Gesellschaft zur Stärkung der Verben

Öffentliche Bretter => Omnia licent => Thema gestartet von: Ku am 2011-11-08, 22:03:38

Titel: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2011-11-08, 22:03:38
Wenn ich mich nicht irre, hatten wir auf der PerVers XIII für die PerVers XIV folgende Orte in Vorschlag gebracht:

Groningen, um die Huldigungen direkt am Geliebten Sprachführer durchführen zu können
Berlin, war schon mehrfach vorgeschlagen (aber dort reichen zwei Tage nicht)
Wien, wurde erst kürlz vorgeschlagen (aber dort reicht eine Woche nicht)

Aber gar nie nicht am 15. - 18. März 2012, weil da die Leipziger Buchmesse am stattfinden ist. Wir wollen gadagura nicht schon wieder als fehlerhaft aussortieren müssen.
   
Weitere Vorschläge?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2011-11-09, 02:06:25
Für Groningen spricht vor allem der genonnene Grund, dazu, dass es dort gans nett sein soll (der Scheff würde doch nie in eine hässliche Stadt ziehen), die GSV seit geraumer Zeit eine kleine, aber feine Niederländisch-Abtiel pflegt, und weiters, dass Niederländisch ja fast als eine Art Naturneutsch durchgehen darf, dank solcher Wörter wie gekkenhuis (Irrenhaus) oder bromfiets (Moped).

Also, werther Schræftfœhrer der PerVers XIII, gucksdu noch mal in Dein Büchlein? Haste säuberl weitere Kandidatenstädte notoren? Wenn ja, ryxie doch raus, bitte. Und schon kekünnen wir monatelang trelff über das Wohin, Wann und Wer streiten.

P.S.: Ich glaube mich zu erinnern, dass auch Marburg mal wieder in der Rede war, des amarillos Anwas natulr vorausgesotzen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2011-11-09, 10:31:00
Obschon ich eine PerVers Marburgens ein wenig als Nachhausekommen empfönde (nur ein wenig, wie erwohnen, Köln ist da weitaus nachhausekommender, aber da waren wir ja bereits, wenn auch ohne mich) will mir die Idee mit Groningen doch überaus reizvoll erscheinen. Das öre außerdem konven mit meinem Bedürfnis, endlich den Panneutschismus auf die Schiene zu bringen. In Wien und Berlin werden ja bereits deutschoide Dialekte praktizoren, die brauchen m. E. im Moment keine Nachhilfe. Die Niederlande sind echtes Ausland! Berlin ist na ja, und Wien ist eben nur Ausländchen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-09, 13:19:46
Groningen, ha, was für eine Idee! Ich fœhle mäch geohrenst! Dass es dort gans nett ist, kann ich bestätigen, vor allem gibt es viele schöne Türme, deren sich mindestens einer (der Martinitoren, das Wahrzeichen der Stadt) herstvorstrastgendstst zum traditionellen Bestiege eignet. Auch an urigen Kneipen und Restaurants herrscht kein Mangel, man ist nie weit voneinander entfernt und zwei Tage reichen.

Andererseits: Berlin ist nun schon so lange im Gespräch, kann der Vorschlag einen weiteren Übergang verkraften? Oder müssen wir uns eingestehen, dass die Hauptstadt, so wundervoll sie für andere Zwecke ist, einfach keine PerVers-Stadt ist? Gut, dass wir darüber abstimmen können, sobald es eine finale Ortsliste gibt.

Jetzt können wir schon mal über das Datum abstimmen (http://www.doodle.com/xfs33z4e5vt8e8v8). EDIT: Zur Wahl gestellt sind wie immer Samstage, gemienen sind wie immer ganze Wochenenden.

EDIT: Und jetzt können wir auch über den Ort abstimmen (http://www.doodle.com/6vrb58nwusti3ard). Möge der Ort gewinnen, dem die meisten Herzen, also Häkchen, zufliegen. Im Unterschied zur Zeitabstimmung sollten häkchenlos gelassene Orte nicht die Abwas, sondern nur ein kurzes Maulen der jeweils abstimmenden Person androhen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2011-11-09, 13:42:02
Berlin ist nun schon so lange im Gespräch, kann der Vorschlag einen weiteren Übergang verkraften? Oder müssen wir uns eingestehen, dass die Hauptstadt, so wundervoll sie für andere Zwecke ist, einfach keine PerVers-Stadt ist?

... humpffff ... mal wieder :( ...

... auf welchen erkenntnissen, oh geliebter sprachführer, ruht denn deine frage nach dem molgerweise notwendigen eingeständnis der perVersen untaulgk berlins be? ... mir schließt sich ohnehin nicht recht er, wieso gerade berlin immer wieder zugunsten anderer (zuweilen obskurer! - groningen?) orte auf der liste nach hinten gerocken wird ... es sei denn, dies wäre durch das gsv-immanente anarchische element und die doktrin der mmv (maximalst molge verwurr) bedungen ... dann stünde ich es zähneknirschend ver, wenngleich ich gut es nicht hieße ...

Gut, dass wir darüber abstimmen können, sobald es eine finale Ortsliste gibt.

... wann gibt's die denn und von wem erstollen? ... und war nicht auch mal dresden einer der heißen anwärter auf die ehre einer perVers? ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-09, 13:53:18
... auf welchen erkenntnissen, oh geliebter sprachführer, beruht denn deine frage nach dem molgerweise notwendigen eingeständnis der perVersen untaulgk berlins?

1. Es hat mehrfach bei Abstimmungen verloren.
2. Das könnte daran liegen, dass ein Großteil der PerVersen Berlin aufgrund seiner Weitläufigkeit scheut.

Mal in die Runde gefragen: Gäbe es einen Proteststurm gegen die Idee, den Ort der PerVers X diesmal nicht zur Abstimmung zu stellen, sondern einfach Berlin festzulegen, damit es endlich zu seinem Recht kommt?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2011-11-09, 16:35:20
Ja, ich bin der erste Proteststurm:

Ein demokratischer Abstumm ist für mich deutlich besser als eine diktatorische Festlag. Berlin hat das Recht unserer Heimsooch erst dann, wenn sich die Mitglieder mehrheitlich dafür ausgesprochen haben und nicht, weil es schon öfter vorgeschlagen wurde.
Und ich wiederhole: Für Berlin sollte man mindestens eine Woche einplanen.

Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2011-11-09, 16:52:35
2. Das könnte daran liegen, dass ein Großteil der PerVersen Berlin aufgrund seiner Weitläufigkeit scheut.

... sind wir denn tatsalch so provinziell anverlagen? ... zwar ist berlin weitläufig, aber im innersten kern doch auch irgendwie kleinräumig und kiezheimelig ... und für die faulen und bresthaften gibt's von s- bis u-bahn doch alle molge der bequemen fortbewag (so denn mal nicht wieder gestrieken wird) ...

Mal in die Runde gefragen: Gäbe es einen Proteststurm gegen die Idee, den Ort der PerVers X diesmal nicht zur Abstimmung zu stellen, sondern einfach Berlin festzulegen, damit es endlich zu seinem Recht kommt?

... ja! ... und ich stürme mit (seit' an seit' mit ku :D) ... nix für ungut, geliebter sprachführer, aber ich hab was gegen diktatorische festlage ... wenn die mehrheit der perVersen berlin nicht will, will sie es eben nicht ...

Und ich wiederhole: Für Berlin sollte man mindestens eine Woche einplanen.

... hmm, auch durch wiederholungen wird ein auf recht schwachen füßlein stehendes argument nicht besser ... denn eine perVers dient - zumindest nach meinem verständnis - doch nicht primär dazu, salmte sehenswürdigken einer stadt abzulaufen bzw. zu besuchen ... bislang haben wir doch allüberall ein paar hochlichter herausgepocken und mit deren visitation die zeiten zwischen den gaststättenbesuchen und sprufki-verkostungen gefullen ... warum sollte es in berlin nicht ebenso funktionieren? ... zumal doch sicher jeder perVerse so weltläufig ist, schon mindestens einmal dort gewesen zu sein und sich das wichtigste angetan zu haben ... oder etwa nicht? ...

... wie dem auch sei: als überziugener demokrat büge ich mich dem votum der mehrheit ... und wenn es eben groningen werden sesülle - meinsweechn! ... ist von hier aus natchlur arg weit weg ... da wäre mir dresden (was war denn damit nur?) schon lieber ... enniweh ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-09, 17:16:05
Und ich wiederhole: Für Berlin sollte man mindestens eine Woche einplanen.

Das tut doch nichts zur Sache, soll heißen, steht einer 2-3-tägigen PerVers nicht im Wege. Wer mehr von Berlin sehen will als im Rahmen einer solchen zu schaffen, muss seine Berlinwoche entweder direkt vor oder nach die PerVers legen oder halt ein andermal nochmal kommen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-09, 17:18:06
Wir haben jetzt also vier Kandidaten: Berlin, Dresden, Groningen und Wien. Hat der Schriftführer (oder jemand anderes) noch weitere beizutragen? Ich harre der Antwort und richte dann die Abstunft ein.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2011-11-09, 17:47:44
... wie wär's mit: völklingen, offenbach, eisenhüttenstadt? ... oder gar kathmandu? :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2011-11-09, 21:23:05
Nicht Dresden, nicht Berlin noch Wien
will ich mir überlegen.
Es zieht mich stark nach Holland hin
- der Koffie-Shöppe wegen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2011-11-09, 23:05:40
Amarillens hübschen Gedicht zum Trotze werde ich die drei Städte in der Liste dennoch nennen. :D
Das Protokoll nennt folgende Vorschläge:
Groningen (nah am Sprachföhrer)
Marburg (hübsch mittig)
Berlin (muss einfach bei jeder Abstumft dabei sein)
Dresden (in der warmen Zeit am schönsten)
Wien (immer wieder interessant und wir sähen Bertl mal wieder)
Aschaffenburg (da kommen viele lustige Leute her!)

Desweiteren immer wieder irgendwann von irgendwem erwuhnen (auch zu anderen PerVersen oder von zufällig vorbeilaufenden Passanten):
Tübingen
Heidelberg
Karlsruhe (wenn die denn irgendwann mal mit Bauen fertig sind)
Münster (Waruum?!)
Freiburg
Speyer

Beim Datumsdoodle habe ich den März erst mal gelb markoren, da für die Frühlingsferien bereits einige Dinge fest vorgenommen, aber zeilt noch nicht festgezurren sind.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-10, 01:40:43
Berlin (muss einfach bei jeder Abstumft dabei sein)

Salomonisch! :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-10, 01:55:30
Dank dir, o Übertreiber, für die prompte und ausfuhrle Info. Ich edor oben den Ortslink. An die Urnen, PerVerse!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2011-11-10, 02:03:27
... wie wär's mit: völklingen, offenbach, eisenhüttenstadt? ... oder gar kathmandu? :D

Genau solche Vorschläge sind es, die eine starke Demokratie aushalten muss.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-01-22, 11:43:51
Es steht ja wohl der 14.4.2012 fest, aber nicht der Ort, nämlich Berlin oder Wien (bis jetzt). Ich schlage vor, dass die Nochnichtgewählthabenden sich jetzt mal entscheiden. Sowohl in Berlin als auch in Wien sind Zimmer vermutlich nicht kurzfristig zu haben.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-01-30, 20:53:42
... wie wär's mit: völklingen, offenbach, eisenhüttenstadt? ... oder gar kathmandu? :D

Genau solche Vorschläge sind es, die eine starke Demokratie aushalten muss.

Wir haben ja zum Glück einen demokratischen Diktator, also die idealste aller Staatsformen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-01-30, 20:56:40
Es steht ja wohl der 14.4.2012 fest, aber nicht der Ort, nämlich Berlin oder Wien (bis jetzt). Ich schlage vor, dass die Nochnichtgewählthabenden sich jetzt mal entscheiden. Sowohl in Berlin als auch in Wien sind Zimmer vermutlich nicht kurzfristig zu haben.

Da hadder Recht, der Große Ku. Das Datum steht ja seauvasse von von fest mitten im April aufgrund von drei mitwirkenden Piraten, die wo Demokratie darstellen.

Schmöcht' als Mitdemokrat/-pirat den Ausschlag zugunsdgst Wiens vs. Berlins geben – schab' oben im Doodle dazugesonfen.

Begrönde:
1) Wien ist die schönere und nicht gar so große Stadt.
2) Die Leute sind höflicher, oder tun zumindest so, auch wenn sie Gastronomieservicepersonal aus Ostdeutschland sind.
3) Die Lebenshaltungskosten sind höher. Das hält Kleinkriminelle ab und zieht Großkriminelle an, was dem Bankenwesen und der Sauberkeit und dem Luxus-Image des Stadtbildes zugutekommt.
4) Es spart mir eine Bahnstunde. Guckt mal ins Kursbuch der Deutschen Reichsbahn 1937 oder in den Fahrplan der DB AG 2012 nach Berlin. Kommt auf das Gleiche raus, also ich meine jetzt ab Augsburg oder München.
5) Der lokale Zungenschlag fährt mir charmanter in den Gehörgang. Leltzt ist Austriakisch eine Spielart des Bajuwarischen, die Dortenen also meine Schwestern, Brüdern, Sparvereinslerinnen  & Sparvereinsler.
6) Die örtlichen Nazis sind dezenter.
7) Wetter. Da unser Datum, aus launig-launischer Laune der PerVersen, im launischen April liegt: Berlin läge im April bei 4 bis 13 Grad, Wien bei 6 bis 15 Grad, heißt für Austriakien also: zwei Celsiüsse näher am Schwarzen Meer, zwei Grad ferner von der Ostsee und Sibirien.
8. Einer tendenziell leicht balkanesken Schlampigkeit stehe ich näher als einer polnischen oder russischen.
9) Wein statt Bier, das lob' ich mir. Wien: Einerseits nur ein Vertopper von "Wein", andererseits die weltweit einzige Millionenstadt mit bedeutsamem Weinbau auf eigener Gemarkung.
10) In Wien war ich schon länger nimmer als in Berlin.
11) Es besteht eine klitzekleine Chance auf ein Wiedersehen mit Bertl und eine noch klitzerkleinere auf einen erstmaligen Anblick des sagenumwobenen Caru.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-01-30, 21:40:42
Jo-ho-ho! Um auch mal der erste zu sein, habe ich sogleich einen Fluch gebugt (und ne Stornoversicherung, falls die Entscheidung des Großen Doodle noch sollte angefochten werden, aber...!). Ankunft VIE vermutlich am Freitag (14.4.) um 21:50 Uhr, Abflug nach AMS ziemlich sicher am Sonntag (16.4.) um 17:20 Uhr. Kann sein, dass ich die Woche davor in Deutschland bin, aber dann sind zwei Flüge immer noch billiger als einer. Crazy world.

Ich freu mich auf euch und Wien. Und die Vorfreude auf eine PerVers in Berlin wird nur größer. Ist immerhin auch nur ein Vertopper von Bierln.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-01-30, 22:33:48
Hoffentlich kannst du das noch ändern.
Der Freitag ist der 13.4. und der Sonntag der 15.4.

Wer organisiert jetzt Wien?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-01-30, 22:47:58
Fucking Hell (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,686575,00.html). Dann war die Stornoversicherung ja nicht umsonst. Umgebucht, gleiche Zeit, aber 24 Stunden früher und einige Euronen teurer.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2012-01-31, 01:00:44
Unsere Vorlesungen nehmen am zwoten Launing wieder ihren gewuhnenen Gang auf, aber diesmal scheint es nichts im Veranstultsplan zu geben, was nicht verpassen werden darf; daher bin ich vorsichtig optimistisch, dass ich diesmal früher als die letzten zwei Male anreisen können werde.

