Leiter an eines Eurer Bücherregale, stemmt alle Grimmbände hinauf ins alleroberste Fach, dort wo kein Staubsauger-Verlängerungskabel mehr hinreicht (neben den 'Adelung', den 'Hutzenköcherle' und den 'Schmexler') und besorgt Euch den Hugo Suolahti: 'Die deutschen Vogelnamen'. Das war ein finnischer Germanist, der hoffentlich nicht nur (ich baue meine Verleumdung aus) StudentInnen pfenningweis (oder wie das in Finnland, kurz nach der Jahrhundertwende, hieß) für sich 'hackeln' ließ.

Deutsche Vogelnamen interessieren mich bislang so gut wie gar nicht. Ich bin froh, wenn ich ein Rotkelchen, einen Sperling, eine Amsel und einen Raben ('ne Meise geht auch noch) erkennen kann.

Zitat
Englische Vogeletymologie könnt Ihr Euch dagegen ersparen: Englische Vogelnamen sind entweder aus dem Französischen, oder sie leiten sich, onomatopoietisch, aus Rufen der Vögel ab. Weshalb auch fast jede Ente einen anderen Wortstamm hat.   

Zur "Ente" mag ich noch auf A.J. Storfers schöne Abhunlden zur "Zeitungsente" und dem "Can-Can" (welcher auch von canard, also Ente kommen kekünne) verweisen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2008-04-23, 00:12:11
Fürbaß, der: Jedes Instrument, das in der Lage ist, die Rolle eines Streichbasses zur Not zu übernehmen. Tuba, Kontrafagott und Baßklarinette sind treffliche Fürbässe, mit Serpenten und Wagner-Tuben läßt sich's zur Not auch aushalten, aber Tenorposaunen und -saxophone sind diesbezüglich schlichtweg ein Witz.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-23, 00:42:14
un·verˈbüch·lich <a. [ˈ----] Adj.> mit Hilfe der vorhandenen Vorgänge und EDV-Systeme nicht zu erfassen; die Realität ist generell ~
ˈzwer·gen <V. t.; hat> in den Schatten stellen, klein erscheinen lassen [Abklatsch (http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/a/ABKLATSCH%20%20%20Calco.htm) von engl. (to) dwarf]
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-04-23, 00:46:06
Gardarobbe, die: in Norditalien beheimatetes, am und im Wasser lebendes Säugetier
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ICH am 2008-04-23, 05:38:43
Leckentferner, der
neuartiger Substanz zum entfernen großer Löcher, meist in der Schiffsindustie zu finden

Sparbuxe, die
erst durch Lars Kagerfeld erfundene Jeans mit extrem großen Taschen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Tschabrendeki am 2008-04-23, 14:51:23
Das Problem ist - meines Erachtens - dass eure Beispiele zwar alle sehr lutig, doch aber motivoren  sind! Doch aber die meisten userer Grundwörter unmotivoren  sind! Motivoren Wörter sind, die aus schon existenten Wörter hergeliehten werden können, die unmotivoren knüpfen an keine vorgegebenen Wörter an. Das grösste Wurf wäre also unmotivore Wörter zu erschaffen.

Ein Beispiel: Es gibt dieses Ding, das die Tüten der Toastbröte verschließt - und keinen Namen hat!

Das nennen wir: das Ateckum
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-23, 16:15:23
Oder den Spangdahlem (http://labenz.texttheater.de/S#Spangdahlem). Stimmt, unmotivorene Worterschaffung ist der größere Wurf, aber komödiantisches Holz lässt sich daraus schwerlich schnitzen. :)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Tschabrendeki am 2008-04-23, 20:34:47
Im Ungarischen gibt es ein Verb (Das Ungarische gibt ein Verb) für "das Bett machen": ágyazni. Weil "ágy" "Bett" bedeutet, kekünne man auch deutsch sagen: betten.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-23, 22:33:20
Wie wahr, man kann so gut wie alles verben, das verrückt die Sprache, und das ist gut so. betten gibt's übrings auch schon als transitives Verb mit der Bedeutung hinlegen, unterpolstern.

Auf http://osdir.com/ml/encryption.pgp.keyserver-folk/2005-02/msg00003.html fand ich gerade noch ein Wort: automagically
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-23, 22:47:01
Rechtsunwalt, der
Ein Gesetzesvertreter, der nicht ob seiner zu Recht gewonnen Fälle zu Ruhm gelangte, sondern wegen seines rüpelhaften Auftretens meist die gegnerische Partei schnell einschüchtern und in die Flucht schlagen konnte. Wird gerne gebucht von ebenso rüpelhaften Musikern, die gerne einfach mal so im Rückwärtsgang auf der Autobahn fahren wollten und dabei erwischt wurden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-04-24, 11:33:09
Zitat von: Fleischers Karsten am 2008-04-22, 21:04:29
Ich denke mal, dass die Herren Grimm und deren zahlreiche Nachfolger, sich mit Literatur beschaftogen, in denen keine Pinguine oder Zuckmücken vorkamen, weil jene (erstere, also Pinguige) zur Anfurtag der Werke gar nicht bekannt waren und diese (also Zuckmücken) einfach mit allem anderen Muckenszeug gleichgesotzen ward.
Eine Pinie war jedoch durchaus bekannt.

Aber gar nicht! - Im 'Pfeifer' heißt es schlicht: 'dt. (= deutsch) Pinguin (um 1600).'
Bei der 'Pinie' hingegen: 'Der Name für eine Kiefernart der Mittelmeerländer ist eine Entlehnung (Ende 18. Jh.) aus botan.-lat. pinea (Linné 1753).'

We're breaking together!
Yours
Jake & Will Grimm

Ein paar Beispiele zur Vielfalt der englischen Entennamen:
Anas acuta: 'Northern pintail'
Anas crecca: '(Eurasian) teal'
Anas penelope: 'wigeon'
Anas platyrhynchos: '(Common) mallard'
Anas querquedula: 'garganey'
Aythya marila: 'Greater scaup'
Netta rufina: 'Red-crested pochard'.

 
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Tschabrendeki am 2008-04-24, 14:29:49
Ich habe ein bisschen der Verba Tripartita von Berthold Janecek nachgedacht und erwogen, was mit "vermöglichen" sei...

ich liche das Mög ver... lüte das...

das gewonnene Wort: das Mög (daraus abgeliehten: mögen; vgl. es mag sein!; möglich) bedäte [bedeuten, bedat, h. bedouten] dann: erwünschte Possibilität.

Einwände?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-24, 16:03:13
Quallenverzeichnis - vom österreichischen Zoologen Berthold Hatschek im Jahre 1888 erstellte Übersicht über alle Vertreter der Nesseltiere (Cnidaria)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ICH am 2008-04-24, 19:10:14
Zitat von: Tschabrendeki am 2008-04-23, 14:51:23
Ein Beispiel: Es gibt dieses Ding, das die Tüten der Toastbröte verschließt - und keinen Namen hat!
Das nennen wir: das Ateckum

Da schrieb ich doch glatt Lieken an ob es da wirklich keinen Namen gibt und hier das Result:


vielen Dank für Ihr Mail an das Golden Toast Kontaktformular.
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass die Verschlüsse unserer Produkte bei uns im Hause Verschlussclip heißen.
Wir hoffen, Ihnen geholfen zu haben und verbleiben
Freundliche Grüße / Kind regards
Lieken Brot-und Backwaren GmbH
Marion Pleye
- Qualitätssicherung -
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Tschabrendeki am 2008-04-24, 19:23:09
  :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-04-24, 20:36:38
Zitat von: Gryphius am 2008-04-24, 16:03:13
Quallenverzeichnis - vom österreichischen Zoologen Berthold Hatschek im Jahre 1888 erstellte Übersicht über alle Vertreter der Nesseltiere (Cnidaria)

Ein großer Zoologe

Ich danke Gryphio, daß er Berthold Hatscheks gedachte - den ich so irgendwie - mit respektvoller Verbeugung gesprochen - als entfernten Namensvetter betrachte. Seltsamerweise sehen wir einander - der Bart ist wegzudenken und die Locken sind durch so dürftige wie fettige Strähnen zu ersetzen - auch ein ganz klein wenig ähnlich. - Jedenfalls weiß ich jetzt, wem ich am 3. April einmal einen Vortragsabend widmen werde/ bzw. zu widmen habe. Ich kann nur hoffen, daß ich schöner singe, denn als Morphologe und Anatom hätte mich der Berthold H. ins Winkerl geblasen. 

Das Ende des großen Zoologen war der Wikipedia nur knapp mehr als zwei Zeilen wert:
'Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich am 12. März 1938 wurde er auf Veranlassung des österreichischen Unterrichtsministeriums am 22. April seines Postens enthoben. Drei Jahre später wurde der 86-Jährige aus seiner Wohnung deportiert, starb aber noch im gleichen Jahr in Wien.'
Warum da nach 'starb' noch 'aber' steht, verstehe ich überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, daß es am 22. 4. 1938 noch ein österreichisches Unterrichtsministerium gegeben hat. Selbst der Besitz einer österreichischen Fahne war doch damals strafbar. Und meine Oma Rosa, eine alte Sozialistin, wurde beim Gruß "Grüß Gott!" von vielen schief angeschaut.
Na gut, das ist ein Sprachforum...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-24, 20:55:56
Zitat von: Berthold am 2008-04-24, 20:36:38
Zitat von: Gryphius am 2008-04-24, 16:03:13
Quallenverzeichnis - vom österreichischen Zoologen Berthold Hatschek im Jahre 1888 erstellte Übersicht über alle Vertreter der Nesseltiere (Cnidaria)

Ein großer Zoologe

Ich danke Gryphio, daß er Berthold Hatscheks gedachte - den ich so irgendwie - mit respektvoller Verbeugung gesprochen - als entfernten Namensvetter betrachte.

Zugegeben, ich hatte gehofft, Dir eine Freude damit zu bereiten. Denn die namentliche wie berufliche Ähnlichkeit (zur optischen kann ich mir mangels Vergleichsmöglichkeit kein Urteil erlauben) stach mir sofort ins Hirn. Was für eine Koinzidenz!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-04-24, 21:02:44
Coinziehdents, die (Pl.): Schokoladentaler zäh-klebriger Konsistenz
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2008-04-24, 21:15:55
Zitat von: Gryphius am 2008-04-24, 20:55:56
Was für eine Koinzidenz!

Und dann noch die spralche Nähe zu anderen Feldern (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=425.msg11308;topicseen#msg11308), die wir hier beürcken. Gans zu schweigen von unsren Sonderzeichen-Fans, die sich hier (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=404.0) austœben.

Stork: toben: tåb, tœbe, getåben
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-24, 22:33:08
Zitat von: Berthold am 2008-04-24, 20:36:38Ich kann nur hoffen, daß ich schöner singe, denn als Morphologe und Anatom hätte mich der Berthold H. ins Winkerl geblasen.

Dich bläst als Morphologen so leicht keiner ins Winkerl (naja, das M-Wort ist polysem ;) ).
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-24, 22:58:16
Zitat von: Günter Gans am 2008-04-24, 21:15:55
Zitat von: Gryphius am 2008-04-24, 20:55:56
Was für eine Koinzidenz!

Und dann noch die spralche Nähe zu anderen Feldern (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=425.msg11308;topicseen#msg11308), die wir hier beürcken. Gans zu schweigen von unsren Sonderzeichen-Fans, die sich hier (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=404.0) austœben.

Jetzt bin ich aber platt! Da gibt's den Háček ja tatsächlich schon!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2008-04-25, 12:40:26
Zitat von: Kilian am 2008-04-24, 22:33:08
Dich bläst als Morphologen so leicht keiner ins Winkerl (naja, das M-Wort ist polysem ;) ).

... stichwort polysemie: kekünne man nicht auch mit fügen und rechten den formwandler odo aus "deep space nine" als morphologen bezeichnen? :D

... analog zu dem von agricola begonnenen und betruenen (im letzten halben jahr sanft eingeschlafenen) -ik-faden http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2202.75 (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2202.75) mit neuen wissenschaften und fachgebieten wäre - und sei's nur um des bloßen assoziierenden blödelns willen - eigelnt auch eine liste für die wissenschaftler* nötig ... ehe ich die aber gleich neu anlege und weselnt ernsthaftere forums-mitglieder genorven die augen verdrehen, stelle ich dieses vorhaben erstmal nur zur diskussion ... begonnen sei also mit dem morphologen:

Morphologe - Formwandler



* es ließen sich natulr auch die bezinche für fachleute auf -iker/in neu deuten - aber dieses faß möchte ich (vorerst) nicht aufmachen ...


p.s. karsten hatte etwas ahlnes ja schon im vergangenen jahr im faden strolche und andere -logen http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2212.0 (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2212.0) angerogen, doch dies geht in eine andere richtung ... vielleicht sesölle man da einfach anknüpfeln?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-25, 14:21:15
Ich weiß nicht, ob das von mir gerade neu erfundene Wort hierher passt:

widersträuben - die Mischung aus unwillkürlichem Widerstreben und willentlichem Sträuben gegen etwas
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-25, 15:17:33
Find ich schon. Man kekönne freilich auch die Urzutände (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2388.0) auf Absichtliches ausdehnen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-25, 17:23:33
Zitat von: Kilian am 2008-04-25, 15:17:33
Find ich schon. Man kekönne freilich auch die Urzutände (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2388.0) auf Absichtliches ausdehnen.

Du bist doch der Große Administrator - entscheide Du also. Ich bin da völlig unprätentios und werde mich dann einfach daran halten. Vielleicht sesölle man dann aber auch noch einmal genauer definieren, welche Wörter dort gesolmmen werden sesüllen (klingt wie Selsillen). Momentan ist es eher verwirrend, da ich nicht so recht weiß, wohin Wortneuschöpfungen (-schopfe?) denn nun gehören. Nötig fände ich aber einen einzelnen Faden schon, denn dann bekäme man dort einen Überblick über die Menge der tatsächlich neutschen Wörter, die den GSV-Wortschatz bereichern und irgendwann einmal dem Neutschen zu einem eigenen ISO-Code verhelfen.

Mein bescheidener Vorschlag: Ein Faden, der Neutsche Wörter genannt wird und in dem sowohl die absichtlich als auch unabsichtlich neugeschopfenen Beispiele samt Erklur aufgelosten werden. Wie eine Art Duden in eine alphabetische Reihenfolge gebrochen (sprich: immer wieder aktualisoren), hätte Karsten Fleischer irgendwann sicher genug Material, um noch einmal einen neuen Anlauf betreffs einer Zertifizierung des Neutschen zu stellen. Aus etlichen älteren Fäden kekünne man ja schon etliche tolle Wörter und Definuren übernehmen, die bislang nirgends so recht hingehörten (nicht einmal in die Liste der Labenze).

Was haltet Ihr davon?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-25, 18:08:37
Dabei wäre dann auch http://verben.texttheater.de/Kategorie:Glossar zu beryxichtigen, wo schon ein paar - vor allem grammatische und technische - Fachbegriffe stehen.

Nehmen wir diesen Faden hier doch für Anträge zum offiziellen neuen Wortschatz der GSV, während in Urzutände (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2388) Dinge hineinkommen, die nur mal so kurz zur flüchtigen Belustigung dienen sollen. Dazu passt ja auch der Einnord in die "Späße".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-04-25, 20:43:43
Zitat von: Kilian am 2008-04-25, 18:08:37
Nehmen wir diesen Faden hier doch für Anträge zum offiziellen neuen Wortschatz der GSV ...

Das klingt gut. Und nach der Pruf wandert es dann ins Wiki?

Zitat von: Kilian am 2008-04-25, 18:08:37
... während in Urzutände (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2388) Dinge hineinkommen, die nur mal so kurz zur flüchtigen Belustigung dienen sollen. Dazu passt ja auch der Einnord in die "Späße".

Die Unterscheidung dürfte da nur nicht immer einfach sein, oder? Welche Kriterien muss ein Wort denn erfiollen haben, um zum neutschen Wortschatz hinzugefogen zu werden?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-25, 23:19:19
bereichten - Eine Tätigkeit zwischen Berichten und Beichten. Hat schon etliche Ehen zerstört.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-04-26, 19:54:02
erogähne Zone, die: Ehebett eines erfahrenen Ehepaars
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-04-26, 21:09:18
Zitat von: Berthold am 2008-04-21, 19:48:02
Was ich bisher auch nicht wußte: Daß mit 'Pinguin' einfach ein fetter Vogel gumnien ist - oder ist's doch ein Wort aus der Ona-Sprache? - Auch der 'Pfeifer', der da irgendwas vom Bretonischen daherschwafelt, ist sich nicht sicher.

...

Aber - noch ärger: Selbst der 'Alk' fehlt!

So, Bertl, jetzt die Etymologie des Pinguins (und auch ein Zusammenhang mit dem Alk), abguschriemb beim A.J. Storfer, der ja aus der selben Stadt wie du stomm (und den ich viel höher schätze als die Grimms!):

Der Vogelname Pinguin ist höchstwahrscheinlich keltischer Herkunft. Man deutet ihn als walisisch pen gwyn (gwyn = weiß, pen = Kopf). Zu bermerken ist allerdings, daß jene drolligen Tiere der südlichen Polargegend nicht weiße, sondern schwarzbefiederte Köpfe haben. Dennoch ist die Etymologie Pinguin = Weißkopf nicht unhaltbar. Walisische Seefahrer dürften zuerst den über nordische Meere verbreiteten Riesenalk (Plautus impennis Linn.), den kennen zu lernen sie in Island und Südgrönland Gelenheit hatten, als Pinguin, d.h. als Weißkopf, benannnt haben. Tatsächlich kennzeichnet diesen Vogel ein länglich runder weißer Fleck vor und über dem Auge. Mit den in die Familie der Flossentaucher eingeordneten Pinguinen sind die Alken, die zur Familie der Flügeltaucher in der Ordnung der Regenpfeifervögel gehören, gar nicht verwandt, da aber auf den ersten Anblick eine große äußere Ähnlichkeit zwischen Pinguinen und Alken, besonders in der Körperhaltung, bemerkbar ist, ist nicht zu verwundern, daß der keltische Name der aus den nördlichen Meeren bekannten Alken später auf die ähnlichen Vögel übertragen wurde, denen man nach der Entdeckung Amerikas in den antarktischen Polargegenden begegnete. Daß man die neuentdeckten Vögel als Pinguine, wörtlich Weißköpfe, bezeichnete, obschon sie schwarze Köpfe haben, muss nicht verwundern, selbst wenn man annimmt, daß die Übertragung des Namens von den Alken auf die neuen Vögel durch solche Seeleute erfolgt ist, deren der wörtliche keltische Sinn des Namens noch bewußt war, denn schließlich bezeichnen auch wir als Plombe (plumbum, Blei), etwas, das oft aus Gold ist, als Gulden etwas, das meistens silbern und nicht gülden ist u. dgl. Übrigens hat man die Alken und die Pinguine anfangs auch für nahverwandt gehalten und sie irrtümlich in eine Ordnung (Impennes) zusammengefaßt. Im Französischen dient dementsprechend das Wort pingouin heute noch sowohl zur Bezeichnung der Pinguine als der Alken. Unbestritten ist die Ableitung des Vogelnamen (englisch penguin, daneben aber auch der Pflanzenname pinguin = Bromelia Pinguin, Pinguinananas aus den genannten keltischen Wörtern) aber nicht: manche versuchen, das Wort in romanische Zusammenhänge zu bringen, dem lateinischen Worte pinguis = fett zuzuordnen.

Entnommen aus: A.J. Storfer, Wörter und ihre Schicksale. (Damit sei auch zumindst der Titel des Fadens in diesem Abschwiff noch mal aufgegriffen. Doch nun genug der Vögelei.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-27, 00:59:52
Zitat von: Gryphius am 2008-04-25, 20:43:43
Zitat von: Kilian am 2008-04-25, 18:08:37
... während in Urzutände (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2388) Dinge hineinkommen, die nur mal so kurz zur flüchtigen Belustigung dienen sollen. Dazu passt ja auch der Einnord in die "Späße".

Die Unterscheidung dürfte da nur nicht immer einfach sein, oder? Welche Kriterien muss ein Wort denn erfiollen haben, um zum neutschen Wortschatz hinzugefogen zu werden?

Nützlich, intelligent oder lustig sollte es sein. :)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-04-28, 15:00:28
Zitat von: Fleischers Karsten am 2008-04-26, 21:09:18
So, Bertl, jetzt die Etymologie des Pinguins (und auch ein Zusammenhang mit dem Alk), abguschriemb beim A.J. Storfer, der ja aus der selben Stadt wie du stomm (und den ich viel höher schätze als die Grimms!):
(...)

Es sei!

Übrigens hab ich Herrn Storfer in einem ganz anderen Zusammenhang wiedergefunden. Ich hab zu Hause ein Buch, in dem es hauptsächlich um jüdische Emigranten nach China geht. Und dort, in Shanghai, hat der wundersame A.J. Storfer eine Zeitschrift herausgegeben. Der Titel des Buches fällt mir nicht ein, allerdings fand ich im Internet ein Zitat über Storfer - aus einem Interwjû - http://www.fdk-berlin.de/forumarchiv/forum97/f029d.html:

'S.T.: Du hast von den Zeitungen und den Zeitschriften gesprochen. Da gab es eine 'Gelbe Post', herausgegeben von einem Herrn Storfer.

U.O.: Herr Storfer ist eine faszinierende Persönlichkeit. Er war Leiter des psychoanalytischen Verlages in Wien, der die Freudschen Schriften herausgebracht hat. Er ist nach dem 'Anschluß' emigriert. Später gründete er dann in Shanghai eine Zeitung, 'Die gelbe Post - Ostasiatische Illustrierte, Halbmonatsschrift'. Ich lese einmal etwas von der ersten Seite. Fast mit expressionistischem Impetus steht hier: "Hundert Aufsätze und hundertfünfzig Abbildungen über Einrichtungen, Vorgänge, Sitten, Gebräuche, einzelne Persönlichkeiten und allgemeine Typen", und dann in Klammern: "Staatsmänner und Generäle, Revolutionäre und Spieler, Boys, Kulis und Bettler, Dichter und Freudenmädchen." Es war ein sehr ungewöhnliches Blatt mit einer sehr ungewöhnlichen Themenmischung: ein Essay von Freud über den Judenhaß in Europa, dann einer über die Psychoanalyse in Japan, dann ein Artikel über die Juden von Kai-Feng, einer ganz frühen jüdischen Siedlung in China. Außerdem gibt es Texte von Ärzten, ganz pragmatische Sachen, z.B. darüber, wann Choleraimpfungen stattfinden sollen; oder ein wunderbarer Text: 'Bummel durch ein chinesisches Warenhaus', das KaDeO (Kaufhaus des Ostens, angelehnt an das Berliner KaDeWe, A.d.R.). Über Kino wird ausführlich geschrieben, besonders natürlich über chinesische Filme. Chinesische Geschichte. Auch eine Art Einführung in die chinesische Kultur - was in der kolonialen Welt überhaupt nicht üblich war, das war etwas Neues. Beiträge über die chinesische Schrift: 'Die vier Schätze der Schreibstube'. Dann gibt es Photoreportagen wie damals in Berliner Magazinen, eine Reportage über Bettler, 'Bettler wählen ihren König', ein Bildbericht über Straßentypen in Shanghai - auch so eine Reportage, wie man sie im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre gemacht hätte. Storfer selbst hat sehr viele Artikel für die Zeitung geschrieben. Er war Sprachforscher. Er hat einige Bücher herausgegeben und wohl aus Wien Exemplare mitgebracht, für die er warb und die er auch verkaufte: 'Wörter und ihre Schicksale' und 'Im Dickicht der Sprache'.

Herr Storfer hat sich sehr darum bemüht, daß diese Zeitung über die Grenzen Chinas hinaus bekannt wurde. Hier steht zum Beispiel auch der Preis der Zeitung in Amerika, in Großbritannien, in der Schweiz. In dem Text 'Hut ab vor dem Kuli' beschreibt Storfer, wie er völlig deprimiert in China ankam und trotzdem so fasziniert war von dem ersten Anblick, der sich ihm dort bot, nämlich dem von schwer beladenen Kulis. Diese Haltung Storfers hat, wie ich glaube, sehr viel mit der Machart des Films zu tun. Ich habe versucht, diese ganz unterschiedlichen, sich widersprechenden Dinge, von denen Shanghai voll ist, im Film zusammenzubringen. Es ging mir darum, für das, was die Menschen mir von damals erzählt haben, Entsprechungen und Bilder im heutigen Shanghai zu finden, das sich zur Zeit in einem unglaublichen Umbruch befindet. Shanghai war immer eine Nahtstelle: zwischen dem alten China und dem neuen China; zugleich war es der Ort, an dem China auf das Ausland traf. (...)'   
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-04-29, 02:13:59
konˈsent <Adj.> unstrittig, Gegenstand eines Konsens; diese Bewertung ist bei uns ~
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-04-30, 10:47:54
Zitat von: Fleischers Karsten am 2008-04-26, 21:09:18
(...) A.J. Storfer (...)

Lieber Karsten! Meine Lieben!

a) Das Buch, in dem auch über die - bitte, verzeiht mir dies Bild der männlichen Einsäme, tapfere EmigrantInnen - Ameikratz des großen A. J. Storfer in China guschrimp ward, ist folgendes:
Messmer, Matthias (2007) China / Schauplätze west-östlicher Begegnungen. - 659 pp. - Böhlau Verlag Wien . Köln . Weimar / ISBN 978-3-205-77594-2. - Ich empfehle dieses Buch.

b) Was glaubt Ihr, wie alt Neutsch ist? - - 'Sinwa doch graad east am Eafindn!' - Das glaubt Ihr?
Ich habe ein schrachlftes Zeugnis, daß Ihre Majestät, die spanische Königin (Gattin von König Carlos II.), Frau Marianne von Neuburg, bzw. Maria Anna von Pfalz-Neuburg (1667-1740), es um 1700(!) in Briefen verwendet haben muß. Im Buch von Monaldi & Sorti (SchurnalistInnen, die sich um die Wahrheit der Historie bemühen) 'Secretum' steht guschrimp:

'Es heißt, sie vertraue sich brieflich oft dem Landgrafen von Hessen an. Aber der Landgraf zögert mit seiner Antwort: Angeblich sind die Briefe der Königin ein sinnloses Wirrwarr, unmißverständliche Ausgeburt eines zerrütteten Geistes' - hier füge ich ein: ütte zerr - utt zirr! - uttet zerr! - jatt zarr - jätte zörre - zorrngeriuntt -', wo' (und jetzt kommt es, von mir hervorgehomp:) 'Verben und Substantive verstört vagabundieren wie die Besessenen und Tobsüchtigen, die heulend in der schwarzen Nacht Madrids umherirren.'      


 
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-05-10, 01:29:54
Zuckunft, die: Pulsieren des Penis beim Zeugungsakt
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-05-26, 20:04:02
greteln (V.)
Das feminine Äquivalent zu hänseln. Unklar ist allerdings, ob eine feminine Person eine maskuline, eine maskuline eine feminine oder eine feminine eine andere feminine Person gretelt.

(In Opladen ist dieses Wort tatsalch gelauf.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gryphius am 2008-05-26, 20:44:47
Zitat von: Fleischers Karsten am 2008-05-26, 20:04:02
greteln (V.)
Das feminine Äquivalent zu hänseln. Unklar ist allerdings, ob eine feminine Person eine maskuline, eine maskuline eine feminine oder eine feminine eine andere feminine Person gretelt.

Ist mir der Stork dieses tollen Verbs gestotten? Die Einwull (?) vorausgesotzen, biete ich also an:

greteln - gralt - grülte - grilt! - gegrolten
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-05-27, 20:07:56
Zitat von: Gryphius am 2008-05-26, 20:44:47
Ist mir der Stork dieses tollen Verbs gestotten? Die Einwull (?) vorausgesotzen, biete ich also an:

greteln - gralt - grülte - grilt! - gegrolten

Es sei so!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-05-31, 15:08:43
Es ist schon manchmal schwierig mit den Wörtern:

(http://www.splashpages.de/php/images/imagemanager_comics/specials2007/bergischesland/Streuf.jpg)

(Zinch von R.M.E. Streuf)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-05-31, 18:25:15
Geˈhingst <n. 11> Hengstgestüt
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-06-10, 05:54:38
Mussda, das (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=205.msg36849#msg36849): Ableitungsprinzip in der Sprache, das nach Übertragung auf andere Fälle schreit
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-07-12, 15:57:40
Mähdorn, der: Aus einem ICE herausstehendes Metallteil einer Achse, das über die Gleise und deren Verschraubungen schleift, um dort wachsende Pflanzen abzusäbeln. Führt gelegentlich zu Entgleisungen. (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,565478,00.html)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-09-05, 21:51:01
Dieses Wort erschien mir im Traum:

Aasschießen

In meinem Traum gab's tatsalch einen Schießstand mit einem Schild mit diesem Wort drauf dran.