Die Ehemals Große Unbekannte wird kontaktoren. Bei weiteren Informationen melde ich mich.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Beckmesser am 2012-01-31, 10:31:27
Guckt mal ins Kursbuch der Deutschen Reichsbahn 1937
In welches denn? In das "Reichskursbuch" oder in das "Amtliche Kursbuch für das Reich"? Die gips ja beide. Und das "Kursbuch der Deutschen Reichsbahn" gips erst nach 1945. Seitenangabe wäre auch dienlich, damit man die Reise besser planen kann.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-01-31, 13:04:18
11) Es besteht eine klitzekleine Chance auf ein Wiedersehen mit Bertl und eine noch klitzerkleinere auf einen erstmaligen Anblick des sagenumwobenen Caru.

Gar so klein, lieber Günter Gans, werden diese Schangsen ja nun auch wieder nicht sein.
Und weil's doch dreie sein memüssen, hab ich letztens lebhaft versonch, eine Dame aus Oberkärnten hierorts zu schreiben zu bewegen. Da ich, vor dem Jahr des Drachen, wohl glücklos bleibe, weiß ich nicht, was dabei herauskommen werde.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-01-31, 15:21:13
Da ich, vor dem Jahr des Drachen, wohl glücklos bleibe, weiß ich nicht, was dabei herauskommen werde.

Das Jahr des Drachen hat am 23. Januar begonnen. Möge das Glück bei dir sein.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-01-31, 15:49:47
Da ich, vor dem Jahr des Drachen, wohl glücklos bleibe, weiß ich nicht, was dabei herauskommen werde.

Das Jahr des Drachen hat am 23. Januar begonnen. Möge das Glück bei dir sein.

O DANKE! So früh hätt ich es gar nicht ehrnwart.
Der Beginn fiel also nahezu mit meiner Zuckmückenübung an der UNI zusammen (was Euch, mit Rug & Fecht, wurscht sein wird). Da schau her!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-01-31, 16:46:08
Da ich, vor dem Jahr des Drachen, wohl glücklos bleibe, weiß ich nicht, was dabei herauskommen werde.

Das Jahr des Drachen hat am 23. Januar begonnen. Möge das Glück bei dir sein.

1) Ich hab Deine Nachricht golen(d)s, lieber Ku! Ich danke Dir! Gleich hier, weil ich nicht quer durchs Forum irren möchte. Hängen laß ich mich schon nicht. - Wider ein Treffen in Wien spricht ja wohl nichts.

2) So einen schönen Wien-Kurzaufsatz wie den vom Günter Gans hab ich ugbrens lang nicht mehr golen(d)s. So recht vom eig'nen Mist & Wurme her. Selbst meine Mutter (87 Jahre alt) war begirsten. Und die ist immerhin mit einem der besten österreichischen Lyriker verhiuraten gowen(d)s:
http://www.podiumliteratur.at/preis/janetschek.htm
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-01-31, 17:03:01
Wider ein Treffen in Wien spricht ja wohl nichts.
Ist ja jetzt beschlossen.
Also mach dich an die Arbeit und organisiere die Wien-Pervers. Mögliche Hotels, Cafes, Beiseln, Sehenswürdigkeiten... usw. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-01-31, 17:12:52
Soeben bestund erst eine klitzekleine Chance ...
Aber ich halt ja Wien eh für eine gute Idee.
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-01-31, 17:25:25
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?

1. Ku
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-01-31, 17:28:53
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?

1. Ku

Mhm. Sehr gut. Und sonst?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-01-31, 18:01:31
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?

*hebt die Pfote*
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Wortklauber am 2012-01-31, 18:08:13
Das Jahr des Drachen hat am 23. Januar begonnen. Möge das Glück bei dir sein.

O DANKE! So früh hätt ich es gar nicht ehrnwart.
Der Beginn fiel also nahezu mit meiner Zuckmückenübung an der UNI zusammen (was Euch, mit Rug & Fecht, wurscht sein wird). Da schau her!
Und? Haben die Mücken das Zucken gut geübt, so früh im Jahr?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Homer am 2012-01-31, 19:55:34
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?

Der meinen Terminkalender führt (ein gewisser Teiresias (http://de.wikipedia.org/wiki/Teiresias)), sagt, er sehe kein Problem. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich dem Mann trauen kann …

In Wien war ich noch nie, zudem löchert mich ein sehr guter Freund, der dort seit einigen Jahren wohnt, schon lange, ich möge ihn doch elnd mal besuchen. Der Gründe sind also mehrere, die mich dorthin treiben. Rechnet fürs erste mal mit mir!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-01, 09:50:45
Wer von Euch will denn überhaupt erscheinen?

Der meinen Terminkalender führt (ein gewisser Teiresias (http://de.wikipedia.org/wiki/Teiresias)), (...)

Na, dann paßt's ja. Denn den "Resi" (Deutschdeutsch:) gab ich einmal selber. In einer recht experimentellen Theaterfjuschn vom Werner Schulze: Oidipous des Sophokles (Chor mit Originaltext), Gamelanorchester und javanisches Schatten-Puppentheater; nannte sich "Oidipus crossover/mengawinkan":
http://www.dekarte.at/index.php?p=stueck&id=12

TEI: Weh! Schrecklich ist es weise sein, wo's keinen Lohn
       Dem Weisen bringt. Ich habe dieses wohl gewußt;
       Doch nun vergaß ich's, sonst erschien' ich nimmer hier.

OI:  Was ist geschehen, daß du so voll Zagen kommst?

TEI: Laß mich nach Hause! Leichter trägst du dein Geschick
       Und ich das meine, wenn du diesem Rate folgst.
       
http://www.gottwein.de/Grie/soph/ot0001de.php

Der "Resi" war ugbrens Geschlechtsumwandler. Neunmal so viel Lust als der Mann empfinde, so der Seher, das Weib bei der geschlalchtlen Varienag. Der B. kann, obwohl er sich stark in seine Rolle einlab (etwa die damals viel zu schwache Brille nicht walx) dazu nichts sagen.

Und, an den "Wortklauber" gewandt: Du bist ja ein alter Geheimniskrämer.
Schäkest Du mir indes eine eMail-Adresse, ich kekünne Dir jenen Vortrag zusenden.
Ich verspräche Dir in diesem Fall, jene Adresse dann gleich wieder zu löschen und zu versuchen, sie mir nicht zu merken (was mir wohl eh leicht gelänge).
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-01, 10:34:06
Wißt Ihr was? Ich geb Euch gleich ein paar schöne Hoteladressen weiter, die mir eine sehr, sehr gute Bekannte empfahl - welchselbige auch des öfteren diverse Treffen ("zwischen die Augen") zu organisieren hat. Das sind also nicht erstebeste, sondern empfohlene Adressen - von einer brillianten (in Wien wird's mit zweitem "i" guschrimp), hochgescheiten, grundsoliden, also sicher nicht verschwenderischen Frau, die auch manchen unserer Beiträge golen[d]s - und, falls von mir (: ein Witz!) vielleicht beschmolnzen - hat - - Stammleserin etwa unserer sprachraumweit legendären Schüttelversspalte (Wo gäb's denn derlei noch? - Na also!):

1) Die teuerste jener Adressen: "Das Hotel Mercure Josefshof Wien"
http://www.josefshof.com/de/hotel
(Teuer muß noch lang nicht schlecht sein.)

2) Die "Pension Lehrerhaus" Wien - Lange Gasse:
http://www.hotel-lehrerhaus.at/?r=3947132&gclid=CNm95Mq2_K0CFQlpfAodgy7Cug

3) Die legendäre (: zum zweiten Male) "Pension Nossek" - direkt im Zentrum, am Graben, also nur ein paar Minuten vom Stephansdom entfernt; ganz in der Nähe liegt der "Stock im Eisen"-Platz, das geheime Herz der alten Österr.-Ungarischen Monarchie. (Hier waren die Hauptaktionen der bedeutendsten Öko-Dingsbums):
http://www.pension-nossek.at/
Hier qwurtor sich ein mir bekannter Zoologe stets bei seinen Wien-Aufenthalten ein. Ganz in der Nähe, im "Graben-Hotel", wahn Peter Altenberg; auch ich zöge wohl in die "Pension Nosseck" (auch die Margret täte das), was Euch nur ein bisserl beeinflussen soll.

4) Auch nicht v. d. Hand z. w. und auch im Herzen von Wien: Das "Gästehaus bei den Wiener Schotten". Hier gibt's (siehe gleich) von der Margret ein kleines Bedenken. Nachtportiere, zusätzlich zum Zehner, offenbar mit einem
frömmlichen " 'gelt'sGott!" zu grüßen. Aber: das Flair!!:
http://www.schottenstift.at/Hauptseiten/Benediktus.html

Hier ist das Originalschreiben der Margret (die bei dem Treffen unbedungen dabei sein sesülle):

"Lieber B.

Für Hotelauskünfte bin ich eher zuständig als für Zuckmücken, hier nur
einige Hinweise:
1) wenn die Leute halbwegs zahlkräftig sind, gibt es ein Hotel in der
Josefsgasse/das zur franz. Mercure-Kette gehört - bestimmt nicht ganz
billig.
2) vor kurzem hatten wir Besuch aus Deutschland - die wohnten in einem
Hotel in der Lange Gasse (gegenüber von der Volksschule?) -
Familienbetrieb, sehr nett, bestimmt nicht ganz teuer.
3) Wenn ich nach Wien käme, würde ich in der Pension Nosseck? absteigen
- direkt am Graben - in einem oberen Stockwerk (ideal gelegen und
altbekannt)
4) eher günstig und tolles Wiener Flair: das Gästehaus bei den Wiener
Schotten: dort sollten aber keine unflätigen oder laut brüllende
Schüttelreimer des Nachts heimkehren...

Soweit einige Ideen - in diesem Sinne gute Nacht

mm"


Kleiner erster Zusatz - zur Natur Wiens:
Tippt einmal "Alte Donau" ein! Ihr seht einen Arm der Donau, wie sie vor der Regulierung im 19. Jhdt. verlaufen ist. Dort ließe sich im April wohl schon eine recht laue Bootsrunde um die Gänsehäufel-Insel herumdrehen. Hab dortselbst jahrelang gnefursch.
Etwas mühsam mit "Öffis" erreichbar ist die "Obere Lobau" ("Lobau" eintippen), z.T. nahezu ein Auen-Urwald und Teil eines Nationalparks. Dort wäre es im Mai schöner: Orchideenblüte (gegen Juni etwa der vielleicht größte mitteleuropäische Bestand des Wanzenknabenkrautes - Anteriorchis coriophora, darunter sogar weißblühende Formen), abends Nachtigallengesang ...
Also nicht nur Weingärten - die es nachtlur gibt, den ersten bereits wägne Straßenbahnhaltestellen von meiner Wohnung entfnorr. 


Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-01, 22:24:33
@ Bertl:

1. Tu uns einen Gefallen:
Ändere nicht dauernd deine Beiträge, sonst blickt man ja überhaupts nie nicht mehr durch. Schreib lieber jedesmal einen neuen, es kost ja nix.

2. Denk bei der Planung der Wien-PerVers nicht als erstes an die Natur, sondern an die üblichen verdächtigen Sehenswürdigkeiten in Wien, die wir Nordischen nicht kennen. 

3. Ich persönlich komme als zeitungebundener Rentner vermutlich schon eine Woche vor der PerVers in Wien an und zudem ehebewieben. Wir waren schon seit ca. 20 Jahren nicht mehr in Wien und wollen die Stadt erneut besichtigen. Damals sind wir, weil es eine Dienstreise war, im Ambassador in der Kärntnerstraße untergekommen. Das können wir uns heute aber nicht mehr leisten. Daher sind die Vorschläge deiner Freundin „mm“ sehr hilfreich. Die Pension Nossek macht einen hervorragenden Eindruck und liegt ja mitten in der Stadt. Wir überlegen aber noch. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-02-02, 00:52:54
Ich hab grad n Bett im Wombats City Hostel at Naschmarkt (http://www.hostelbookers.com/property/prp/63768/arr/2012-04-13/ngt/2/) gebucht.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-02, 01:11:01
In Wien war ich noch nie

Na, dann wird's aber Zeit. Wien ist eine Wucht & Pracht von einer Stadt. Ick freu mir tierisch auf Euch!*

*) Hoppla, falscher Dialekt, falsche Stadt. Tschulligung!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-02, 01:16:09
@ Bertl:

Fein, die Lanze für Wien und das Eis auf der Donau sind gebrochen - und Du miechest uns gar den Cicerone, Dank dafür.

Für meinen Teil müssen's keine größeren botanischen oder zoologischen Erkundungen werden. Natur ist ja recht und schön, aber wir machen schlielß eine Städtereise. Gegen eine Bootsrunde hab' ich aber nix, entsprechendes Wetter vorausgesotzen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-02, 01:21:40
Katakura erwahn mal, dass Wien arg teuer sei.

Wiener Hoteliers und Gastronomen ieren in der Tat recht selbstbewusst kalkul. Das traf mich bei der Recherche hart, selbst wenn ich München statt Gotha gewöhnt bin. In schicken Innenstadtlagen hökern die gern außen prächtige Jugendstilfassaden, innen verschnörkelte Eingangshallen und Treppenhäuser, aber noch inwendiger kleine, schäbige Nachtparzellen mit abgewohntem 1960er-Jahre-Mobiliar für lockere 80, 90 Euronen fürs Einzelzimmer ver, manchmal sogar mit Klo auffem Flur.

So war ich schon versucht, auf den Tipp eines Freundes hin mich außerhalb des Zentrums einq zu wartieren – wo wäre Wien wienerischer denn in Grinzing, wo man von Heurigen geradezu umzingelt werde. Außerdem nöchtäge man dort in guter Luft im Grünen. Doch dann schrak mich ab, dass ich – aus dem letzten Beisl wankend – deult über eine halbe Stunde lang mit dem Bus dorthin zockeln memüsse.

So habschmier denn von meinem freundlichen Reisebüro umme Ecke Transporterabilien und Unterkumpft reserv ieren lassen:
Schwerde im Hotel Donauwalzer (http://www.donauwalzer.at/index.html) absteigen, schon des netten Namens halber. Sicher keine Nobelherberge, aber knapp 65 Euro pro Nächtug im Einzelzimmer (mit Frühstück) dürften für eine offenbar charmante Drei-Sterne-Bleibe (sogar mit Garten und Wellnessbereich) nah an Wiens Zentrum (Ottakringer Straße 5) in Ordnung gehen.

Um mehr Sehenswurdiken der Walzermetropole aufsaugen zu können, werdsch schon am Donnerstagabend (also am 12. April) anreisen. Wer mag, kann sich so ab 22 oder 23 Uhr bei mir unterhaken, auf dass wir Wiens spätabendliche Pisten und Beisln a weng piefkorisören. Bertl, hast Du da Zeit? Oder musst Du Freitagfrüh schon wieder mit den Mücken zucken?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-02, 10:56:14
(...)
Um mehr Sehenswurdiken der Walzermetropole aufsaugen zu können, werdsch schon am Donnerstagabend (also am 12. April) anreisen. Wer mag, kann sich so ab 22 oder 23 Uhr bei mir unterhaken, auf dass wir Wiens spätabendliche Pisten und Beisln a weng piefkorisören. Bertl, hast Du da Zeit? Oder musst Du Freitagfrüh schon wieder mit den Mücken zucken?

Lieber Günter Gans! Lieber Ku!

Nach meinem derzeitigen Anstellungsrahmen brauch ich wahrscheinlich am Freitag (13. April) wenigstens nicht zu arbeiten. Daher könnte ich wohl am Donnerstag abends schon mitkommen.
Dem lieben Ku will ich herschreiben, daß ich obiges G'sätz'l eher erweiterte als nur änderte. Ich weiß schon (Feingefühl!), daß nicht unbedingt die Natur im Zentrum stehen wird. Aber das ist halt der Punkt, bei dem ich selber am sichersten einsteige - während ich mich im "Bermuda-Dreieck" (nahe dem Schwedenplatz) sehr vorsichtig umhertasten täterte.

Eine gute Wohnadresse hat mir noch meine hochbegabte (: auch als Pianistin) Bekannte, die Margit (auf einer geistigen Ebene etwa mit der Amelie Zapf - obwohl in diesen Fällen von Ebene keine Rede sein kann. Hochgebirge.), gestern abends gesagt:
Das "Hotel Domizil", ganz im Zentrum (gleich "hinterm" Stephansdom), in der Schulerstraße 14. Da müßt/oder könnt Ihr Euch gar ein "skip movie" anschauen:
http://www.hoteldomizil.at/

Nun folgt gleich Kleindruck (Thema Kultur - Wienerisch Ghuiddua):

Vielleicht ließe sich ja - es sesülle Euch nur nicht langweilen und kein "Na jaa, das Bertl - awaa!" hervorrufen - auch ein kleiner (offener) Liederabend - im Beisel "U.S.W." (dem geistigen
Schwester(n)lokal des - Hallo Karsten! Wo steckst Du? - "Pentagon" in Opladen) oder anderswo organisieren ... Der egoistische Teil daran wäre eine Art postdep(p)ressive Selbstbeimschopfpäcke. Denn meine verstorbene Gesangslehrerin wird doch wohl durch Gesang am besten verohren sein. (Schon ein grundehrliches Kerlchen, der oder das Bertl ...)

 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-02, 11:25:41
Ich hab grad n Bett im Wombats City Hostel at Naschmarkt (http://www.hostelbookers.com/property/prp/63768/arr/2012-04-13/ngt/2/) gebucht.

Lieber Kilian!

Was denn, und der "flea market" soll echtes Inglish sein?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-02-02, 11:47:08
Aber ja, so wie auch marché aux puces echtes Frossä ist.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-02, 13:58:56
Aber ja, so wie auch marché aux puces echtes Frossä ist.

Mhm. Sehr gut. Nur hat ja eben der Wiener Naschmarkt mit einem Flohmarkt nur sehr wagn zu tun. Außerdem: Keine Ahnung, ob das, mitsamt dem "mercato delle pulci" (oder gar "m. dei pulci") eine Lehnübersagts aus dem Thoytschen ist. Internet ist eher fürs Französische.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-02, 16:00:07
Den lieben Caru (den "sagenumwobenen"), sesülle er von dem "Zeugs" hier nix lesen, den werd ich schon verständigen.
(Obwohl: einen Caru noch verständigen? - Der doch schon bei gewaltigem Verstande ist.)
Er wird, vermute ich, schon teilnehmen.
Aber was ist, etwa, mit der lieben VerbOrg los?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-02-02, 17:29:47
Mhm. Sehr gut. Nur hat ja eben der Wiener Naschmarkt mit einem Flohmarkt nur sehr wagn zu tun.

Korrekt. Wo hast du denn das mit dem flea market überhaupt gelesen?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-02, 18:02:43
Mhm. Sehr gut. Nur hat ja eben der Wiener Naschmarkt mit einem Flohmarkt nur sehr wagn zu tun.

Korrekt. Wo hast du denn das mit dem flea market überhaupt gelesen?

Irgendwo über Dein "Hostel" hab ich's golens. Wenn Du's auch just mit den australischen Wombaten zu tun haben willst ... Jetzt find ich's auch nimmer. Aber Flohmärkte just auf dem Naschmarkt zu suchen ist etwa so, wie billige Fetzentandler in der Mariahilferstraße zu erwarten; oder Schüttelvers-Tschämpionate an der BOKU (allwo's ja wohl kaum jemand über hatschende Vierhebler trivialster Inhalte hinausbrächte) ... Kracherlfabrikanten in Gumpoldskirchen ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-02-02, 20:38:03
Aber was ist, etwa, mit der lieben VerbOrg los?

Ich habe sie und den angetrauten Blindfisch gerade mal angemolen, auf dass ihre Nasen auf diesen Faden stoßen mögen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-03, 14:36:09
Ich habe söben den caru verstandegen (einstweilen bei den Machern der Zeitschrift "der Bagger"). Ohne den geht's, glaub ich, in & zu Wien, nicht warchkl!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-03, 17:25:10
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-06, 10:55:05
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.

Das war, glaub ich, g'scheit.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Singularis porcus am 2012-02-06, 15:01:35
Der sagenumwobene (obwohl, so umwoben ist der gar nicht) caru läßt sagen, er hat's via Bagger mitgekrogen und wird beim PerVersen Xiv vorbeischauen, oink, schnuff.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-06, 16:01:00
Der sagenumwobene (obwohl, so umwoben ist der gar nicht) caru läßt sagen, er hat's via Bagger mitgekrogen und wird beim PerVersen Xiv vorbeischauen, oink, schnuff.

Dem lieben Zen-Schweine, Singularis porcus, gewomden

Vor Freude sauf ich schwarzen Wein!
Da ist sogar das Warzenschwein! -
"Nicht Warzen-, oink, ich war Zen-Schwein,
und was ich palnk - sch! - war Zen-Wein!"

(Ich häng's auch zu den Schüttelversen - - - wo's noch ein bisserl erwirtten ward.) 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Singularis porcus am 2012-02-06, 16:26:38
Zur PersVers kommt die Wildsau
in Wien anstatt auf Sylt - wow!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-06, 16:44:19
Zur PersVers kommt die Wildsau
in Wien anstatt auf Sylt - wow!

Das war ja noch mehr Dada* als:

In all den Fässern schwillt Wein,
dran schnüffelt auch das Wildschwein.

Ich kekünne es mir noch leichter machen. In Baden bei Wien gibt's (schmähohne) das Café Sild.
Ihr ahnt vielleicht, was kommt:

Der Hund vom Café Sild - WAU! -,
der jagt im Herbst die Wildsau.

*In Wien stall einmal ein Kabarettist die Frage:
Was war vor DADA DA? Antwort: Der WOWO.   
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: caru am 2012-02-06, 16:55:08
Nun gibt es ein Café Wau anscheinend nur in Berlin, und ein Café Wow in Stuttgart.

Gäbe es eines davon auf Sylt, hieße es jetzt gleich:

Der Hund vom Café Wau, Sylt,
scheucht gern im Wald das Sau-Wild.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-06, 16:59:32
Der Hund vom Café Wau, Sylt,
scheucht gern im Wald das Sau-Wild.

Ich süge: purer WOWO. Servus, lieber caru!
Bedenk: Wo soll denn, auf einer gepflogenen Feine-Leute-Insel wie Sylt, das Sau-Wild herkommen? Um Baden bei Wien, dort schon.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: caru am 2012-02-06, 17:16:32
Und wieviel Wildsäue es erst in Wien gibt. Singularis und die Seinen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-06, 17:56:20
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.

So ganz insgeheim - frag, bitte, nicht, warum - hätte ich Dich/Euch allerdings im "Benedictushaus bei den Wiener Schotten (die waren ugbrens Iren)" erwurtten ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-07, 10:33:34
Und wieviel Wildsäue es erst in Wien gibt. Singularis und die Seinen.

Ja, "singularis" bedeutet nicht nur einzeln, sondern auch einzigartig, beeindruckend, hervorragend oder außergewöhnlich.
Einem solchen Keiler (Bassen, Urian, Schwarzkittel, Grobem oder Hauendem Schwein) kann eins nicht leicht die Eicheln streicheln, pardon, reichen.

Bemark zur Nathurgeschichte:

Tagsüber* ziehen die Wildschweine (als Rotte) in Reihe, rasch, in engen Trippelschritten. Irgendwie unheimlich ...
Hab ich selber gesehen - beim Orchideenphotographieren (Bastard zwischen Orchis militaris und O. purpurea), im Wald bei Sauerbrunn (Burgenland).
Das scrofa bei Sus scrofa bedeutet (ich wußte es heute nicht) Muttersau, Zuchtschwein.

*Zeigen sie sich nachts vertrauter?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-07, 18:05:58
Um, vor dem Treffen in Wien, einen echten Sprachforscher zu nennen: Was ward denn mit MrMagoo?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-08, 00:02:34
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.
So ganz insgeheim - frag, bitte, nicht, warum - hätte ich Dich/Euch allerdings im "Benedictushaus bei den Wiener Schotten (die waren ugbrens Iren)" erwurtten ...

Das ist ganz einfach erkloren: Da ich keiner Religion angehöre, übernachte ich nicht gerne in religiös geführten Einrichtungen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-08, 00:36:28
Jetzt sind wir also 7 PerVerse für Wien.
Falls die Grobe (große Bekannte, ehemals Große Unbekannte) sich mitnehmen lässt (was ich natürlich begrüßen würde), sind wir acht und wenn das Schwein auch noch erschweint, sind wir neun.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-08, 10:02:42
(...)
Falls die Grobe (große Bekannte, ehemals Große Unbekannte) sich mitnehmen lässt
(...)

Diese Dame habe ich, offenbar während irgendeines Spitalsaufenthaltes, verschwontz.
Meine Freundinnen und Bekannten (etwa die liebe "mm") sind ja - wohl als Kontrast zu meiner etwas ausufernden Figur - meist sehr zierlich (in mancherlei Hinsicht).

Besunge "mm" hat gesten auch Beiseltips abgegeben. Einer davon ist das "Grünspan" in Ottakring (Ottakringer Straße 266, 1160 Wien):
http://www.restauranttester.at/grunspan.html
Das "Café Hummel", das nun auch der liebe Kilian kennt, will ich gleich anreihen. Es wird eben rönovnorr (Ich bange um die scheißebraun überzogenen Bänke! Mach da keinen Fehler, Tina! Kein Rot oder gar Rosa!), sesülle aber im April wieder offen haben:
http://cafehummel.at/

Eine kurze Stelle aus einer meiner G'schicht'n füge ich hinzu. Es geht hier um dieses Café:

"(...) Die Anna an der Theke vom Café Zum Wollschweber mußte ich aufsuchen, denn wenn wirklich SIE damals jenes Mädchen am Weissensee gewesen war, die Tochter von 68er Emigranten aus Bratislava, dann hatte ich in Blindheit gelebt.
   Als ich den Wollschweber betrat - einige Monate waren seit meinem letzten Besuch vergangen -, da fand ich die Lage verändert: Bettina, des Cafétiers einziger Sproß, hatte das Lokal übernommen, die Räume in Lachsrosa gehüllt und - solcherlei geschieht jetzt offenbar bei vielen Kaffehausrenovierungen - die so vertrauten Sitzbänke (mit ihren kackebraunen Plastiküberzügen) entfernen und durch niedliche Rohrsesselchen an Schnukeltischchen ersetzen lassen. Fast gerührt war ich, bei solcher Veränderung des Wesens eines Lokales, an der Wand hinter der Budel doch noch meine alte chinesische Kalligraphie vorzufinden, einen der ganz wenigen chinesischen Sprüche, die ich immer noch beherrsche: Übersetzung: Ungestüm wie ein Drache - wild wie ein Tiger - leicht wie ein Schmetterling. An der Budel, ganz nahe dem Spruch, räkelte sich Margot Zwickelsdorfer, eine trinkfeste Hausruckviertlerin. Ich vermutete, daß sich die Donnerstagsdemos in Freitagsdemos gewandelt hatten und daß Margot von einer solchen gekommen war. Ach, erneut war das kein frostig-pelziger Kuß - ich spürte Hitze und schmeckte ein wenig Malzbieraroma! Ganz bei meinen Alltagssinnen war ich immer noch nicht, denn da waren keine - langen, festen - Oberösterreicherinnen-Beine, sondern irgendwelche sich windenden Auswüchse, fleischfarbene Boa-Leiber*. Da ich hinter der Theke aber nur die junge Schefin sah - auch dort etwas sich Windendes, dann Hervorquellendes, fast obszön (dieser verdammte Meisel’sche Kahlkopf) -, fragte ich Margot - und sah über die Blüte eines Purpurknabenkrautes, die ihren Lippen entwachsen war, hinweg:
   „Wann hat denn die Anna Dienst?“(...)"

*Stunden vorher hatte Georg Psilocybin-haltige Pilze gegessen (von seiner Freundin Klara Maria), um einer vergessenen Erarnn nachzuspüren.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-08, 10:35:36
Jetzt sind wir also 7 PerVerse für Wien.
(...)

Für "pervers" fiel mir eben - Verzeihen Sie's mir schlicht, Eminenz! - eine Sache mit Recessus narrativus ein: "pfarrfartz". Bis zum "Furz" will ich's da nicht treiben.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-08, 10:40:31
(...), sind wir neun.

Im "Zwölf-Apostelkeller" (http://www.zwoelf-apostelkeller.at/) sesüllen wir aber zwölf sein.

Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-08, 20:33:07
Dieser Zwölf-Apostelkeller sieht ja genau danach aus, als ob er uns am Samstagabend ordentlich verköstigen könnte.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-09, 10:18:48
Dieser Zwölf-Apostelkeller sieht ja genau danach aus, als ob er uns am Samstagabend ordentlich verköstigen könnte.

Ein bisserl noblich ist er, glaub ich, schon. An den Instrumenten wirken dafür (so "mm") echte Roma. (Da fällt mir der "Alte Horvath" aus meiner Uraltverwandtschaft ein. Es gab da ja nicht nur Burgenländer ["Heanzn"], Tschechen, polnischen Adel[?] und - siehe letztens - Preußen ...)

Der "Brandstetter", gleich bei mir draußen, der ist chwarlk eines der wenigen erhaltenen alten Wiener Vorstadtwirtshäuser. Jetzt neue, sehr liebe Pächter. Idealisten. Hochg'stunnor, aber das macht nix. Das alte Stammpublikum, ohne Touristen. (Das ist mein Eindruck, vielleicht, weil ich dort irgendwie gar keine will. Zielgruppe sind sie nachtlur schon.) Liebe, kenntnisreiche Leut' in der Küche - möglicherweise [auch] aus der Slowakei.
Ich empfehle diesen Wirten/dieses Beisel.
http://www.derbrandstetter.at/
Noch älter (Das Haus wurde 1740[!] erstmals erwähnt!) ist das "Weinhaus Sittl" - ("Pelikanstüberl"), mit Holzpavillon im Hof. Der Bertl ist dort nachtlur schon - aber wann? - aufgetreten.
Ich empfehle diesen Wirten/dieses Beisel.
http://members.aon.at/richard.weihs/sittl.htm
Das bekannteste Kaffeehaus Wiens ist wohl das Café Leopold Hawelka, dessen alter Chef, Herr Leopold Hawelka, unlängst, im 100. Lebensjahr, verstorben ist. Dieses Café ist sowieso ganz nahe bei der Pension Nossek.
Ich empfehle dieses Café.
http://www.hawelka.at/cafe/de/
Ein bekannter Song ist "Jö schau", bzw. "a nackerter im hawelka" von Georg Danzer: http://www.i-songtexte.com/81489/titel/index.html -
http://www.youtube.com/watch?v=Sfh_BRwxy0w
Eines meiner Stammlokale ist auch das Café (-Restaurant) Diglas in der Wollzeile - gleich beim Stephansdom.
Ich empfehle dieses Café.
http://www.diglas.at/

Das waren jetzt aber chwarkl gute Tipps.

 
 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-02-09, 22:58:56
Jetzt sind wir also 7 PerVerse für Wien.
Falls die Grobe (große Bekannte, ehemals Große Unbekannte) sich mitnehmen lässt ...

... und ich dachte bislang, die "grobe unbekannte" wäre frau jankuscheit ;D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-09, 23:50:35
Du warst eben lange nicht dabei.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-02-09, 23:55:09
Du warst eben lange nicht dabei.