Ich war wohl von Monty Python's "Upper Class Twit of the Year (http://www.youtube.com/watch?v=_p5rjX7gMWo)" inspiroren (ab 2 min 40 sec, ca.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-09-14, 01:45:58
ˈGrün·licht·mi·lieu <n.; -s; -s> Umfeld mit Laisser-faire-Attitüde
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-09-14, 16:55:53
ˈGelb·licht·mi·lieu <n.; -s; -s> Übergangszustand vom Grün- zum Rotlichtmilieu
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: OkinaptzUglwf am 2008-09-23, 11:25:10
Zur Differenzur bei künftigen Aktionen der Vertied am Hindukusch, Hersieschweinsch und wo auch immer:

Militär => Mikrotär als kleinere Einheit (1:1000)

ebenfalls

Wildat: Wehrfreiwilliger
Musdat: Wehrpflichtiger

------------

und ein paar Neologismen, eingediutschen

Die Tätigkeit Tüt des Sponsoren sei nicht sponsoren, sondern spornsen (spruns, gespronsen).
Ein Model modelt moldet (muldot, modlutten).
Mit einem Handy kann man nicht nur der Telefonur frönen, deswegen bietet sich ein neues Verb an: handitteln (handult, handutteln). Das Substantiv zu diesem Verb wäre dann die Handulatur.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-09-23, 13:46:42
Zitat von: OkinaptzUglwf am 2008-09-23, 11:25:10
Wildat: Wehrfreiwilliger
Musdat: Wehrpflichtiger

Prächtig! Denen wären dann noch der Kandat (fertig Ausgebildeter) und der Dafdat (Wehrfähiger, d.h. über die zur Einmusterung erforderlichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten Verfügender, im Gegensatz zu den Wehrunfähigen und Ausgemusterten) beizugesellen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-09-23, 20:21:28
Herzlich willkommen, OkinaptzUglwf! Vielen Dank!

Zitat von: OkinaptzUglwf am 2008-09-23, 11:25:10Militär => Mikrotär als kleinere Einheit (1:1000)

Das habe ich gleich mal den diminutiven Singulären (http://verben.texttheater.de/Diminutiver_Singular) hinzugefogen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-09-23, 23:18:29
Den -daten wären noch die korrekten Pluralformen hinzuzufügen:

Sollendat
Wollendat
Müssendat
Könnendat
Dürfendat
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ku am 2008-09-23, 23:43:34
Der Ausgemusterte wäre dann der Lasdat
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-09-25, 20:53:31
Fürstand, der: Alles, was in die Toilette geworfen werden darf

Fürsatz, der: Das Sinnverhältnis eines Synonympaares

Fürteil, das: Wort, das mit dem gegebenen einen Fürsatz bildet

Fürwart, die: Vergangenheit und Zukunft
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ku am 2008-09-27, 18:51:08
Zitat von: Kilian am 2008-09-23, 20:21:28
Herzlich willkommen, OkinaptzUglwf!

Ich möchte mal auf meinen Beitrag #106 in Omnia licent "Kleine Namenskunde" verweisen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-09-27, 20:58:01
Zitat von: Agricola am 2008-09-14, 16:55:53
ˈGelb·licht·mi·lieu <n.; -s; -s> Übergangszustand vom Grün- zum Rotlichtmilieu

Ich war heute im Antikwariat in Leverkusen-Wiesdorf und ward aufmerksam gemachen auf das "Niederhochdeutsche Wörterbuch des tieferen Sinns" (http://www.grupello.de/verlag/anzeigen/isbn/3-933749-91-3/session//ident//) und fand dort das Wort "Blaulichtmilieu", welches ich mir selbst vor ein paar Tagen ausgedacht hatte. Klassischer Fall von Schullwitz.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-10-18, 00:32:37
Eben überkam mich der Hunger auf chinesisches Essen. Aber der Wasserdrache (Hai Long) [Bertl, nicht beschweren: ich weiß nicht wie es betunen wird] hatte schon zu. Also blieb nur der andere Laden, der sich schnöde "Peking" nennt und in dessen Räumliken man bis vor zwei Jahren von einem Türken original italienische Pizzim erwerben kekunn.

Ich koff die Speise mit der Nummer B14: Hühnerfleisch gebacken (kunsprig) mit süß sauer Soße für fier Euro fierzig.

Kunsprig, ja, dieses Adjektiv bezinch diese Mahlzeit zurecht: nicht recht knusprig, aber auch nicht ganz matschig. Ein Wort was man sich merken sesölle.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2008-11-05, 21:59:24
Wenn jemand, der normalerweise nur Unsinn verzapft, auch mal etwas sinnvolles tut, sollte man ihm ruhig mal Nachhaltungen machen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-11-08, 20:31:11
Der Anblick der Augen einer Bekannten fällte mich das Adjektiv kullerblau ein.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-11-12, 04:28:24
ˈSpam·eb·be, die: Das, was ich mir gerade für dieses Forum wünsche
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2008-11-12, 15:34:33
Wie wäre es mit einigen Eindeutschungen wie "die Imel" ("die Imele", wie "Kamele") oder Spemm (die Spemmen, in Anlehnung an die sächsische "Bemme")? Gerade im Internet könnte man sich dabei so richtig austoben.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-11-26, 20:54:18
ˈan·be·rau·nen <V.t.; hat> unverbindlich ins Auge fassen; einen Termin ~
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2008-11-27, 09:19:43
Guggel (auch: Google) findet dazu nichts Vernünftiges. Meinst du vielleicht "anberaumen"?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2008-11-27, 11:03:26

Lieber Übertreiber!

Nein, das Wort flog den Kilian an, vielleicht, während er schlief & trohm. Das 'Raunen' macht es ungewiß.
Eine Wohnung räunen heißt dann wohl, daß man doch einiges dort stehen läßt.
Und träunen gehört zu folgendem Vorgang: Du liegst in der Früh da. Da war doch ein Traum - diese Nacht. Es fallen dir aber nur ein paar vage Bilder ein.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2008-11-27, 12:39:20
Ich beginne zu begreifen. Und eine Laume ist ein andauernder Gemütszustand? Laumisch wäre dann das Gegenteil von launisch, wankelmütig.

Und eine Pflaune könnte genauso gut ein Pfirsich sein, muss aber nicht?

Und das Internetangebot von T-Hone kann man zuhause benutzen, aber genauso unterwegs?

Da fällt mir die alte Redensart ein: "Träune sind Schäune", sind also noch ungewisser als Schaum.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-12-03, 22:17:40
Zitat von: Übertreiber am 2008-11-12, 15:34:33
Wie wäre es mit einigen Eindeutschungen wie "die Imel" ("die Imele", wie "Kamele") oder Spemm (die Spemmen, in Anlehnung an die sächsische "Bemme")? Gerade im Internet könnte man sich dabei so richtig austoben.

Mir gefallen da noch die Verdeutschung (http://verben.texttheater.de/Verdeutschungen) Strompost und die aus der Eindeutschung spemmen hergelittene Spunft besser. Rein orthografische Eindeutschungen sind mir persönlich lieber als solche, die die Lautung ändern, gehen aber natürlich nur mit Wörtern, die nicht zum Beispiel durch englische Diphthonge auffallen. Daraus lassen sich dann zum Beispiel Glemmer und känzeln machen. Aber ist wie gesagt nur mein persönlicher Geschmack und nichts spricht gegen den Verwandt mehrerer Wörter nebeneinander.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2008-12-04, 10:48:55
Hoppala - bei der Erkundung des Texttheaters muss mir diese Kategorie glatt entgangen sein. Nach kürzerem Überlag erkenne ich die von euch gefundenen Verdeutschungen als besser an. Überdies haben sie gegenüber den allgemeiner bekannten Verdeutschungen wie E-Post (statt E-Mail) und Verweis (statt Hyperlink) noch den Vorteil, dass sie nicht von einem gewissen Ende des politischen Spektrum missbraucht warden.

In der Tabelle "Sprachwissenschaft" vermisse ich allerdings noch Wörter wie Endung (Nein, wartet. Wie hieß das neutsche Wort noch gleich? And?) statt "Suffix". Bei der Gelegenheit kekünne man auch selbiges für Präfixe (Vorwuchs? Vorsilbe?) und Zirkumfixe (Umwuchs?) finden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-12-04, 12:01:19
Umwuchs finde ich zielm gut.
Ein Präfix kann ja mehr als eine Silbe haben, deshalb beöge ich Vorwuchs vorz.
Ein Suffix memüsse dann ein Nachwuchs oder ein Hinterwuchs sein.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-12-04, 13:07:54
Was ist denn ein Umwuchs? Gibt es dafür Beispiele? Und das "ge" in "eingewachsen" wäre dann konsequenterweise ein Einwuchs.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-12-04, 13:32:30
Zitat von: Agricola am 2008-12-04, 13:07:54
Was ist denn ein Umwuchs? Gibt es dafür Beispiele?

Ich weiß eins: Ge-e wie in Gebinde, Gehänge, Geseire...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-12-04, 13:44:27
Dann wäre auch be-[Substa/äntiv]-[e]n so ein Umwuchs? Z.B.

beargwöhnen, beurkunden, beauftragen, bearbeiten, (sich) bewahrheiten
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-12-04, 14:01:36
Ja. Ich zitiere die Wikipädie dazu:

In der Wortbildung werden dann Zirkumfixe angenommen, wenn es die denkbare Zwischenstufe einer Ableitung nicht gibt. So gibt es in beschönig(en) ein Zirkumfix be...ig, weil es weder die Zwischenstufe *"beschön(en)" noch *"schönig" gibt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-12-04, 14:13:02
Wobei dies wieder nicht ganz konsequent ist, denn es gibt auch die Zwischenstufe "beschönig" nicht. Also kann der Umwuchs nicht be...ig, sondern muss be...igen heißen. Ob es neben beigen Umwüchsen auch andere Farben im Sortiment gibt? Z.B. weschönißen, blaschönuen, braschönunen?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2008-12-04, 14:26:20
Ich denke, die haben das -en weggelassen, weil es durch die Flexionsanden ersotzen wird und somit beschönig- die Wurzel des Verbs ist.

Das mit den Farben ist lustig, mal sehen was man daraus basteln kann.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2008-12-27, 00:23:25
zerˈfil·men <V.t.; hat> (ein Buch) schlecht verfilmen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2008-12-27, 03:20:06
filmen gehüre zu den Wörtern, die ich von Grund[form] auf verörnde: Zum Beispiel

fehmeln (ich fehmele, du filmst, er filmt, wir fehmeln, ihr fehmelt, sie fehmeln), falm, fälme, film! fehmelt!, gefehmeln
Der Film

weitgehend analog zu sehen / die Sicht

Es hieße dann natülr auch: ich zerfehmele das Buch, er zerfalm das Buch
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-01-06, 21:42:07
ˈLie·bes·gut <n. 12u; unz.> Gegenstände von Verflossenen, die in den eigenen Besitz übergegangen sind
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-07, 16:15:06
ˈel·sit·zen <V.i.; ist> seinen Wohnsitz im Elsass haben
ˈun·tun <V.t.; hat> eine Untat begehen; einen Völkermord ~
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-07, 16:25:56
Zitat von: AmelieZapf am 2009-01-07, 16:15:06
ˈun·tun <V.t.; hat> eine Untat begehen; einen Völkermord ~
Dafür gibt es ja bei den meisten Softwären schon eine dänglische Fangschn.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-01-08, 13:49:29
Ist natürlich ein Schullwitz, gehört aber schon hierher:

Geˈschlechts·ver·zehr <m. 1; unz.> das, wofür die Herren Meiwes und Brandes bekannt wurden
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-08, 14:36:54
Dann vielleicht auch das:

Geˈschlächts·um·wand·lung <w.> außen um die Schlachthalle herumführender Säulengang
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-13, 07:16:35
ˈAnt·ei·le <w.> Panik als nonverbale Antwort auf eine (verbale oder nonverbale) Frage
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-13, 12:13:22
Hallo miteinander,

kürzlich or eine Freundin von mir strompostalisch folgendes nette Wort postul:

ˈruch·ge·ben <V.t.; hat> dafür sorgen, dass etwas ruchbar wird; eine Fama ~
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-17, 15:41:05
Zerˈwarf <m.> konkreter Gegenstand eines Zerwürfnisses
ˈAlt·lüst·nis <f.> das Vorhandensein von Altlasten
ˈSürg·nis <s.> Behältnis für die Bestattung

(analog Bedarf/Bedürfnis und Band/Bündnis)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-18, 17:53:50
ˈFür·bass <m.> Instrument, dessen eigentliche Spezialität nicht der Bassbereich ist, das man zur Not aber zum Spielen einer Basslinie gebrauchen kann. Posaunen oder Klaviere geben hervorragende Fürbässe ab, Trompeten und Mandolinen so gar nicht.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-19, 00:45:22
Lateinisch: Probass. Gegensatz: Kontrabass.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-19, 08:54:45
Hallo Agricola,

Zitat von: Agricola am 2009-01-19, 00:45:22
Lateinisch: Probass. Gegensatz: Kontrabass.

Der Bauer hat's erfossen: Des Kontrabasses Spezialität ist ja das Basslinienspielen. Deswegen ist er ja gerade kein Fürbass, sondern ein "Hauptamtlicher".

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-27, 07:54:52
ˈStadt·sech·zehn·tel <s.> Teil eines Stadtteils.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-28, 18:26:56
Auf einem aus anderem Grunde im "Zwiebelfischchen" abgeboldenen Schild (http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-38954-6.html#backToArticle=602088) steht:

Lager verkauft Blumen und obst gemüse

Für die Einführung des Verbs obsen und des Adjektivs gemüse verdient das Schild in diesem Faden Erwahn zu finden. Was bedeuten diese Wörter aber? Obsen ist jedenfalls eine Tätigkeit, die ein Lager ausüben kann (allerdings ein besonderes, das auch zum Verkaufen in der Lage ist); "gemüse" ist vielleicht eine Verkürzung von "gemütlich vor sich hin".

Im übrigen ist auch die Charmegrenze (http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-38954-8.html#backToArticle=602088) des Neutschen würdig.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-29, 00:22:03
Hallo Agricola,

Zitat von: Agricola am 2009-01-28, 18:26:56
Lager verkauft Blumen und obst gemüse

Für die Einführung des Verbs obsen und des Adjektivs gemüse [...]

ich muss schon bitten, gemüse ist in dem Fall ein Adverb, kein Adjektiv. Gemüslich sozusagen.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-01-29, 06:54:21
Zweifellos, in dem Satzzusammenhang. Deutsche Adjektive können bekanntlich als Adverbien eingesotzen werden, wie zum Beispiel "gemütlich". Die Vokabel "gemüse" scheint mir ein solches Adjektiv zu sein, denn ich kann mir das Lager sehr gut beim gemüsen Obsten vorstellen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-01-29, 07:32:01
Lager verkauft Blumen und obst gemüse

Leider alles Fehlspekulationen: 'obst' ist ein weiteres Subjekt und 'gemüse' ein Akkusativobjekt! Das Prädikat ist mit 'verkaufen' ja schon erwohnen. Wie das vor sich gehen soll? Fragt mal bei Tchibo nach, da verkauft der Kaffee ja auch die Zusatzartikel wie Pulswärmer und Digitaluhren etc.
Das mit der Groß- und Kleinschreibung müssen die Autoren des Schildes halt noch üben.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-01-30, 15:17:04
ˈDis·sum <m.> Einbruch der Verbrauchernachfrage
ˈA·ri·dor <m.> Kiste mit einer Vorrichtung zur Verringerung der Luftfeuchte, zwecks Lagerung feuchtigkeitsempfindlicher Substanzen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-02-02, 08:49:52
ˌAn·ti·de·o·do·ˈrant auch ˈAn·ti-De·o·dor·,ant <s.> geruchssteigerndes Mittel, z.B. Parfüm
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-02-02, 10:07:07
Das nünne ich "Odorant"!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-02, 11:50:33
Ich auch. Gegen den (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,604566,00.html) hier wäre allerdings ein Reodorant das geeignete Mittel! Wie wäre es außerdem mit

ˌThe·o·do·ˈrant <m.> Weihrauchverbreiter in der katholischen Messe
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-02, 14:59:40
ˈGro·bel <s.> Erstrundenspiel in einem Mettsch (Ggs. ˈFei·nel <s.>)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-02-02, 17:05:57
Deswegen ist "aus dem Gröbsten heraus sein" auch nur eine Ballverhornung von "aus den Gröbeln heraus sein".

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Grinsekater am 2009-02-03, 01:47:05
Hier hetz (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=293.msg39392#msg39392) hingehoren! :

einwikeln = wikifizieren
einwikeln - walk ein - wälke ein - wilk ein! - eingnäwulk

sprirnkeln = springen-torkeln
sprirnkeln - sprarlnk - sprärlnke - sprirlnk! - gnäsprorlnk
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-05, 17:32:35
ˈWort·pflan·zung <w.> oder ˈWort·pflunz <w.> Einsetzung eines neu gebildeten neutschen Wortes in einen Sinnzusammenhang, um es im Sprachgebrauch zur freien Entfaltung zu bringen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-02-07, 19:56:41
ˌAp·plaud·'rei·he <f.> Stuhlreihe im Theater, eigens für Claqueure reserv georen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-07, 20:33:11
Sehr schön! Und

ˌap·plau·'tie·ren <v.> seine starke Zustimmung signalisieren
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-02-07, 22:17:20
Je kleiner ein Strichlein, desto größer sein Einfluss auf mein Wohlbefinden - ein homöopathisches Phänomen, das ich noch aus meiner Zeit als Kapostrophenjäger kenne. Ich habe mir deshalb mal erlaubt, einige Kommata in diesem Faden durch das IPA-Zeichen für Nebenbetonierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen#Diakritika_und_Suprasegmentalia) zu ersetzen. ;D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-02-08, 15:49:37
'Bronk <m.> Stadtteilteil der Bronx. "Dieser Bronk ist weniger gefährlich als die meisten übrigen".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-02-08, 15:55:11
Na, daran ist ja ein diminutiver Singular verlorengegangen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-08, 16:58:59
ˌSin·gu·'lar <s.> speziell zur Eintragung von Chorstimmen eingerichtetes Blatt mit leeren Notenlinien
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-08, 17:06:50
Zitat von: AmelieZapf am 2009-02-08, 15:49:37
'Bronk <m.> Stadtteilteil der Bronx. "Dieser Bronk ist weniger gefährlich als die meisten übrigen".

Also ein New Yorker Sechzehntel (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2380.msg39346#msg39346)!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-02-09, 20:40:41
ˈRum·pel·käm·me·rer <m. 3> unfreiwilliger Bewahrer fremden Krams

Fiel mir neulich ein, bei dem Gedanken an das Zeug, das ich aufgrund eigener logistischer Verfehlungen noch in meiner ehemaligen WG stehen habe.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-02-10, 17:38:45
ˈWort·sel <s., Mehrz. Wortseln> rätselhafter Kernbestandteil einer Vokabel

Anwendungsbleistift: Japanisch und Koreanisch ähneln sich sehr in ihrer Grammatik, westrotz man im originären Wortbestand wenige gemeinsame Wortseln findet. Nichtsdestowegen sind die existierenden Ahlne interessant: Jap. mure (Herde) und kor. muri (Herde) etwa lassen ähnlichen Klanges ein gemeinsames Wortsel vermuten.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-02-16, 22:33:32
ˈsubst·obs·ti·malst <Adj.> sehr, sehr schlecht
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-02-17, 12:28:42
ˈschün·di·gen <V., kath. theol.> Durch Lektüre unzugchten Schrifttums sündigen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-02-20, 18:10:28
Nicht zu vergessen sei die Zweitbedüt:

ˈschün·di·gen² <V., Rechtsw., Journal.> einem Arbeitnehmer schandhaft kündigen, also derart, daß die Öffentlichkeit ein schlechtes Bild vom Arbeitgeber gewinnt. Selbst in Zeiten des Aufschwunges wird immer wieder Mitarbeitern unter fadenscheinigen Gründen geschündigt.




Journal. = Journalistensprache
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-02-20, 18:38:47
Gut. - Das habt Ihr kurz & schündig, doch nicht hinterschündig, herguschrimp.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-03-04, 01:48:27
ˈzu·le·sen <V.i.; hat> jmdm. ~ das, was jemand geschrieben hat, lesen Mein Mitgefühl allen, die von dieser Katastrophe betroffen sind, auch wenn sie jetzt nicht zulesen. [Karsten Fleischer, Szene-OP/Pentagon Newsletter No. 64]
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-03-04, 10:04:16
'Mat·ri·a·ˌtis·mus <m.> Stolz auf und Zuneigung zur eigenen Muttersprache
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-03-04, 10:13:09
Zitat von: Kilian am 2009-03-04, 01:48:27
ˈzu·le·sen <V.i.; hat> jmdm. ~ das, was jemand geschrieben hat, lesen Mein Mitgefühl allen, die von dieser Katastrophe betroffen sind, auch wenn sie jetzt nicht zulesen. [Karsten Fleischer, Szene-OP/Pentagon Newsletter No. 64]

Was, zum Schwarzspecht, ist dort pansohr?

Aber, im Ernst: Nachdem 'Zum Kuckuck', bisweilen sogar 'Zum Geier' geht, ließen sich auch andere Vögel - je nach Inhalt eines Satzes, Absatzes oder Geschichtchens, für Ausrufe verwenden - nicht nur, um damit Mephistofeles und sein Gezücht zu verhehlen,
sondern auch positiver impfnunde:

'Das, zur Nachigall, war wieder so recht eine von Karstens Liebesgeschichten!'
'Das, zum Pirol, hat amarillo guschrimp!'
'Zum Kolkraben, wie urklug er nicht schrieb, unser Ku!
... ...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2009-03-04, 10:33:15
Ich mien den Zusammenbruch des Kölner Stadtarchivs, den ich nur um Minuten verpieß (meine Arbeitsstätte ist nur ungefähr zweihundert Meter vom [ehemaligen] Stadtarchiv entfornen). Als ich nach der Mittagspause wieder Racht Büro ging, begroß mich eine gigantische Staubwolke. Minuten später trafen die ersten Feuerwehrwagen ein (die Feuerwache ist nur zweihundert Meter von meiner Arbeitsstätte entfornen - auf der anderen Seite) und es wurden immer mehr und mehr. Hundertschaften von Feuerwehrmännern und Polizisten tolmmen sich auf den Straßen.
Bisher werden noch bis zu fünf Personen vermossen. Falls sie dort unter den Trümmern begraben sein sesüllen, bestehen so gut wie keine Überlebensaussichten mehr.
Heute ist auch immer noch alles abgesporren, ich wurde von einem Polizisten zur Arbeit eskortoren.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-03-04, 10:44:07

Groychl, dabei las ich eh in irgendeiner Zeitung davon!
Ich dachte wohl überhaupt nicht dran, weil mir vieles, was in Zeitungen steht, nicht so ganz real erscheint. So hätte ich auch Dich, lieber Karsten, nicht in die Nähe eines solchen Ereignisses gnärock.
Meine liebe Mutter, die das Leben immer noch weit besser zu verstehen glaubt als der Berti, schlösse nun an: Paß ja auf Dich auf!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2009-03-04, 10:53:12
Das ist ganz schön real. So was habe ich auch noch nie in echt miterloben. Jetzt sagen die auch noch, dass dieser 16-stöckige Klotz von ehemaliger Polizeihauptwache einsturzgefahrden sei. Wenn das Ding umfällt - na dann: Prost Mahlzeit! Der fällt uns dann direkt vor die Füße.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-07, 08:47:51
Al·goˈris·mus <m.> Politiſche Strömung innerhalb der demokratiſchen Partei der USA, benannt nach ihrem Begründer Al Gore

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-03-15, 02:45:36
Rückspul...

Zitat von: OkinaptzUglwf am 2008-09-23, 11:25:10
Wildat: Wehrfreiwilliger
Musdat: Wehrpflichtiger

Weißdat: Ausbilder in einer Armee
Wirddat: Jugendlicher, dessen Berufswunsch, in einer Armee zu dienen, bereits feststeht
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: öleule am 2009-03-15, 13:10:36
Zitat von: Günter Gans am 2009-03-15, 02:45:36
Rückspul...

Zitat von: OkinaptzUglwf am 2008-09-23, 11:25:10
Wildat: Wehrfreiwilliger
Musdat: Wehrpflichtiger

Weißdat: Ausbilder in einer Armee
Wirddat: Jugendlicher, dessen Berufswunsch, in einer Armee zu dienen, bereits feststeht

Weiterspul ...

Kandat - Berufssoldat im fortgeschrittenen Dienstalter
Darfdat - als tauglich Gemusterter
Wardat - aus dem aktiven Dienst Geschiedener
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2009-03-15, 13:38:16
Brauchdat: jemand, der das dienen toll findet
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-15, 14:10:52
Zitat von: öleule am 2009-03-15, 13:10:36
Weiterspul ...

Kandat - Berufssoldat im fortgeschrittenen Dienstalter
Darfdat - als tauglich Gemusterter
Die gab es schon (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2380.msg37709#msg37709).
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-03-19, 15:37:26
ˈMerk·wür·den <f.; -; unz.> (Anrede für eingebildete Geistliche und geisteskranke Herrscher)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-03-20, 17:10:10
ˈNa·sen·bein <n.; -es; -e> mit dem ~ zutreten (verh./scherzh. für) eine Kopfnuss verpassen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-03-26, 00:44:41
ˈA·mok·rech·nen <n.; -s; unz.> Störung, bei der ein Computerprogramm den Prozessor mit völlig sinnlosen Berechnungen beheizt und mit Gewalt beendet werden muss
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-27, 06:11:31
ˈStaa·tik <w.; -; -en> staatische Nation
ˈstaa·tisch <adj.> reformunfähig (von Nationen)
Staaˈtist <m.; -en; -en> männliches Regierungsmitglied einer staatischen Nation
Staaˈtis·tik <w.; -; -en> Bilanz einer staatischen Nation
Staaˈtis·tin <w.; -; -nen> weibliches Regierungsmitglied einer staatischen Nation
staaˈtis·tisch <adj.> unkontrollierbar fluktuierend (,,das staatistische Verhalten der Arbeitslosenzahlen")
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-03-27, 12:55:29
Nicht zu vergessen:

ˈStaar <m.; -s; -e> Berühmheiten (speziell aus Film und Fernsehen), welche nach ihrer volkstümlichen Karriere eine politische beginnen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-29, 09:29:30
ˈTrieb·wer·ker <m.; -s; -> Mitarbeiter einer Flugzeugmotorenmanufaktur

Wie wären übrigens die Akzente in "Flugzeugmotorenmanufaktur" richtig zu kennzeichnen? Man brööche einen primären Akzent auf "Flug", einen sekundären auf "tur" und einen terziären* auf "to" — gibt es ein Zeichen für terziäre Akzente?

*Keine Uhn, ob das jetzt nach den neuen Rechtschreiberegeln so geschrieben werden darf/muss. Jedenfalls sieht es aber musikalischer aus als "tertiär".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-03-29, 22:14:43
Das IPA kann anscheinend nur Analysen verschriftlichen, die sich mit der Unterscheidung zwischen primären und nicht primären Wortakzenten zufrieden geben. Ich kann allerdings, wie ich mich gerade überzeugt habe, Flugzeugmotorenmanufaktur auf genug verschiedene Weisen betonen, um überziugen zu sein, dass zwei Levels nicht reichen. Ich schlage eine Markur tertiären Akzents durch ˌˌ, quartären durch ˌˌˌ usw. vor. Dazu passt, dass "übertriebener Akzent" gelegalnt mit ʺ markoren wird (http://www.fileformat.info/info/unicode/char/02ba/index.htm).
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2009-03-30, 00:19:31
ˈPa·ten·tun·te <f.; -; -n> Beistand beim Coming-out

ˈPu·ten·tan·te <f.; -; -n> (scherzh. für) Geflügelzüchterin
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-03-30, 08:07:45
Zitat von: Stollentroll am 2009-03-30, 00:19:31
ˈPa·ten·tun·te <f.; -; -n> Beistand beim Coming-out

ˈPu·ten·tan·te <f.; -; -n> (scherzh. für) Geflügelzüchterin

Klasse! :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-30, 10:35:44
ˈLüg·ins·land <s.; -es; -länder> staatistische (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2380.msg40272#msg40272) Erhebung, die beste Aussichten verspricht; nicht zu verwechseln mit Lueginsland (http://augsburger-brunnen.schwabenmedia.com/Brunnen/Brunnenhexe.htm)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2009-03-30, 19:45:29

ˈFrüh·lings·ril·le <f.; -; -n> Vertiefung in der Bauchmuskulatur nach viermonatigem Wintertraining

ˈKüs·ten·hal·ter <m.; -s; -> (norddtsch. scherzh. für) Deich
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-31, 01:08:00
ˈMehr·bu·sen <m.; -s; -> Einlagen zur Brustvergrößerung (engl. "silicon mountains")

ˈWeg·be·schrei·ung <w.; -; -en> Lautsprecherwerbung vor einem Laden
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-03-31, 14:49:57
ˈWa·ter·fall <m.; -s; -fälle> Folge des Strandgängerhochmuts
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-03-31, 18:44:24
ˈFurt·wrang·ler <f.-; -; > Extrem enge Jeanshose
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Grinsekater am 2009-03-31, 19:02:09
Zitat von: Stollentroll am 2009-03-30, 00:19:31
ˈPa·ten·tun·te <f.; -; -n> Beistand beim Coming-out

Schullwitz (http://www.amazon.de/Stories-anderen-Liebe-Junge-Erwachsene/dp/3473581259/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1198785803&sr=8-3), aber sowatt von: ,,Melvin, kein x-beliebiger Engel, sondern eine gewitzt-charmante Patentunte (die erste überhaupt), erklärt dem sich noch sexuell orientierenden Vincent seine Sicht der Welt."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2009-03-31, 23:07:28
Das Wortspiel lag ja auch sowas von nahe, dass ich nicht annehmen konnte, der erste mit dieser Idee zu sein. Dennoch ist und bleibt mir das Buch unbekannt   *blush*
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-03, 22:24:02
ver·ˈär·gen <V.; er verirgt; verarg, hat verorgen> etw. schlimmer, ärger machen

Desweiteren, inbettzug darauf (http://www.verein-zwanzigeins.de):

ˌZwan·zig·ˈeins <f.; -; -en> eine (Faulheit offenbarende) Vereinfachung unter Verbiegen der allgemeinen Regeln; (auch:) eine unschöne Abkürzung

ˌzwan·zig·ˈein·sen <V.> ständig Zwanzigeinsen (s.ebd.) suchen; aufgrund der Bedüt ein zwangesweise schwaches Verb

Und flugs noch Antonyme:

ˈDrei·zu·ˌzwan·zig <f.; Dreienzuzwanzig; Dreienzuzwanzig> eine Verkomplizur allein um der Komplexität willen

ˈdrei·zuˌzwan·zi·gen <V.; er zwänzigtzudreit; zwunzagzodrie, zwunzugzudrie; zwünzägezödrie, zwünzögezüdrie, hat zwanzogenzodrien> ständig Dreienzuzwanzig (s.ebd.) suchen; man achte darauf, doppelt zu beugen!

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-04, 13:16:48
ˈAl·ter·tun <s.; -s; -tüner> 1. väterliches Handeln; 2. vatertypisches Handeln
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-11, 14:17:44
ˌDe·ka·den·ˈtalˌkli·nik <f.; -; -en> ursprünglich: Zahnklinik mit 10 Behandlungsplätzen; heute allgemein gebräuchliche Bezeichnung für zahnärztliche Gemeinschaftspraxen. (Die Auffassung, dass es sich um Notfallbehandlungsstellen für Zahnausfall handele, beruht auf einem volksetymologischen Irrtum)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: öleule am 2009-04-20, 17:17:28
Ich weiß nicht, ob das hier reinpasst, aber heute fiel mir auf, dass oft von obig gesprochen wird, wenn etwas oben steht / hängt etc. (z.B. "das obige Foto zeigt ..."). Auch mittig wird häufig verwandt. Doch wo, bitteschön, ist die passende Ergänzung untig, für unten befindliche Sachen? Heh? >:(

Also rege ich mal die Aufnahme dieses Wortes in den neutschen Sprachschatz an.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-20, 17:50:06
Das Wort untig ist mir durchaus geläufig. Rechtige, linkige, vordige und hintige Sachen sind mir hingegen noch nicht begegnet.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2009-04-20, 18:41:41
Zitat von: Agricola am 2009-04-20, 17:50:06
Das Wort untig ist mir durchaus geläufig. Rechtige, linkige, vordige und hintige Sachen sind mir hingegen noch nicht begegnet.

... agricola!!! ... ich bin enttoschen von dir! :o ... du - der du dem vernehmen nach ja riesige hallen mit karteizetteln hütest, auf denen verzinchen ist, wer was wann und wo geschrieben hat - hättest doch stante pede diesen link zur bekannenen oberlehrer-seite anführen müssen:

http://www.oberlehrer.org/nnw.html (http://www.oberlehrer.org/nnw.html)

... aber beruhigend zu wissen, daß selbst du nicht allwissend bist und ich noch nicht zu verbloden, um mich dieser seite zu erinnern, die auch schon irgendwo in einem unserer verwirrend zahlreichen fäden verlunken ist ...

... hier gibt's jede menge neuschopfe, derer wir uns aber ebenso scham- wie hemmungslos bedienen kekünnen, um das neutsche anzureichern und elnd den begohrenen iso-code zu kriegen, oder? :D ... zumindest einige sind recht witzig ...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-21, 01:18:04
Auch den Oberlehrern würde ich entgegenhalten, dass das Wort nicht von ihnen neugeschopfen ist. Bei "google" bekimmt man doch auch unter "untig", "untige", "untiger", "untigen" eine ganze Reihe von Treffern, in denen das Wort ganz regulär benotzen ward.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-04-21, 10:56:36

Das mit 'untig' wird schon gehen.
Ein kleines Problem sehe ich darin, daß das Wort in einem Aufsatz auf die Zukunft weisen kann; z.B.: 'Wie ich in untigem Absatz auf dieser Seite, Zeile 47-49, darlegen werde ...' Dann legst Du es entweder gleich dar oder ermöglichst die Gegenfrage: 'Ja, warumperl legst'D es denn untig und nicht gleich dar?'
Aber - Warum soll ein gut planender Schreiberling nicht wissen, was (z.B.) am Seitenende geschehen wird?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-21, 17:42:21
Falls man Neutsch auch einmal senkrecht schreiben sollte, wäre dann aber in jedem Fall (abhängig von der Spaltenrichtung) das rechtige oder linkige zu bedenken. (In der Tat schreiben die Japaner, wenn sie senkrecht schreiben, nicht "siehe oben", sondern "siehe rechts".)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-22, 13:41:11
Man kekünne sich naturl auch aufs linke und rechte beschränken, da ja ledilg "oben" und "unten" keine Adjektive sein können. :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-22, 14:04:16
Dem Linken und Rechten entspräche aber das Obere und Untere.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-22, 14:21:41
Sind "obere" und "untere" nicht versteckene Komparativa?
Interpretieren Sie obiges Gedicht und vergleichen Sie es mit dem Oberen.
Bei "linkig" muß ich an "linkisch" denken, was mir dieses Wort wohl so unsympathisch macht.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-22, 15:14:33
So dass auch in der Kneipe der eine Ober ober als der andere wäre? In jedem Fall ist das Obere ober/oberer/obener als das Untere, zugestandenermaßen. Aber wenn das Obere ein Kompara-, dann ist doch wohl das Obe der Positiv, entsprechend das Unte. Was hingegen unter Obigem obiger als das übrige Obige ist, ist das Obigere.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-23, 06:27:53
ˈAus·wärz·erˌfolg <m.; -es; -e> Prozentsatz der erfolgreichen Warzenbehandlungen: ,,Ich habe meinen Hautarzt aufgrund seines 〜es ausgewählt"
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-23, 11:23:57
Hmm... Du hast micht überzeugt. Kann man sich darauf einigen, daß die Richtungen auf -ig auf dem Papier und in der schriftlichen Orientation und die übrigen - also ober, unter, links und rechts - im Reste der realen Welt gelten?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-23, 14:58:53
Blinkt mir klausiegel.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-24, 10:47:09
Klaus·ˈi·gel <m.; -s; -> Igel, die, egal aus welchem Grunde, als Haustiere gehalten werden; benannt nach Klaus, dem Halter des ersten bekannten Hausigels

Verzeih, das mußte einfach sein. :)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-04-24, 11:37:14
Zitat von: Übertreiber am 2009-04-24, 10:47:09
Klaus·ˈi·gel <m.; -s; -> Igel, die, egal aus welchem Grunde, als Haustiere gehalten werden; benannt nach Klaus, dem Halter des ersten bekannten Hausigels

Verzeih, das mußte einfach sein. :)

Ganz rachgt, lieber Übertreiber, ist das auch noch nicht.
Jener Klaus namchl war offenbar Pater Klaus (Clusius der Coelestiner, 1217 - 1321), eingesolnt in einer Klause in der Salurner Klaus' (bei Salorno, Südtirol, Italien /- oder war's in der Berner Klause, bei Verona, Ialien?).
Der Einsiedel ward verdochtenck (wohl zu Unrecht), im Dom des Erzbistums Trient (Trento, nahe Herento, Italien /- oder war's im Dom des Bistums Brixen, Bressanone, Südtirol, Italien), das Siegel für die Pfarre Salurn gestnohl zu haben.

Mein Urgroßvater Anton Horvath, Rom (Lovar) zu Lackenbach im Burgenland, hat oft erznohl, daß sein Ahn, Klaus Horvath, jenem Pater Klaus ein Heckschweinlein geschnonck habe. Sei kein teuflisch Wesen gewesen, sondern ein possierlich Thierchen. - Anton Horvath gab sich öfters als illegitimen* Sohn des Grafen Erdödy aus (ein ungarisches Magnatengeschlecht).

*Ich habe im Stil-Duden nachgaschnau, zöge hier aber ums Haar den Nominativ vor.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-24, 12:22:21
Zitat von: Berthold am 2009-04-24, 11:37:14
Ganz rachgt, lieber Übertreiber, ist das auch noch nicht.
Aber zielm nah dran, wenn man bedenkt, daß ich mir dies aus den Fingern gesogen habe.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-04-24, 14:14:05
Zitat von: Übertreiber am 2009-04-24, 12:22:21
Zitat von: Berthold am 2009-04-24, 11:37:14
Ganz rachgt, lieber Übertreiber, ist das auch noch nicht.
Aber zielm nah dran, wenn man bedenkt, daß ich mir dies aus den Fingern gesogen habe.

Soll das etwa heißen, Du nahmst Paralinguistik, Traraetymogulay und Plagiohystorie für die Wahrheit? Dann zitöre ich unseren großen Dramatiker Franz Grillparzer: 'Erhalte Gott dir deinen Jugendsinn ...' ('König Ottokars Glück und Ende')
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-04-24, 16:57:19
Zitat von: Berthold am 2009-04-24, 14:14:05
Soll das etwa heißen, Du nahmst Paralinguistik, Traraetymogulay und Plagiohystorie für die Wahrheit? Dann zitöre ich unseren großen Dramatiker Franz Grillparzer: 'Erhalte Gott dir deinen Jugendsinn ...' ('König Ottokars Glück und Ende')

Das soll vor allen Dingen heißen, das ich diese meine Düt des Wortes "klausiegel" als nicht sehr kreativ erachten hatte und mich aus diesem Grunde deine komplexe und doch etwas langatmige Antwort überrusch. :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Agricola am 2009-04-25, 04:06:23
ˈNetzˌnie·ßer <m.; -s; -> Netzwerknutzer, der von den durch andere Nutzer eingebrachten Inhalten profitiert.

und der political correctness wegen natürl auch:

ˈNet·zinˌnie·ßer <f.; -; -nen> Netzwerknutzer, der von den durch Netzwerknutzerinnen eingebrachten Inhaltinnen profitiert.
ˈNet·zinˌnie·ße·rin <f.; -; -nen> Netzwerknutzerin, die von den durch andere Nutzerinnen eingebrachten Inhaltinnen profitiert.
ˈNetzˌnie·ße·rin <f.; -; -nen> Netzwerknutzerin, die von den durch Netzwerknutzer eingebrachten Inhalten profitiert.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-05-09, 00:36:26
Geˈweck <n.> Kombination zweier koffeinhaltiger Getränke, z.B. Cola und Espresso
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-05-11, 10:49:47
geˈträu·men <V., er geträumt, getromm, hat getrommen> aufhören zu träumen, aus einem Traum erwachen und sich dabei noch diffus dessen erinnern
beˈwis·sen <trans. V., er beweiß, bewusste/babewuss, hat bewusst/babewussen> sich einer Sache bewusst sein; Ich beweiß die Tatsache, dass wir vor einigen Schwierigkeiten stehen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-07-29, 14:29:34
ˈKat·zen·wurf <m.; -s; -würfe> Eine ungefähre Entfarn; kürzer als der Steinwurf und der Katzensprung. Sehen Sie da, das Restaurant ist nur einen Katzenwurf weit von hier entfornen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-08-13, 16:17:32
ˈsub•ti•mal <adj.> suboptimaler als optimal, aber optimaler als substobstimalst (http://log.texttheater.de/category/woerter)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-08-13, 16:24:11
Prot•'rest, auch 'Prot•rest <m.; -s; -e> Kärgliches Überbleibsel einer abebbenden Protestbewegung
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-08-30, 22:32:42
Prachtvoll: Es gibt einen Alternativduden (http://alternativduden.twoday.net). Meine herausgepuckenen Lieblinge: Brüllwürfel (http://alternativduden.twoday.net/stories/2431955/), Milchmännchenrechnung (http://alternativduden.twoday.net/stories/3833023/), Paketork (http://alternativduden.twoday.net/stories/3259749/), schnurgeln (http://alternativduden.twoday.net/stories/2874190/), Sauerstoffdieb (http://alternativduden.twoday.net/stories/2436429/), scheibeln (http://alternativduden.twoday.net/stories/2431960/), Tildegesicht (http://alternativduden.twoday.net/stories/5099129/).
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-09-01, 00:53:37
entˈle·di·gen <V.; wie erledigen> transitiv mit Akkusativ: allg. mit einem Lebenspartner zusammenbringen. Diese Partnerbörse kann jeden entledigen!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-09-05, 10:23:29
'hum·bie·gen <V.; bog hum, humgebogen> etwas -- zur Not auch unter Aufbaut gewaltiger Kräfte -- ins Lächerlich-Sinnfreie ziehen.

'Hum·heck <N., das> Gegenteil von Humbug, Nonsens. Synonym: der Bierernst.

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Peter Richardson am 2009-09-18, 19:25:16
Zitat von: Blindfisch am 2008-04-19, 10:41:12
Wo wir bei neuen Wörter sind: Da hab ich dann auch mal neue Verben mit Storken:

pechen - neu für Pech haben (warum 2 Wörter, wenn es auch mit einem geht)
ich peche, du pichst, er picht; Vergangenheit: ich pach, du pachst; Konj.: päche; Perfekt: (haben) gepechen
Pechen müsste doch "gepochen" sein, oder? Vierte germanische Ablautreihe?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-09-18, 20:46:49
Zitat von: Peter Richardson am 2009-09-18, 19:25:16
Pechen müsste doch "gepochen" sein, oder? Vierte germanische Ablautreihe?
Wir halten uns nicht immer an die Ablautreihen.
Wenn Du Dir die Liste anschaust, stellst Du sicherlich schnell fest, dass wir sehr frei mit den Ablauten umgehen.
Hauptsache, es klingt lustig.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-09-22, 00:53:28
ˈo·ri·en·tie·ren <V.; trans.> nach Osten ausrichten (nachtralg hinzugefogen, A.d.Ü.)
ˈbo·re·a·li·sie·ren <V.; trans.> nach Norden ausrichten
ˈok·zi·den·tie·ren <V.; trans.> nach Westen ausrichten
ˈno·tus·sie·ren <V.; trans.> nach Süden ausrichten

Desweiteren:
ˈkau·rus·sie·ren <V.; trans.> nach Nordwest ausrichten
ˈkä·kas·sie·ren <V.; trans.> nach Nordost ausrichten
ˈleu·ko·no·tus·sie·ren <V.; trans.> nach Südwest ausrichten
ˈeu·rus·sie·ren <V.; trans.> nach Südost ausrichten

Desweiteren
ˈa·qui·lo·tie·ren <V.; trans.> nach Nordnordost ausrichten
ˈthras·zi·a·sie·ren <V.; trans.> nach Nordnordwest ausrichten
ˈvul·tu·nie·ren <V.; trans.> nach Ostsüdost ausrichten
ˈar·ges·te·sie·ren <V.; trans.> nach Westsüdwest ausrichten

Für die Rachtgk übernommird keine Antverwurt. :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-09-22, 20:00:08
Und was ist mit orientieren wegen der Ausracht nach Osten? Oder hatten wir das schon und ich hab's überlesen?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2009-09-23, 12:22:04
'Fin·ten·tisch <m.; -es; -e> ugs. für eine professionelle Pokerrunde
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2009-09-23, 12:46:45
'Fa·sel·nuss <w.; -; -nüsse> Frucht des Faselstrauches. Wegen ihrer rauschhaften Wirkung beim Verzehr ist sie besonders unter Politikern weit verbreitet.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-09-23, 20:41:01
Zitat von: VerbOrg am 2009-09-22, 20:00:08
Und was ist mit orientieren wegen der Ausracht nach Osten? Oder hatten wir das schon und ich hab's überlesen?

Es erschien mir nicht wie ein neues Wort, desweiteren dachte ich, es verstehe sich von selbst. Doch überreden, ich füge es hinzu.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-09-24, 23:08:46
Gerade fiel dieses Wort in einem Schett-Gespräch:

'ver·ein·zel·len <V.; er vereinzillt, verinnzahl, ist verinnzollen> so einsam wie ein Einzeller werden; vereinzellt, sehr selten
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-09-28, 11:24:40
Zustriche
Nach dem Wahlausgang war klar:
Die SPD muss auf ihrer Parlamentarier-Strichliste ein paar Strichlein wegradieren, während die Union Zustriche machen darf.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-09-28, 17:32:25
Hallo VerbOrg,

Zitat von: VerbOrg am 2009-09-28, 11:24:40
Die SPD muss auf ihrer Parlamentarier-Strichliste ein paar Strichlein wegradieren, während die Union Zustriche machen darf.

Aber nein! Auch die Union muss Ab- machen, die Zustriche dürfen sich die kleineren Parteien ankreiden!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Anstreicher am 2009-09-28, 18:11:15
Zustriche, Abstriche ... Wer redet denn mal von den Anstrichen, die jetzt gemacht werden müssen? So muss sich die SPD schnell einen sozialeren Anstrich geben, um wieder Wähler von den Linken zurückzuholen, die CDU muss sich einen liberaleren Anstrich verpassen, um mit der FDP zu können, die Linken müssen sich einen Anstrich von Seriosität geben, um nicht irgendwann völlig unglaubwürdig zu werden mit all ihren Versprechungen, die Grünen müssen sich einen tigerentenähnlichen Anstrich geben, damit sie vielleicht irgendwann nach Jamaika schippern können (der Dampfer mit der SPD fährt ja momentan nirgendwohin), etc. pp. Hier werden in der nächsten Zeit vor allem eine Menge Anstreicher gebraucht, nicht bloß Zu- und Abstreicher! Was unter dem neuen Lack dann allerdings passiert, ist eine ganz andere Geschichte. Und neu überstrichen ist ja immer schnell. :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-09-29, 10:52:13
Zitat von: AmelieZapf am 2009-09-28, 17:32:25
Aber nein! Auch die Union muss Ab- machen, die Zustriche dürfen sich die kleineren Parteien ankreiden!
Wo denkst Du hin?
Die Union darf sich jetzt 13 Strichelchen mehr ankreiden, während die SPD sich 76 Striche abkreiden muss.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-09-29, 14:11:25
Hallo VerbOrg,

Zitat von: VerbOrg am 2009-09-29, 10:52:13
Wo denkst Du hin?
Die Union darf sich jetzt 13 Strichelchen mehr ankreiden, während die SPD sich 76 Striche abkreiden muss.

Ja richtig, ich vergaß, die CDU hängt über der Reling und würgt Überhangmandate aus.

Liebe Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-09-29, 16:58:05
Zitat von: AmelieZapf am 2009-09-29, 14:11:25
Ja richtig, ich vergaß, die CDU hängt über der Reling und würgt Überhangmandate aus.

Das ist doch aber zielm nachteilig! So fallen doch all die Mandate ins Wasser!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gordon Brown am 2009-09-29, 18:05:28
Zitat von: AmelieZapf am 2009-09-29, 14:11:25
Ja richtig, ich vergaß, die CDU hängt über der Reling und würgt Überhangmandate aus.

That's why we call them 'hangover mandates'.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-09-30, 13:41:29
Hallo miteinander,

ˈüb·lig <adj.> Gegenteil von wohlig: Ein übliges Gefühl des Grauens beschlich Amtmann Kleiber, als er die Leiche seines Vorgesetzten, Oberregierungsrat Strauch, von der Decke seiner Schreibstube baumeln sah.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-09-30, 13:55:59
Dear Mr. Brown,

Zitat von: Gordon Brown am 2009-09-29, 18:05:28
That's why we call them 'hangover mandates'.

Oh no, not at all! The word mandate is much more aptly used in reference to gay men in the process of coming out, when they stop fooling around with women and begin dating men: I hear Peter is having his first mandate today!

Kind regards,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gordon Brown am 2009-09-30, 18:04:20
Well, didn't the Liberals in particular gather a good deal of those 'hangover man-dates'? ;)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-10-02, 12:59:24
Hallo miteinander,

ˈat·ten·,tun <V.t., tat atten, attentan> einen Anschlag verüben.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-10-02, 13:24:00
abdauern

Derzeit dauert mein Urlaub noch an, aber in wenigen Minuten wird er abdauern.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-10-02, 14:02:41
O, das dauert mich. :(
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-10-13, 21:13:22
ver·'schei·den <V., trans.; er verscheidet, verschied, hat verschieden> unterschiedlich, verschieden machen; Ich verschied die beiden Objekte und seitdem sind sie verschieden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-10-13, 22:10:44
Das passt auch sehr schön hier (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=153.msg5417#msg5417) hinein. Ich muss die Liste demnächst mal wikin.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-10-14, 11:00:39
Zitat von: Übertreiber am 2009-10-13, 21:13:22
ver·'schei·den <V., trans.; er verscheidet, verschied, hat verschieden> unterschiedlich, verschieden machen; Ich verschied die beiden Objekte und seitdem sind sie verschieden.

Und wenn sie nicht verschieden sind, dann leben sie noch heute.

Liebe Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-10-15, 21:10:45
Zitat von: AmelieZapf am 2009-10-14, 11:00:39
Zitat von: Übertreiber am 2009-10-13, 21:13:22
ver·'schei·den <V., trans.; er verscheidet, verschied, hat verschieden> unterschiedlich, verschieden machen; Ich verschied die beiden Objekte und seitdem sind sie verschieden.

Und wenn sie nicht verschieden sind, dann leben sie noch heute.

Liebe Grüße,

Amy

Und wenn sie zu verschieden sind, dann werden sie halt geschieden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-10-17, 00:03:29
ˈgleit·zei·chig <Adj.> bedeutungsvoll scheinend, aber nicht zu fassen, wie ein Zeichen, das einem immer wieder entgleitet
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-10-17, 09:13:03
'ent·spre·chen <V., trans.> mit Bäumen kommunizieren. Gestern noch entsprach er eine knackige junge Pappel.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2009-10-17, 12:35:14
Er konnte seine Augen nicht mehr zu Tränen zwingen. Er hatte es ihnen ausgebläut.

aus:
Brian D'Amato - "2012 - Das Ende aller Zeiten"
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2009-10-18, 16:37:20
'ab·nei·gen <V., ich neige ab, ich nieg ab, abgeniegen> eine Abneigung gegen etwas oder jemanden haben
Bsp.: Er lüde sie gerne zum Kaffee ein, doch sie neigt ihn ab.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-10-18, 21:51:25
Inspiroren durch Bertls Beschrieb der Futuro-Präsentien: (http://verben.texttheater.de/Futuro-Pr%C3%A4sentien)

'zen <V., ich ze, ich zte, gezen> hässlich, abstoßend sein; Gar bewundre ich seinen Humor, doch zt er mir zu sehr.

Dazu:

'wer·zen <V., er wirzt, ich warz, er wurz, geworzen> hässlich, verungestalten, entstollen werden; Weh, diese Narbe wirzt mich doch sehr!

Desweiteren:

Ent'wurz <m., Ent'wür·ze> Schönheitsbehulnd, -operation; Entspannen Sie sich! Nach dem Entwurze werden Sie sich wie neu geboren fühlen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-10-19, 00:51:36
in·tel·lak·tuˈell <Adj.> geistig, verstandesmäßig, aber bald vorübergehend
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-10-19, 22:11:54
Hallo miteinander,

ˈWi·der·ˌsa·cher·ˌtor·te <f.; der W., die W.~n> vergifteter Schokoladen-Marmeladen-Kuchen, den man seinen ärgsten Feinden unterzujubeln zu trachten bisweilen Gelüste hat.*

ˈStoi·ber·er·ˌklä·rung <f.; der S., die S.~en> Treueid auf den Parteivorsitzenden, den CSU-Eintrittswillige zu leisten haben.

*Im übrigen hat die Kulturhauptstadt Graz 2003 eine Sacher-Masoch-Torte kreiert.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-10-23, 02:29:07
Und wieder ein neues Wörtchen:

ˈKra·ken·haus <n.; des K.es, die Krakenhäuser> in den meisten zoologischen Gärten vorhandenes Gebäude zur Beobachtung von Cephalopoden durch das neugierige Publikum.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-10-23, 13:50:01
Zitat von: amarillo am 2009-10-17, 09:13:03
'ent·spre·chen <V., trans.> mit Bäumen kommunizieren. Gestern noch entsprach er eine knackige junge Pappel.

Ja, ja: die Bäume! - & überhaupt: die Pflanzen!
Beinahe in Soförte - in Wahrheit aber nach geräumerer Weile fiel mir da etwas ein, worauf ihr halt, weiß der Henker warum, nie draufkommt. Tut da lieber Schritt um Schritt ins Ortho- und Eulinguistische, wohin euch B. J. nicht folgen will. Lieber als 'ich forsche aus' will ich schreiben: 'ich orsche faus'. - Bin aber ob meines Geblödels (-?) klarer Weis' & wie meistens zu bescheiden, als daß ich herguschrimp hätte: Dafür selkramiezebär ich (= kratze ich mich selber: -> später), namchl am Bauch.

Worum geht's? - Um die Diözie (-> Google) mancher Pflanzen. Ja braucht frau&man denn dafür Bezinche? Na, dann versucht einmal, einem Hanfes- oder Hopfenmann etwas Rechtes abzugewinnen!
Jetzt brauch ich nur noch ein paar Beispiele zu nennen:

Der Ginkgo (Den laß ich als Mann stehen.) - die Ginkgilie (Sie ist wegen der buttersäurehältigen Früchte nicht ganz so bulimp.) (<- Otto - Ottilie; vgl. auch Lilie)
Der Eiber (falls dessen Nadeln nicht ganz so glänzen: ein trüber Eiber) - die Eibin
Der Brennnils - die Brennnisslin (Beide brennen durch das neue '-nnn-' noch stärker.)
Der Hänferich (der Hanfesmann) - die Hänfin (die Hanffrau)
Der Hompf (der Trockenhompf) - die Höpfin (die Bierhöpfin)
Der Zaunrübher - die Zaunrümpfer (<- Jungfer)
Etc., etc.



 




 
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-10-24, 19:37:04
'teil·neh·men <V., trans. mit Genitiv> (verhüllend) jdn. entmannen. Wir gehen gerade zum Tierarzt; dort wird unseres Katers teilgenommen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-10-30, 08:10:17
Hallo miteinander,

ˈSup·pen·ˌbraun <n.; des S.~s, sg. tantum> überlagertes Suppengrün.

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-11-02, 20:14:15
ˌE·qui·va·ˈlenz <f.; der ~, die ~en> von primitiven Völkern verwandte Währung; enspricht dem Wert eines Pferdes

ˌE·qui·ˈli·bri·um <n.; des ~s, die ~libria; Abk. Equlb.> veraltete Einheit des Gewichts; entspricht etwa 502,718281828 kg

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-11-05, 00:01:48
ˌEpi·lip·'sie <f.; -; -n> med.: Zwanghafter Drang zur Körperenthaarung
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-11-06, 19:40:06
Habe soeben bei GMX gelesen, dass es für das Philtrum (http://de.wikipedia.org/wiki/Philtrum) kein deutsches Wort gibt.
In Anlehnung an den Amorbogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Amorbogen) schlüge ich „Amorspfeil“ vor. Habt ihr Ideen?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-11-08, 21:59:02
Hallo Übertreiber,

Zitat von: Übertreiber am 2009-11-06, 19:40:06
In Anlehnung an den Armorbogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Amorbogen) schlüge ich ,,Armorspfeil" vor. Habt ihr Ideen?

(Hervorhebung von mir)

Wieso gleich zu Waffen greifen, wenn's die Macht der Liebe doch auch täte?