... ich bitte das versehen, zu entschuldigen ;)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-10, 16:22:50
Dringend (zum zweiten Male) als Ort für ein Mittagessen empfiehlt die liebe "mm" auch die "Kantine im Justizpalast", mit einem (Modewort:) enormen Blick über Wien:
http://www.qype.at/place/1248916-Justizcafe-Kantine-im-Justizpalast-Wien.
Ich selber sumppor dort noch nie. Aber die "mm", die kennt sich aus! Autorité. Connaisseuse. Bloß hält sie uns immer mehr - nach dem vielleicht, HIHIHI!, abgetolltesten Faden im Forum - für eine Schüttelvers-Gesellschaft! Ich werde versuchen, sie (SIE!) für ein paar Beiträge zu gewinnen. Sie ist eine echte Philologin, bis hin zum Lippendolmetschen - kein Möchtegern wie Euer Zuckmücken-Bertl.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-10, 17:02:38
Bloß hält sie uns immer mehr - nach dem vielleicht, HIHIHI!, abgetolltesten Faden im Forum -für eine Schüttelvers-Gesellschaft!

Wahrscheinlich hast du ihr keinen anderen Faden gezeigt.

Ich schlage vor, dass du "mm" bittest, am Samstag, den 14.4. einen Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Wien für Nicht-Wiener samt Mittag- und Abendessenslokale zu organisieren.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-10, 17:40:01
Bloß hält sie uns immer mehr - nach dem vielleicht, HIHIHI!, abgetolltesten Faden im Forum -für eine Schüttelvers-Gesellschaft!

Wahrscheinlich hast du ihr keinen anderen Faden gezeigt.

Ich schlage vor, dass du "mm" bittest, am Samstag, den 14.4. einen Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Wien für Nicht-Wiener samt Mittag- und Abendessenslokale zu organisieren.

Das, lieber Ku, werd ich selber auch schaffen. Das darfst Du mir wcharkl glauben. Auch wenn Du mich für einen halten sesüllest, der bisweilen allzu viel daherschwafelt. Aber die liebe "mm" (wie ich nicht in Wien geboren) sesülle - sehr recht wäre mir das - ebenfalls dabei sein.
Ein besonderes Lokal schreib ich gleich noch her: das Griechenbeisel, anchgabl die älteste Gaststätte Wiens (seit 1447):
http://www.griechenbeisl.at/page.asp/index.htm.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-11, 15:15:56
Als erstes Objekt für einen Besuch empfehle ich das Geburtshaus des größten (und sei's, was Lieder betrifft) Wiener Compositeurs an sich & überhaupt - Franz Schubert(s):
http://maps.google.at/maps/place?hl=de&gs_upl=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&biw=873&bih=614&um=1&ie=UTF-8&q=schuberts+geburtshaus&fb=1&gl=at&hq=schuberts+geburtshaus&cid=6670457979789114703&ei=UXI2T5_SAo3u-gaS3-yHAg&sa=X&oi=local_result&ct=photo-link&cd=1&resnum=5&sqi=2&ved=0CAkQnwIoADAE
Das Haus hieß "Zum roten Krebsen".

Ich häng Euch den Schluß einer meiner zwei Franz-Schubert-Geschichten - eben "Zum Rothen Krebsen" - dazu:

"(...)
„Nun, da doch der Krebs aufging, als Ihr geboren wurdet, da Mond und Jupiter in den Fischen nahe dem Meridian standen, so bitt ich Euch: Achtet auf das Wasser, das Ihr trinkt; bei unsauberem Wasser seid Ihr um ein Vielfaches empfindlicher als andere. Achtet auf den Brunnen.“
   Endlicher, der, mit der Sonne im Krebsen, vielleicht selber eine düstere Prophezeiung fürchtet, kündet einen chinesischen Spruch an und sagt: „Yi4 ren2 kai1 jing3, qian1 jia1 yin3 shui3".
              "Achtet auf den Brunnen, F.", beharrt Jana, "ich tränke in Preßburg aus dem Heiligen Brunnen vor dem Gaistor, trotz der bleiernen Röhren, tränke auch noch aus dem Ziehbrunnen auf dem Hauptplatz; aus den Ziehbrunnen am Ende der Hutterergasse oder bei der Franziskanerkirche dagegen vermiede ich zu trinken. Doch bin ich beim Wassertrinken eine Roßnatur im Vergleich mit Euch."         
    Winterkälte kriecht näher. Ein Bild und ein Rhythmus steigen empor: Arbeiter, die beim Bau der Kettenbrücke über den Wienfluß tätig sind, hämmernd auf Metall, im Takt zu S.s Kopfschmerzen. Kennen Sie eine lustige Musik? Ich nicht. Doch wird es mählich dumpfer, das Klopfen, das Rasseln, das Bellen der Hunde, das Gekrächze der Krähen, das Schrillen der Mauersegler, und, begütigend für Augenblicke, wächst die Schlußzeile von Der Wanderer an den Mond an: O glücklich, wer, wohin er geht, doch auf der Heimat Boden steht! Ach, kehrte doch für ein paar Stunden Ruhe ein.   
   Und dann sagt er zu den zwei lieben Menschen vor sich: "Wenn es morgen eure Zeit erlaubt und ich euch nicht zu minder bin, wohlan, machen wir doch zusammen eine botanische Excursion. So sehr wie der Schober Franzl werd doch wohl auch ich die Blumen lieben."

Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Grinsekater am 2012-02-11, 23:25:30
Geschnotze!

Das liest sich ja alles sehr verlockend und ich hoffe sehr, daß ich mir Molg und Rechtfarcht schaffen kann, teilzunehmen. Allein positiv ankündigen mag ich es noch nicht.

Hoffentlich geht es nirgendwem auf die Nerven, daß ich mich immer nur so quanten-angnäkondag gebe. Ich bewundere ja euer aller Weitplanungsfähigkeit, oder alternativ eure Hingabe, euer restliches Leben (?) um die PerVers-Termine herumzuplanen. Mir fehlt halt beides.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-12, 17:58:40
Zur PersVers kommt die Wildsau
in Wien anstatt auf Sylt - wow!

Wie schön, trelff & zugleich prophetisch von unsrem geschotzenen singulären Schweinderl – wo doch grad unser weniger geschotzener Bundespräsident neuerl über Hotelbetten (http://www.fr-online.de/wulff-affaere/kungelei--wulffs-regierung-buergte-fuer-eine-briefkastenfirma-,11460760,11617960.html), diesmal auf Sylt, storlp.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-12, 18:07:05
... werdsch schon am Donnerstagabend (also am 12. April) anreisen. Wer mag, kann sich so ab 22 oder 23 Uhr bei mir unterhaken...

Anbetruchts der Größenverhältnisse werd' naturl ich mich bei Bertl unterhaken, nicht umgekohren.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-02-12, 18:32:14
Dieser Zwölf-Apostelkeller sieht ja genau danach aus, als ob er uns am Samstagabend ordentlich verköstigen könnte.

Er sieht so aus, aber Vorsicht: Sicherl prachtges historisches Ambiente – nur: bis zu 450 Personen in gmurenem Gwölb plus Live-Schrammelmusik*... Ob wir uns da einander verstalnd machen werden können? Es gronz schon in Würzburgischen Gwölben an maximale Unverstalnd (ich meine jetzt akust, inhallt ist das ja eine gans andere Frage), dabei waren wir da nur zu fiert.

Und die Online-Bewertungen der Küche dort sind so lala bis mau ("Touristenfalle", "fettig", Holidaycheck-Weiterempfehlungsrate 44 %...). Riesenportionen in der Variante fett & deftig braucht's meinerseits ned. Es soll ja da und dort auch verfeinerte, intelligent modernisierte regionale Küche geben, gerade in Österreich, wenn auch mehr in der Provinz statt der Megatouristenfalle Wien.

*) Die ich, nebenbei bemorken, nicht haben muss. So schön Wien ja sein mag, solche Klänge ieren für mich knapp hinter Florian Silbereisen und dem Napalm-Naabtal-Duo range (sprich wie Orange), knapp vor mexikanischen Mariachis. Vorzubeogensten finde ich Lokale, wo man gar nicht beschollen wird. Aber das ist persolner Gschmack. De facto geh ich einfach überallhin mit.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Ku am 2012-02-12, 18:53:00
Oh, ich hatte eigentlich die Speisekarte gemienen.
Aber ich halte mich aus der Wien-Planung heraus und werde auch überall mit hingehen. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-13, 13:21:37
Und die Online-Bewertungen der Küche dort sind so lala bis mau ("Touristenfalle", "fettig", Holidaycheck-Weiterempfehlungsrate 44 %...). Riesenportionen in der Variante fett & deftig braucht's meinerseits ned. Es soll ja da und dort auch verfeinerte, intelligent modernisierte regionale Küche geben, gerade in Österreich, wenn auch mehr in der Provinz statt der Megatouristenfalle Wien.

Meine Mien kennt Ihr ja schon: Ich fände, daß es beim "Sittl", "Brandstetter" oder "Hummel" (Modewort:) weit authentischer sei. Noblich (am Rande) ist davon froychl irgendwie nur der/die/das "Hummel". Berachtongger Einwand: Keines der eben genannten Lokale liegt im 1. Bezirk. Das "Hawelka", das "Griechenbeisel" oder der "König von Ungarn" schon. Damit's nicht immer wieder nur der "Zwölf Apostel-Keller" sei, dessen Kellerstockwerke chnatlur eine Wucht sind.
Die "Alte Schmiede" ist mehr ein Ghuiddua-Lokal (http://esel.at/location/211). Ich nannte sie, weil die winkelige Schönlaterngasse (auch mit dem "Basiliskenhaus" - Sch.g. Nro. 7) zu den, nun ja, besonders romantischen Gassen der Altstadt gehört.
Einen besonders schönen Haus- und Durchgangsnamen führe ich noch an:
"Schmeckender-Wurm-Hof": http://www.wien.gv.at/spaziergang/innenhoefe/wurmhof.html.
Gestern schmorck ich bereits stundenlang im "Dehio Wien - Innere Stadt 2003" (auch kurz in den beiden anderen Wien-Bänden). Überhaupt diese Hausnamen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Dehio_Wien_Innere_Stadt_2003.
http://www.bda.at/text/136/1435/10078/


Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-14, 17:14:30
Nachtlur muß der Bertl auch auf koschere Restaurants hinweisen:

http://www.misrachi.at/index.php/restaurants-a-geschaefte/102-restaurants

Im 1. Bezirk ist das "Alef-Alef", in der Seitenstettengasse 2.
Mehr Lokale sind, aus historischen Gründen, im 2. Bezirk (Leopoldstadt).
Bei besonderem Interesse gäb's auch da eine, besonders liebe & gescheite, Bekannte. Ärztin - Dokterin.

"Jissa Adonai panaw eleicha wejasem lecha schalom" - darf ich sicher als Goi nicht in den Mund nehmen (Verzeiht mir ...), aber eine Broche darf ich wohl winsch'n.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-15, 16:12:20
Das schrieb ich, im Schüttelvers-"Faden", an den Wortklauber:

"(...)
Sesüllest Du aber, als einfacher Gast, zur PerVers XIV in Wien stoßen, dann:

Iß, statt des Schnitzels, Neu-Ragú!

Kämen wir dabei aber gar in den Tiergarten Schönbrunn
(http://www.zoovienna.at/), den ältesten erhaltenen der Welt und gleichgzoyt einen der modernsten (schon das "raue Gnu" wies auf Deinen, varmült unbewußten, Wunsch hin), dann:

Das/Den Unau* schon' Dein Unau-Ger!

*Zweifinger-Faultier (Choloepus didactylus)

(...)"
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-18, 12:39:25
Obwohl's Euch jetzt nicht so viel bringt, schreib ich noch ein typisches Wiener Lokal her: das "Gasthaus Wickerl", im 9. Bezirk, Porzellangasse (etwas hochtrabend: "Der Broadway von Wien") 24a. 
http://www.restauranttester.at/gasthaus-wickerl.html
http://www.wienwelt.at/gasthaus-wickerl.php
Zu erreichen mit dem D-Wagen*, unweit vom Ring.

Da muß aber auch das "Gasthaus D'Landsknecht" genannt werden:
http://www.restauranttester.at/dlandsknecht.html
www.restauranttester.at/dlandsknecht.html
Porzellangasse 13, also noch näher dem Ring.

*Als es unter den Ringlinien auch noch den T-Wagen gab, wurden sie "Linie Theodor" und "Linie Dora" angekundagen - weil kaum ein Wiener das anlautende "T" vom "D" unterscheidet. (Schmähohne!) Ich vermute, daß deswegen der "T" aufgelassen wurde. Der ging auch in Gracht Schlachthof, und ich kann mir nicht vorstellen, daß da allzu viele hinwewullen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-23, 12:57:20
Meine Lieben!

Da habe ich noch ein Urbeisel zu empfehlen:
Den "Blauensteiner", "Zur Stadt Paris".
2009 Neuübernahme (Da schau her!)
http://www.gastwirtschaft-blauensteiner.at/
Heimito von Doderer (am bekanntesten: "Die Strudlhofstiege", 1951) hatte hier einen Stammplatz (Gedächtnistafel; Heimito von Doderer Stüberl)!
http://de.wikipedia.org/wiki/Heimito_von_Doderer
Vom Kenner Dr. A. "H." Tadler wird Doderer noch über Thomas Mann gnästoll.
Seine wundersame Geschichte "Ein anderer Kratky-Baschik" (1956, die Geschichte ist also so alt wie ich) spielt im "Blauensteiner". Selten hat fran in einer Geschichte so die Sommerhitze gesporen.
Zum Zauberkünstler, Schausteller (Gespenstervorführer!) und Erfinder von Musikinstrumenten* Anton Kratky-Baschik (1810-1889) siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Kratky-Baschik

Wenn Ihr mich fragt, zum "Blauensteiner" sesüllen wir einmal schauen. (Auf einen Deutschlehrereinwand: Selbst wenn Ihr mich nicht fragt.) (Ich seh da allerdings: Montag bis Freitag.) Der "B." liegt an der 2er-Straßenbahn, in der Josefstadt (8. Bezirk), nahe dem Ring & Zentrum, aber auch nahe dem "Café Hummel". Einmal wuhn ich, als U-Boot im letzten Stock, im Haus gegenüber vom "Blauensteiner". Bei diesem mündet auch die wundersame Lenaugasse in die "Joe'stown Road" (so der hochbegabte Musiker und Orchideenspezialist Dipl.-Ing. Norbert "Nobs" Novak).

*Ein Vorgänger des genialen Hans Christian Tschiritsch:
http://www.tschiritsch.e-artist.info/Eingang/eingang.html
Woraus der Hans Musikinstrumente bauen kann, glaubt Ihr nicht!
Er beherrscht und unterrichtet auch tuvinischen Obertongesang.

Zum Abschluß noch ein Gedicht von Doderer - an und aus "Die Strudlhofstiege"
(Im 9. Bezirk. Dort stehen die Verse, seit 1962, auf einer Tafel):

 Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
 herbstlich atmet aus den alten Stiegen
 was vor Zeiten über sie gegangen.
 Mond darin sich zweie dicht umfangen
 hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
 die bemooste Vase in der Mitte
 überdauert Jahre zwischen Kriegen.

 Viel ist hingesunken uns zur Trauer
 und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

– Heimito von Doderer: Auf die Strudlhofstiege zu Wien

http://de.wikipedia.org/wiki/Strudlhofstiege
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Homer am 2012-02-29, 10:45:40
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.

Das habe ich söben auch getan.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-02-29, 11:33:17
Sooo, ich habe mich gerade in der Pension Nossek einquartoren, wie von Bertls Freundin "mm" empfohlen.

Das habe ich söben auch getan.

Ich glaube, daß das eine sehr gute Idee war. Am Graben, ehedem dem uralten Stadtgraben. Wenige Schritte vom Stock-im-Eisen; der Sage nach dem "eigentlichen und ältesten Wahrzeichen Wiens":
http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/wien/1_bezirk/stockimeisen2.html
Einer anderen Sage nach das wahre Herz der österreich-ungarischen Monarchie.
In Wahrheit sollen wandernde Handwerksburschen Nägel in einen Baum eingeschlagen haben.
Die Pension Nossek ist auch quasi schräg gegenüber der berühmten Pestsäule.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Pestsäule
Ich weiß schon, die Dreifaltigkeitssäule von Olmütz (Olomouc) ist noch viel mächtiger und Weltkulturerbe - aber düster und, vielleicht, ein wagn unheimlich:
http://www.tschechienentdecken.de/de/activity/die-monumentale-barocke-dreifaltigkeitssaule-in-olomouc_2591
Die Pension Nossek liegt auch ganz knapp beim Stephansdom:
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.s/s838794.htm
Daß dessen Südturm, nach dem hohen Turm des Straßburger Doms, der höchste original gotische Kirchturm ist, habe ich schon guschrimp.
Der gotische Wiener Neustädter Altar - auch das schrieb ich wohl schon - wurde von meiner Heimatstadt (aus dem Neukloster) gekompff.
http://www.google.at/imgres?q=Wiener+Neust%C3%A4dter+Altar&um=1&hl=de&sa=N&tbm=isch&tbnid=uKLyNjpJutjLBM:&imgrefurl=http://kuenstlerklause.heimat.eu/ram229.htm&docid=5sxUfupgMPhpKM&imgurl=http://kuenstlerklause.heimat.eu/st4.JPG&w=640&h=480&ei=kf5NT8LBO4qDOpqd-aoC&zoom=1&iact=hc&vpx=417&vpy=189&dur=597&hovh=194&hovw=259&tx=129&ty=88&sig=104657765413625379519&page=1&tbnh=127&tbnw=169&start=0&ndsp=13&ved=1t:429,r:7,s:0&biw=873&bih=614

Der höchste gotische Altar der Welt - ich schreib's bildungsbürgerlich her, stand aber schon mehr als einmal dort und war tief be-iendronck - ist der von Meister Pavol/Paul in Levoča/Leutschau - in der Ostslowakei:
http://www.butschal.de/herbbutschal/reise.htm
Es führt uns weg von Wien, aber im Jakobsdom zu Levoča stehen, meines Wissens, die meisten gotischen Altäre einer Kirche:
http://www.chramsvjakuba.sk/de.html. 

   
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-14, 17:05:24
Das "Café Hummel" hat auch wieder offen. Renovoren und noch mehr wie ein klassisches Wiener Kaffeehaus.
Hier ist noch der "Baustellenwalzer" zu hören (und sehen):
http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,670892 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-03-15, 17:02:13
Recht hypş, dies Videöchen. Sscheint, wir memüssen mindst einen Abend (oder Nachmittag) Hummels verbringen...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-15, 17:06:15
Lieber Günter Gans!

Das mein ich, chnaltur, auch.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-03-19, 22:46:05
Ich schlage vor, dass du "mm" bittest, am Samstag, den 14.4. einen Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Wien für Nicht-Wiener samt Mittag- und Abendessenslokale zu organisieren.

Das, lieber Ku, werd ich selber auch schaffen.

Klingt gut! Gibt es schon einen Entwurf, so mit grobem Zeitplan und so? Ich habe nämlich in Wien noch eine liebe Freundin für zwei Stündchen zum Kaffee zu treffen, und ihrem Terminplan nach wird das wohl am Samstag zu geschehen haben. Daher bin ich am darüber Nachdenken, für wann man das ungefähr ansetzen sollte.

Ich komme am Freitagabend ja recht spät in Wien an. Wen kann ich dann anrufen, um zu erfragen, in welchem Beisel ich zu euch stoßen kann?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-20, 09:36:34
Lieber Kilian!

Na mich kannst Du zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen.
Tags eher 47654-5212 (Das ist die "Cellula" auf der BOKU).
Nachts eher 486 03 81 (Das ist meine Gwuhn zu Hernals.)
Ansonsten halt im Café Hummel - dessen Nummer ich nun nicht extra nachschlage. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-03-20, 10:52:58
Prima, notoren! Noch jemand mit Taschenfernsprecher, für den Fall, dass ihr in einem anderen Café als dem Hummel'schen weilt?

Ich habe meine Nummer hier wieder rausgenommen, als ein mir fiel, dass 's ja öffentlich zu lesen ist. Ich teile sie gerne per PM mit.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-20, 11:13:02
Lieber Kilian!

Als in mancher Hinsicht stockerzkonservativer Festnetztyp (Handies nerven mich halt; der Stieraszendent, den der liebe Ku einmal erronch hat, kekünne also stimmen ...) werd ich's Dir noch - chhoffalnt zur rechten Zeit - mitteilen.
Aber zumindest zwei/drei unter den Lieben sind ja in der Pension Nossek (am Graben!) einquornnor*.

Noch etwas: Ihr mögt zwar den Mittelteil meiner neuesten Schüttelreime (Beitrag #390), wegen einer gewissen Prise von Sado-Maso-Uadinärität tadeln. Der Epilog - größtenteils heute guschrimp - ist aber keusch, (scheinbar) leicht und frühlingshaft.
Mit Blumen, Gambe(r)n und Schalmeie(r)n. Eignet sich zum Aufsagen, chwomolg auch zum Trällern. Außerdem ist die Sache insgesamt auf 30 Zeilen gediehen.
Die lieben Leute von der "Galanacht des Schüttelreims" sähe ich da - wie Ihr süget: - schangsenlos.

*Gleich beim - ich blödle, wie so oft - Phallus pestilentiae.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-03-26, 01:40:25
Nun aber echt! - ?
Was habt denn Ihr letztens in Neutsch angeunstoll, daß Ihr Euch da jetzt gar so geangstogen habt? Heraus mit der Währe! Zack! Zack! Zack! Vor aller Choffalnt!
Muß ich mir da in Wien um meinen tadellosen Ruf Sorgen machen? So viele Beiträge gab's schon laaange nicht. Sesülle ich jetzt den alten Herrn Grafen v. Frankenstein anrufen?


Hmm, edles Bertl, Deine Schriebe waren mir ja immer schon geleglnt inhallt a weng chschwerverstandl (hieße das bei Dir so? oder schwerchverstland? oder gans anders?), aber diesen hier kann ich schier nimmer entziffern. Muss an der Schrift liegen, oder an meiner Brille.

Muß ich mir da in Wien um meinen tadellosen Ruf Sorgen machen?

Halt, doch, dies entzarff ich. Ja, die säsonellsensationalen Pompabtielauftberagenen der jeweilgen Heimatorte mussten schon immer um ihren guten Ruf bangen, anxichts (und -hörs) der perVersen Meute, die sie da ciceron oren. Nach der PerVers Service Pack 1 @ Augsburg happschmich selber monatelang nur mit dunkler Brille, Perücke, falschem Bart und verstollener Stimme in die Innenstadt getruën.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-29, 10:08:57
"Also eher am Sonntag Vormittag? Oder muss es der Samstag sein?

lg mm"

So frug mich - manchmal ist sie knapp wie ein Epigramm - zuletzt die liebe 'mm'.
Können wir zu Wien, am Sonntag (nach dem Ostersonntag), um, sagen wir, 10 Uhr, die Wiener Innenstadt durchwandeln? Ich empföhle die Anwesenheit der mm auf jeden Fall.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-29, 10:20:07
(...)
Ja, die säsonellsensationalen Pompabtielauftberagenen der jeweilgen Heimatorte mussten schon immer um ihren guten Ruf bangen, anxichts (und -hörs) der perVersen Meute, die sie da ciceron oren. Nach der PerVers Service Pack 1 @ Augsburg happschmich selber monatelang nur mit dunkler Brille, Perücke, falschem Bart und verstollener Stimme in die Innenstadt getruën.

Vom Herbeizerren und -zaubern der Wiener Straßenbahnen

Nun gut. Von mir sind ja die Leut manches gewuhn. Wie ich etwa, auf der Schiene stehend, mit einer Kraftgeste Wiens Straßenbahnen herbeizerre. Und siehe: Mehr als zwei Minuten hat's dann bis zur Ankunft selten gedauert!
Sogar meine Psychoanalytikerin befrug mich dazu einmal, was ich denn da auf der Schiene getan hätte.
Wird sich "da Brofässa" (von solchen erwartet fran sich zu Wien stets Schrullen und Unsinn) doch wohl dunkle Brille, Perücke, falschen Bart und verstoll'ne Stimme dersparen können ...

Probiert's auch einmal, es geht!

Jetzt häng ich Euch noch einen Link vom Richard Weihs (-> "Weinhaus Sittl") dazu:
http://members.aon.at/richard.weihs/termine.htm
"Wiener Wickel" liest sich für mich gut.
Etwa: "Explosive Mischung: Wiener Gründlichkeit und deutsche Gemütlichkeit".
 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-29, 11:23:25
Nicht Wichtigmache ist es, warum ich Euch meine letzte Mail an die liebe "mm" herhänge.
Aber mein Schreiben hat auch mit unserer Gesellschaft zu tun:

"Liebe "mm"!

Da frug ich halt noch "unsere" Leut:
http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,3074.msg50567.html#msg50567
Antwort #97.

Ein paar liebe alte Gedichte (von mir aus der Zeit von "Die kulturelle Wüste" - und, wie ich finde, besonders berührend - vom amarillo*) gäb's unter:
http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,239.435.html
Antworten #446 - #453.
Das ist fast eine Art gemeinsamer Lesung.
Diese geht aus einem h.ndf.ckordinären meiner Schüttelverse hervor, der lebhaften Tadel fand. An Feingeister: Bitte nicht lesen!

An ToleränzlerINNEN: Ich ward einmal, in einem Bahnhofslokal zu Hannover (Ich war dort, [vor oder] nach einer Literatur - "Leidzerreiß" - Veranstaltung, mit meinem Vater) Zeuge einer ähnlichen Invektive ("Einficktseif") eines, sagen wir, Obdachlosen, gegenüber der Wirtin. Das war so grotesk, weil es in einem, für unsere Begriffe, fast übertrieben schönen Hochdeutsch ablief. Etwa erinnere ich mich an: "Du bist nicht nur doof, du fickst auch noch schlecht!" Ein Gast wollte daraufhin dem Kerl eine stemmen - und frug, wieder in diesem Hochdeutsch, die Wirtin um ihre Meinung dazu. Sie wank ab ... That was Hannover!

Ganz, gaanz herzlich!
Der Berthold

*Der Herr kann, glaub ich, lyrisch echt was! Er klebt auch nicht, wie oft ich, am Metrum (weil ich da exakt sein möchte). Wenn er's braucht, schreibt er halt - nicht aus Unkenntnis, sondern sehr wohl aus Souveränität - eine Hebung mehr.
Wie in der letzten Zeile seines Sonettes das Metrum kurz, aus Trauer um den Tod einer alten, 'besungenen' Freundin, zusammenbricht, das schneidet ein, oder?
Beim amarillo paßt wohl sogar das "Neutsch" - das ich bei solchen Versen nur ungern verwende.
Er kann so etwas außerdem, einem Gefühl folgend, auch rasch hinschreiben. Deswegen frage ich ihn, falls ich irgendwelche sehr speziellen "Anlaß-Verse" brauche, gerne um Rat."   
 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-03-29, 12:00:46
"Also eher am Sonntag Vormittag? Oder muss es der Samstag sein?

lg mm"

So frug mich - manchmal ist sie knapp wie ein Epigramm - zuletzt die liebe 'mm'.
Können wir zu Wien, am Sonntag (nach dem Ostersonntag), um, sagen wir, 10 Uhr, die Wiener Innenstadt durchwandeln? Ich empföhle die Anwesenheit der mm auf jeden Fall.

Das klingt sehr gut! Ich für meinen Teil muss erst um ca. 15 Uhr das Stadtzentrum gen Flughafen verlassen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-03-29, 12:14:23
"Also eher am Sonntag Vormittag? Oder muss es der Samstag sein?

lg mm"

So frug mich - manchmal ist sie knapp wie ein Epigramm - zuletzt die liebe 'mm'.
Können wir zu Wien, am Sonntag (nach dem Ostersonntag), um, sagen wir, 10 Uhr, die Wiener Innenstadt durchwandeln? Ich empföhle die Anwesenheit der mm auf jeden Fall.

Das klingt sehr gut! Ich für meinen Teil muss erst um ca. 15 Uhr das Stadtzentrum gen Flughafen verlassen.

Dann sag ich's gleich der "mm". Du bist ja immerhin der Chef - und ein höchst bewundernswerter Administrator (von solch disparaten Individualisten wie wir es sind).
- - -
Ich hab's ihr schon guschrimp.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2012-03-29, 22:42:19
Geschnotze!

Meine Teilnunft wackelt noch ein wagn, weil mich einige private Turbulenzen vergessen michen, dass ich noch ein Hotel zu buchen habe. Sobald das erladogen ist, melde ich mich wieder.

Ankünftig wäre ich grundsaltz des freitags 16:44 Uhr am Praterstern. Item hat die GU abgesagen, aus sowohl termilnen wie auch finalnzen Gründen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-02, 14:50:57
Da ich mich um die Ostern herum zeitweise bei meiner lieben Mutter in Wiener Neustadt aufhalten werde, schreibe ich Euch auch die Telefonnummer von dort her:
0 26 22 / 81 5 86.
Tut's aber die alte Frau nicht quälen!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2012-04-03, 17:40:04
Zugfahrt ist bezåhlen, Pension Nossek ist geboochen. Rechnet fest mit mir!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-03, 17:41:00
Zugfahrt ist bezåhlen, Pension Nossek ist geboochen. Rechnet fest mit mir!

Sehr fein!
Ich seh mich schon die altrosa Brille & die "Helge-Schneider-Perücke" hervorkramen, wenn ich künftig, am Graben, bei der "Pension Nossek", vorbeiwandeln werde.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-05, 18:05:35
Folgendes schrieb mir die liebe 'mm':
(...)
"Sonst bestätige ich für übernächsten Sonntag: 15.April, 10 Uhr - einen
"Nachosterspaziergang" (aber: ich bin auch kein Reiseführer!)
Außer du zerstreitest dich bis dahin noch mit der Gruppe wegen vulgärer
verbaler Übergriffe.... dann absteniere ich mich!"
(...)

Ihr merkt dieses intelligente "auch". Fast ein Seufzer ...
Bei "absteniere" hat sie sich schon ein gwan ins Schüttelgereime gefonck.
Da ich mir in der österlichen Zeit keine vulgären Übergriffe (schon gar nicht verbaler Art) mehr leisten möchte, dedörfe es dabei bleiben.
Und - glaubt mir: Sie ist ein entscheidender (chwomulg "der e.e") Faktor!
Chfroyl hat sie mich gebeten, das Bild (Ihr Bild!), wegen irgendwelcher Rechte, aus unserem Forum zu entfernen. Es fiel Euch sicher auf, daß ich das getan habe - und zwar schweren Herzens, aber schnell & fügsam.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2012-04-12, 22:41:28
Nun, ich werde am Praterstern um 16.44 Uhr auf Gleis 3 ankommen. Ist denn schon eine Art des Zusammentruffs geplanen? (falls noch jemand wach ist, versteht sich.)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-12, 22:46:28
Nomma zur Wiederholung, ich komme am späten Freitagabend rum und werde dann bei Ku, amarillo und Günter durchklingeln, bis ich jemanden erreiche, und versuchen, zu den noch Wachen zu stoßen. Ich freu mich schon riesig. :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-13, 12:16:54
Nun, ich werde am Praterstern um 16.44 Uhr auf Gleis 3 ankommen. Ist denn schon eine Art des Zusammentruffs geplanen? (falls noch jemand wach ist, versteht sich.)