Vale quam optime,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-11-09, 17:47:59
Zitat von: AmelieZapf am 2009-11-08, 21:59:02
Hallo Übertreiber,

Zitat von: Übertreiber am 2009-11-06, 19:40:06
In Anlehnung an den Armorbogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Amorbogen) schlüge ich „Armorspfeil“ vor. Habt ihr Ideen?

(Hervorhebung von mir)

Wieso gleich zu Waffen greifen, wenn's die Macht der Liebe doch auch täte?

Vale quam optime,

Amy

Öhm -- hüstel ... Da prullen wohl Erschupf, geist'ge Umnächt und Unkann der Antike aufeinander. Hab's korrekt georen, ich danke dir.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2009-11-18, 20:19:27
Hallo miteinander,

'Ü·ber·ˌtan <m.; -en; -en> der, welcher dem Untertan was zu sagen hat
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2009-12-15, 21:17:24
'Schnurz·re·ˌgal <s.; -s; -e> Möbelstück: Ablagegestell mit Fächern für Unwichtiges, Uninteressantes, Irrelevantes
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-12-15, 22:27:27
Dazu passend neulich von einer Freundin erfunden:

'Erb·schrank·heit <f. 20> unansehnliches Möbelstück, das bei Lichte betrachtet auf den Sperrmüll gehört, aber durch seine lange Zugehörigkeit zur Familie zu viel Autorität dafür besitzt

Des weiteren:

Schu·ko'la·de <f. 19> Schokoladentafel, deren Stücke in Form von Schuko-Steckdosen gegossen sind; beliebtes Werbegeschenk bei Elektrikern
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-12-22, 01:43:56
Ich versuche mal schüchterlich, das Augenmerk eventüller Besucher vom Gezanke, Genörgel, Genecke und der ganzen Waldorfstettlerei, alldie zumindest ausschnittsweise das Prädikat: ,,foll daneben!" verdeunt, auf kreativere Seiten der GSV zu wänden:

'aus·wän·dig <Adj.> auf der Außenseite einer Wand od. Mauer befindlich; defin enoren für in einem Gebaude verlaufende Wände; muss keinen Kontakt zur Wand haben; Gegensprechanlagen sind an den meisten Gebäuden auswändig fest beogen.
'in·wän·dig <Adj.> analog auf die Innenseite einer Wand bezogen; Während wir hier in der Kälte stehen, sind die Anderen inwändig und lassen es sich im Warmen gut gehen.

'in·ner·wands <Adv.> in eine Wand eingemüeren; In schottischen Schlössern soll es noch zwahlreiche innerwands verstockone Schätze geben.
'auß·er·wands <Adv.> nicht innerwands; da das auf sehr viele Dinge zutrifft, kömmt das Wort verhältnismäßig selten vor; Alle nicht außerwands befindlichen Leute hebehen bitte die Hand!

'auf·wän·dig <Adj.> eine Wand hinauf verlaufend, bspw. ein dekorativer Riss
'ab·wän·dig <Adj.> eine Wand herab verlaufend, bspw. ein von einer im Obergeschoss explosisch georonen Heizung herrührendes Rinnsal laues Wassers;

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-12-22, 14:46:51
Zitat von: Übertreiber am 2009-12-22, 01:43:56
Ich versuche mal schüchterlich, das Augenmerk eventüller Besucher vom Gezanke, Genörgel, Genecke und der ganzen Waldorfstettlerei, alldie zumindest ausschnittsweise das Prädikat: ,,foll daneben!" verdeunt, auf kreativere Seiten der GSV zu wänden:

Nun mal nicht so schüchtern, der Gefahr harmlosen (manche sügen gar 'hirnlosen') Herumalberns wurde schon heftiger begongen. Recht so, führe uns zurück auf den Weg der Kreative, wir sind ja schließlich nicht zu unserem Vergnügen hier!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2009-12-22, 19:35:14
Zitat von: Übertreiber am 2009-12-22, 01:43:56
Ich versuche mal schüchterlich, das Augenmerk eventüller Besucher vom Gezanke, Genörgel, Genecke und der ganzen Waldorfstettlerei, alldie zumindest ausschnittsweise das Prädikat: „foll daneben!“ verdeunt, auf kreativere Seiten der GSV zu wänden:

Noch kreativere? - Ach, Du Übertreiber!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2009-12-22, 21:27:15
Alles, was man an den Hautfarbe/Rasse-Bezeichnungen schwarz und weiß anstößig finden kann, ist, dass man sehr weiß sein muss, um im einschlägigen Sprachgebrauch als "weiß" zu gelten. So haben die USA jetzt ihren ersten "schwarzen" Präsidenten, der indes halb weiß ist. Abhilfe naht:

grau <Adj.> von mittlerer Hautfarbe; Bezeichnung für Menschen gemischt schwarzafrikanischer/kaukasischer Rasse
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-12-23, 12:37:59
Zitat von: Berthold am 2009-12-22, 19:35:14
Noch kreativere? - Ach, Du Übertreiber!

Indertat, wobei ,,kreativ" auf die ursprünglichstmögliche Bedüt bezeucht: etwas kreieren, erschaffen. Und dessen war in genanntem Polylog viel enzubemerken.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2009-12-23, 13:15:59
Strenge Sittenwacht, das!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2009-12-23, 19:27:01
I wo, ich Klatschweib lese nur überall mit, wo Zoff sich anzubahnen dreut.  ;D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-01-04, 21:06:35
ver·ge'mei·nern <V.; hat> gemeiner machen, zusätzliche Gemeinheiten einführen; Das Spiel wird noch dadurch vergemeinert, dass zu Beginn einer Runde geschmiedete Strategien durch Mitspieler, die vor einem dran sind, völlig zunichte gemacht werden können.
will'gan·gen <Adj.> nicht willkommen gewesen und jetzt zur allgemeinen Freude wieder weg; Ggs willkommen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-01-12, 09:53:32
ent'ob·ach·ten, <auch> ent·o'bach·ten <V. t.; hat> aufhören zu beobachten; von der elektronischen Beobachtungsliste entfernen; Klicken Sie hier, um das Angebot zu entobachten.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2010-02-22, 01:53:48
'Nach·rücht, <auch> Nach·'rücht <n.; -; -e> unbewiesene Meldung aufgrund von Hörensagen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-02-22, 02:15:35
Ich weiß nicht warum - in einer bestimmten Bedeutung habe ich immer noch stets das starke Bedürfnis, Schluss mit ß zu schreiben. Damit ich das darf, spreche ich fürderhin in dieser Bedeutung das u lang:

Schluß <[-uː-] m. 1u> die Ergebnisse zusammenfassender letzter Absatz in einem wissenschaftlichen Aufsatz
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-03-10, 18:41:10
ent'gäng·lich <Adj.> leicht zu übersehen oder zu überhören; Wörter, die man als ironisch gebraucht kennzeichnen oder von denen man sich distanzieren will, prosodisch abzusetzen, ist seriöser, aber auch entgänglicher, als mit Zeige- und Mittelfinger beider Hände Anführungszeichen in die Luft zu malen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-03-14, 18:54:54
A·nu'skript <auch> A·nus'kript <n. 11> Manuskript, das nichts taugt

Dra'mauk <m.; -s; unz.> Klamauk in Dramenform [Günter Gans]
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-03-17, 13:08:53
Weitere Wörter der PerVers X: hicksen, verbertln, hochbrechen (Mischung aus hochrechnen und runterbrechen), Obstrusitätenkabinett, Hierarch, kabarott (kabaretthaft), Schmartphone, mitgleiden (Mitglied sein), Entzugscleanik.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2010-03-23, 19:28:37
Mal ein Vorstoß aus der Welt der Technik.

Mein Kollege wollte eine Bankverbindung anfordern, schrieb aber lediglich etwas von Bankverbing, aus Rationalisierungsgründen muss die Rentenversicherung mittlerweile an Bustaben sparen.

Der Blechkollege wollte das aber nicht mit sich machen lassen und unterbritt ihm zwei Vorschläge:

Bankverbring (wahrscheinlich Tätigkeit von GSV-Mitgliedern bei der Sprufki-Verkostung)
Bankverbding (abheben - dieses Verbding fällt einem aber auch nie ein!!!)

Andere Worterklärungen sind herzlich willkommen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Großer Bruder am 2010-04-01, 16:24:09
'Spei·chel·chip <m.; -s; -s> Speichermedium für Erbanlagen, demnächst in alle Personalausweise und Reisepässe integriert

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gloßel Bludel am 2010-04-03, 09:36:09
Zitat von: Großer Bruder am 2010-04-01, 16:24:09
'Spei·chel·chip <m.; -s; -s> Speichermedium für Erbanlagen, demnächst in alle Personalausweise und Reisepässe integriert
Ist bei uns auch schon verblitten, besondels fül Regimeklitikel. Alle diese Daten welden dann von unselem Geheimdienst in einel
'Ü·bel·sicht <f.; -; -en> Die einfache Infolmationselfassung elmöglichende Anoldnung staatsfeindlichel Elemente
zusammengestollen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-04-07, 10:29:52
'Schwum·mer·kam·mer <f. 21> schwach beleuchteter Raum in einem Museum für lichtempfindliche Ausstellungsstücke
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-04-08, 18:44:27
'Vor·freu·de·wrack <n. 15> einer, dem so viele schöne Dinge in Aussicht gestellt wurden, dass er sich gar nicht mehr zu helfen weiß vor Vorfreude
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Troubardix am 2010-04-09, 04:54:15
'Dum·mer·wei·se <f. 19> Lied, von dem man nur dumpf aus der Ferne die Bässe hört

(Pieße auch in "himmelreich".)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2010-04-09, 05:15:04
"Habe" wird sowohl als weibliches als auch als sächliches Substantiv gebroochen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Troubardix am 2010-04-09, 05:16:58
"Dummerweise" ist natürlich eine weibliche Vokabel und wird wie die Weise deklinoren.

EDIT Kilian: Habe mir erlaubt, es zu korrigieren.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Schönheizchirurg am 2010-04-14, 09:09:29
'A·brüs·tung <w.; -; -en> Aufwertung des Busens zur ersten Qualitätsstufe
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2010-04-15, 20:49:55
Passier <m.; -s; -e> Fahrgast, dem der Verlust seines Fluges oder seiner Fahrt passiert ist. Kucksu hier (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=267.msg44118#msg44118)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-04-15, 21:13:40
Hihi. :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2010-04-22, 01:36:24
Ma·di·'zin <f.; der M., die M.~n> (dengl.) ethisch umstrittener Zweig der Heilkunst, z.B. künstl. Befruchtung 63-jähriger Frauen, Klonen von Tier-Mensch-Embryonen (vgl. > Frankenstein, Dr. Victor)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Müllmann am 2010-04-24, 19:02:37
'Ab·fall·gam·mel·stel·le <f.; -; -n> Platz, auf dem der Müll für unbestimmte Zeit zwischengelagert wird
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2010-05-01, 22:16:36
'vol·tern [ˈvɔltɐn] <er voltert, vurlt/burlt, hat gevorlten/geborlten> mit elektrischer Hochspannung foltern (wahlweise mit grammatischem Wechsel in der Vergangenheit)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2010-05-01, 22:20:04
be·'spa·ßen <trans.; er bespäßt, bespuß, hat bespaßen> jemanden mit Spaß und guter Laune bombardieren -- ob dieser mag oder nicht.
Titel: Regularitee
Beitrag von: zé do rock am 2010-05-10, 13:54:53
hei leute,

lustige seite. wobei ich vermutlich mit meinen vereinfachten varianten ultradoitsh, wunschdeutsch und kaudadeutsh hier eha fehl am platz bin... für mein neues buch (jede sekunde stirbt ein nichtraucher - a lexikon üba vorurteile un andre teile) hatte ich mir aber übalagt, alle verben mit a, e, i, ei in der hauptsilbe zu starken verben zu machen: A > U (2. wahl I), E > A (2. wahl O), I > O (2. wahl A), IN > AN (2. wahl ON), EI < I. zur zweiten wahl würde man greifen, wenn die erste wahl shon besetzt is. also 'denken' kann im preteritum nicht zu 'dank' werden, dann werd es eben zu 'donk'. aba dann luss ich es sein - auch one starke verben beswaren sich file leser üba die swirigkeiten beim lesen. so is die vergangenheit mit -et zu bilden: denket, machet, esset. i wiss, für euch a grausamheit... keine starken verben mer, keine konjugationen, deklinationen, regular plural...

neu wörte gebt es im neuen buch kaum, höxtens
"eifelsucht - wenn ein chinese dauand zum eifel tulm will."

aber es gebe file wortdefinitionen, z.b.

beamtenschaft – der is sicha nicht so groß und hart wie der arbeitaschaft.
beinhalten – die meisten parchen bevorzugen das handchenhalten, aber einige wollen originell sein.
bizarr – russischa herrscher, der es mit beiden geschlechtern treibt.
bratsche – a mini-steak in Hessen, wird im pfännsche gebrate.
diletante – frau die sich gern im corridor rumtreibt.
erdofen – blöd werden. Z.b. ,,Peter, du erdofst zusehends".
fantasie – wenn man was zusammen trinke, bleibe man am anfang beim fantasie, speta wenn man sich bessa kennt un fil getrunken hat, komme man zum vertrauten fantadu.
fernbedinung – kellna die einfach vershwindet, grad als man was bestellen will.
gemeinplatz - kleine park wo sich böse leute treffen.
irokese – veraltete respektfoll anrede für milchprodukte. Richti traditionale kesemachis begrüßen ir produkte in der frü mit dem satz, ,,Hat Iro Kese wol gerut?"
mahatma - mahatma ghandi, mahatma keins.
makaken – ja, i muss au makaken.
metropole – dibishe slavi in el u-ban.
missverhältnis – afere mit der gewinna von a shönheitswettbewerb.
morbus – beförderungsmittel für afrikis.
profan - das is wenn die gage von a musikgruppe nak der menge der besukis bereknet werd, in gegensatz zu ,proband', bei der ma die gage nak der menge der aufspilende musikgruppen kalkulert. Einige verdin ir geld je nakdem, in wifile partis dey spile, das sei dann die profeten. Best sei diejenigis dran, die proton verdin.

naja, genuh für heut. dis e-mail ward e sho langa denn es sollat. wobei, bei eu heisst es sicha 'söllte', o...? in kokokukish (die sprake vo die neu buk) werd el umlaut nur für plural un el abstrakta von el adjektive nemet, dafür aba konsequent: blett, köpp, shü, o werm, mett, blönd, klüg. aber i neme mal an, dat ir dat noh fil weita trib.

fil spass bei die weiterentwiklu!





Titel: Re: Regularitee
Beitrag von: Kilian am 2010-05-13, 14:28:25
Zitat von: zé do rock am 2010-05-10, 13:54:53für mein neues buch (jede sekunde stirbt ein nichtraucher - a lexikon üba vorurteile un andre teile) hatte ich mir aber übalagt, alle verben mit a, e, i, ei in der hauptsilbe zu starken verben zu machen: A > U (2. wahl I), E > A (2. wahl O), I > O (2. wahl A), IN > AN (2. wahl ON), EI < I. zur zweiten wahl würde man greifen, wenn die erste wahl shon besetzt is. also 'denken' kann im preteritum nicht zu 'dank' werden, dann werd es eben zu 'donk'. aba dann luss ich es sein - auch one starke verben beswaren sich file leser üba die swirigkeiten beim lesen. so is die vergangenheit mit -et zu bilden: denket, machet, esset. i wiss, für euch a grausamheit... keine starken verben mer, keine konjugationen, deklinationen, regular plural...

Woran man sich ja auch erst gewöhnen muss... wer weiß, vielleicht ist die geschotzene Leserschaft nach diesem Buch nunmehr an neue Morpheme hinreichend gewohnen, dass ihr im nächsten Buch ein Ablaut zuzumuten ist? Wäre lustig, etwas auf Ultra-, Wunsch- und Kauderneutsch zu lesen. ;)

Zitataber es gebe file wortdefinitionen, z.b.

beamtenschaft – der is sicha nicht so groß und hart wie der arbeitaschaft.
beinhalten – die meisten parchen bevorzugen das handchenhalten, aber einige wollen originell sein.
bizarr – russischa herrscher, der es mit beiden geschlechtern treibt.
bratsche – a mini-steak in Hessen, wird im pfännsche gebrate.
diletante – frau die sich gern im corridor rumtreibt.
erdofen – blöd werden. Z.b. ,,Peter, du erdofst zusehends".
fantasie – wenn man was zusammen trinke, bleibe man am anfang beim fantasie, speta wenn man sich bessa kennt un fil getrunken hat, komme man zum vertrauten fantadu.
fernbedinung – kellna die einfach vershwindet, grad als man was bestellen will.
gemeinplatz - kleine park wo sich böse leute treffen.
irokese – veraltete respektfoll anrede für milchprodukte. Richti traditionale kesemachis begrüßen ir produkte in der frü mit dem satz, ,,Hat Iro Kese wol gerut?"
mahatma - mahatma ghandi, mahatma keins.
makaken – ja, i muss au makaken.
metropole – dibishe slavi in el u-ban.
missverhältnis – afere mit der gewinna von a shönheitswettbewerb.
morbus – beförderungsmittel für afrikis.
profan - das is wenn die gage von a musikgruppe nak der menge der besukis bereknet werd, in gegensatz zu ,proband', bei der ma die gage nak der menge der aufspilende musikgruppen kalkulert. Einige verdin ir geld je nakdem, in wifile partis dey spile, das sei dann die profeten. Best sei diejenigis dran, die proton verdin.

Hihi, ja. Wir nennen das Beinkleid (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=314.0).

Zitatnaja, genuh für heut. dis e-mail ward e sho langa denn es sollat. wobei, bei eu heisst es sicha 'söllte', o...?

Eher sesülle (http://verben.texttheater.de/Reduplikation).

Zitatin kokokukish (die sprake vo die neu buk) werd el umlaut nur für plural un el abstrakta von el adjektive nemet, dafür aba konsequent: blett, köpp, shü, o werm, mett, blönd, klüg. aber i neme mal an, dat ir dat noh fil weita trib.

Sehr schön! Wir treiben's tatsächlich noch... naja, weiter? Sagen wir, in viele verschiedene Richtungen treiben wir's: http://verben.texttheater.de/Numeri

Bin schon gespannt auf das Kokokukishe.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27
hei kilian, hei starksprakis,

>Woran man sich ja auch erst gewöhnen muss...

na hör mal, bei numeri stieht da 'ben' als plural von bus (hoffentlich gibt es auch luxen als plural von luxus), das is sicher schwieriger zu verstehen als z.b. 'fux' fyr 'Fuchs'. jedenfalls fang ich mal mit progressiwem ultradoitsh-S an (das ist das seriöse ultradoitsh, im gegensaz zum ultradoitsh-U, wo auch die grammatik entschlackt ward), das is sehr leicht zu lesen, wird aber immer schwieriger. aber ich versuch daraus ein bisschen ultranoitsh zu machen, um nich zu sehr aus der reihe zu tanzen.

>wer weiß, vielleicht ist die geschotzene Leserschaft nach diesem Buch nunmehr an neue Morpheme hinreichend gewohnen, dass ihr im nächsten Buch ein Ablaut zuzumuten ist?

ja, schauen wir mal, ob die welt schon dafyr beritten is.

>Wäre lustig, etwas auf Ultra-, Wunsch- und Kauderneutsch zu lesen.

he he. hatte mir fyr die wariante von kokokukisch die bezeichnung kokokuke forte ausgedonkt. könnte aber auch kokoneutsch sein.


>Eher sesülle.

wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?


>Sehr schön! Wir treiben's tatsächlich noch... naja, weiter? Sagen wir, in viele verschiedene Richtungen treiben wir's: http://verben.texttheater.de/Numeri

ihr seid mir die richtigen...


>Bin schon gespannt auf das Kokokukishe.

buch kaufen, buch kaufen! ach so, ja, wenn ich schon da bin, mach ich werbung fyr meinen film 'schroeder liegt in brasilien', läuft am 20.5.10 um 20 uhr in mynchen im el mirador, clemensstr. 83, unweit vom hohenzollernplatz. eintritt is frei, aber man sesülle was essen (gute spanische und peruanische kyche) oder wenigstens sich vollsaufen. der film heisst so weil das stättchen schroeder tatsächlich in brasilien liegt, und er is eine realdokumödie die zeigt dass die deutschen zwar arm aber gut drauf sind, während die brasilianer viel geld haben aber dauernd jammern. auf deutsch, sydbrasilianischem deutsch, brasilianisch, säxisch - alles mit entsprechenden untertitten. in mynchen lief der film leztes jahr 10 wochen lang in ein paar kinos, und natyrlich auch in anderen deutschen stätten. nun läuft er aber nur noch sporadisch in elendigen spelunken. ach so ja: regisseur anwesend, auch wenn manchmäle geistesabwesend.

bin schon ein vorfreudewrack wenn ich denke was mich alles in dieser gruppe erwartet.











Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2010-05-15, 12:41:35
Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27
>Eher sesülle.
wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?

... na und wie's da eine logik gibt! ... das ist ein sogenannener reduplikativer (http://verben.texttheater.de/Reduplikation) stork ... stammt aus der frühhochneutschen sprachepoche und wird etwas seltener benotzen, ist dafür aber umso hübscheres neutsch ...

Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27
ihr seid mir die richtigen [...] bin schon ein vorfreudewrack wenn ich denke was mich alles in dieser gruppe erwartet.

... ha, wart's nur ab! ... die lacht wird dir schon vergehen! :D ... aber deine hoffelnt ungehiulchene vorfreude iert dich zusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack" (gut bein ver zu kleiden als "forfreudefrack") aus dem stand heraus so gut wie qualifiz für unsere nächste, in essen statthabende perVers (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2806.0) ... aber wahrschieln hat dich unser geliebter sprachführer kilian bereits auf diese molg, ein wochenende lang in sprufkiseliger runde ungestrofen blödsinn ver zu zapfen, hingewiesen ... wie dem auch sei: will seiest du herchlzst kommen in unserer mitten!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-05-15, 17:06:42
Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27na hör mal, bei numeri stieht da 'ben' als plural von bus (hoffentlich gibt es auch luxen als plural von luxus), das is sicher schwieriger zu verstehen als z.b. 'fux' fyr 'Fuchs'.

Asbolut ritchig, desweng meincha: Man kann die Leserschaft Schritt für Schritt an schwierigere Dinge gewöhnen. Vielleicht.

Zitathe he. hatte mir fyr die wariante von kokokukisch die bezeichnung kokokuke forte ausgedonkt. könnte aber auch kokoneutsch sein.

Woher kommt denn der Bezinch mit dem Koko?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-05-17, 15:30:46
hei katakura,

hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

>Eher sesülle.

wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?

>... na und wie's da eine logik gibt! ... das ist ein sogenannener reduplikativer stork ... stammt aus der frühhochneutschen sprachepoche und wird etwas seltener benotzen, ist dafür aber umso hübscheres neutsch ...

fryhochneutsch, meinst du's tatsächlich so? wenn ja, wann war diese epoche? und braucht es keine basis im normaldeutschen, kann die basis das neutsche selbst sein?

> ... ha, wart's nur ab! ... die lacht wird dir schon vergehen! :D ... aber deine hoffelnt ungehiulchene vorfreude iert dich zusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack" (gut bein ver zu kleiden als "forfreudefrack") aus dem stand heraus so gut wie qualifiz für unsere nächste, in essen statthabende perVers ... aber wahrschieln hat dich unser geliebter sprachführer kilian bereits auf diese molg, ein wochenende lang in sprufkiseliger runde ungestrofen blödsinn ver zu zapfen, hingewiesen ...

hat er nich, aber die namenswahl scheint mir in diesem fall ziemlich sinnvoll gewesen zu sein.

wie dem auch sei: will seiest du herchlzst kommen in unserer mitten!

danke danke.

feel space, and nick's fur ungood
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: zé do rock am 2010-05-17, 15:59:26
>Asbolut ritchig, desweng meincha: Man kann die Leserschaft Schritt für Schritt an schwierigere Dinge gewöhnen. Vielleicht.

klar.

>Woher kommt denn der Bezinch mit dem Koko?

in meinem neuen buch schreib ich in einer wariante vom ultradoitsh-U, da donk ich, vielleicht sollte ich sie ultradoitsh-H nennen (fyr so was wie ultradoitsh harmonicus). aber das muss ma dann immer erklären, und in einer geschichte im buch wird ein kokoskuchen erwähnt (oder heisst dann so was bei euch erwohnen oder gar erwühnen?), der dann kokokuke heisst. und da donk ich, kokokuke - 4 k's in einem wort, und es spiegelt die wokal-konsonanten-harmonie der sprache (möglichst ein wokal nach dem konsonanten, möglichst ein konsonant nach dem wokal). so is der name entstanden...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-05-17, 18:16:53
Zitat von: ze do rock am 2010-05-17, 15:30:46hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

Dass sich jemand nach Stärke benennt, wäre hier ja so daneben nicht. Jedoch, siehe da: http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=163.msg13620#msg13620

Übrigens ist das ein Faden, dein Beitrag zu welchem auch interessöre.

Zitatfryhochneutsch, meinst du's tatsächlich so? wenn ja, wann war diese epoche? und braucht es keine basis im normaldeutschen, kann die basis das neutsche selbst sein?

Das war so in den frühen bis mittleren Nullzigern... 2002? 2003? Wie dort ja nachzulesen, war die Basis in diesem Fall das Gotische. Irgendeine Basis für unser Tun und Treiben haben wir meistens, irgendein obskures, seit Jahrhunderten die Produktion eingestellt habendes und seine Produkte nur noch legacymäßig supportierendes Ableitungsmuster, das von uns neu geschmuren und mit neuem Leben versehen wird. Ein schönes Beispiel sind die Verbzeuge (suchstu). Aber das Vorbild muss natürlich nicht mit dem Deustchen verwandt sein: Der [wiki]Recessus narrativus[/url] der von Berthold gestorkenen Substantive etwa ist dem der chinesischen Zeichen nachempfunden. Und so weiter.

Zitatzusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack"

Also, das Nomen ist von mir. Aber trotzdem. :D

Zitathat er nich

Mein Versäumnis. Oder meine Absicht, nicht gleich auf der Tür durch die Diele zu surfen. Jedenfalls ja: Einfinden, einfinden, Zé! :)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2010-05-17, 19:12:18
Zitat von: ze do rock am 2010-05-17, 15:30:46
... hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

... dankenswerterweise ward ja schon zu meinem alten eintrage verlunken, in welchem ich den ursprung meines namens einst erklor ... tatsalch wurde ich erst im nachgang von elten forumsmitgliedern merksam darauf auf gemachen, dass katakura u.a. auch der name einer anime-figur, eines großen industriekonzerns, einer stadt und eines alten familienclans (alles in japan) ist ...

... inzwischen gefällt mir diese mehrdeutigkeit sehr, zumal ich durchaus etwas japanophil bin ... vielleicht hat diese affinität ja unterbewossen eine rolle bei der namenswahl gespolen ...

Zitat von: Kilian am 2010-05-17, 18:16:53
Zitatzusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack"
Also, das Nomen ist von mir. Aber trotzdem. :D

... mein geliebter sprachführer! ... tonnenweise asche sei auf mein schamgebiugenes haupt gehoofen, daß ich nicht sofort erkannen habe, daß solch superkalifragilistischexpiallegetischgeniales nomen nur deinem hirnskastel entsprungen sein kekunn!!! ... kotau! ... kotau! ... kotau!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2010-05-18, 05:25:58
Bekalnncht bedeutet das englische "to put" ebenso wie das lateinische "ponere" "setzen, stellen, legen, hängen", während das Deutsche ein solch bequemes Wort nicht hat. Allenfalls kekünne man das von "Position" und damit indirekt von "ponere" abgeliehtene "positionieren" als verwenden, also "die Spielsteine auf dem Spielfeld, die Gläser auf dem Tisch, den Teppich auf dem Boden und das Bild an der Wand positionieren".

Warum komplizoren, wenn es auch einfach geht? Es memüsse ja genügen, "ponieren" zu sagen.

"Imponieren" ließe sich dann auch als transitives Verb im Sinne von "einsetzen, einstellen, einlegen resp. einhängen" verwenden: "Bitte imieren Sie den Sonderzug, die neuen Mitarbeiter, die Sardinen und die Tür pon".

Bei "exponieren" entspräche die Vorsilbe "ex-" dem deutschen "aus-", und das Wort bekäme dadurch neue Verwendungsmölgke: "Ich exiere eine Belohnung, den Fernseher, eine Bibelstelle und Plakate pon."

Die Vorsilbe "ex" kann im Deutschen aber auch mit der Vorsilbe "er-" wiedergegeben werden (cogitare = denken, excogitare = erdenken), woraus sich weitere Verwendungsmölgke von "exponieren" ergeben:

Der Jugendliche hat zuerst seine Spielzeugpistole durch eine scharfe Waffe, danach einen ausgefeilten Plan, dann seine Lehrer und schließlich sich exponoren.