Na, da werden wir doch glatt dort sein. Gleis 3: gut zu wissen.
Auf Wiedersehen in Wien!
(Mein Jagdhorn liegt allerdings bei meiner lieben Mutter in Wiener Neustadt.)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-13, 12:29:35
Nomma zur Wiederholung, ich komme am späten Freitagabend rum und werde dann bei Ku, amarillo und Günter durchklingeln, bis ich jemanden erreiche, und versuchen, zu den noch Wachen zu stoßen. Ich freu mich schon riesig. :D

Lieber Kilian!

Wir (zumindest der Günter Gans, der Ku und meine Kwandag [= Wendigkeit]) werden zunächst (16: 44) den Übertreiber vom "Nordbahnhof" (Praterstern) abholen. Am Abend wollma dann beim "Hummel" sitzen: Mit dieser "messidsch" hat mich der GüGa heute am frühen Vormittag angerufen.
Schreib ich Dir noch zwei Nummern her, die Du wahrscheinlich noch nicht kennst:
Tel. +43/1/405 53 14: Café Hummel
(01) 405 76 45: Die Nummer vom Günter seinem Zimmer - "Hotel Donauwalzer" - Ottakringer Straße 5: http://www.booking.com/hotel/at/donauwalzer.de.html?aid=311092;label=hotel-70030-at-Vlmj8V9G_KLK_sDbRg*ctQS4852310484;ws=&gclid=CJKew4POsa8CFYRI3godWCcaGg
Gestern saßen wir - der GüGa und ich - bereits längere Zeit, zum Nachtmal & Nachtmahl, in meinem "Ur- & Hauswirtshaus", dem "Brandstetter".
Sei im "Rotgrünen Wien" schon jetzt willbekummnen!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Singularis porcus am 2012-04-14, 13:32:48
Und was geschieht heut? Waldspaziergang? Ist aber ein bisserl feucht hier, grunz.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: ICH am 2012-04-14, 19:41:29
Viele Späße euch allen!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-15, 19:32:26
Ich tu hier jetzt nichts anderes, als dem lieben Homer und der lieben R. - den, lieben, anderen nachtlur auch - das vielleicht (für mich halt) schönste Albert-Janetschek-Gedicht herzuschreiben:

lob des unvollkommenen

I

die schönsten werke
sind die nicht vollendeten: die häuser
an denen die phantasie noch weiterbauen kann
die kühnen bruchstücke und vorläufigen entwürfe
die noch alle möglichkeiten offen lassen

II

das endgültige
ist nicht mehr rückgängig zu machen -
auch was unsere irrtümer betrifft

III

wie gut fahren die zufriedenen
die gelernt haben
das leben als unvollkommen zu begreifen!
da sie keine zu hohen ansprüche stellen
wissen sie am ehesten
was glück ist

IV

von allen regierungen die beste
ist jene
die sich nicht zu viel vornimmt:
indem sie die möglichkeit
von veränderungen
in ihre pläne einbezieht
plant sie auf lange sicht

V

die schönsten werke
sind die nicht vollendeten: die skizzen
in denen so vieles angedeutet ist
die urschriften der gedichte
die noch den arbeitsvorgang erkennen lassen
und den ehrlichen schweiß
ihrer schöpfer

Weil ich auch Botaniker bin, noch zwei andere:


königskerze

du schöne
wie lange
regierst du noch

im reich
der wilden kamillen?

schon wächst
der beton
der wiese ins herz

schon arbeiten
schaufeln

an deinem grab


schafgarbe

mit schafsgeduld
und zäher
wurzelkraft

entgegenhalten
dem unrat
der zeit

ein weißes
blühn


(Aus A. J., "Kontraste" (1990), merbod-Verlag, Wiener Neustadt: 180 pp. + Inhalt.)

Ihr könnt schragen oder seiben, was Ihr wollt, aber mich erinnert das - heute - an manche chinesischen Gedichte. "IV" ist für mich geradezu 道教 - Daoismus.   
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-16, 12:34:48
Liebe TeilnehmerIN[NEN] der Wien-PerVers!

''''''Meine'''''' M., eine der gwänen Frauen, die an Esprit mit der "mm" mithalten können*, die Frau Professor also ("Warum damals nicht, Bertl, Du Riesendepperl!"), empfiehlt für Wien-Fans folgendes brandneue Buch als Pflichtlektüre:

"Beppo Beyerl, Rudi Hieblinger
Von der Paniglgasse zur Pinaglgasse
Eine Abschweifung vom Bobo- ins Prolo-Wien"


http://www.loecker-verlag.at/sites/dynamic.pl?action=shop&item=219&group=

Wenn's die liebe M. empfiehlt, dann ist's nahezu verpflichtend. Selber muß ich es nachtlur auch lesen. Werd vielleicht versuchen, eins für unser Bücher-Mausoleum aufzutreiben - selbst wenn ich dafür meine liebe Mutter anbetteln memüsse.

*Nur für den lieben Ku: In beiden Fällen (was heißt Fällen? - Steffelhohen Aufstiegen ...) der Wassermann. Hast Du's gestern erkannt? Dann bist Du echt eine "K. & K.", eine Kanone & Koryphäe. Dann ist Deine esoterische Bibliothek nicht nur ein Staubfänger.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-17, 11:25:41
Ich weiß, ich darf hier niemanden hetzen. Andererseits drängt brennende Neugier mich zu erfahren, waß sich denn so in Wien er·ing. Also: her mit dem Bericht!  :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-17, 14:44:36



Ein klein gwan schwer war nur, wieder und wieder Günthers, mich überraschendes, CSU-Gedankengut und seine bisweilen etwas sentimentalen Erärnne an Franz Joseph Bukettbüscherl, den Urenkel des Walzerkönigs, Schani Bukétt, zurückzudrängen.
"Unterm F. J., Bertl, hätt's den ganzen Unreim nicht gogemp!"
Ein bisserl hart war's auch, beim Günther, der ja ein schüchterner, tief ernster, fast nordtheutsch schweigsamer, bisweilen verbissen wirkender und etwas langsam und undeutlich sprechender Mensch ist, einen gewissen Gesprächsfluß heraufzubeschwören. Halt so ein stiller Johannes-Brahms-Charakter ... Auch aus seinem Leben und von seinen, offenbar sehr wenigen, Fahrten (meist in die allernächste Augsburger Umgab: Affing, Gabl- und Bobingen, Königsbrunn ..., selten bis nach Donauwörth) war kaum etwas zu erfragen. Zu jedem lächerlichen Achterl memuoss er erst viele Nüe lang angerogen werden. "Schau, Günther, der Wein in Wien hat doch Weltruf. Kamillentee im Packerl, Hagebutte ... oder Tschapperlwasser kriegst Du auch in Augsburg! ..."
Etwas penetrant fand ich auch jene Nikotinkaugummis, mit denen er ein altes Laster niederzuhalten versucht - und somit fortwährend die prallen, rosigen Wangen bewog.

Hä?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-17, 15:12:23
(...)
 

Hä?

Du, nix "Hä?". Da sich das Folgende eh ans Protokoll lehnen wird, memuoß ich ein bisserl unschenoren daherschwadronieren. Nach dem Prinzip: Nimm das Gegenteil an!
Aber das brauch ich Dir ja nicht zu schreiben ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Seufzer am 2012-04-17, 15:27:21
... memuoß ich ... unschenoren daherschwadronieren.

Vom Berthold nichts Neues.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-17, 15:31:56
... memuoß ich ... unschenoren daherschwadronieren.

Vom Berthold nichts Neues.

Na komm, Du naseweises Gästlein. Noch nie was vom Fachbegriff LEIDZERUTZ gehoren?
Seriöser als ich war doch zu Wien nur noch die Frau, der ich jetzt noch zu den zierlichen Füßen liege: die liebe mm. Frag die anderen! Oder Du hättest Dir einen Gballflug geliesten. Ins Grab mirnehmen kannst Du Dir doch eh nix! Kinder & Enkerln können ruhig selber gfloyß sein. Schad't nix!
& außerdem: Bei meiner Auswahl wohl echt guter Beiseln & Kaffehäuser - die sich zumeist fast wie durch Zufall ergaben und oft quasi an den Wegen liegen - war nicht besonders viel zu "brennen".
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Seufzer am 2012-04-17, 17:25:37
Ich habe nicht einmal die allerleiseste Ahnung, was Du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Einzig den ersten Satz habe ich davon verstanden.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-17, 17:41:59
Ich habe nicht einmal die allerleiseste Ahnung, was Du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Einzig den ersten Satz habe ich davon verstanden.

Langsam verliere ich das Vertrauen ins theutsche Schulsystem.
Wir sind hier kein ludus litterarum.
Außerdem ist das keine Seufzerbrücke, sondern der PerVers-Faden.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-17, 18:54:39
Ich weiß, ich darf hier niemanden hetzen. Andererseits drängt brennende Neugier mich zu erfahren, waß sich denn so in Wien er·ing. Also: her mit dem Bericht!  :D

Mich darfst Du schon ein bisserl hetzen
Ich kann jetzt nur, ganz seriös, mit dem Donnerstagabend anfangen, an dem es ja noch gar keinen Protokollchef - noch nicht einmal einen Archikollchef - gab. Als ich vom Osterbesuch bei meiner lieben Mutter in Wiener Neustadt zurückgekehrt war, rief mich auch schon, mit schüchterner Stimme, unser capitolinisches Mitglied, der liebe Günther (Ich schreib ihn justament mit "th".) Gans an.
Nun, um sieben trafen wir uns in "Brandstetters Weinstube", einem echten Vorstadtwirtshaus, ebenso auto wie chthon, ohne Luxus & Pflanz; 17. Bezirk: Hernals. Obwohl's irgend ein Reiseservice ist, paßt folgendes Bild ganz gut:
http://www.holidaycheck.at/reisetipp-Reiseinformationen+Gasthaus+Brandstetter-zid_11978.html
Das ist nun ein Wirt eher ohne Ortsfremde, mit Dialektsprechern durch & durch; mit echten, alten Alkoholikern, die noch ein Stündel an der Budel schlafen und einem ehemaligen Studentenpaar, das aus großem Idealismus heraus die Bude weiterführt.
(Ich gedenke nun in Trauer meines Schulfreundes H., der, eines Winternachts, im Vollrausch, dort vor dem Lokal zusammenbrach und wohl, vor dem Eintreffen an der Großen Schank, bei den zechenden Schatten, die Oboloi auf den Augen, nie wieder zu irdischem Bewußtsein gekommen war. Ich bitte um eine Trauerminute!)
............................................................
Nun aber weiter: 
Ich führ's schorchaus auf meine Anhwan[d]se zurück, daß ich so ein großes und gutes Gulasch, wie's dem Günther vorgnäsontz ward, vorher mein Leben lang noch nicht gesehen habe. (Das war nun die pure Währe.) Hielt dann selber, nach chätlen Apfelsaft gosprontz, mit einem Achterl einfachen, guten Schankrotens mit. Der Ober hat sich in neuerer Zeit angewohnen, mich fortwährend auf dem Schäuferl seines Schmähs sitzen zu haben, wahrt dabei aber Maß. Daß er den Gast an meinem Tisch fürzest beöge, war ihm volkommen klar.
Über unsere jeder Seichte abholden Gespräche muß der Günther berichten, auch, ob es nun echt eine mehrwöchige Zuckmücken-Radioserie (Schüttelverse kekünnen's, von mir aus, auch sein; sogar "dirty words" aus China; selbst Nestroy-Couplets mit eigenen Texten ...) im Bayerischen Rundfunk geben wird.

Ein klein gwan schwer war nur, wieder und wieder Günthers, mich überraschendes, CSU-Gedankengut und seine bisweilen etwas sentimentalen Erärnne an Franz Joseph Bukettbüscherl, den Urenkel des Walzerkönigs, Schani Bukétt, zurückzudrängen.
"Unterm F. J., Bertl, hätt's den ganzen Unreim und -fug nicht gogemp!"
Ein bisserl hart war's auch, beim Günther, der ja ein kindlich frommer, schüchterner, tief ernster, fast nordtheutsch schweigsamer, bisweilen verbissen wirkender und etwas langsam und undeutlich sprechender Mensch ist, einen gewissen Gesprächsfluß heraufzubeschwören und aufrecht zu erhalten. Halt so ein stiller Johannes-Brahms-Charakter ... Auch aus seinem Leben und von seinen, offenbar sehr wenigen, Fahrten (meist in die allernächste Augsburger Umgab: Affing, Gabl- und Bobingen, Königsbrunn ..., selten über Donauwörth hinaus) war kaum etwas zu erfragen. Zu jedem lächerlichen Achterl memuoss er erst viele Nüe lang angerogen werden: "Schau, Günther, der Wein in Wien hat doch Weltruf. Kamillentee im Packerl, Hagebutte ... oder Tschapperlwasser, das kriegst Du auch in Augsburg! ..." "Schnaps, Bertl?? Wo denkst Du hin! Das letzte Mal zur Abi-Feier."
Etwas penetrant fand ich auch jene Nikotinkaugummis, mit denen er eines seiner ganz gwänen Laster niederzuhalten versucht - und somit fortwährend die prallen, rosigen Wangen bewog.
Weil ich halt sehr dürr gewachsen bin, bewornd ich Günthers schwäbisches Bäuchlein.

Ich schreib nur noch her, daß ich den Günther, quasi in einer Ehrenrunde, noch in der 43er-Bim[m] zum Schottentor beglitt - nachdem er vorher schon, nicht ohne Penetranz, jede halbe Stunde auf Aufbruch gedrangen hatte und in sein Luxushotel ("Zum fidelen Uhu", weil's von den Schlaraffen verwalten wird) zurückkehren hawollente. (Dort seien zwei süße Chihuahuas, die das Hotel bewächen, mien der Günther. Wohltuend auch, daß es am Gürtel kein Fünkchen einer Brusteizutz mehr gebe. Niefräulein winke vom Fenster. - Dawider ist - selber bin ich ja recht weltgeriesen - das Bahnhofsviertel von, öh, Porto Allegre (Brasilien) ein Fenn des Süvels.
"Nein, Günther, Du brauchst Dich im 43er - zugugemp abends eine etwas heikle Linie, Tüger & Nerken & andere wilde Ostasiaten - nicht zu fürchten! Ich bin ja bei Dir! Ich bin zwar etwas zart gawanx (in Wien heißt das "schmoebiggd") und nicht allzu groß, gelte aber durchaus als Raufhansel! Ganz Hernals fürchtet meine Linke ..." Chandl, nachdem drei 43er schon vorbei waren, stieg er, die Arme eng an die Schenkel gedronck, ganz hinten im Anhänger ein. "Nun entspann Dich doch, Günther! Der Bengale dort vorn mit den 'stechenden Augen' ist doch ein heimreisender 'Kronen Zeitung'-s-Verkäufer!"

Jene Schotten waren gubrens Iren und versoochen vor laaanger Zeit, die Seelen heidnischer WienerINNEN zu retten. Ob es da für den Günther irgendeine Asso gab? Er wewull jedenfalls - das mit dem Hotel stall sich als nicht gracht, als bescheidener, verlegener Vorwand, heraus - in der finsteren Schottenkirche noch nächtens - und auf Knien - bis zum Morgengrauen bubipflanzen.

Irgendwann war auch die Rede von irgendeinem Rohkostsaft (ein Tuttisurium aus Karotten, Schalotten, roten Rüben, Granatapfel, Sanddorn, Sellerie, Krähenbeeren, Berberitzen, Polei-Gränke ...), dessen Trunk wohl so etwas wie ein Freundschaftsritual darstellt. Ein kleines Fläschchen habe er da mitgebracht. 
"Ja, Günther, trau's Dir doch zu sagen! Ist ja lieb! Da werden wir ein paar Schlückchen draus trinken - für Gesünde & Kumpanei! Trau Dich, Günther! Jetzt bist Du mit dem Flascherl im Plastiksackerl schon mindestens elf Stunden, in drei Personenzügen, gefahren!" 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Singularis porcus am 2012-04-17, 21:56:41
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-17, 22:05:34
Wäre schon schön, wenn es auch was in 'verständlich' gäbe. :-\
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-04-17, 23:14:30
... ja, vielleicht geht's ja ausnahmsweise mal ohne kaskaden aus abschweifungen, anspielungen, freien assoziationen und wikipedia-links? ... einfach nur ein paar gerade deutsche hauptsätze, aus denen man als nichtteilnehmer tatsächlich etwas verständliches entnehmen kann ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Beck Messer am 2012-04-18, 06:15:37
einfach nur ein paar gerade deutsche hauptsätze

Warum wird hier Deutsch gefrorden? Heißt es denn nicht "Wir dichten, denken und träumen auf Neutsch"?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Beck Messer am 2012-04-18, 06:21:41
und zwar sogar "... bis die möglichst maximalste Unverständlichkeit erreicht ist". (Siehe Startseite.) Und wenn es dann wirklich ein Mitglied fertigbringt, so zu schreiben, ist es auch wieder nicht recht?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-18, 08:59:31
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-04-18, 10:06:08
... und dann immer noch nicht verstanden habe, was der schreiber mitteilen wollte, dann ist das irgendwann nicht nur anstrengend, sondern einfach enervierend ...

... jaja, schon klar ... man muss es ja nicht lesen * ::) ...


* ehe das ultimative totschlagargument dieses forums gleich ein anderer bringt
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-18, 11:07:34
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...

Was, einen meiner Texte nur drei bis viermal? Ihr seid eh gut drauf.
Aber bei Robert Musil, den auch noch keiner verstanden hat (außer, vielleicht, der Bruno Kreisky), denken: 'Tschhahaah, das ist auch
der groooße Musil. -
Aber das ist nur das kleine Bertel.'
Leute, wir sind keine 'Gesellschaft der Überflieger'! 

Also, dann mehr einfach:
 
ich kommte am donnerstag von meiner lieben mutter heim. mutter muß ich nicht erklären. meine mutter heißt margarete janecek. margarete heißt "die perle". das ist schmuck, was von muschel gemacht werdet. und wie diesen namen müßt Ihr Euch die liebe frau auch vorstellen. steckt mich immer noch in den sack, im verstand. verstand ist das, was mensch mit delphinen, affen, elefanten, ameisen und vielen anderen tieren gemeinsam hat. pflanzen haben ihn nicht. oder doch? hier egal.
da rufte schon der liebe GüGa an. wir trefften uns, um sieben am abend, im gasthaus "brandstetter". abend ist tageszeit. sonnenuntergang und so. deutsche sind immer pünktlich. deutschland ist land in mitteleuropa, wo sprechen viele leute deutsch. auch türkisch und manche andere sprache. sprache ist so was, was mensch etwa mit bienen gemeinsam hat. bienen sind insekten. insekten sind kleine viecher mit sechs haxen, das heißt beinchen. können stechen, nämlich die weiberln und arbeiterinnen. die faulen mannderln nicht. schluß mit den bienen. eins noch, sie machen honig. honig ist, meistens bräunliches oder gelbliches, pickertes zeugs. schmeckt süß, fast wie zucker. zucker kommen von rübe oder rohr. das sind beides pflanzen. pflanzen haben oft grüne, flache gebilde. das sind die blatten. gebildete sagen auch blätter. können machen photosynthese. kann Euch bertl nicht erklären. mancher professor von die botanik, der kann vielleicht. ein professor ist ein oft urgescheiter mann, wo ist meistens schon alt. mehr hier nicht dazu. 
sonnenuntegang und so. "brandstetter" ist schöner, alter wiener vorstadtwirt. 17. bezirk. hernals. hernalser hauptstraße. was hernals bedeutet, interessiert Euch ja wohl eh nicht. seid fürs einfache. nahe ecke wattgasse. james watt iste erfinder. erfinder erfinden so technisches Zeugs. watt iste aus schottland. schottland ist teil von britische inseln. insel ist mehr kleines land, was ganz ist umgebt von meer. meer ist sehr oft großes gewässer. hat salz. salz schmeckt salzig. weißt Ihr eh.
zurück zum "brandstetter". doppelpunkt. bei doppelpunkt sind zwei punkte übereinander. bedeutet: da kommt jetzt noch was. chefin & chef vom "brandstetter" sind zwei stammgäste von früher. haben nebenher auch jetzt noch ihre normalen berufe. architekten oder so. zumindest er. architekten erkläre ich hier nicht. nachschauen in wikipedia. sie ist zart und lieb. Die tina, nicht die wikipedia. wiener täten sagen: "a(n) wöödkotß!" "wöödkotß" heißt weltkatze. ist sinnbild für liebe, junge Frau. man kann in wien auch sagen: "a(n) wöödhoos". heißt welthase. hase ist tier in feld mit lange ohren. kaninchen sieht fast so aus. baut aber bau. hase nicht. aber wohl nicht aus faulheit.   
Der Günther bestellte ein gulasch. das iste sehr groß und gut. Ich sehte selten ein so schönes. selten heißt nicht oft. Ich eßte eine hühner-brust mit pommes frites und gemüse. hühnerbrust heißt in wien hendelbrust. hat nix mit komponisten zu tun. komponisten schreiben noten. noten: symbole für musik. ein symbol heißt eigentlich etwas anderes. mehr schön: es meint etwas anderes. warum dann nicht gleich das, was es meint? mensch ist manchmal umständlich. liebt oft schnörkel. schnörkel sind halt umständliche sachen. zierde und so zeugs.
ach ja, vorher eßte ich noch eine bohnensuppe mit zwei broten. bohnen sind gemüse, was oft erzeugen fürze. furz ist darmgas. geht oft mit lärm ab. z.b. grollen. manchmal fast schon pfeifen. das ist das, was alte dampfloks, vögel und zeitweise auch menschen machen. diese runden dafür die lippen. lippen sind außen am mund. dampfloks und vögel zu erklären, das schenk ich mir. schenken ist hergeben, oft ohne was dafür zu haben. ist das, was ich da dauernd mache und oft noch dafür angepflaumt werde. dauernd heißt fast immer. pflaumen heißen in Wien meistens zwetschken oder zwetschgen.
hühner brauch ich nicht zu erklären.
pommes frites sind so gebratete kartoffeln, die eckig geschneidet werden. eher nicht gesund. eigener beruf im gastgewerbe: der pommes-frites-schneider. die kartoffeln heißen in wien erdäpfel. es gibt auch den karpfen-entgräter. karpfen ist fisch. fisch ist tier, was in wasser lebt. außer schlammspringer, was herumhupft in mangrovesümpfe. mangrovesümpfe: donald duck oder wikipedia.
wir halteten dann lange, tiefsinnige gespräche. tiefsinnig heißt, daß wo ein tiefer sinn drinnen ist. der Günther redet gut, schnell und viel. ist ja auch erfahrter sprecher beim rundfunk. bayern. bundesland von deutschland. siehe weiter unten. deutschland auch schon oben. rundfunksprecher sprechen im radio. radio ist, meistens kleiner, apparat, wo gibt, wenn man ihn eingeschaltet hat, worte oder töne von sich. apparat erklär ich nicht. Ist schon weit in der welt herumgekommt. Ich meine jetzt den Günther. der radio ist noch viel mehr weit herumgekommt. apparate sowieso.
trinkten auch wein, tee und schnaps. die brauch ich nicht zu erklären. nach elf uhr am abend fahrten wir mit dem 43er noch zum schottentor. der 43er ist eine bekennte wiener straßenbahn. eine linie. dort fahren die straßenbahnen immer die gleiche strecke. man kann sogar sagen: dieselbe strecke. es gibt auch den 42er und den 44er. straßenbahn sieht fast wie kleine bahn aus. fahrt meistens mitten auf straßen. die linie 43 verbindet den vorort neuwaldegg mit dem zentrum. dem schottentor. Die 'schotten' sinten in wahrheit iren. sinten mönche. haben damals noch sehr heidnische wiener bekehrt. viele wiener iren gehen jetzt noch in die schottenkirche. Das sagte mir gestern der declan, an der budel vom "café hummel". der declan ist ire. hummeln sind insekten. sind ein bisserl dicker als bienen. siehe oben.
der Günther wohnte in einem gürtelhotel. "warum denn das, lieber Günther?" - willte ich wissen. "hab es schon sehr früh bestellt. sind zwei neufundländer dort." neufundländer ist hund, wo ist schwarz und sehr groß. neufundland ist eine Insel, wo gehört zu kanada. kanada ist ein großes land in nordamerika. ein sehr großes. amerika ist ein kontinent. kolumbus hat es 1492 entdeckt. (vorher sinten da noch wikinger, über die ich nix erkläre.) kolumbus iste seefahrer. fahrte von genua raus auf das meer. habte gegen die skorbut fässer mit sauerkraut mit. sauerkraut ist ein gemüse. heißt, glaub ich, in manchen teilen von deutschland sauerkohl. die teile von deutschland werden bundesländer genennt. deutschland ist ein
land in mitteleuropa. mitteleuropa gehört zu europa. europa ist auch ein kontinent. dort ist viel alte kultur. kultur ist das, wo mensch mit affen und ameisen gemeinsam hat.
skorbut ist krankheit. krank sind menschen, wo nicht gesund sind. Bei skorbut fallen Dir zähne aus. zähne sind diese weißen oder gelben oder falschen dinger im mund. die falschen fallen bei skorbut nicht aus. mund ist öffnung unter der nase. nase kennt Ihr doch, oder?
der Günther sprechte: "bin frommer mann." (mann ist gegenteil von frau. vorne zipferl und zwei kugeln. kugel ist körper. das rundeste vom runden.) "habe trotzdem sünden. setze mich in schottenkirche. meditiere bis zum morgen." meditieren ist still dasitzen und so tun wie buddhistischer mönch. kopf senken, hände falten. buddhismus ist weltreligion. religion ist, was leute bekennen. jenseits und so.
der Günther sprechte noch: "wir machen morgen empfangskommitee für Übertreiber." kommitee erkläre ich nicht. der liebe Übertreiber ist ein ernster, junger mann, von früherer zone. ein student. das sind (meistens) die jüngeren an den unis. unis sind halt so höhere schulen. manchmal über 30 meter hoch. (meter erkläre ich nicht.) Für g'scheite leute. oft auch für dumme.
Übertreiber wird protokoll schreiben. protokoll ist so ein fades, oft unnötiges geschreibsel über sachen, wo man erlebt, was hindert, daß man sich sachen im kopf merkt. besser ist wiener schmäh. schmäh kommt von "schma israel". heißt "höre israel!" gemeint ist etwas verblüffendes. "verblüffen" ist erstaunen machen. wort von oben ist jiddisch. jiddisch ist eine sprache von die juden. juden sind auch weltreligion. alter glaube.
weil der alte homer blind iste und gar nix schreibte, ist sein werk auch weit guter als alles nachher geschreibte.- stimmt's, junger Homer?

Fußnote: wegen des besseren Verständnisses: 'Kommitee'.       
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-04-18, 11:19:30
... in der hoffnung, dass einer der anderen perVersen sich noch erbarmt und etwas in der bislang üblichen form und länge über das vergangene wochenende schreibt, um mich und andere interessierte über die wiener geschehnisse auf dem laufenden zu halten, klinke ich mich hier und jetzt aus der lektüre bertelesker schwurbel-schwall-beiträge, die scheinbar nur extreme kennen, dauerhaft aus ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-18, 12:00:31
... in der hoffnung, dass einer der anderen perVersen sich noch erbarmt und etwas in der bislang üblichen form und länge über das vergangene wochenende schreibt, um mich und andere interessierte über die wiener geschehnisse auf dem laufenden zu halten, klinke ich mich hier und jetzt aus der lektüre bertelesker schwurbel-schwall-beiträge, die scheinbar nur extreme kennen, dauerhaft aus ...

Lieber katakura!

"schwurbel-schwall-beiträge?"
Glaubst Du denn nicht, daß sich in Wien auch mehr tut/tat als, z.B., zu Neutsch oder selbst zu Würzburg? Eine kleine Bitte: Überleg Dir Deine hochgeschätzten Beiträge öfters ein bisserl mehr, ja? Glaubst Du, die lieben Leut in Wien haben jetzt gar nix erlebt, seien nur angeschwurbelt und -schwallt worden - oder was?
Wie's auch sei. Bitte, Beiträge #122 und #130 unbedingt lesen!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-18, 14:50:17
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.

Du, gibt's von Dir nicht schon stöfferne Modelle? Kannst Du den lieben caru drum angrunzen, wo selbige zu bekommen wären?
Ich nähme nämlich an, daß das schwarze, böse, unversöhnliche Herz der Taxlerin "Gerti mit die Pupperln" dahinschmölze, wenn ich ihr solch ein wuzi-liebes Tier schönke. Gestern stand sie wieder in der gewuhn'nen Reihe, ich aber wug mich nicht in dero Nähe.

Kekünne vielleicht sogar sein - das wag ich ja gar nicht zu hoffen - und sie stiege gaach mit mir in meine Wohnung hinauf (wo unten drunter die böse und doch fade ÖVP Hernals lungert) und täte, zur Versuhn, das mit mir, was halt (eher) erwachsene Menschen hin und wieder miteinander tun. Wobei sie bisweilen auch ein bisserl schnaufen. Strengt mich halt schon ein klein gwan an. Kann daher auch das sein, was EngländerINNEN als "to canoodle" bezeichnen. Sie grübe mir vielleicht dabei die ultralangen, grünlackor'nen Fingernägel in den Rücken. Meine "Harpfm" ist ja in neuerer Zeit frisch ranuworen, bzw. rapororen worden. Wäre einmal zu testen, was die "Bridschn" (Das war nix Uadineares!) aushält ...

Auf jedem* Fall, mit solch einem entzückenden "Weinderl" sänke die Gerda vielleicht in ihre aparten Knie. Vergösse oder zerdriäcke wogmolch gar ein paar Thränlein ...

*Der Dativ geht hier sehr wohl auch. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Wortklauber am 2012-04-18, 16:30:11
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...

Was, einen meiner Texte nur drei bis viermal? Ihr seid eh gut drauf.
Aber bei Robert Musil, den auch noch keiner verstanden hat (außer, vielleicht, der Bruno Kreisky), denken: 'Tschhahaah, das ist auch
der groooße Musil. -
Aber das ist nur das kleine Bertel.'
Leute, wir sind keine 'Gesellschaft der Überflieger'! 

Also, dann mehr einfach:
[.......]
Günther sprechte noch: "Wir machen morgen Empfangskommitee für Wortklauber." Wortklauber ist ernster, junger Mann von früherer Zone. Student. Das sind (meistens) die Jüngeren an den Unis. Unis sind halt so höhere Schulen. Manchmal über 30 Meter hoch. (Meter erkläre ich nicht.) Für g'scheite Leute. Oft auch für Dumme.
Wortklauber wird Protokoll schreiben. Protokoll ist so ein fades, oft unnötiges Geschreibsel über Sachen, wo man erlebt, was hindert, daß man sich Sachen im Kopf merkt. Besser ist Wiener Schmäh. Schmäh kommt von "Schma Israel". Heißt "Höre Israel!" Gemeint ist etwas Verblüffendes. "Verblüffen" ist erstaunen machen. Wort ist Jiddisch. Jiddisch ist Sprache von die Juden. Juden sind auch Weltreligion.
Weil der alte Homer blind iste und gar nix schreibte, ist sein Werk auch weit guter als alles nachher Geschreibte.- Stimmt's, junger Homer?     
Also ich habe mich köstlich amüsoren ob dieses Textes.
Nur das mit dem Wortklauber verstehe ich nicht.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-18, 16:40:06
Das war falsch. Es war der liebe Übertreiber. Ich bessere es gleich aus!
Tschuldigung! Der ist aber eh ein urlieber Bursche!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-18, 19:46:41
Günter, Übertreiber und ich beiten hinter den Kulissen schon am Protokoll ar. Ich setze den Donnerstagabend schon mal rein (fast ganz aus der Feder des gefiederten Frühankömmlings), den Rest versuche ich dann "zeitversetzt live" im Abstand von genau sechs Tagen zu den Geschehnissen folgen zu lassen.