Trans- bedeutet durch-, also kann man sagen: Der Chef transiert den Beschluss pon, die Sekretärin den Anruf und der Hausmeister die Telefonleitung durch den Flur. Auch die Wäscheleine transiert pon.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-05-18, 08:13:02
Können Sie bitte mal dieses Schreiben auf Deutsch, den Patienten zu Dr. Huber und sich einen Zeitplan für morgen superponieren? Und bringen Sie das Layout in Ordnung, da gibt es einige superponente Zeilen!

Es war nicht nett, dem subponorenen Mann zu subponieren, den Film mit unpassender Musik subponoren zu haben.

Sie hat an einem Tag mich, sich, ihren Pass und ihr Fenster disponoren. Wie unfreundlich, unaufrichtig, schusselig und diskret von ihr!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-05-18, 09:36:02
ge·'psycht <Adj.; [-yː-]> aufgedreht; voll von Emotion und nicht so recht wissend wohin damit [< engl. psyched]
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Verbenanwalt am 2010-05-18, 12:18:48
Einspruch! Das Verb psychen muss gestorken werden!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-05-18, 12:35:20
Gepsochen?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Verbenanwalt am 2010-05-18, 12:50:50
Das klingt doch schon mal besser!

Aber vielleicht muss man für Verben mit y als Stammvokal noch eigene Ablautreihen erfinden. Z.B.

psychen, psaych, psäyche, gepsoychen

In den Diphthongen ist das y stets wie "ü" zu sprechen, so dass ein Unterschied zu "ai" und "oi" hörbar ist.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-05-19, 15:55:52
kilian,

>Dass sich jemand nach Stärke benennt, wäre hier ja so daneben nicht.

allerdings!

>Jedoch, siehe da: http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=163.msg13620#msg13620

alles klar. meine aborigenisch-kenntnisse waren nie sehr yppig. im portugiesischen wyrd es ybrigens "heilungssammler" oder "heilsammler" heissen.

>Übrigens ist das ein Faden, dein Beitrag zu welchem auch interessöre.

ja, da is eine ganze welt da drin...


>Das war so in den frühen bis mittleren Nullzigern... 2002? 2003? Wie dort ja nachzulesen, war die Basis in diesem Fall das Gotische. Irgendeine Basis für unser Tun und Treiben haben wir meistens, irgendein obskures, seit Jahrhunderten die Produktion eingestellt habendes und seine Produkte nur noch legacymäßig supportierendes Ableitungsmuster, das von uns neu geschmuren und mit neuem Leben versehen wird. Ein schönes Beispiel sind die Verbzeuge (suchstu). Aber das Vorbild muss natürlich nicht mit dem Deustchen verwandt sein: Der [wiki]Recessus narrativus[/url] der von Berthold gestorkenen Substantive etwa ist dem der chinesischen Zeichen nachempfunden.

ja sauber.


>Also, das Nomen ist von mir. Aber trotzdem. :D

is trozdem nich schlecht...


Mein Versäumnis. Oder meine Absicht, nicht gleich auf der Tür durch die Diele zu surfen. Jedenfalls ja: Einfinden, einfinden, Zé! :)

ja ja sloly sloly cachy munky

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-05-19, 16:01:53
... inzwischen gefällt mir diese mehrdeutigkeit sehr, zumal ich durchaus etwas japanophil bin ... vielleicht hat diese affinität ja unterbewossen eine rolle bei der namenswahl gespolen ...

ja, ein völkchen von vielen unfreiwillig lustigen menschen...

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-05-19, 16:14:43

psychen, psaych, psäyche, gepsoychen

wie wärs mit ö? oder hat es schon eine andere funkzion? psöch, gepsöchen. psäyche könnt auch so bleiben, oder auch mit ö, psöych?

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Neutscher am 2010-05-28, 14:39:55
verneutschen - itscht vern -  iatsch vern - iätsche vern - itsch vern - verngeiutschen

einneutschen - / - niatsch ein - niätsche ein - / - eingeniutschen

neutschen - / - nautsch - nöutsche - niutsch - genuetschen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Angela Merkel am 2010-06-01, 14:59:16
Kon·'dens·kan·di·dat <m.; -en; -en> (auch: Dosenkandidat) der, den wir derzeit (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,698017,00.html) suchen: er vereinigt alle möglichen Eigenschaften auf engem Raum
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: ze do rock am 2010-06-16, 23:11:24
is nich der stil hier, aber trozdem nich schlecht. das heisst, ziemlich albern, aber wiederum so albern das es wieder spass macht:

was hoppelt auf der wiese und raucht?
ich schreib die antwort verkehrt rum, sonst kommt ma gar nich zum denken und schon weiss man es.
nehcnimak nie

und was liegt am strand und spricht undeutlich?
lehcsun enie

vieleicht is es schon längst bekannt, und wer weiss stammt es sogar von hier, dann bitt ich um entschuld.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Marianne Schöftner am 2010-06-18, 04:05:18
'Lied·strich (http://www.wohintipp.at/2010/apr/22-donaustadt/musik-kabarett-liedstrich) <m.; -es; -e> Maßnahme zur Kürzung von Konzertprogrammen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2010-06-28, 19:45:02
'Voo•doo•̩fone<n.; -s; unz.>: Telekommunikationsunternehmen, das durch kreatives Tarif-, Finanz- und Kundenbetreuungsgebaren auffällt
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Voodoo am 2010-06-28, 20:15:27
Der Plural "Voodoofunz" gefällt mir besonders und sollte auf andere Telefunz erwirtten werden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2010-07-02, 01:31:15
'Dunst·greis<m.; -es; -e>: Dem Cannabiskonsum zugeneigter Rentner
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2010-07-02, 12:10:23
Abt·pfiff<m; (e)s; e> höheren Orts verordnetes vorzeitiges Ende einer Klosterleiterkarriere
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: pluralis porculus am 2010-07-05, 19:13:17
'Grunds·la·ge <w.; -; -n>: Begriff, mit dem schweinische Lieder anhand ihres Tonumfangs sortiert werden
'Grunds·schu·le <w.; -; -n>: Schule, in der das Singen in den Grundslagen vermoltten wird
'Suhl·hof <m.; -s; Suhlhöfe>: Pausenhof einer Grundsschule (Syn.: Grundssuhle)
'Grunds·suh·le <w.; -; -n>: Pausenhof einer Grundsschule (Syn.: Suhlhof)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2010-07-05, 19:32:25
Oink, kuhl! :D Aber porculus und Günter, was sind das für suppentellerartige schwarze Scheiben, ja schwarze Löcher zwischen euren Silben?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: pluralis porculus am 2010-07-05, 19:47:15
Zitat von: Kilian am 2010-07-05, 19:32:25
Oink, kuhl! :D Aber porculus und Günter, was sind das für suppentellerartige schwarze Scheiben, ja schwarze Löcher zwischen euren Silben?
Entsuhldigung! Wir hatten sie einfach vom Günther Kopf geohren. Wird sofort gearnden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Grundsschullehrer am 2010-07-05, 20:05:28
Das ist doch nichts Neues. Grundsschulen (http://www.qype.com/place/262854-Betreute-Grundsschule-e-V-Edermuende-Edermuende) gibt's doch schon seit Langem.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2010-07-05, 20:25:51
Zitat von: Kilian am 2010-07-05, 19:32:25
Oink, kuhl! :D Aber porculus und Günter, was sind das für suppentellerartige schwarze Scheiben, ja schwarze Löcher zwischen euren Silben?

Stimmt, ohne die fetten Zielscheiben sieht's besser aus. Ist gearnden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Isaac Merritt Singer am 2010-07-06, 06:09:10
'Un·garn <s.; -s; -e>: Garn, das aufgrund seiner schlechten Eigenschaften seinen Namen nicht verdient (vgl. Unmensch, Untier)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Homer am 2010-07-06, 21:07:29
Bra·'si·li·kum <s.; -s; -ka>: südamerikanisches Sprachzertifikat
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Schwedische Gardine am 2010-07-14, 16:25:44
Aus einem Spiegel-Online-Artikel:
Ein 42- jähriger Mann schlug mit einem Hammer ein Fenster ein, um einem ohnmächtigen Mitreisenden und einem offensichtlich stark leidenden Baby Luft zu verschaffen.

Der Zug wurde nach mehr als sechs Stunden Wartezeit in gleißender Sonne von einer Ersatz-Lok in Gang gesetzt. Der Reisende mit Hitzschlag kam in ein Krankenhaus in Södertälje, die anderen Fahrgäste wechselten in dem Ort den Zug.


'Hitz·schlag <m.; -s; Hitzschläge>: Befreiungsschlag, mit dem das Fenster eines abgeschlossenen Raumes zerstört wird, um Luftaustausch zu ermöglichen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Warsagerin am 2010-07-16, 09:15:03
'War·zei·chen <s.; -s; ->: Farbrest auf einem Stein, Nagel in einem Baum o. ä. an einer Weggabel, an dem man sieht, dass hier früher ein Hinweis stand, ob es rechts oder links weitergeht.

Warzeichenteilung <w.; -; -en>: 1. Die Aufspaltung einer Wandergruppe infolge unterschiedlicher Interpretationen eines Warzeichens ('War·zei·chen·tei·lung) 2. Schnelles Entschwinden einer hässlichen Hautstelle aus der eigenen Körperwahrnehmung und umgekehrt (War·ze·'ich·ent·ei·lung, meist mit Bindestrich: Warze-ich-enteilung)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2010-07-16, 10:58:04
Warz·ei·che<f.;-;n>: boreale Laubbaumvarietät, die sich durch rundlich-schrundige Borkenprotuberanzen an Stamm und Geäst auszeichnet (quercus verrucatus)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Zweigeschlächter am 2010-07-26, 22:42:56
'Ge·nus·mit·tel <s.; -s; -> 1. In der Grammatik ein Wort oder Wortteil, das das Wortgeschlecht bestimmt, z.B. ein bestimmter Artikel, eine Adjektivendung etc. 2. In der Verhaltensforschung ein nur dem einen Geschlecht zur Verfügung stehendes oder vorwiegend von einem Geschlecht angewandtes Mittel, um bestimmte Ziele zu erreichen; zum Beispiel beim Menschen das Augenklimpern
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Rotzbengel am 2010-07-28, 23:02:01
'Pul·ver·fass <m.; -es; nur Einzahl> auch Popelschrieb, die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit bei gleichzeitigem Bohren in der Nase
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Pechinese am 2010-08-15, 17:08:50
'Lutsch·bahn <f.; -; -en> Schiefe Bahn, auf die manche jungen Mädchen gelaten, wenn sie Banknoten benötigen und vom Tuten oder wenigstens vom Blasen eine Ahnung haben. Zum Beispiel die Lepelbahn in Hambulg.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Richard McDonald am 2010-08-23, 13:12:52
'Ma·kro·wel·le <f.; -; -en> Riesiger Ofen zur Erwärmung von Fastfood, gebräuchlich in Schnellrestaurants.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Amateuse am 2010-08-30, 13:52:31
stüm·'pa·thisch <adj.> durch die liebevolle Art, mit seiner Unprofessionalität umzugehen, sympathisch wirkend
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2010-09-01, 18:11:45
Auf der PerVers XI (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2806.0) geboldene Wörter:

se·'marst <Adv.> in diesem Semester, diesem Halbjahr; in seiner Bedeutung wie ,,heuer". Die Noten im Modul Empirische Irrelevanz II waren semarst aber besonders schlecht!

Per·'pe·tu·um 'ro·tans <m., des ~s rotans, ~tua rotanta> Schraubverschluss, den man ohne Wirkung weiter drehen kann; tritt bei Kindersicherungen und kaputten Gewinden auf

Ruh·ri·'tät <f., der ~, die ~en> typischer Vertreter, typische Vertreterin der Menschen aus dem Ruhrgebiet. Diese Taxifahrerin war eine echte Ruhrität!

'ruhr·se·lig <Adj.> lakonisch, knapp, trockenen Humors. eine ~e Antwort

'ruh·rig <Adj.> an das Ruhrgebiet und die dortigen Menschen erinnernd. ~er Humor

'aus·ka·ta·ku·ˌrie·ren <V., refl.; er ausiert katakur, ausor katakur, hat auskatakuroren> Nach Genuss von Șprufki Bumkrak (s. da) schlafen, um sich darvon zu erholen. Am Abend jeder PerVers muss ich mich ordelnt ~

'wol·bern <V., intrans..; er wolbert, wrolb, hat gewrolben> (bei Papier) durchsichtig und wellig werden, nachdem Nassgemachenwerden. Und ehe ich mich versah, wrolben meine Unterlagen und darmit mein Traum vom Eigenheim.

a·po·tro·'pä·ˌisch <Adj.> ~ gucken: ortsfremd dreinschauen, sich oft umblicken; Blick, den jeder Ankömmling einer PerVers beim Stieg aus dem Zug hat.

'Kåt·zen·ˌklåp·pe <f.; der ~, die ~n> kräftiger Schlag oder kräftige Schläge in die Magengegend. Aldaa, guck misch nisch' an, sonst kriste ~!

'ein·ta·schen <V.; er täscht ein, tusch ein, hat eingetaschen> Deminutiv von einsacken (s. da). Obwohl der Überfall von langer Hand geplanen war, kekunnen die Diebe gerade mal einen vergessenen Fünf-Euro-Schein eintaschen.

'her·leis·ten <V., trans.> unter großer Anstrang herleiten. Auch: Augmentativ von herleiten. Wenn je etwas hergelisten worden ist, dann der Große Fermatische Satz (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gro%C3%9Fer_fermatscher_Satz&oldid=77664035)!

'Leis·tungs·ˌwas·ser <s., des ~s, die ~> isotonisches oder sportlerfreundliches Getränk

Ni·ko·'ti·ni·um <s., des ~s, die ~nia> gesellige Raucherrunde vor der Tür

Ni·ko·ˌti·ni·'a·ner <m., des ~s, die ~> Mitglied eines Nikotiniums

Nie·ko·ˌti·ni·'a·ner <m., des ~s, die ~> Mitglied eines Nikotiniums, das aber selbst nicht raucht

'Leis·tungs·ˌwas·ser <s., des ~s, die ~> isotonisches oder sportlerfreundliches Getränk

La·'tri·num <s., des ~s, die ~na> Gang auf die Toilette und Verrichten des Geschäfts. das ~ begehen, bestehen; das kleine, große ~.

Bevor mir der Rechner abstürzt oder sonst was geschieht, mache ich einen kurzen Schnitt. Eine Kleinigkeiten folgen noch. :)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2010-09-01, 18:24:14
Fortsatz vom ersten Teil (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2380.msg45361#msg45361):

'Kryp·to·li·te·ra·ˌtur <f.> Erforschung von Literatur, die hätte entstehen können oder unvullenden ist; darvon, wie gewisse Werke unter anderen Umständen werden kekunnen hätten; und ob bestummene Schriften tatsalch von dem Autor geschrieben worden sind, der bezinchen ist, oder ob sie ihm in die Schuhe geschoben worden sind.

'Kryp·to·ger·ma·ˌnis·tik <f.> Wissenschaft, die untersucht, wie sich die deutsche Sprache unter anderen Umständen entwolcken hätte.

'Li·tho·zo·o·lo·ˌgie <f.> Wissenschaft, die sich mit dem Beschrieb, der Erfursch und der Systematisur von Steinskulpturen und -figuren beschäftigt.

Be·'für·wort <s.> positiv gemienenes Fürwort (Pronomen).

Zer·'ge·gen·wort <s.> negativ gemienenes Fürwort (Pronomen).

Zu guter Letzt werden die Vokale, die zwischen den halboffenen und den offenen Vokalen liegen, bewiesermaßen (oder auch nicht)
perfororene Vokale oder angelehnte Vokale oder Vokale mit Katzenklappe genannt.

Das war's jetzt aber! :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2010-09-01, 19:58:58
Ge·wid·der rein männliche Schafherde
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2010-09-01, 20:26:42
Wid-der-rung Geruch, den ein männliches Schaf absondert
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2010-09-01, 20:55:17
grü-beln, Partizip: gegralben

Stunden damit verbringen, einen nur 50 km entfornenen Ort mttels Bahn zu erreichen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Blindfisch am 2010-09-01, 21:06:46
grüb-chen

an kalten, nassen Tagen eine Verspuht von 30 Minuten für den zur Nunft vorgesehenen Zug angesugen bekommen, sich vom Bahnhof ob der voraussilchten Verspuht entfernen, und 25 Minuten später vom Bahnhofspersonal erfahren, dass der Zug doch nur 15 Minuten Verspuht hatte
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: gut unterrichtete Kreise am 2010-09-14, 10:10:46
kon·zen·'trie·ren <hinübergehendes Zeitwort>: Kreise konzentrisch machen

Mit einem Zirkel lassen sich Kreise verschiedener Größe leicht von einem Einstichloch her konzentrieren. Wenn man die Kreise mit einer Schablone zeichnet, hat man oft Konzentrationsschwierigkeiten.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Gut unformierte Kreise am 2010-10-04, 15:37:52
Du·i·'form <w.; -; -en>: zweiförmige Kleidung für eine bestimmte Gruppe von Menschen oder Funktionsträgern

Der Kirchenchor erschien in seiner Chorduiform: Die Herren im schwarzen Anzug, weißem Hemd und schwarzer Fliege, die Damen mit langen schwarzen Röcken und weißen Blusen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Walter Wien am 2010-10-07, 17:04:17
Äu·ße·'rei <w.; -; -en>: das, was von einem Hähnchen übrig bleibt, wenn man die Innereien entfornen hat. (Meist in der Mehrzahl gebräuchlich.)

Ich mag keine Innereien. Ich esse grundsätzlich nur die Äußereien. Der Flügel ist die Äußerei, die ich am meisten schätze.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Peter Friedrich am 2010-10-14, 11:00:57
Be·'reit·schafts·be·reit·schaft <w.; -; -en>: Die Bereitschaft, für etwas bereit zu stehen

(Zitat aus dem SPON: Angesichts der Umfragestärke für die Ökopartei ist die Südwest-SPD jetzt offenbar bereit, als Juniorpartner für eine grün-rote Koalition bereitzustehen.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2010-10-14, 21:37:36
Der Peter halte sich bereit zu staunen, doch erst heute las ich in einem Wikipedia-Artikel von dem juristischen Begriffe der sogenannten Kompetenzkompetenz (http://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenz-Kompetenz). ;D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ignaz Opel am 2010-10-18, 21:27:28
Ge·'nie·te <w.; -; -en>: ignobelpreisverdächtiger Forscher (originell und abgefahren, aber nutzlos)

Ge·nie·'ta·li·en 1. <w., Mehrz.>: Utensilien, die von einer Geniete für die Forschung verwendet werden; 2. <s.; -s; nur Einzahl>: südeuropäisches Land, dessen Bewohner meist Genieten sind
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Architekt am 2010-10-25, 18:20:36
Der Bereitschaftsbereitschaft und der Kompetenzkompetenz wäre noch — kürzer aber ebenso doppelt — der Stromstrom hinzuzufügen.

Eine anständige Wohnung verfügt über Wasser und Strom, und natürlich gibt es dafür Wasserleitungen und Stromleitungen. Wenn man das Wasserhuhn (http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=2797.msg45631#msg45631) aufdreht, fließt ein Wasserstrom durch die Wasserleitung. Was für ein Strom — im Gegensatz zum Wasserstrom — geht aber durch die Stromleitung, wenn man die Lichtschalterin oder den Lichtschalter betätigt? Logischerweise eben ein Stromstrom.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Journalist am 2010-10-27, 04:04:33
Stat·'tis·tik <w.; -; -en>: Ansammlung von Zahlen, die anstelle brauchbarer Informationen stehen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2010-11-02, 13:32:12
Schullwitzgefährlich:

mi·so·'kyn <Adj.>: hundehassend
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wendi Gorleben am 2010-11-06, 23:41:13
Zitat von: Architekt am 2010-10-25, 18:20:36
Der Bereitschaftsbereitschaft und der Kompetenzkompetenz wäre noch — kürzer aber ebenso doppelt — der Stromstrom hinzuzufügen.

Heute sagte eine Demonstrantin im Wendland "Da ist so viel Bewegung im Moment in der Bewegung ..." — zweifellos also eine Bewegungsbewegung.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: schrankenlos beschränkt am 2010-12-01, 00:43:58
Zitat von: Übertreiber am 2010-10-14, 21:37:36
Der Peter halte sich bereit zu staunen, doch erst heute las ich in einem Wikipedia-Artikel von dem juristischen Begriffe der sogenannten Kompetenzkompetenz (http://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenz-Kompetenz). ;D

Und verwandt damit anscheinende die Schranke-Schranke (http://books.google.com/books?id=YBLZ18k1qHcC&pg=PA97&lpg=PA97&dq=%22eine+Schranke-Schranke%22&source=bl&ots=-GQJM3gCG6&sig=cXPOfMpXGyz1Whqpy9h3eW_8KVE&hl=ko&ei=VYv1TNuPBov2swOV_9HjCw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBkQ6AEwAA#v=onepage&q=%22eine%20Schranke-Schranke%22&f=false)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Konzertbesucher am 2010-12-01, 06:15:08
'Oh·ren·blick <m.; -s; -e>: Moment in einem Musikstück

Oh·ren·'blick! <Interjektion>: Von Musikern verwendeter Ausdruck, wenn sie dem Publikum andeuten, dass es noch einen Moment dauert, bis sie mit ihrer Darbietung beginnen

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wetterfrosch am 2010-12-01, 17:03:00
Me·te·u·ro·lo·'gie <f.; -; nur Einz.>: Die Wissenschaft, vorherzusagen, ob es morgen pieselt oder nicht
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Casanova am 2010-12-05, 15:50:58
'Le·bens·ban·del <m.; -s; -bändel>: Flirt, der in einer Lebenspartnerschaft endet
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2010-12-19, 21:21:03
Hallo miteinander,

er·'seuf·zen <V. tr.; -sufz, -sufzen>: jdn. in Selbstmitleid ertränken AZ
'er·hart·zen <V. intr.; -hurtz, -hartzen>: trotz ALG II-Empfängereigenschaft Zigarre rauchen Nora Harbach

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Steuerberater am 2011-01-05, 04:35:40
'Schlin·gel·kurs <m.; -es; -e>: Seminar zum Thema "Steuern sparen"
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Inko N. Tinenz am 2011-01-05, 15:15:40
Ich habe es schon immer gewusst: Man sollte seinem Bachgefühl (http://eltern.t-online.de/augen-auf-und-dem-bachgefuehl-trauen/id_21353080/index) trauen. Wie aber genau ist das Bachgefühl Delfin geohren? Hier ein Versuch:

'Bach·ge·fühl <s.; -s; -e>: Wunderbar warmes Gefühl zwischen den Beinen, das dennoch Angst vor Abkühlung weckt
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2011-01-19, 14:01:43
Hallo zusammen,

Ge·'werk·schuft <m.; -s, -e>: Betriebsrat, der gegen finanzielle Zuwändte seitens heuschrecklicher Hochfinanz die ihm anvertrune Belegschaft dem Arbeitsmarkt wieder zuführt. AZ

Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Der Jäger aus Kurpfalz am 2011-01-20, 14:51:05
'Le·ser·poin·ter <m.; -s, ->: Autor, der die Anfälligkeiten des Lesers gleich einem Pointer (http://de.wikipedia.org/wiki/English_Pointer), also äußerst sensibel wittert und somit den Leser mit seinen Pointen "stellt".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2011-01-23, 12:53:51
im·po·vi·'sie·ren<V. trans.>: rektale Inaugenscheinnahme
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Um Lei Tung am 2011-01-23, 19:30:22
'Fahr·mal <s.; -s, -e>: Auf einer Kreuzung angebrachte lustige Skulptur, die die an der roten Ampel haltenden Autofahrer am Einschlafen hindert
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2011-01-23, 19:44:51
se·'ni·bel<adj.>: genetisch für ein hohes Lebensalter disponiert. (s. Jopie Heesters)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Stollentroll am 2011-02-01, 21:17:22
'Miet·bür·ger <m.; -s; ->: Teil des Volkes, das die Volksvertreter regieren, wenn das vertretene Volk kollektiv in Urlaub fährt

Lu·der·'boot <s.; -es; -e> ugs.: schwimmendes Bordell

'Sar·di·nen·pre·digt <w.; -; -en>: scherzhafte Bezeichnung für die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend

Snob·'lauch <m.; -es; nur Sg.> übelriechendes, aber in Nobelrestaurants angesagtes und daher sündhaft teures Gewürz
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-02-02, 10:40:07
'Lü·gen·schaft <w.; -; -en>: Grundbesitz, den ein Hochstapler zu besitzen vorgibt

'Wet·te·rIn·nen·vor·her·sa·ge <w.; -; -n>: Prognose über TeilnehmerInnen an einer Wette

'Ran·des·le·gie·rung <w.; -; -en>: Für den äußeren Teil einer zweifarbigen Münze verwendete Metallmischung

'Wirt·schafts·wei·se <w.; -; -n>: in der Kneipe verwendete Berieselungsmusik
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-02-02, 10:47:30
Zitat von: Stollentroll am 2011-02-01, 21:17:22
'Sar·di·nen·pre·digt <w.; -; -en>: scherzhafte Bezeichnung für die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend

Ich dachte, der Ausdruck bezöge sich auf den heiligen Antonius von Padua  :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: empgodot am 2011-02-03, 13:44:34
'Hau·sauf·gabe <w.; -; -en>: Ein Geschenk, über das sich ein Hooligan fröhe, z.B. ein Alkoholikum oder ein Schlagzeug (Baseballschläger o.ä.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Hicks Boson am 2011-02-03, 19:46:13
'Schluck·ab <m.; -s; -be>: Ende eines Schluckaufs
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2011-02-03, 22:28:31
Zitat von: empgodot am 2011-02-03, 13:44:34
'Hau·sauf·gabe <w.; -; -en>: Ein Geschenk, über das sich ein Hooligan fröhe, z.B. ein Alkoholikum oder ein Schlagzeug (Baseballschläger o.ä.)

Oder die Kombination: http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=314.msg12871#msg12871
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2011-02-04, 08:26:41
'Bun·sen·weis·heit<S. w. -en>: allgemeingültiges Laborwissen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2011-02-04, 11:57:23
U·ri·'na·de<S. w. -en>: Periode zwischen zwei Toilettenbesuchen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: L. Achend am 2011-02-04, 13:26:52
Zitat von: amarillo am 2011-02-04, 11:57:23
U·ri·'na·de<S. w. -en>: Periode zwischen zwei Toilettenbesuchen

*brüüüüüll* :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2011-02-08, 13:45:13
Fa·ste·'la·ber<S., m. nur sg.>: karnevalöses Büttengerede hauptsächlich rheinischer Mundart
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Musica Sanova am 2011-02-08, 19:31:33
'Bett·hof·fen·a·bend <m., -s, -e>: Abend, an dem man ungern alleine zu Bett gehen möchte

'Par·ty·tour <f., -, -en>: Methode der Anbandelung

'quer·flör·ten <Tuwort>: Kontaktaufnahme zu einer mehrere Plätze entfernt sitzenden Person

Wie·'o·la·so·nah·te <s., -, -n>: eine aufregende Story über eine Frau namens Ola

'Kam·mer·tun <m., -s, nur Einz.>: der Rahmen des Erlaubten

'Strei·chel·part <m., -s, -e>: kann gleichzeitig mit dem Bläserpart ausgeführt werden

Wie·'wal·di <w., -, -en>: deutsche Bezeichnung für "doggy-style position"

'Komm·po·si·tion <w., -, -en>: Stellung, in der man gut zum Höhepunkt kommt

Krei·'schen·do <s., -s, ...di>: akustische Steigerung

'Kann·ta·ten·jahr·gang <m., -s, ...gänge>: im besten Alter (von Männern)

'Qual·tett <s., -s, -e>: Kombination mit drei Dominas
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ecksklave am 2011-02-09, 19:11:33
Ex·'tat·tisch <m., -(e)s, -e>: Möbelstück, das früher als Werkbank zur Zerlegung von ermordeten jungen Frauen diente, nun aber nur noch die Erinnerung daran bewahrt und ansonsten als Esstisch dient
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-02-12, 10:14:58
'wi·der·pflicht·lich <Eigenschaftswort>: seiner Pflicht zuwider handelnd (vgl. widerrechtlich)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Amts Schimmel am 2011-02-12, 10:23:10
Zitat von: Wortklauber am 2011-02-12, 10:14:58
'wi·der·pflicht·lich <Eigenschaftswort>: seiner Pflicht zuwider handelnd (vgl. widerrechtlich)

Mit solchen Vokabeln haben wir die Sprache bewortschatzt, längst (http://books.google.com/books?id=8J47AAAAcAAJ&pg=PA20&lpg=PA20&dq=widerpflichtlich&source=bl&ots=bL5udhF507&sig=J804xGkVVE8Jq1KBMtaOX8sgKhM&hl=ko&ei=qk9WTfneMtDzcbyEjaUM&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBcQ6AEwAA#v=onepage&q=widerpflichtlich&f=false) bevor die Neutschen mit ihren verqueren Ideen die öffentliche Sprachordnung ins Wanken brachten.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: katakura am 2011-02-12, 14:52:43
Zitat von: Amts Schimmel am 2011-02-12, 10:23:10
... längst bevor die Neutschen mit ihren verqueren Ideen die öffentliche Sprachordnung ins Wanken brachten.

... wow, DAS ist doch mal ein kompliment! ... genau genommen sogar zwei ... zum einen finde ich es überaus komplimierend (sic!), uns "verquere ideen" zu attestieren ... zum anderen gefällt mir die unterstellung, wir hätten vermittelst dieser ideen die "öffentliche sprachordnung ins wanken" gebracht ... noch ist's leider nicht erreicht, aber 's ist ein ziel, auf's innigste zu wünschen! ...

... und das bringt mich dazu, bei unserem geliebten sprachführer und diktator auf lebenszeit den antrag zu stellen, die zielsetzungen der GSV flüxxxest um diesen punkt zu erweitern ... das ziel soll fürderhin nicht nurmehr die mmU sein, sondern auch, die öffentliche sprachordnung ins wanken zu bringen ... das klingt so herrlich größenwahnsinnig, dass es doch bestens zu uns paßt, oder? :D
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2011-02-12, 15:18:47
Find ich superst, ich hab mal unser Mission Statement auf der Startseite ergonzen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg am 2011-02-25, 16:52:27
Bauch·fell·end·zündung

Eine neue Methode von Selbstmordattentätern. Der Sprengstoff wird nicht mittels Gürtel außen am Körper angebrungen sondern ans Ende des Bauchfelles gepocken. So ist die Absicht der Töter nicht vorher schon sichtbar.

Das Wort ist übrigens nicht von mir erdacht sondern einer Auflistung von Vorerkrankungen entnommen, die mir heute auf den Schreibtisch flortt. Die Personalien des Schreibers unterliegen dem Sozialgeheimnis, sind mir jedoch vollumfänglich bekannt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Freiherr von und zu am 2011-02-25, 16:54:18
Zitat von: VerbOrg am 2011-02-25, 16:52:27
Bauch·fell·end·zündung

Die Personalien des Schreibers unterliegen dem Sozialgeheimnis, sind mir jedoch vollumfänglich bekannt.
Hätte ich bloß auch an so eine Formulierung gedacht......
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Casanova am 2011-02-26, 08:27:12
'tö·ren <Zeitwort, intr.>: sich so verhalten, dass andere Leute betoren werden, aber nicht zielgerichtet auf die Betorenen gerichtet

'vers·tö·ren <Zeitwort, intr.>: so dichten, dass andere Leute betoren werden, aber nicht zielgerichtet auf die Betorenen gerichtet

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Walther v.d. Vogelweide am 2011-03-08, 02:57:11
'Spär·ling <m.; -s; -e>: kleiner, schmutziger, aber seltener Stadtvogel

'Dro·schel <w.; -; -n>: brutal zuschlagende, aber dennoch fröhlich singende Vogelart

'Nach·dir·gall <w.; -; -en>: im Gegensatz zur Droschel (s.d.) äußerst höflicher Singvogel

'Bruch·fink <m.; -s; -en>: Buchfink nach Luftunglück

'Aas·krä·her <m.; -s; ->: Schimpfworte von sich gebender Rabenvogel
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Karteileiche am 2011-03-09, 17:13:25
kar·'tei·lei·chen <trennbares Tuwort>: in einem Verein, einer Mailinglist etc. Mitglied sein, ohne jemals in Erschien zu treten, Beitrag zu zahlen usw.

karteileichen, leiche kartei, liech kartie, lieche kärtie, karteigeleichen

Ich bin in zwei Sportvereinen aktiv und leiche in einem weiteren kartei.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Arschloch am 2011-04-03, 20:14:38
Fundstück in einem Forumsbeitrag (zur F.D.P.):

Diese Partei gehört schlicht und einfach in die Analen der Geschichte verbannt.

Wahrscheinlich hat es der Schreiber ja absichtlich so geschrieben. Wie es auch sei: Das Wort verdient, in den Wortschatz der Bewohner von Neutsch aufgenommen zu werden:

A·'na·le <w.; -; -n (meist Mehrzahl)>: für Arschlöcher vorgesehener Platz in den Geschichtsbüchern
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Jetzund am 2011-04-04, 14:37:14
Folgende Ideen kamen mir, als ich mich über die neuen Regeln zum Fremdwortschrieb aufrag:

Pa·ra·graf <m.;-s;-en;>: 1.) ein Graf, der sich mit einem anderen Graf eine Grafschaft teilt.
2.) Ein Graf, der ziemlich paranormal ist

Ex·po·see <m;-s;-n>: ein mit Wasser gefüllter Abdruck eines Gesäßes

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2011-04-04, 22:07:17
ˈFort·ge·spinst <n. 11> Ergebnis des Fortspinnens; Als ihr weg wart, haben wir die Idee noch fortgesponnen, das Fortgespinst liegt in Form von 300 eng bedruckten Seiten auf der Anrichte.
Paˈpa·de <f. 19> Amtszeit eines Papstes; Ich bloggte schon in der 264. Papade. (http://texttheater.net/seit-heute)
ˈSei·se·lig·keit <f. 20; meist Pl.> Eigenschaft, Fähigkeit oder Fertigkeit (die nicht viel wert ist); Mit Hilfe seiner Seiseligkeiten (Akkordeonspieler, Babysitter, Hobbychirurg) verdingte er sich mehr schlecht als recht.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ümmügülsüm am 2011-04-06, 11:38:51
Na·'tür·kost <w.; -; -en>: Lebensmittel aus biologischem Anbau bei dem türkischen Gemüsehändler Ihres Vertrauens
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Taktiker am 2011-04-06, 17:13:56
Rie·'cha·de <w.; -; -en>: Der erste Wind, den man von einer bevorstehenden Rochade bekommt. Meist im übertragenen Sinne.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ex-Arschloch am 2011-04-06, 20:33:26
Zitat von: Jetzund am 2011-04-04, 14:37:14
Ex·po·see <m;-s;-n>: ein mit Wasser gefüllter Abdruck eines Gesäßes

Und der Expopark ist dann das Gelände drumherum?

http://www.panoramio.com/photo/30388513
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Das Wolferl am 2011-04-10, 18:36:36
Feg·'a·li·e <w.; -; -en (meist Mehrz.)>: Grober Dreck, den man schleunigst wegfegen sollte. So wie es zum Beispiel in dem schönen Lied "Komm lieber Mai und mache ..." heißt: "Jetzt muss mein Steckenpferdchen / dort in dem Winkel steh'n; / denn draußen in dem Gärtchen / kann man vor Koth nicht geh'n." — wo allerdings aus metrischen Gründen die "Fegalien" durch "Kot" ersetzt wurden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Smilie am 2011-04-22, 14:21:10
Fac·s'mi·le <s.; -s; -s>: Lesefehler, der einen schmunzeln lässt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Fleischers Karsten am 2011-04-24, 23:36:22
Nazipan - In den 1930er und -40er Jahren beliebte Süßigkeit.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Opa am 2011-04-28, 12:05:39
'siech·zig <Adj.>: Das Alter zwischen sechzig und siebzig, in dem sich die ganzen Gesundheitssünden der vorangegangenen 6 Lebensjahrzehnte bitter rächen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Ivy Bridge am 2011-05-05, 14:36:39
Zitat von: Wendi Gorleben am 2010-11-06, 23:41:13
Zitat von: Architekt am 2010-10-25, 18:20:36
Der Bereitschaftsbereitschaft und der Kompetenzkompetenz wäre noch — kürzer aber ebenso doppelt — der Stromstrom hinzuzufügen.

Heute sagte eine Demonstrantin im Wendland "Da ist so viel Bewegung im Moment in der Bewegung ..." — zweifellos also eine Bewegungsbewegung.

Nicht zu vergessen die Leistungsleistung. Eine besondere Leistungsleistung besteht darin, bei gleichbleibender Leistung eine deutlich höhere Leistung zu liefern, wie die neuen Intel-Chips. Siehe im SPON:

"Die unter dem Codenamen Ivy Bridge entwickelten Prozessoren sollen demnach bei gleicher Leistung nur noch halb so viel Strom verbrauchen wie Intels aktuelle Chips, dabei aber deutlich mehr Leistung liefern. (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,760751,00.html)"
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: viel Versprechender am 2011-06-05, 18:20:34
Zwar bin ich nicht der erste (http://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=%22misserfolgversprechend%22&ie=UTF-8&oe=UTF-8), der dieses Wort verwendet, aber es dürfte wohl noch in keinem Lexikon stehen:

'miss·er·folg·ver·spre·chend <Wiew.>: das Gegenteil von erfolgversprechend

Außerdem:

'Ffä·re <-; en; w.>: keine Affäre, also eine persönliche Beziehung, die in keiner Weise unfair gegenüber dem Ehepartner ist
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: M. Benz am 2011-06-19, 08:27:58
'Rat·ten·zah·lungs·ver·trag <m.; -s; -trä·ge>: Besondere Zahlungsvereinbarung für den Fall, dass dem Kunden die Mäuse fehlen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Lustmolch am 2011-06-21, 14:10:23
E·ri·'gier·de <w.; -; -n>: Mit Engegefühl in der Unterhose verbundene Begierde
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-06-28, 07:29:47
far·'cie·ren <or fars, farsgeoren>: Eine Maßnahme etc. forcieren, wodurch sie jedoch im Endeffekt zur Farce wird
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: wortklauber am 2011-07-11, 11:39:56
Small·a·'mie <w.; -; -n>: Die Lebensweise der Menschen, die im Lieben (lat: amare) klein (engl.: small) sind und die deshalb nur einen einzigen Ehepartner haben (Ggs.: Big·a·'mie)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: wortklauber am 2011-07-14, 14:15:47
an|'rie·chen (sich(3) etwas(4)) <roch an, angerochen>: wie ansehen und anhören, nur eben mit dem Geruchssinn
dübsch <Adj./Adv.>: analogon zu hübsch aus der Perspektive des Geruchssinns

Der Hunde rochen sich den neuen Spazierweg an. "Hey, riech dir diesen Baum mal an, der ist ja dübsch!"
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Nonymest am 2011-07-18, 16:55:45
Star·tic <m.; -; -s> eine Allüre
Mego <n.; -; -i> heillos übstirrgenes Ego; Bausteine in einem Verhältnis von 1000:1 zu Lego (vgl.:Duplo, Quadro)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Nonymest am 2011-07-19, 13:49:50
Star·tisch <m.; -; -e> Tisch für Vips

Go·tic <m.; -; -s> Begeist für ein japanisches Brettspiel
Go·tisch <m.; -; -e> Tisch zur Spielei eines japanischen Brettspiels

Ess·tee·tic <m.; -; -s> Psychisches Krank, betroffene essen Teeblätter
Ess·tee·tisch <m. -; -e> Tisch an dem Teeblätter in Folge einers Essteetics gegessen werden

Bel·le·trist·tic <m.; -; -s> Krank traurig bellender Hund

Pa·ra·docks <pl.> Hafenbereich neben den Docks
Sünd·rom <n.; -; -> heidnisches Rom, meist im übertragenen Sinne verwand (vgl.: Babylon, Sodom, Gomorrha)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Nonymest am 2011-07-19, 16:16:00
Ex·star·tisch <m.; -; -e> Tisch für abgeholterne Sterne
Eck·star·tisch <m.; -; -e> eckig gelegener Startisch

Star·tief <n.; -; -s;> Tiefpunkt im Leben eines Zelebreties

da·tief <adj.> an einem bestimmten Ort tief
Geh·nie·tief <m.; -; -s> Aufforder oben zu bleiben

Sein Gehnietief zigg einigen Wirk: Sein Sohn war immer erfolgreich

Kult·uhr <w.; -; -en> Schon lange Zeit beliebte Uhr
Ras·uhr <w.; -; -en> viel zu schnelle Uhr

Senns·ohr <n.; -; -en> Ohr eines Almhirten

Kur·rat·tor <m.; -; -en> Tor im Rat eines Kurfürstentums
Kuh·rat·tor <m.; -; -en> Tor im Rat der Kühe
Kur·art·tor <m.; -; -en> ein Tor, wie er meist auf Kur anztreffen ist
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-07-19, 20:04:53
Zitat von: Nonymest am 2011-07-19, 16:16:00
Geh·nie·tief <m.; -; -s> Aufforder oben zu bleiben

Sein Gehnietief zigg einigen Wirk: Sein Sohn war immer erfolgreich

Und ich dachte, der Gehnietief wäre der Pflichtfall für die Boulevardjournalistik!

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Nonymest am 2011-07-20, 09:06:31
Werb·aal <m.; -; -e> aalglatter Werber
werb·aal·en <werbaal; werbiil; werbaalen> eitel Werbung für sein eigenes Produkt oder aus der eigenen Agentur betrachten

reg·lahm <adj.> sich langsam bewegend
reg·lahm·en <reglahm; reglihm; reglahmen> sich langsam bewegen

Tot·aal <m.; -; -e> ein toter Aal
Reg·aal <m.; -; -e> ein reger Aal

tot·aal·en <totaal; totiil; totaalen> reflexiv, sehr ruhig aalen Er totiil sich in der Sonne, man wusste kaum noch, dass er lab.
reg·aal·en <regaal; regiil; regaalen>reflexiv, rege aalen Er kam nicht zur Ruhe, er regiil nur.

Rap·per·art·uhr <w.; -; -en>  eine Uhr, wie sie von Rappern getragen wird, meist aus Edelmetallen und mit Diamanten besetzt

Akt·sepp·tanz <m.; -; Aktsepptänze> Nackter Tanz eines klischanten Süddeutschen, Österreichers oder Schweizers
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2011-08-24, 11:57:12
Zitat von: Kilian am 2010-03-17, 13:08:53
Weitere Wörter der PerVers X: ..., verbertln, ...

Damit ist ja wohl gnumien, irgendwelche einfachen Sprachverhalte so zu umschreiben und aufzublasen, als ob weiß Gott was dahinterstünde.
Gewissermaßen analog zu 'Neutsch' gibt's da aber auch den niederösterreichischen Ort 'Ertl'
(http://www.ertl.gv.at/content.php?pageId=3926), bei dem es sein kekünne, daß dort Verben irgendwie eigen bahalnd werden.
Vielleicht mach ich dorthin einmal eine Excursion*. Eine solche braucht ja nicht immer mit dem Zuckmückenseicherl nonternomm zu werden.

Da froychl 'bei uns' auch eine Schusterahle 'Ertl' genannt wird, kekünne eine gewisse bohrende Bahalnd eines Verbs gleichfalls 'verbertln' heißen; nördlicherdeutsch vielleicht 'verbahlen'.

*Das Kranzlsingen verpieß ich heuer schon. 
   
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-10-06, 19:27:55
Ul·ti'mat <m.; -en; -en>: Automat für Bestattungsartikel
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-10-09, 21:33:33
'Rück·bild <s.; -[e]s; -er>: Gegenteil eines Vorbildes, also ein abschreckendes Beispiel. Davon abgeleitet das Adjektiv rückbildlich
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-10-12, 19:49:08
'Vor·ah·mung <w.; -; -en>: In der Musik gelegentlich angewendetes Verfahren, bei dem das Motiv, mit dem die Hauptmelodie einsetzt, im Vor- oder Zwischenspiel von einer anderen Stimme vorgeahmt wird.

'Nach·ah·nung <w.; -; -en>: Der häufig beobachtete Effekt, dass bei dem Eintritt eines unvorhersehbaren Ereignisses hinterher viele Menschen behaupten, sie hätten es geahnt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2011-10-17, 01:05:20
'Hemm·schwäl·le <m. 1u; Pl.> von professionellen Gästescheuchen eingesetzte hermetische Textwände (http://uncyclopedia.wikia.com/index.php?title=Wall_of_Text&oldid=5264115), die unerwünschte Gestalten zum Verweilen ausladen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2011-10-20, 17:33:29
Gerade eben hat ein Radiomoderator einen schönen Übersatz geleistet:

'Vor·set·zung <f.; -; -en> Eine Handlung, die sich vor der, auf die sie sich bezieht, abspielt; Ggtl. Fortsetzung
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-10-20, 18:08:23
Das Wort "Vorsetzung sollte allerdings noch mit mehreren anderen Bedeutungen im neutsch-deutschen Wörterbuch stehen:

1) jemanden zum Vorsitzenden machen. "Er war zum Zeitpunkt seiner Vorsetzung 43 Jahre alt."
2) die Voraussetzung dafür, das einem jemand nachsetzen kann. "Der Hase machte eine Vorsetzung in Richtung Gebüsch (weg von der Katze)."
3) ein Klavier mit einem Vorsetzer (http://www.youtube.com/watch?v=y0Tf5_6-gsk) versehen.

Und im übrigen
'vor·aus·set·zen (Tuwort) und 'Vor·aus·set·zung (Waswort) <f.; -; -en> bei einer Aktion, bei der mehrere Tiere ausgesetzt werden sollen, ein Tier früher als die anderen aussetzen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-10-27, 17:34:24
'Mit·kift <f.; -; -en> Eine Lebensgewohnheit, die ein Partner in eine Beziehung einbringt und die künftig von beiden Partnern gepflegt wird. Ursprünglich bezieht sich das Wort auf Haschisch/Marihuana-Konsum, wird im übertragenen Sinne aber auch für Tabak- oder Alkoholkonsum und andere Lebensgewohnheiten verwendet.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2011-10-31, 20:30:56
Während der PerVers XIII gebolden.

,prok·to·'no·misch <Adj.> an das menschl. Hinterteil angepasst; ~e Sitzbank
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Übertreiber am 2011-11-09, 22:17:39
Weiterhin während der PerVers gebolden:

senfen, er sinft, sanft, sünfe, sinf!, hat gesonfen: seinen Senf dazugeben
trübeln, er trülbt, trolb, trölbe, trülbe!, getrobeln: Trübsal blasen
Radiospender: Radiomoderator (Die Rundfunksprache sollte generell um weitere klerikale Ausdrücke erwirtten werden, bspw. "Habemus Soundtrack!")
satieren, er iert sat, tor sa, öre sat, ier sat!, atgesoren: satirisch verarbeiten (das Verb iert die Tmesis sat)
Bibliodrom: kreisförmiges Bücherregal, um mit der rollenden Leiter drum rum zu toben
vokuhila (Adj., vinologisch): laaaang im Abgang
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: AmelieZapf am 2011-11-10, 12:31:09
Hallo miteinander,

nach langem Schweigen (außer dem gelegelnten Starkverb) hier ein schönes neues Wort im Zeichen des herbstgewordenen arabischen Frühlings:

Machthatter [m., des ~s, die ~]: gestürzter Machthaber. Meist noch Besitzer einer ansehnlichen Sammlung von Größenwahn- und sonstigen Komplexen und somit auch im Carrollschen Sinn "mad as a hatter".

Liebe Grüße,

Amy
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2011-11-10, 20:39:07
Schön, dich mal wieder hier zu sehen! Schönes Wort! Wo wir's gerade von PerVersen haben: Kommste beim nächsten Mal mal wieder?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-11-27, 07:46:33
schlecht'bür·ger·lich <Wiew.> Alles, was bürgerlich, aber eindeutig nicht gutbürgerlich ist.

Das Wort fiel mir ein bei der Lektüre folgenden Satzes:
"Psellos kam aus einer gutbürgerlichen Familie, die väterlicherseits einige Patrizier und Konsuln gestellt hatte, aber nicht besonders gut betucht war. "
Ich frug mich dabei, ob eine schlecht betuchte Familie eigelnt noch als "gutbürgerlich" durchgehen kann.

P.S. Eben beim Schreiben hieb mir die Autokorrektur "drug" statt "frug" in den Text – ich wusste gar nicht, dass Safari überhaupt eine Auto-Korrektur hat ... Jetzt ist sie ausgeschalten, ein für alle Mal!

P.P.S. Eine google-Suche ergibt eine Reihe von Fundstellen für "schlechtbürgerlich", aber, soweit ich sehe, nur in Verbindung mit "Küche".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2011-11-29, 10:15:03
Es kekünne ein Schullwitz sein, aber jedenfalls ist es eine wichtige Vokabel:

kon·tra·mo·'vie·ren <Zeitw.> 1. einen Doktortitel aberkennen; 2. einen Doktortitel aberkannt bekommen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-01-10, 03:56:03
Pro·'ve·nig <s.; -s; -e> Das (eben nicht) Profil einer Person, über die es nicht fil zu sagen gibt. Nutzerprovenig. Provenig zeigen. Auch: Oberfläche eines alten Autoreifens.[/quote]
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-01-17, 11:30:47
'Bleck·box <w.; -; -en> Aufklappbares Behältnis für dritte Zähne mit einer Befestigung für das Oberteil des Gebisses am Deckel und für den Unterteil am Boden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-01-17, 11:31:42
... das Unterteil ...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-01-17, 12:25:47
Zitat von: Wortklauber am 2011-11-27, 07:46:33
schlecht'bür·ger·lich <Wiew.> Alles, was bürgerlich, aber eindeutig nicht gutbürgerlich ist.

Ich deuterokolliere:
Dann gibt's ja auch noch die, deren Bürgschaft etwas gilt:
bürgehrlich - und gutbürgehrlich. Betone durchaus auch** (gut)bürgéhrlich.
Widerpa/ä/rtner* sind schlechtbürgehrlich, bösbürgehrlich - oder, schlichter, bürgverlogen, bürg(e)falsch. Wahre
Bürg(e)lügenmäuler, Bürg(e)lügenbeutel. Womit auch das Duden-Synonymewörterbuch wieder einmal seinen Wert erweist.
Wir Ostösis schrieben wohl Bürg(e)lü/u/genschippel.

*So wie halt einer, der hier fortwährend seichten Unsinn herschribberld***, mein Widerbertl ist.
**Es ließe sich durchausauch ein "durchausauch" zusammenschreiben. Damit DenkärtlerInnen (=PhilosophInnen) wägnstens einen Gedanken der Frage widmen kekünnen, was denn "sauch" oder wer/was denn ein "Sauch" sei.
(Ich litte den ja von "sucus" [= Saft] her. Das ganze Wort bedütte dann etwa:
"So selbstredend wie Wasser den Auboden durchdringt /-strömt".)

***Das ist die Exstructio pauxilluli (die Bisserl-Bauweise) von herschreiben.
Wer etwa hin & wieder ein paar Kraftwörtlein flüstert, flücherld umher. Säufer, die des Weines nicht ganz entsagen können, dringerln halt noch ein bisserl/Alzerl.
Wenn's sowas bei Hauptwörtern gibt, warum nicht bei Tunwörtern? Ein Randel Ösi-Tatsch geschdädde(r)l ich mir dabei schon.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-01-18, 09:28:25
Ein kleiner Tagrag*:

Wißt Ihr aber auch, welche Dinge entblügnerisch sind?
Die unentbehrlichen.

*Anders als ein Nachtrag eher bei Tage guschrimp ("(auf)ragend gamanch")
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Homer am 2012-02-06, 17:53:24
ungern ['uŋan], orng, örnge, irng, georngen <Zeitw.> Sich aus Widerwillen gegen eine Tätigkeit passiv verhalten:

"Anblicks des Staubsaugers orng er."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-02-15, 18:51:00
'Viel·flie·ge <w.; -; -en> Insekt der Unterordnung Brachycera, das sich durch besonders häufiges Fliegen von den gewöhnlichen Fliegen unterscheidet. Meist aus beruflichen Gründen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Beck Messer am 2012-02-16, 10:09:01
Zitat von: Wortklauber am 2012-02-15, 18:51:00
'Viel·flie·ge <w.; -; -en> Insekt der Unterordnung Brachycera, das sich durch besonders häufiges Fliegen von den gewöhnlichen Fliegen unterscheidet. Meist aus beruflichen Gründen.

Dass die Fliege ein Vielflieger sei (mithin also eine Vielfliege), hat übrigens vor Jahren schon der Kabarettist Erwin Pelzig festgestellt.

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-02-16, 10:56:19
So war's also ein Schullwitz — selbstverständlich gehört das Urfliegenheberrecht dem Urfliegenheber.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-02-17, 14:57:56
Zitat von: Wortklauber am 2012-02-16, 10:56:19
So war's also ein Schullwitz — selbstverständlich gehört das Urfliegenheberrecht dem Urfliegenheber.

Schullwitz???

Ich - als Langjahreszensor und erfahren mit einer bekannten Nervenklinik - darf ja nun auch in aller ghoylen Einfalt & stillen Größe Fragen stellen. Aber könnt Ihr mir erklären, warum so ein "Ehscho(n)wiss'n" nausgeroch Schullwitz genannt wird? Die VerbOrg zieh auch mich dessen einmal (weil sie mir meine hundsf.ckordinären Schüttelverse lange nicht verziehen hat.). - Da muß mir etwas entgangen sein. (In Wahrheit wird mir hier VIELES e. s.)
Mieche ich da indessen abends eine Umfrage in "Brandstetters Weinstube" ("Woos iis a(n) Schulllllwi(i)ddß?"), also sehr positiv wäre das Ergebnis (= Sargam) nicht.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-02-17, 15:21:12
Schullwitz ist ein Labenz:
http://labenz.texttheater.net/S#Schullwitz
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-02-17, 15:49:15
Zitat von: Wortklauber am 2012-02-17, 15:21:12
Schullwitz ist ein Labenz:
http://labenz.texttheater.net/S#Schullwitz

Senk ju!
Das war's dann? Nur DAS -? - - - Mhm, mhm. - - - Ich hätte Besseres vermontt.
Aber, vom Urgrund her, oft nette Einfälle.
N.B.: Du bist mir ja ganz schön "auf den Versen"*

*Wenn auch dem Netz vielleicht unbekannt, hatte ich doch schon einen Gedichtband namens "Der Zeit auf den Versen" (von wem nur?) in den Händen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-02-17, 15:55:17
Zitat von: Berthold am 2012-02-17, 15:49:15
*Wenn auch dem Netz vielleicht unbekannt, hatte ich doch schon einen Gedichtband namens "Der Zeit auf den Versen" (von wem nur?) in den Händen.

Was ist heute dem Netz noch unbekannt?
http://www.amazon.de/Zeit-auf-den-Versen/dp/B0000BHJFY
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-02-17, 16:04:29
Zitat von: Wortklauber am 2012-02-17, 15:55:17
Zitat von: Berthold am 2012-02-17, 15:49:15
*Wenn auch dem Netz vielleicht unbekannt, hatte ich doch schon einen Gedichtband namens "Der Zeit auf den Versen" (von wem nur?) in den Händen.

Was ist heute dem Netz noch unbekannt?
http://www.amazon.de/Zeit-auf-den-Versen/dp/B0000BHJFY

Unterthema: Richard Drews

Fesch. An Richard Drews (chflulsch gerne "Ritschard Druuws" ausgospronch), dachte ich eh. Das ist ja eben auch das Buch "Verwegene Vierzeiler". - Was an denen verwegen sein soll, weiß ich nicht. (Dagegen sind ja manche unserer Schüttelverse Verwägnisse durch & durch.)

Einer jener Vierzeiler fällt mir ein (Gedächtnis, nix Comperl):

Ich streiche [male?] meinen Dobermann
in diesem Herbst zinnober an.
Das bringt ihn mehr zur Geltung
und schützt ihn vor Erkältung.

Eher gwan bin ich mit Folgendem einverstanden:

Dem nicht gleich den Schädel spalten,
der politisch nicht wie du denkt.
Dir ein liebes Mädel halten,
das dich sacht zur CDU lenkt.

Das war so ungefähr mein Gedächtnis bezulg Richard Drewsens. Sind halt so Art Doppelreime. Chwomolg spricht fran ihn ja "Dreus" aus.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-05-19, 08:30:12
Ich niel Euch in Eurer postperversen Letargie stören, aber beim Blick in die Lateingrammatik kam mir die Idee, dass man im Neutschen doch eine ähnliche Vokabel wie das lateinische nōlle mit der Bedeutung "nicht wollen" gut brauchen kekünne. Wobei man aus "wollen" analog zu "vŏlo / nōlo" und unter Berücksichtung der deutschen Orthographieregeln den Infinitiv "nolen" bekommt. Flektieren kann man analog zu wollen:


wollennolen


ich willich niel
du willst    du nielst
er/sie/es will       er/sie/es niel
wir wollenwir nolen
ihr wolltihr nolt
sie wollensie nolen


ich wewülleich nenüle

usw.

Die Wörter "Unwille" und "unwillig" kekünne man dann auch durch die kürzeren Wörter "Nole", "nolig" ersetzen, "unwillkürlich" durch "nolkürlich".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2012-05-19, 11:03:49
Ich finde, daß wir dieser großartigen Idee dann aber auch unbedingt noch 'mallen' (lieber wollen) hinzufügen müssen:

Ich malle - du mallst - er/sie/es mallt - wir mallen - ihr mallt - sie mallen

Prät.: memalle -memalltest....
Konj. II: memülle
PP: habe gemollen

Ich malle nach Malle!
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-05-21, 11:12:18
Zitat von: Wortklauber am 2012-05-19, 08:30:12
(...) Letargie (...)

Da irrst Du Dich aber schon. Es steckt der Unterweltfluß Lethe drin.
Lethargos war der Hund des Odysseus, der, gliederlahm auf dem Mist sitzend, eben noch seinen alten Herrn erkannte, wald - und dann verschied.
Du kannst auch den lieben Homer fragen. Der muß es ja wissen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Homer am 2012-05-21, 11:38:32
Nichts Leth-, nur Argos hieß der Hund.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-05-21, 12:19:27
Zitat von: Homer am 2012-05-21, 11:38:32
Nichts Leth-, nur Argos hieß der Hund.

Weiß ich eh, lieber Homer! Das war ja der - bittere - Witz. So eine Art von Ösi-Witz. - Und - wie ich finde - kein ganz schlechter.
Allerdings habe ich da ein bisserl in eine der berührendsten Szenen der Odyssee hineingefonken, ja fast eingegriffen. Verzeih mir!
Da gibt's auch ein Gedicht von einem Österreicher (vielleicht von Heinrich Eggerth?) - kein Schmäh! Darin ward jene Szene so vurioren: (Der Hund erkennt ihn auch hier) (...) "und biß zu."
In einer Variante der Episode aus dem Lungau hätte der Jagdhund wohl Samson geheißen.
http://www.lungau.travel/de/riese-samson-unesco-weltkulturerbe-lungauer-brauchtum.html     
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-05-21, 14:04:16
Zitat von: Berthold am 2012-05-21, 11:12:18
Zitat von: Wortklauber am 2012-05-19, 08:30:12
(...) Letargie (...)

Da irrst Du Dich aber schon. Es steckt der Unterweltfluß Lethe drin.
Lethargos war der Hund des Odysseus, der, gliederlahm auf dem Mist sitzend, eben noch seinen alten Herrn erkannte, wald - und dann verschied.
Du kannst auch den lieben Homer fragen. Der muß es ja wissen.

Vor Scham nehm ich's Vermächtnis an,
Als Leichnam zu verblassen,
"Erbleiche" ist ein toter Mann,
Den Nachfahrn hinterlassen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-05-21, 14:31:16
'Sieg·es·se·,rei <w.; -; -en> Gelage nach Bezwang des Gegners
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-05-21, 17:46:48
Zitat von: Wortklauber am 2012-05-21, 14:04:16
Zitat von: Berthold am 2012-05-21, 11:12:18
Zitat von: Wortklauber am 2012-05-19, 08:30:12
(...) Letargie (...)

Da irrst Du Dich aber schon. Es steckt der Unterweltfluß Lethe drin.
Lethargos war der Hund des Odysseus, der, gliederlahm auf dem Mist sitzend, eben noch seinen alten Herrn erkannte, wald - und dann verschied.
Du kannst auch den lieben Homer fragen. Der muß es ja wissen.

Vor Scham nehm ich's Vermächtnis an,
Als Leichnam zu verblassen,
"Erbleiche" ist ein toter Mann,
Den Nachfahrn hinterlassen.

Ein stolzer Baum

Lach mein nicht mit dem Firlefanz.
Nicht kannst Du das Verb lassen.
Ist "Eierblech" ein toter Mann?
Reb Eichel wird Dich fassen ...
Zu Ehr'n von Teuxelsieder Franz,
ein Kaiser pflienz dich - Schleiche
er sich, Wortklauber! - Andre pflanz! - ,
die stolze Erbl-Eiche. 

Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter
Fritz von Herzmanovsky-Orlando
Personen:
Teuxelsieder Franz, k.
Erbl. Hilfsheizerstellvertretersanwärtersubstitutengehilfe ohne Gebühren, Innocentias heimlich Verlobter
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-06-20, 15:10:25
'Mit·tel·,maas <w.; -; Mittelmääse> Eine der vier für den Durchschnittsdeutschen heute unerreichbar gewordenen Grenzen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2012-06-20, 15:13:53
Zitat von: Wortklauber am 2012-06-20, 15:10:25
'Mit·tel·,maas <w.; -; Mittelmääse> Eine der vier für den Durchschnittsdeutschen heute unerreichbar gewordenen Grenzen
Gedankenübertrug? Ich schrieb vor kurzer Zeit von der Etsch.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-06-20, 15:31:23
Zitat von: Berthold am 2012-06-20, 15:13:53
Zitat von: Wortklauber am 2012-06-20, 15:10:25
'Mit·tel·,maas <w.; -; Mittelmääse> Eine der vier für den Durchschnittsdeutschen heute unerreichbar gewordenen Grenzen
Gedankenübertrug? Ich schrieb vor kurzer Zeit von der Etsch.
Nein, ganz reguläre Komm-um-die-Katze, John. Auf das Wort ,,Mittelmaas" war ich letztens schon einmal gekommen, als ich nicht am Ordinateur saß, und als ich von deiner Etsch gelesen habe, fiel es mir halt wieder ein.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-06-20, 15:34:32
Übrigens: Wenn die Grenzen nicht mehr erreichbar sind, muss man den Belt eben enger schnallen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Horaz am 2012-07-10, 05:43:42
'ar·sen·,hal·tig <Adj.> (von Texten:) auch Hebungen enthaltend (Ggs.: Thesenpapier)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-07-24, 14:19:29
'Auf·grund <m.; -s, Aufgründe> Der nicht im Abgrund liegende Teil der Landschaft

Anwendungsbeispiel: Die im Abgrund liegenden Wanderer schrieen: ,,Oh, da kommen noch mehr vom Aufgrund gestürzt."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: διαλογισμός am 2012-07-26, 20:33:03
'quis-qui-lieren <Verb> sich mit Nichtigkeiten abgeben.
exempli gratia:Er diffamor seinen Mitdiskutanten desunterstelsts, dass er ihn einen Quisquileur hieß.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-08-23, 10:47:19
'Sau·maß <s.; -es, -e> die Dimension saumäßiger Dinge

Anwendungsbeispiel: Er unternahm alle Anstrengungen, seine Zensuren auf Saumaß zu bringen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2012-10-01, 10:05:36
In·kon·ti·nen'tal·flug <m.; -es, -flüge> Flug, bei dem die Abgase z.T. daneben gehen, d.h. ins Cockpit, wie z.B. bei Germanwings (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-09/germanwings-cockpit-gift)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-01-16, 01:00:20
Gerade lese ich in einem Forumsbeitrag:
"Die Art und Weise wie in Altersheimen und Pflegeheimen der natürliche Tod durch eine ausgefeilte, dem Leben aber völlig entrückte, Apparatmedizin verhindert und die Menschen jahrelang in bizarren Schwebezustand zwischen tot und lebendig "eingefrohren" werden ist auch so ein Beispiel der totalitären "Leben ist immer gut und muss um jeden Preis erhalten und bis zum Maximum des Möglichen ausgedehnt werden"-Ideologie, die unsere Politik und Medizin dominiert."
Ich proponiere:

'ein·frieh·ren <v.; frohr ein; eingefrohren> jemandem das Leben in vollkommener Unbeweglichkeit erhalten und von ihm verlangen, darüber auch noch froh zu sein
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2013-01-16, 12:16:15
Zitat von: Wortklauber am 2013-01-16, 01:00:20
(...)
Ich proponiere:

'ein·frieh·ren <v.; frohr ein; eingefrohren> jemandem das Leben in vollkommener Unbeweglichkeit erhalten und von ihm verlangen, darüber auch noch froh zu sein

Da Du ja gerne nachdenkst, lieber Wortklauber, und nicht nur Deine Fingerbeeren auf "Ösi komm raus", einem "HÄHÄHÄ!" folgend, quasi autonom dahintippseln lässest, kekünne ich DIR ja, einmal je Monat oder so, auch antzuworten versuchen. Ungewiß chfroyl, ob ich, ohne viel zu üben, immer Dein Niwóo halten wrrde können ...
Durch -ohr und -ohren ließen sich von den -ieren*-Fremdwörtern (an denen "goode aulde" Pergrinus Syntax schier überquillt) von Dingern wie (eben) frohr,  gohr, plohr, schmohr, spohr, stohr, verlohr oder zohr unterscheiden.
"eingefrohren" hat mit 69.700 Ergebnissen nahezu etwas Grachtes ("eingefroren": auch bloß läppische 2.040.000).  Nicht nur spürt eins (so) die Frische just an den Ohren. Das Ren (Rangifer tarandus) pflegt sich bei nicht allzu beißender Bärenkälte immer noch froh zu gebärden:
http://www.grida.no/photolib/detail/reindeer-herding-(rangifer-tarandus)-finnmark-norway_296e

*Ich weiß nicht, weshalb es deren keine etwa auf "-aren" oder "-aaren" gibt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-01-16, 12:24:29
Zitat von: Berthold am 2013-01-16, 12:16:15
von Dingern wie (eben) frohr,  gohr, plohr, schmohr, spohr, stohr, verlohr oder zohr
Woher hast Du denn "plohr" abgelitten? "Spohr" kähme von "spühren", näme ich mal an.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2013-01-16, 12:33:19
Zitat von: Wortklauber am 2013-01-16, 12:24:29
Zitat von: Berthold am 2013-01-16, 12:16:15
von Dingern wie (eben) frohr,  gohr, plohr, schmohr, spohr, stohr, verlohr oder zohr
Woher hast Du denn "plohr" abgelitten? "Spohr" kähme von "spühren", näme ich mal an.
plohr: von plieren: Duden: 1. blinzelnd schauen, 2. weinen
spohr: Die "Brothers" führen immerhin "spieren" als Ersatz für "spühren" an.
Ich will ja nicht gleich einen Spierstrauch blühen lassen.
Da noi gäb's noch "kieren" für "hoch & gellend schreien". Die Stammvaukehle sesülle hier allerdings, meiner genügsamen, oft prunklosen Gmien nach, weitg. bewahren bleiben: kieren, kier, kühre, kikieren.   

Dein "kähme" fiel mir dann doch noch auf. Auch "näme".
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-02-10, 21:43:05
Da ,,Gestalt" angeblich von gestellen und ,,Anstalt" von anstellen kommt, schlage ich folgene Nomina vor:

Stalt (Er sucht nach einer sicheren Stalt in einer Firma oder Behörde.)
Erstalt (Bei der Erstalt eines neuen Dokumentes können einige Grundeinstalten vorgenommen werden.)
Bestalt (Nach der Feldbestalt genehmigt sich der Bauer ein Bier.)
Abstalt (Keine Abstalt von Fahrrädern!)
Zustalt (An den Feiertagen findet keine Zustalt statt.)
Totstalt (Die Totstalt ist eine Methode mancher Tierarten, Feinde zu irritieren.)
Einstalt (Wirtschaftliche Probleme fohren zur Einstalt der Zeitschrift.)
Aufstalt (Die Kandidatenaufstalt gestielt sich schwierig.)
Verstalt (Trotz der Verstalt seiner Stimme erkannte sie ihn am Telefon sofort.)
Hinstalt (Die Einfach-so-Hinstalt von Behauptungen kann in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht akzept georen werden.)
Vorstalt (Die Welt als Wille und Vorstalt.)
Darstalt (Es kommt nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Darstalt an.)
Umstalt (Die Umstalt des Gebäudes verharnd den Ausbruch der Geiselnehmer.)
Herstalt (Die Massenherstalt von Produkten setzt geeignete Verkehrswege voraus.)
Vollstalt (Die Vollstalt des Flurs mit Gerümpel ist untersagen.)
Entstalt (Die Entstalt seines Gesichts war fürchterlich.)
Freistalt (Die Freistalt von der Gebühr muss schriftlich beantragen werden.)
Klarstalt (Seine Beteuerungen trugen nicht zur Klarstalt des Sachverhaltes bei.)
Kaltstalt (Mit geeigneten Mobbingmaßnahmen werden wir seine Kaltstalt gewährleisten.)
Feststalt (Der Personalausweis dient der Feststalt der Identität.)
Bloßstalt (Wer im Netz über andere lästert, braucht sich über seine eigene Bloßstalt nicht zu beschweren.)
Wegstalt (Die Wegstalt von Medikamenten ist in Haushalten mit kleinen Kindern unbedingt notwendig.)
Abbestalt (Trotz meiner Abbestalt wird die Zeitschrift weiter gelurfen.)
Kleinstalt (Nach dem Anbraten ist die Kleinstalt der Flamme zu empfehlen.)
Querstalt (Seine Querstalt verharnd das Projekt.)
Hochstalt (Die Hochstalt der Fußnotenziffern geschieht automatisch.)
Nachstalt (Seine Nachstalt ging ihr auf die Nerven.)
Einbestalt (Der Vorfall fohr zur Einbestalt des Botschafters.)
Fertigstalt (Bis zur Fertigstalt des Berliner Flughafens können Jahrzehnte vergehen.)
Ruhigstalt (Der Bruch heilt nur bei einer Ruhigstalt des gesamten Arms.)
Unterstalt (Das ist eine Unterstalt!)
Vorbestalt (Vorbestalt ist erforderlich.)
Voranstalt (Die Voranstalt des Doktortitels vor ihren Namen ist Frau Schavan nun untersagen.
Gleichstalt (Die Gleichstalt mit Bundesbürgern ist zu gewähleisten.)
Bereitstalt (Bis zur Bereitstalt eines Festnetzanschlusses bin ich nur über Handy zu erreichen.)
Warmstalt (Die niedrigste Einstalt des Backofens eignet sich zur Warmstalt des Essens.)
Sicherstalt (Die Kollegin kormm sich um die Sicherstalt der Fingerabdrücke.)
Hintanstalt (Die zu erwartenden Kosten fohren zur Hintanstalt des Projektes.)
Richtigstalt (Den Gerüchten muss ich mit einer Richtigstalt entgegnen.)
Schrägstalt (Die Schrägstalt der Buchstaben wird als ,,kursiv" bezinchen.)
Herausstalt (Bei nachträglicher Herausstalt einer Täuschung kann der Doktortitel aberkannt werden.)
Zurückstalt (Die Zurückstalt der Einschulung ist nur in Ausnahmefällen vorzunehmen.)
Instandstalt (Die Instandstalt gestielt sich schwierig.)
Zurschaustalt (Die Zurschaustalt von sexuellen Reizen lenkt manchen Gesprächspartner von der Sache ab.)
Zufriedenstalt (Die Arbeiten wurden zu meiner Zufriedenstalt ausgefohren.)
Gegenüberstalt (Es kam zur Gegenüberstalt mit dem mutmaßlichen Täter.)
Zusammenstalt (Das ist eine schöne Zusammenstalt.)
Nebeneinanderstalt (Die kommentarlose Nebeneinanderstalt dieser Sachverhalte verleitet zu falschen Schlüssen.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Angie Booth am 2013-02-11, 11:22:06
Zitat von: Ivy Bridge am 2011-05-05, 14:36:39
Zitat von: Wendi Gorleben am 2010-11-06, 23:41:13
Zitat von: Architekt am 2010-10-25, 18:20:36
Der Bereitschaftsbereitschaft und der Kompetenzkompetenz wäre noch — kürzer aber ebenso doppelt — der Stromstrom hinzuzufügen.

Heute sagte eine Demonstrantin im Wendland "Da ist so viel Bewegung im Moment in der Bewegung ..." — zweifellos also eine Bewegungsbewegung.

Nicht zu vergessen die Leistungsleistung. Eine besondere Leistungsleistung besteht darin, bei gleichbleibender Leistung eine deutlich höhere Leistung zu liefern, wie die neuen Intel-Chips. Siehe im SPON:

"Die unter dem Codenamen Ivy Bridge entwickelten Prozessoren sollen demnach bei gleicher Leistung nur noch halb so viel Strom verbrauchen wie Intels aktuelle Chips, dabei aber deutlich mehr Leistung liefern. (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,760751,00.html)"
Auch ein Angebotsangebot wäre nicht zu verachten:
,,Auch andere Linien, etwa Air France-KLM, bieten solche Angebote an." (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/lufthansa-beendet-meilenstreit-mit-eggendorfer-a-882348.html)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2013-02-17, 02:00:51
Zitat von: Wortklauber am 2013-02-10, 21:43:05
Da ,,Gestalt" angeblich von gestellen und ,,Anstalt" von anstellen kommt, schlage ich folgene Nomina vor:

Stalt (Er sucht nach einer sicheren Stalt in einer Firma oder Behörde.)
Erstalt (Bei der Erstalt eines neuen Dokumentes können einige Grundeinstalten vorgenommen werden.)
Bestalt (Nach der Feldbestalt genehmigt sich der Bauer ein Bier.)
Abstalt (Keine Abstalt von Fahrrädern!)
Zustalt (An den Feiertagen findet keine Zustalt statt.)
Totstalt (Die Totstalt ist eine Methode mancher Tierarten, Feinde zu irritieren.)
Einstalt (Wirtschaftliche Probleme fohren zur Einstalt der Zeitschrift.)
Aufstalt (Die Kandidatenaufstalt gestielt sich schwierig.)
Verstalt (Trotz der Verstalt seiner Stimme erkannte sie ihn am Telefon sofort.)
Hinstalt (Die Einfach-so-Hinstalt von Behauptungen kann in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht akzept georen werden.)
Vorstalt (Die Welt als Wille und Vorstalt.)
Darstalt (Es kommt nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Darstalt an.)
Umstalt (Die Umstalt des Gebäudes verharnd den Ausbruch der Geiselnehmer.)
Herstalt (Die Massenherstalt von Produkten setzt geeignete Verkehrswege voraus.)
Vollstalt (Die Vollstalt des Flurs mit Gerümpel ist untersagen.)
Entstalt (Die Entstalt seines Gesichts war fürchterlich.)
Freistalt (Die Freistalt von der Gebühr muss schriftlich beantragen werden.)
Klarstalt (Seine Beteuerungen trugen nicht zur Klarstalt des Sachverhaltes bei.)
Kaltstalt (Mit geeigneten Mobbingmaßnahmen werden wir seine Kaltstalt gewährleisten.)
Feststalt (Der Personalausweis dient der Feststalt der Identität.)
Bloßstalt (Wer im Netz über andere lästert, braucht sich über seine eigene Bloßstalt nicht zu beschweren.)
Wegstalt (Die Wegstalt von Medikamenten ist in Haushalten mit kleinen Kindern unbedingt notwendig.)
Abbestalt (Trotz meiner Abbestalt wird die Zeitschrift weiter gelurfen.)
Kleinstalt (Nach dem Anbraten ist die Kleinstalt der Flamme zu empfehlen.)
Querstalt (Seine Querstalt verharnd das Projekt.)
Hochstalt (Die Hochstalt der Fußnotenziffern geschieht automatisch.)
Nachstalt (Seine Nachstalt ging ihr auf die Nerven.)
Einbestalt (Der Vorfall fohr zur Einbestalt des Botschafters.)
Fertigstalt (Bis zur Fertigstalt des Berliner Flughafens können Jahrzehnte vergehen.)
Ruhigstalt (Der Bruch heilt nur bei einer Ruhigstalt des gesamten Arms.)
Unterstalt (Das ist eine Unterstalt!)
Vorbestalt (Vorbestalt ist erforderlich.)
Voranstalt (Die Voranstalt des Doktortitels vor ihren Namen ist Frau Schavan nun untersagen.
Gleichstalt (Die Gleichstalt mit Bundesbürgern ist zu gewähleisten.)
Bereitstalt (Bis zur Bereitstalt eines Festnetzanschlusses bin ich nur über Handy zu erreichen.)
Warmstalt (Die niedrigste Einstalt des Backofens eignet sich zur Warmstalt des Essens.)
Sicherstalt (Die Kollegin kormm sich um die Sicherstalt der Fingerabdrücke.)
Hintanstalt (Die zu erwartenden Kosten fohren zur Hintanstalt des Projektes.)
Richtigstalt (Den Gerüchten muss ich mit einer Richtigstalt entgegnen.)
Schrägstalt (Die Schrägstalt der Buchstaben wird als ,,kursiv" bezinchen.)
Herausstalt (Bei nachträglicher Herausstalt einer Täuschung kann der Doktortitel aberkannt werden.)
Zurückstalt (Die Zurückstalt der Einschulung ist nur in Ausnahmefällen vorzunehmen.)
Instandstalt (Die Instandstalt gestielt sich schwierig.)
Zurschaustalt (Die Zurschaustalt von sexuellen Reizen lenkt manchen Gesprächspartner von der Sache ab.)
Zufriedenstalt (Die Arbeiten wurden zu meiner Zufriedenstalt ausgefohren.)
Gegenüberstalt (Es kam zur Gegenüberstalt mit dem mutmaßlichen Täter.)
Zusammenstalt (Das ist eine schöne Zusammenstalt.)
Nebeneinanderstalt (Die kommentarlose Nebeneinanderstalt dieser Sachverhalte verleitet zu falschen Schlüssen.)

Sehr kuhl! Das scheint ein Spezialfall einer Variante hiervon (http://verben.texttheater.net/Der_Stork_der_Substantive#Verben_auf_-len_und_-lern) zu sein.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-04-05, 09:21:03
'um,schlei·chend <adj.> im Rahmen des unseren Mitarbeitern Möglichen ohne Verzug (,,Sobald die Sache entschieden ist, erhalten Sie umschleichend Bescheid.")
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-04-30, 20:37:27
,Pan·e'gy·ros <m.; -ru; -roi> (Rest.:) Mit emphatischen Worten gefeierter Spitzengrieche
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-04-30, 20:39:17
So mien ich's natülr:
,Pan·e'gy·ros <m.; -ru; -roi> (Rest.:) Mit emphatischen Worten gefeierter Spitzengrieche
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-05-03, 08:38:55
'Staub·sog <m.; -es; -söge> Subst. zu staubsaugen. ,,Nach dem Staubsog stall ich die Stühle für den Lesekreis."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-05-03, 09:35:18
Angeregt durch einen Schreibfehler im Wort "Empathie":

,Em·pha'tie <w.; -; -n> die Fähigkeit, Bereitschaft oder Praxis, emphatisch zu sprechen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-07-15, 13:13:47
zu'let·zen <Zeitwort> Wenn man jemanden verletzt, ist er hinterher verletzt. ,,Jemanden zuletzen" bedeutet, ihn auf den letzten Platz verdrängen, so dass er dann zuletzt ist.

zu'er·sen <Zeitwort> Jemanden auf den ersten Rang bringen. ,,Das Juryurteil im Gesangswettbewerb zuarst die amerikanische Sopranistin."

So heißt es auch in der Bibel nach der schwachneutschen Übersetzung Lartin Muthers im Kilian-Evangelium, Kap. 20, Vers 16, bündig: ,,So werden die Letzten zuerst und die Ersten zuletzt", oder in der starkneutschen Fassung ,,So werden die Lotzenen zuorsen und die Orsenen zulotzen."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-07-23, 18:16:33
Red·und·'ant·wort <s.; -s; -wörter> Ein Redundantwort ist ein Wort, das jemand ausspricht, der jemandem Rede und Antwort stehen muss.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-09-11, 09:30:22
Ge'nie·ße <m.; -n; -n> Jemand, der in eine Genossenschaft aufgenommen wird.

Ge'nie·ßin <w.; -; -nen> Weibliche Form von ,,Genieße". ,,Die Genossen und Genossinnen begroßen die Genießen und Genießinnen und glwückbëunschen sie dazu, von nun an als gliechberuchtugene Mitglieder der Genossenschaft anzugehören."

berechtigen — beruchtug — beruchtugen
gleichberechtigen — beruchtug gliech — gliechberuchtugen
muss in seinen Formen von "berichtigen" unterschieden werden.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-10-31, 17:30:45
all'zwei <Adv.> Nur zu zweit, ohne weitere anwesende Person.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2013-11-13, 15:00:48
Pikodenz — Nanodenz — Mikrodenz — Millidenz — Zentidenz — Dezidenz — Denz — Dekadenz — Hektodenz — Kilodenz — Megadenz — Gigadenz — Teradenz
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2013-11-19, 00:23:51
Dollion, die: 1.000.000 $
Dollarde, die: 1.000.000.000 $
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2014-01-10, 01:10:20
'nach·äf·fi,zient <adj.> Bezinch für ein patentrechtlich fragwürdiges Verhalten einer Firma, bei der sie den großen Reibach macht, so dass die Voräffer das Nachsehen haben
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2014-02-10, 00:43:56
Piepline = Telegraphendraht, auf dem Zugvögel sitzen und Reisepläne diskutieren.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2014-03-14, 08:28:42
'Start,rai·ner <m.; -s; -> Wenn in einem Gebiet nach und nach mehrere Leute siedeln, heißt der erste Siedler der Startrainer, während die später an seinem Rain angesiedelten die Anrainer sind.

Es ist nur merkwürdig, dass manchmal nur die Anrainer frei sind (solange sie nicht mit dem Fahrrad fahren), aber der Startrainer im unfreien Zustand verharrt:
http://www.bildartarchiv.at/Anrainer-frei-350.jpg
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2014-03-31, 12:00:00
Selten sind im Deutschen ja Fremdwörter mit chinesischen Wurzeln.

科: ke1 (Sprich etwa kö, mit gleichbleibend hohem Ton) / Damit ist "Sektion, Abteilung" gnumien, sicherlich auch "die Gegenwart". Wie das?

Nun ja, die Anti-Ke ist doch die lange vergangene "Altzeit", die Ke hingegen die "Neue Zeit", die Gegenwart. Ich muß aber zugeben, daß mir "die Fürwart" besser gefiele.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2014-05-19, 15:56:04
ˈnach|ah·nen <V. t.; hat> etwas veröffentlichen, ahnend, dass, aber nicht nachguckend, ob es ein Schullwitz (http://labenz.texttheater.net/Schullwitz) ist
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Günter Gans am 2014-06-04, 02:40:59
Schokoladenladenladen:

(http://www.pitopia.de/pictures/standard/o/olaf_mades/92/olaf_mades_316392.jpg)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: amarillo am 2014-06-04, 19:02:30
...und verbröchte man nun eine dieser blaune Klappen auf ein Transportfahrzeug, fände gar ein Schokoladenladenladenladen statt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2014-11-06, 12:43:51
ˈTe·le·gram <m.; -s; -grämer> gekabelte Schwermut
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2014-12-09, 12:02:56
Folgende löbliche Wortschöpfung fand ich gerade:

http://www.amazon.de/%C3%9Cberseezungen-Literarische-Essays-Yoko-Tawada/dp/3887691865

Auch vom kopfspringenden oder beinkleidenden Gesichtspunkt durchaus nett vieldeutig. Was dem Menschen der Übermensch, das sei der Seezunge die Überseezunge. Und wenn das Pfingsterlebnis in der heutigen globalisierten Welt stattgefunden hätte, wäre die Glossolalie sicher ein Reden in Überseezungen gewesen, das man nicht hätte überseezen müssen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2015-01-12, 19:06:43
E·miˈnenz·gräu·e <w.; -; -gräuer> der für eine graue Eminenz typische Farbton
E·miˈnenz·grau·en <s.; -s; keine Mehrzahl> der erste Schimmer einer Eminenzgräue

Verschiedene Eminenzgrade fordern auch verschiedene Eminenzgräuer.
Mir scheint, dich hat allmählich das Eminenzgrauen ergriffen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-01-13, 10:18:00
Mit denen grauen - und gräueren - Eminenzen (Die weißen sind vielleicht die ärgsten.) ist's ein bisserl wie mit denen Weißrückenmännern bei Gorilla gorilla beringei. - Ich weiß nur nicht, warum der Berggorilla wassenschuftl so heißt, hat ihn doch sicher niemand jemals mit einem Ring (etwa einem Nasenring) versehen - und mit der Beringstraße hat er erst recht nix zu tun.
Zu Vitus Jonassen Bering, dem alten Seebären, verweise ich halt auf die Wikipädagogik:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vitus_Bering

So was wäre ugbrens eine Variante zu einem Beinkleid. Bloß anders betunen und so halt
(Etwa ein "Betönsel"):

Ein Seeweg verweist auf die Vogelmarkur,
Bei Heirat, Verlobung: Sieh auf die Junktur!
(Beringstraße)

(Ich gab mir keine besondere Mühe.)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2015-01-13, 11:09:52
Das gehört zwar nicht mehr uneingeschronken in diesen Faden, aber um die Béringstraße zur Beríngstraße zu machen, bedarf es nur eines Besuches in einem Beton- und Kieswerk. Dort kann man sich die passende Betonung erkiesen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-01-13, 11:29:39
(Nebst kleinen Beiträgen zum Namedropping)

Nun ja, die Gorilla-Unterart sesülle ja wohl auch G. g. beringi heißen - wäre sie nach dem alten Forscher benamsen. Um aber wieder zum Faden zurückzukehren:
Vitusbéringen: hoch im Norden umherfahren (auch -schiffen - dies v. a. - - oder -ziehen) und sich nathurforscherisch gehabäthigen.
Die Variante vitusberíngen hat einen stärker ornitologischen Dreinpecker - oder (bei kleineren Vögeln) -picker. Etwa täterte da die Brut des (Stellerschen*) Riesenseeadlers (Haliaeetus pelagicus) beo-bachten werden. Zu diesem gewaltigen, starkschnäblichten Vogel dünkt mich die Wikipädagogik recht gut zu sein.
Falls ihr einmal selber in Far East böaden wollt, empfehle ich Euch Mark Brazils Meisterwerk "Birds of East Asia":
http://press.princeton.edu/titles/8873.html

*Das schreibt - oder schrieb - eins gerne auch "Steller'schen" - was immer hier ausgefallen sei (etwa "Stellerischen", wonach es vielleicht - eher vielschwer - das Boarische und Ösische zöge).
Mein lieber Freund Felix Mitterer (so gibt eins ein bisserl an, aber es stimmt) etwa schrieb etwa** ein Theaterstück "Die Weberischen" - mit vierzehn offenbar sehr klassen Bänkelliedern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weberischen
Der große Helge Schneider (ugbrens ein alter Bekannter vom lieben Amarillo/amarillo!) ließ auch einmal so chahln hinfallen: "Mein Freund Reinhold Messner - kennt ihr vielleicht - ... Ja, Helge! - Ja, Reinhold! ..."

**Ich weise eigens auf das nette doppelte "etwa" hin.




Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-01-14, 09:42:14
Zitat von: Berthold am 2015-01-13, 10:18:00
(...) Weißrückenmännern bei Gorilla gorilla beringei. (...)

Eine Schande, Bertl! Du bist doch (auch) Zoologe! Es gibt zwar den Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos); beim Gorilla (Berggorilla) aber mien ich die Silberrückenmänner. - Ist ja wohl auch, im Vergleich mit Bischöfen, unheimlicher.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklauber am 2015-02-03, 10:44:55
ˈHoch·schul·rei·fen <m.; -s; -> die Reifen einer Fahrhochschule

Für abgelegene Wohngebiete gibt es ja sicher nicht nur Fahrbibliotheken, sondern auch Fahrhochschulen.
https://de-de.facebook.com/pages/fahrhochschulede/197201616978717?v=info&tab=overview
Bei den Hochschulreifen, so wird gemunkelt, handele es sich allerdings nicht um allgemeine Hochschulreifen, sondern nur um Fahrhochschulreifen.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-05-18, 14:46:12
Jetzt passt es gerade weder in die Antonyme noch in die Entneinungen, obwohl es etwas Vergleichbares ist — die Komplementäronyme sozusagen:

Analyse — Genitalyse — Oralyse

Während Analyse etwas für Arschlöcher ist, ist Genitalyse etwas für Votzen oder Schwänze. Und was Oralyse ist, lässt sich gar nicht hinschreiben, da ja sonst die Oralität verloren ginge.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-05-19, 09:43:06
Zitat von: Wortklaux am 2015-05-18, 14:46:12
Jetzt passt es gerade weder in die Antonyme noch in die Entneinungen, obwohl es etwas Vergleichbares ist — die Komplementäronyme sozusagen:

Analyse — Genitalyse — Oralyse

Während Analyse etwas für Arschlöcher ist, ist Genitalyse etwas für Votzen oder Schwänze. Und was Oralyse ist, lässt sich gar nicht hinschreiben, da ja sonst die Oralität verloren ginge.

Zu beachten ist die Stoffreinheit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stoffreinheit
Die wird's wohl auch bei der Genitalyse geben:
Stufe 1): roh (auch crudum, crd.)
Stufe 6): zur Genitalyse ((auch reinst, z. G., p. g. = pro genitalysi oder genitalysenrein)

Beispiele: von Stufe 1): das commune F...n, P...n*, Schn...n, V...n - ... - ... - Frisch aus dem Kreuz heraus ...
                von Stufe 6): die lustvolle Lektüre von "Zu viert zu Vent"
                oder des Beitrages http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,3733.msg58612.html#msg58612
                (die lieben Vögerlverbe[rl]n! - ; dieses reizende Seidenhoserl!)

                *Etwa das Patschestern, Pempern oder Pimpern

Leider weiß ich nicht, was eine "Yse" ist. Blast Euch nicht als OberlehrerInnen auf, daß das von '"Lyse" käme; "Lösung" und blablabla

P.S.: Ca. 85% unserer Forumsbeiträge wären auch einer Banalyse zugänglich.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-05-19, 16:44:28
Zitat von: Berthold am 2015-05-19, 09:43:06
Leider weiß ich nicht, was eine "Yse" ist. Blast Euch nicht als OberlehrerInnen auf, daß das von '"Lyse" käme; "Lösung" und blablabla
Jetzt warst du schon bis zur Stoffreinheit vorgedrungen und verstehst trotzdem noch nicht, was ΥΣΕ bedeutet! Dabei muss man sich nur die Buchstabenformen etwas genauer ansehen:
Υ: Trichterform = Stoff von oben rein (Oralyse)
Σ: Stoff von vorne rein (Genitalyse)
Ε: Stoff von hinten rein (Analyse)
Und natürlich fefähle da rein logischerseits noch ein Λ für "Stoff von unten rein", aber bei der Oral-, Genital- und Analyse geht es eben nur um drei Eingänge, deshalb als yse und nicht lyse.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-05-20, 12:59:37
Zitat von: Wortklaux am 2015-05-19, 16:44:28
(...)
Und natürlich fefähle da rein logischerseits noch ein Λ für "Stoff von unten rein", aber bei der Oral-, Genital- und Analyse geht es eben nur um drei Eingänge, deshalb als yse und nicht lyse.

Uralyse

Aha, aha! Nun, beim Λ , kann aber auch ich weiterhelfen. Bei den Vertebrata gibt's eben es, chnalm das Urogenitalsystem. Daran fursch dereinst der große russische Nephro-, Harnologe und Pipiater К. У. Ура́льский - benannt nach seinem Heimatort, der "Großstadt" Ка́менск-Ура́льский - über die es sogar einen versprongen-verpalnkten Artikel der Wikipedia gibt.
Noch toller finde ich den Schrieb (z.T.) über stechende Diptera jener Gegend:
http://www.mark-ju.net/diary/2003/june2.htm 

Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-05-20, 13:18:51
Ich dachte, du lelägest so großen Wert darauf, dass die ΥΣΕ keine ΛΥΣΕ sei — und jetzt verteidigst du die ΛΥΣΕ gegen die ΥΣΕ! Na, was denn nun?
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-05-21, 10:56:19
Zitat von: Wortklaux am 2015-05-20, 13:18:51
Ich dachte, du lelägest so großen Wert darauf, dass die ΥΣΕ keine ΛΥΣΕ sei — und jetzt verteidigst du die ΛΥΣΕ gegen die ΥΣΕ! Na, was denn nun?

Hm. - Das ist halt, sozusagen und nach Vater Homer, die Aresseite* des Menschen:
"Nicht du, Bald-so-und-bald-anders, sitze bei mir hier und wimmre. Du bist mir sehr verhaßt von den Göttern hier im Olympos;
Immer ist der Streit dir lieb und die Kriege und Schlachten."
Na schön, so arg ist's mit mir nicht. Da ist mir der Hermes lieber. Welch Gentleman, als er sich weigert, gegen Leto zu kämpfen!

*Ich brauch Dir ja nicht herzuschreiben, daß die "Aression", wegen des wütenden Grummelns, irrtümlich, aber oft, als "Aggression" guschrimp wird. Gebe auch noch zu bedenken, daß, während die griechischen und römischen Götter und Göttinnen oft ganz gut übereinstimmen, der römische Mars (and those are politics!) dem Ares recht fremd ist.

Folgender Abschwiff:
Der Schwarzspecht (Dryocopus martius (L.)) spielt in der Mythologie der Antike und des frühen Mittelalters keine unwesentliche Rolle. [-> bildungsbürgerlicher Satzteil!] Er ist, wie sein wissenschaftlicher Artname martius (deutsch: dem Mars geweiht) andeutet, mit Mars, dem römischen Kriegsgott, assoziiert. Dies kann auf die Wehrhaftigkeit des Spechtes zurückzuführen sein, andererseits war Mars jedoch ursprünglich ein Fruchtbarkeits- und Waldgott, sodass das auffällige Trommeln und die weit tragenden Balzrufe des Schwarzspechtes (http://www.birdlife.ch/content/so-tönt-der-schwarzspecht) zu dieser Zuordnung beigetragen haben könnten. Ein Specht, wahrscheinlich der Schwarzspecht, erscheint schon in der Gründungssage Roms, indem er neben der Wölfin Romulus und Remus mit Nahrung versorgt.
Mit dem Ares hingegen hat der Schwarzspecht wohl nichts auf dem roten Kapperl. Der ist wohl ein zu doofer Kerl für solch einen wundersamen, feuerbringenden & geradezu listigen Symbolvogel -> siehe etwa Stadt Mühlheim an der Ruhr:
http://www.muelheim-ruhr.de/cms/das_muelheimer_martinslied_kurzinfo1.html 
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-09-22, 15:53:31
ˈpie·ren <V. t.; hat> etwas per Post versenden; in einem Forum schreiben

pieren, por, pöre, geporen

Das Wort ist analog zu frieren/Frost aus Post hergelitten. ,,Kann ich Ihnen die Unterlagen zur Verhandlung mitbringen oder soll ich sie vorher pieren?" ,,Ich hätte sie gern geporen, damit ich mich besser vorbereiten kann."
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-10-10, 18:02:52
Paˈri·se·rin <w.; -, -nen> ein Femidom
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Berthold am 2015-10-13, 10:25:11
Zitat von: Wortklaux am 2015-09-22, 15:53:31
ˈpie·ren <V. t.; hat> etwas per Post versenden; in einem Forum schreiben

pieren, por, pöre, geporen

Das Wort ist analog zu frieren/Frost aus Post hergelitten. ,,Kann ich Ihnen die Unterlagen zur Verhandlung mitbringen oder soll ich sie vorher pieren?" ,,Ich hätte sie gern geporen, damit ich mich besser vorbereiten kann."

Sandpier und (Schmieranski-)Wunderteam*

Na ja, schön, nur gibt es halt:
a) gar arg viele gastwörtliche Verben auf =-ieren" - etwa seitenweise auf "IREN" im geliubenen Peregrinus Syntax.
b) Bei "frosten, kosten" oder "mosten" wären vielleicht (auch) friernen (sonst allzu enges Sünonüm zu "frieren"), frorn, frörne, gefrornen, bzw. kiernen ... und miernen ... bildbar
c) "Etwas per Post versenden, in einem Forum schreiben" - meenste. Nun gibt es aber den Sandpier (Arenicola marina), einen (wie fast alle seiner Verwanden:) marinen Polychaeten: https://www.google.at/search?q=Sandpier&client=opera&hs=tow&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0CCUQsARqFQoTCIqE96OAv8gCFQIAcwodVsQMTA&biw=1280&bih=915
Ich priaf nicht nach, warum sich die Bikini-Lady da auf einigen Bildern umhertreibt & herumräkelt.
"Pieren" wäre dann wohl eher ein Synonym von wurmen, zumal ein sinnverwandtes Verb hierzu (siehe etwa "Wiktionary") aufwühlen ist.
Und umgnäkohr? Da dächte eins ho. wohl gleich ans österreichische "Schmieranski"-Fußball-Wunderteam - vor dem 2. Weltkrieg (Jetzt gibt's ja eh schon wieder eines, das nur drauf brennt, den Piefkinäser bei der kommenden EM tüchtig hineinzuhauen!):
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/weltbisgestern/310937/Scheiberlspiel-und-SchmieranskiTeam
Das wäre - damals - halt ein "Schmostonski-Team" gowenz.
Siehe auch "Kantersiege über Deutschland" in https://de.wikipedia.org/wiki/Wunderteam

*Nicht nur Córdoba (1978)!   
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2015-12-17, 16:40:43
entˈgül·tig <adj.> gegen Entgelt. In öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Fahrgäste entgültig befördert.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2016-01-04, 09:04:35
entˈwes·ten <V. refl., hat> Verneutschung des Verbs "orientieren".
entwesten, entwist, entwist, entwesten, entwestet, entwesten; entwast; entwüste; entwist!; entwosten (alle Formen mit kurzen Vokalen zu sprechen)
Substantiv: Die Entwüste (=Orientierungen, mit kurzem ü zu sprechen)
Siehe dazu die Diskussion hier (http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,1491.msg59542.html#msg59542).
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2016-07-23, 12:51:27
ˈStarq·ueerb <s.; -s, -en> Ein sich jeder Norm widersetzendes Starkverb. Im Deutschen z.B. ,,sein". Im Neutschen gibt es viele Kandidaten für die Kür zum Staqueerb.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2016-08-10, 18:36:27
ˈAß <m.; -es, -e> Das, was man Menschen als Nahrung vorzuwerfen pflegt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Wortklaux am 2016-08-11, 15:31:46
ˈGoo·gle·hupf <m.; -[e]s, -e> Per Suchbefehl auffindbarer Napfkuchen
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2021-02-08, 11:13:42
ˈmei·ner·lich <adj.> zu allem eine Meinung haben müssend
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Vorbeischauer am 2021-02-08, 16:57:24
Klobold <m.; -[e]s, -e> sehr wicht-iges Fabelwesen, das immer zum dringensten Zeitpunkt die Klotür von innen abschließt

Weitere Fabelwesen sind auch:
Warwolf <m.; -[e]s, -wölfe> ein Werwolf, wenn er nicht gerade Wolf ist
Wärwolf <m.; -[e]s, -wölfe> ein der Werwölfigkeit geziehener Mensch
Wahrwolf <m.; -[e]s, -wölfe> ein ganz gewöhnlicher Wolf
Machtnix <m.; -[e]s, -e> ein besonders mächtiger, aber völlig ungefährlicher Wassergeist

Hierzu gehört natürlich auch:
Almtraum <m.; -[e]s, -träume> ein Traum von einem besonders schönen Bergurlaub (mit Kühen)
Almdruck <m.; -[e]s, -e> eine (zuweilen etwas kitschige) Abbildung einer Berglandschaft (mit Kühen)
Albhorn <s.; -[e]s, -hörner> 1. ein wahrhaft schrecklicher, furchteinflößender Ton; 2. ein untaugliches Horn, das bei unvorbereitetem Spielen schreckliche Panik verursacht
Grottenalm <w.; -[e]s, -e> 1. eine unterirdische Weide; 2. eine (z. B. von Maulwürfen) untertunnelte Bergwiese; 3. eine unterirdisch grottige, aber dennoch genutzte Alm

Apropos Maulwurf:
Maulwurf <m.; -[e]s, -würfe> In-die-Luft-Werfen und anschließendes Mit-Dem-Mund-Auffangen einer Süßigkeit

Passt wahrscheinlich anderswo besser, aber trotzdem: Übrigens wird übermäßiges
Fabelwesen <s.; -s, kein Plural> Verbreitung von Geschichten mit einem mehr oder weniger wahren Kern
in Ländern mit Zensur auch mit
Fabelhaft <w.; -, kein Plural> Inhaftierung nach Betreibung des Fabelwesens
bestraft.

Außerdem:
Charmeintelligenz <w.; -, -en> 1. Verbindung von Charme und Intelligenz; 2. Person, die Ch. (1.) besitzt
Schirmintelligenz <w.; -, -en> Fähigkeit, einen Weg zu finden, sich vor Unglücken zu bewahren
Hagebutt <m.; -[e]s, -e> 1. kleiner roter Fisch; 2. schon etwas älterer, merkwürdiger Fisch (vgl. Hagestolz); 3. in Aquakultur gezüchteter und darum eingehegter Fisch
Magerine <w.; -, -en> fettarme Margarine

Schließlich haben der Lockdown und der in den letzten Tagen verstorkene Schneefall (auch bereits als ,,Flockdown" betolten) jüngst zu einem regelrechten
Stockdown <m.; -[e]s, -döwne> nicht durch Verkehrsteilnehmer selbst, sondern von außen verursachte Stauerscheinung
gefohren.
Nicht zu verwechseln mit dem
Stockdaun <m.; -[e]s, kein Plural> 1. Gesamtheit der Federn einer Stockente (eine einzelne Feder: die Stockdaune); 2. wenn der Inhalt eines Kissens ganz auf eine Seite desselben gerutscht und das Kissen dadurch unförmig geworden ist

Und schließlich noch aus der Denglischkiste:
Oberflow <m.; -[e]s, -flöwe> besonders starker Flow, mit dem Risiko, dass Betroffenen nachwärts
oberflau <adj.> sehr flau
wird.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Vorbeischauer am 2021-02-08, 17:37:35
Und naturl, auch sehr aktüll:
Zoombie <l.; -ias, Nzoombie¹> Person, die mit ausgeschaltener Kamera und ebensolchem Mikroföhn, äh, Mikrofon, in einer Videokonferenz hängt, während niemand weiß, ob sie überhaupt noch anwesend ist
Zoombye <l.; -yas, Nzoombye¹> das Gegenteil: Person, die vorzeitig und unangekündigt eine Videokonferenz verlässt
¹unregelmäßiges Utrum (l. = leblich): de Zoombie/bye, del Zoombias/byas, deu Zoombia/bya, det Zoombie/bye, die Nzoombie/bye, der Nzoombijo/byo, den Nzoombien/byen, die Nzoombie/bye. Das -ie bzw. -ye darf nach Wahl in zwei Silben getronnen werden oder auch nicht.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2021-09-02, 20:05:51
Söben von Amy erfunden: Prosamen (Kurzprosastücke)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-09-03, 09:27:42
Zitat von: Kilian am 2021-09-02, 20:05:51
Söben von Amy erfunden: Prosamen (Kurzprosastücke)

Um bei der GSV-schen Logik zu bleiben, müsste dann allerdings noch das Gegentum "Contrasamen" definoren werden.
Sind das dann Einwändchen wie dieses hier?
Titel: Wirrer Einwurf
Beitrag von: versucher am 2021-09-17, 18:14:53
N'Aahmt allerseits.

Natürlich haben die ehrenwerten Mitglieder in meiner Abwas das Neutsche geradezu konvolutoren (Glückwunsch zum großen Werk!), aber ich möchte mich mal wieder äußern.

Zwei Ansätze der Sprachmanipulation finde ich derzeit besonders reizvoll: Erstens Begriffe zu vereinfachen (also durch einfache zu ersetzen) oder zweitens ganz besonders komplex-spezifisch zu sein, vornehmlich mit ironischem Reiz.

Vorbilld bei letzterem sind einige Tiernamen: Schokoladen-Fruchtzwerg, Vielzitzenmaus, Kaiserschnurrbarttamarin... Es lohnt auch immer der Blick in die Geschichte: ,,Gefrierfleischorden" für einen Orden für den Einsatz in Stalingrad, ,,Schürzenstipendium" als Bezinch einer bezuhlenen Liebesdienerfunktion von Studenten bei reichen Damen (Cicisbeo) im 18./19. Jahrhundert. Ein Lexikon der ironischen Begriffe aus allen Lebensbereichen ist ein echtes Desiderat!
Ein Beispiel für extremen Spezifismus kekünne sein: ,,Unter den Metzgereifachverkäuferinnen der Fleischerei Kruse zuhl sie nicht zu den Darfsetwasmehrseinerinnen."

Das Vereinfachen stelle ich mir so vor: Der Ersatz von Fachbegriffen ermogläche viele neue Wörter. Beispiel: Polyvinylpolypyrrolidon kekünne durch ,,Quillts" ersetzt werden und so weiter. Das kann enorm genau sein: Wer erfindet ein Verb für den Vorgang, der Großmutter Geld aus der Tasche zu leiern unter dem Vorwand, es für die Ausbildung zu brauchen und es dann für eine Playstation auszugeben?
Es gibt außerdem einige nonverbale Urße, die alle verstehen, für die aber keine deutschen Begriffe existieren. Vorbild Englisch: Hier bezeichnet etwa to tut-tut ,,den Laut ts, ts von sich geben, zum Zwecke der Lungverampf der Urße und Mühewälte anderer Personen". Ich benutze z. B. bereits schon lange für die Tätigkeit des missbilligenden Lufteinsaugens mit am Gaumen angelogener Zunge das Wort ,,chiepen".

Letztlich dienen beide Taktiken der völlig unnötigen Aufblahd des Wortschatzes!

Eine Übersatzsoftwær Deutsch > Neutsch wäre doch auch was Nettes! Ich kämpfe hier wirklich mit dem Einneutschen.

@Kilian: Ich würde gerne wieder mein Profilbild hochladen. Das ging das letze Mal über Soviseau, ist das noch gültig? Außerdem die Frage: Neues Meinbild im Buch, aber altes Meinbild auf der Webseite, wieso?

Nebenprojekt Adjektive und Stierge und Müll:

Sie los das Problem althasig.
Er stall sich jungspundig an.
Thomas Manns Werk fühlt sich œvriger an als das von Dan Brown.
Ihre Leistung war im Bereich des Okayen.
Sie lond einen gönnenswerten Erfolg nach all den Rückschlägen.
Er muss vor dem Tor wieder eiskalter werden.
Sein Alter war biblisch, aber das seiner Schwester war noch biblischer.
Als Fetthäuter kann ich mit den Cremes für Mischhäuter nicht viel anfangen.

Beste Grüße mit der Bitte um Nachsicht bezülg etwaiger Redundanzen und Fehler (Substantiv: Er war anxiös wegen der Etwaik von Fehlern)
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2021-09-19, 09:24:53
Sehr charmante Wörter, in der Tat! Man kekünne, um sie zu sammeln, vielleicht die ein oder andere oberlehrerhafte (http://oberlehrer.org/) Liste anlegen. Oder etwas dem Kompetenzteam für schöne und für schlimme Wörter (https://kompetenzteam.antville.org/) Verwandtes mit mehr Struktur bauen.

Profilbild bitte unter Profil → Forum Profil (sic) → Eigenes Benutzerbild hochladen selbst hochladen.

ZitatAußerdem die Frage: Neues Meinbild im Buch, aber altes Meinbild auf der Webseite, wieso?

Nieso. Das Neustchen iert nun die Startseite z.
Titel: Re: Wirrer Einwurf
Beitrag von: Vorbeischauer am 2021-09-19, 23:50:07
Zitat von: versucher am 2021-09-17, 18:14:53
Vorbilld bei letzterem sind einige Tiernamen: Schokoladen-Fruchtzwerg, Vielzitzenmaus, Kaiserschnurrbarttamarin... Es lohnt auch immer der Blick in die Geschichte: ,,Gefrierfleischorden" für einen Orden für den Einsatz in Stalingrad, ,,Schürzenstipendium" als Bezinch einer bezuhlenen Liebesdienerfunktion von Studenten bei reichen Damen (Cicisbeo) im 18./19. Jahrhundert. Ein Lexikon der ironischen Begriffe aus allen Lebensbereichen ist ein echtes Desiderat!

Es gibt tatsalch sogar schon ganze Bücher mit solchen Wörtern (z. B. Peter Graf: Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten aus dem Grimmschen Wörterbuch¹; man kann naturl auch Grimmens selbst nachschauen). Auch das hier enthält einige originelle Wortschupfe: https://www.hehl-rhoen.de/pdf/lexikon_der_jugendsprache.pdf. Und schlielß bieten andere Sprachen auch noch Anrage (z.B. heißt eine Papierschneidemaschine englisch paper guillotine, was eine gewisse zusaltze Billd hineinbringt).

¹ beim Reinschauen fiel mir jetzt grad das Wort ,,Schiffbrucherlittner" auf - sehr originell, wie durch Einglord des Akkusativobjekts ein Partizip Perfekt Aktiv gebulden wird - das ließe sich doch auch auf andere Fälle ausdehnen, oder nicht: ,,fahrradgefahren" (das gibt's vielleicht sogar schon), ,,zähnegeputzt", ,,suppegekocht". Vielleicht sogar mit ditransitiven Verben: Ich verkaufe den Katzen Tomaten - Die Tomaten sind verkauft - Die Katzen sind tomatenverkauft - Ich bin katzentomatenverkauft...
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: versucher am 2021-09-25, 11:26:54
Danke Vorbeischauer, danke Kilian.
Das mit dem Bild freut!
Und Kilian, wo du dich überall hinverklixt, wundersam. Aber sind wir nicht inzwischen die wahre Autorität? Ich schaue mir mal an, welche Listen mer erstellen kekünne...
Hey richtig, Jugendsprachelexika habe ich auch einige, sogar noch aus den Achzichern. Und Reßpeckt vor jedem, der mehr als zwei Zeilen im Grimmschen schafft. Liegt oben in der Bibliothek, aber ich kriege einen Vogel mit dem Schriftbild. Übrigens klingen die Sprachbeispiele mit den Katzen und Tomaten irgendwie japanisch, jedenfalls bin ich sicher, dass es Sprachen gibt, die so was machen.
Hier noch ein großes, lebenslanges Anliegen von mir: Eine Irin ist jemand aus Irland, ein Este kommt aus Estland, aber warum keine Isin aus Island und kein Nierle aus den Niederlanden? Und aus anderen Ländern der Mexe, die Nelpin, der Amerke, die Bralsin?

Hey, kennt jemand den Defa-Film "Spur der Steine"?  ;)
Titel: Re: Wirrer Einwurf
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-10-04, 10:53:21
Zitat von: Vorbeischauer am 2021-09-19, 23:50:07
¹ beim Reinschauen fiel mir jetzt grad das Wort ,,Schiffbrucherlittner" auf - sehr originell, wie durch Einglord des Akkusativobjekts ein Partizip Perfekt Aktiv gebulden wird - das ließe sich doch auch auf andere Fälle ausdehnen, oder nicht: ,,fahrradgefahren" (das gibt's vielleicht sogar schon), ,,zähnegeputzt", ,,suppegekocht". Vielleicht sogar mit ditransitiven Verben: Ich verkaufe den Katzen Tomaten - Die Tomaten sind verkauft - Die Katzen sind tomatenverkauft - Ich bin katzentomatenverkauft...
Das erinnert mich an die Briefe, in denen "der Unterzeichnete" sich zu allen möglichen Themen auslässt.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-10-06, 10:04:03
Zitat von: versucher am 2021-09-25, 11:26:54
Hier noch ein großes, lebenslanges Anliegen von mir: Eine Irin ist jemand aus Irland, ein Este kommt aus Estland, aber warum keine Isin aus Island und kein Nierle aus den Niederlanden? Und aus anderen Ländern der Mexe, die Nelpin, der Amerke, die Bralsin?

Hey, kennt jemand den Defa-Film "Spur der Steine"?  ;)
Das mit den Staatsangehörigen gehört wirlk mal berachtogen.
Gerade Nierle find ich gut.

Den Film hab ich kurz nach der Wende gesehen... viel hängengeblieben ist nicht. War irgendwas mit Manfred Krug als Baustellen-Vorarbeiter, oder?
Haben die da was Spannendes gesagen, das ein erneutes Anschauen rechtfertigt?

Zurück zum Thema
Perfekt Partizip Aktiv hab ich immer noch nicht anzubieten. Aber auch mit Passiv kann es recht schräg klingen, und zwar auf Englisch.
Ihr kenns sie doch sicher, die gebrochen(be)herzten Leute (broken-hearted people).
Ich fand es immer gruselig.
Titel: Re: Wörter
Beitrag von: Kilian am 2021-10-06, 13:28:50
Hui ja. Dazu habe ich einen Querverweis: Four-left clover (https://forum.neutsch.org/index.php/topic,2287.html).
Titel: Re: Wirrer Einwurf
Beitrag von: Vorbeischauer am 2021-10-09, 12:32:43
Zitat von: VerbOrg1 am 2021-10-04, 10:53:21
Das erinnert mich an die Briefe, in denen "der Unterzeichnete" sich zu allen möglichen Themen auslässt.

Noch ein Beispiel: Der Eingebuldene Kranke memüsse naturl eigelnt Der Eingebulden Kranke heißen, schlielß ist ja nicht der Kranke eingebulden, sondern der eigelnt Gesunde ist eingebulden krank. Alternativ: Der sich sich krank einbildende Gesunde.
Titel: Unterlaufen
Beitrag von: dagobert am 2021-11-29, 11:05:50
Ist "Unterlaufen" ein schnelles Untergehen?