Donnerstag, 12. April 2012

Günter Gans flog mit "Niki", der einstigen Fluglinie des einstigen Formel-1-Stars Niki Lauda und jetzigen Österreich-Tochter von Air Berlin. Zur Uniform der sehr jungen und charmanten Flugbegleiterinnen zählen Jeans. Bei Niki ist halt alles ein bissi Niki.

Erste Überrusch: Wiens U-Bahn ist zum guten Teil eine Hochbahn auf der Trasse der historischen Stadtbahn (http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbahn_Wien) des Architekten Otto Wagner, mit original erhaltenen Hochstationen von um 1900 im Jugendstil.

Zweite Überrusch: Aufem Fußweg zum Hotel Lust auf Kaffee versporen. Ersten Laden mit der Inschrift "Café" angesturen. Professionell einen "Großen Braunen" bestollen. Antwort: "Wir haben nur Kapselkaffee." Günter war ebenso schockoren wie später Bertl, als ersterer ihm dies erzohl. Das in Wien! Skandal! Ein Fall für Empörungsauftberagene.

Das Hotel "Donauwalzer" ist, nun ja, ein Hotel, immerhin verkehrsgünstig (vierspuriger Autogürtel vor der Tür und Bordell gleich nebenan) und mit einer 24 Stunden geonffenen Bar. Die Bude ist Baujahr 1901, verfügt über eine klassische Bassena (http://de.wikipedia.org/wiki/Bassena), trägt alle Spuren von Original bis zu neueren Renovurversuchen und ist von bizarrer Verschalcht. Zimmer 217 wönzög, nebenan die Wäschekammer. Günter war sich nicht sicher, ob beide nicht verwolchsen warden. Der Kleiderschrank hatte eine Grundfläche von sicher größer als DIN A 4, jedoch kleiner als DIN A 3.

Des Abends war Günter mit Bertl im Gasthaus Brandstetter (http://www.derbrandstetter.at/wak.html) abverroden, einem urigen Beisl mit guter Wiener Küche (kölstes Gulasch), ordelnten Weinen, tschechischen Bieren und sehr zivilen Preisen. Dort gibt's auch "das Kleinen für junge Gäste" auf der Speisekarte (http://www.derbrandstetter.at/essen/Speisekarte.pdf).
Man bekulk Xundheitliches, Reiseerlebnisse, Dialekte, die Politik in Wien, Bayern, Hamburg und den beiden Republiken (mit und ohne "Bundes-"), den therapeutischen Nutzen des Postens im Forum egal zu was, den enormen Reichtum Wiens an historischen und aktuellen Satirikern wie etwa Michael Niavarani (http://www.youtube.com/watch?v=v5cZaaRzwGk) u.v.m.

Bertl mien in der ihm eigenen, sanften, leisen Art, nein, er fœhle sich nicht überfallen von den PerVersen, welche sich ungefragen und uneingeladen auf Wien & ihn stärzen. Grobe Plünversuche in Sachen PerVers-Programm monden ins Ungefähre: "No, was wollter denn machen...?"

Bemerkenswert, dass es in Wien noch jede Menge Raucherlokale gibt. Und der Herr Ober hatte Wiener Schmäh drauf: Auf die Frage "Darf ich die Karte noch einmal sehen?" hielt er sie mit den Worten "Sicher. Bitte" hinter seiner Theke kurz hoch. Nach dem Essen eines Kaffees gelüstig, missiecht der Ganter als blöder Touri die Wurn des Herrn Ober, er sesülle später nicht über Schlaflosik klagen ob des im Milchschaum des "Großen Braunen" enthaltenen Wachmachers. So geschah's: Schlaflos im Bett wulzengewollen, was ob dessen Schmäle jedoch unmolg war.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-18, 22:10:08
Vielen Danke, ich habe verstanden - und das nach nur einmaligem Lesen! :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-04-19, 00:28:42
... dangge! ... bin gesponnen auf die ankondgeagenen fortsatze :)

Man bekulk [...] den therapeutischen Nutzen des Postens im Forum egal zu was ...

... oha! ... inwiefern ist das püsten therapeutisch? ... was gibt's denn da aktüll an gesirchenen und ungesirchenen medizinischen, psychologischen oder sonstigen -ischen erkenntnissen? ... hier öre mich eine kurze weiterführende ausfuhr (oder zumindest ein kleiner ganterscher abschwiff) sehr interess ... und kekünne man vielleicht mit diesem therapeutischen vorteil kunfgt auch auf der startseite wuchern? ... molgerweise ja im rahmen der avisorenen aktualisur der "neuesten nachrichten"?! ... voriges jahr: neutsch wird an schulen gelohren ... dieses jahr: posten im gsv-forum hat therapeutische wurk! :D ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-19, 11:01:24
Die PerVers XIV stand übrigens unter dem Motto:

Wiener Gründlichkeit und deutsche Gemütlichkeit

Nunmehr:

Freitag, 13. April 2012

Günter schloss nachfrühstücks im lauschigen Raucher-Innenhof des Hotels Bekunntsch mit dessen Sicherheitsdienst: den Neufundländern Eos (75 kg) und Alivio (80 kg), beide mit dem Gemüt liebebedürftiger Lämmchen. Das Sicherheitskonzept heißt also: Einbrecher totschmusen.
 
Um Bertl nicht zu sehr auf die Pelle zu fallen, solistische Rundtour mit der Bim Linie 1, dabei Beguck der prächtigen Ringstraßenbauten. Anxichz sonnigen Wetters Prater-Spazur mit obligater Riesenradfahrt. Mittagsimbiss(e) an einem recht netten Steiermark-Bauernmarkt (Trachtenkapelle und andere Holzhackerbuam-Folklore inclusive) vor dem imposanten Rathaus mit Verkust kölster Kleiniken von Zander, Forelle, Lachs, Schinken und Käse auf Brotbasis.

Später Telefonitis in Sachen Treffen weiterer PerVerser, weil die Organisur und das Zupottekommen des Bertls Stärken nicht sind. Zwischendurche Aufsooch von Café Hawelka und Trześniewski (http://www.trzesniewski.at/cms2/index.php), beides Must Have Beens.

Abhul des Übertreibers am Prater durch Günter und den Pompabtielvollmbeachtogenen Cicerone alias Bertl. Man besachtog den Prater minimalen Zeitaufwandes und ries alsbald gen Stadtzentrum, um den Nossekianer einchecken zu lassen.

Auf der Fahrt wurde Günter von gar vielen (zwei) Frauen auf seine entzückende Holzfliege angesprochen. Erst, um eine Spende aus seinem Kreuze zu leiern, dann aus aufrichtigem Interesse heraus.

Nach Besachtog des Zimmers in der Pension Nossek und ausgiebiger Benied des Übertreibers durch den wie erwåhnen, nun ja, verkehrsgünstig einquartorenen Ganter traf man sich mit Ku, Homer und dessen Angetrauter Rebecca im Café Hawelka, von wo aus es nahtlos zum sehr angenehmen Café Hummel ging.

Dort um 19 Uhr elnd größere PerVers-Runde. Diskuss um eine Frauenquote in der GSV. Diese muss diesmal von Rebecca alleine geschrloten werden, sie erhält daher das Amt der Frauenquotientin.

Günter über Rebecca: "eine der wenigen Frauen, die ich kennenlernen durfte, welche der Spottlust ausgiebig höldägen. Großartig."

Weil in Wiens Beisln heftig geraucht wird, bemark Ku, danach röche seine Kleidung nach Rauch, insbesondere aber seine Haare.

Bertl konnte den Wein "Rioja" empfehlen mit den Worten: "Der kommt von hier!" Günter: "Klar, weil ja die Habsburger auch Spanien beharrschen."

Man stoll fest, dass es sich bei Tatar schlicht um Sushi handle und Günter verstieg sich noch zu dem Würz-Burger, dass es sich in "Uschi's Eckkneipe" bei Tatar folglich um eine "Bulette nach Art von Uschi" handle.

Die Planungen zur samstälgen Reiseroute miech nur zähe Fortschritte. Klar war nur: Bertl will in den Zoo und Ku hat eh schon alles gesehen. (Er war ja auch schon seit Montag da.)

Vereinsmeierei I: Es ward das Amt des Auftberagenen für Ausglich und Salomonie sowie Salomonismus, Salomonei, Salomonizismus, Suleimanie und allgemeine Salomonität geschaffen, um es direkt Homern zuzuschachern.

Man stoll eine leichte dialektale Ahln von Braunschweig und Wien fest: Wo die Wiener aus "Steinen" monophtongierend "Sta͠aner" machen, wird aus "Braunschweig" ahln ein "Braunschwaaʲch". Was uns dazu brachte, eine "a‍j"-Ligatur einzuführen. Die wiederum verdächtig nach einem g aussah.

Zwischendurch immer wieder heilmes Wundern, warum der Große Sprachführer sich so verspot. Kontaktieren konnte er die anderen nicht, weil er nach eigenen Worten "handylos" sei. Das Gerücht miech die Runde, sein Nahtel sei beim Einchecken ins Flugzeug von den niederländischen Heimatschutzbehörden eingezogen worden wegen des Fundes obszöner, schielender Transvestitenponys. Tatsächlich war sein Handy schlicht schusselig in Groningen liegengelassen worden, die Heimatschutzbehörden dagegen ließen zwei Scheren und raue Mengen streichfähiger Körperpflegeprodukte im Handgepäck unangetasten. Zudem erfulg weder vor noch nach dem Fluge eine einzige Ausweiskontrolle.

Abverreden war, dass als Notfalltreffpunkt (falls bei Ankunft Cheffes das "Hummel" schon zu hat) das "Hawelka" aufzusuchen war und Günter war gar bereit, sich mit einer Brotzeit dort einschließen zu lassen, um den Chef persönlich zu empfangen. Leider schließen die Beisln meist schon zwischen 23 und 24 Uhr. Im "Hummel" gestielt sich der Rauswurf sanftfließend mit einem bestommenen, den Stammgästen seit Jahrzehnten vertruhenen Musikprogramm, darunter natulr Hans Moser. Nur Homer, Rebecca und Übertreiber warfen noch einen Blick in das Café Hawelka, ob dort der kommunikationstechnologisch herausgeforderte Kilian eingetroffen wäre. Sie verpassten ihn, wie sich später herausstoll, um wenige Minuten. Er traf kurz nach halb eins ein und las in vergeblicher Erwartung der PerVersen die Zeitungen. Hernach musste seinerseits dieser Freitag der 13. abgeschrieben und ins "Wombat's City Hostel @ Naschmarkt" zurückgekohren werden.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-19, 11:10:21
(...)
Bertl mien in der ihm eigenen, sanften, leisen Art, nein, er fœhle sich nicht überfallen von den PerVersen, welche sich ungefragen und uneingeladen auf Wien & ihn stärzen. Grobe Plünversuche in Sachen PerVers-Programm monden ins Ungefähre: "No, was wollter denn machen...?"
(...)

Donnerwetter, so genau kennst Du mich? Stimmt alles.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-19, 11:20:03
(...)
weil die Organisur und das Zupottekommen des Bertls Stärken nicht sind. Zwischendurche Aufsooch von Café Hawelka und Trześniewski (http://www.trzesniewski.at/cms2/index.php), beides Must Have Beens.
(...)

Beinahe korrekt. Ich bin im Herzen ein bisserl Daoist.
無爲 - wu²wei² - Nicht (wider die Natur) handeln. - Nein, das war kein Schmäh! - Oder beinahe keiner.
Ich laß nächtelang durchgegangene Dinge gerne so erscheinen, als hätten sie sich durch Zufall ergeben - und 'finde' Lokale, die quasi am Weg liegen. Etwa das "Café Museum", während des kurzen Regens nach dem Besuch der "Secession".
Oder jenes Café in Hietzing, nach der Gdurnchquar des Schönbrunner Schloßparks.

Ich schrieb auch ein bisserl was anderes über die PerVers, weil ich wußte, daß mit dem Protokollor'nen eh der liebe Kilian (oder der liebe GüGa?) brillieren wird. Dies war bisher auch echt bravourös.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-19, 14:17:49
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...

Bitte, bitte, nicht bös sein, ist eh nur ein Wiener Schmäh!
Aber manchmal wundert's mich, warum Ihr alle so Dozenten und so seids, die was gut verdienen - und ich sitz da in einem Kammerl, mit einem Lohn wie ein schlechter Hausierer.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Sammelbüchse am 2012-04-19, 15:22:25
... und ich sitz da in einem Kammerl, mit einem Lohn wie ein schlechter Hausierer.

Jawohl, jetzt gehts ihr gutverdienenden Gscheitler doch endlich amal her und sammelts a bisserl für den notleidenden, klagenden Bertl! Der kann sich ja kaum noch a Faverlsuppn leistn und schaut beinah wira Fetznpaganini aus. :'(
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Sigi Freud am 2012-04-19, 15:29:38

... den therapeutischen Nutzen des Postens im Forum egal zu was ...


Wer hat da wohl was mit wem bekolken und wenn ja, aus welchem Grund? Na?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-19, 16:11:03
... und ich sitz da in einem Kammerl, mit einem Lohn wie ein schlechter Hausierer.

Jawohl, jetzt gehts ihr gutverdienenden Gscheitler doch endlich amal her und sammelts a bisserl für den notleidenden, klagenden Bertl! Der kann sich ja kaum noch a Faverlsuppn leistn und schaut beinah wira Fetznpaganini aus. :'(

Ihr mit Eurem ewigen Seichtwitz, daß halt jeder von zwölf Computeranschlüssen unter dreizehn Pseudonymen schreibt!
Jetzt sogar schon in leidlichem Wienerisch.
Für den "Fetznpaganini" muasma schon was wissen, alle Guncht!
Caru, Du wirst mir doch jetzt nicht in den Rücken fallen!?
Ich nehmert das Gerschtl ja eh nicht an!
Aber ein bisserl komm ich mir manchmal schon vor wie der Schweizer Geologe, Paradiessucher und Lyriker Hans Morgenthaler:
http://www.onb.ac.at/siteseeing/lit/au4li/texte/einl.htm
Von dem hat noch niemand etwas gechnorr? - Weil wir halt, leider, keine Schweizerin dabeihaben. Leider!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-19, 16:24:40
Ich schrieb auch ein bisserl was anderes über die PerVers, weil ich wußte, daß mit dem Protokollor'nen eh der liebe Kilian (oder der liebe GüGa?) brillieren wird.

Wie gesagen, beide und Übertreiber. Der Text ist ein Gemeinschaftswerk. Mein Textanteil ist bislang logischerweise gering, ich war ja noch nicht da.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-19, 20:39:12
@ Bertl:

So schön ich Deine Nümmern 122 und 130 zulesen empfand: Es ströbe mir doch wider, mit "th" guschrimp zu werden. Schon Brecht bestand auf "Bertolt", nicht "Berthold", zu (b)Recht.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-19, 20:40:28
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.

A geh! Lieber Caru, Du gehörest doch nicht der Kamillentee-Weichei-Fraktion an, als dass Dich ein Stamperl ummihaue. Alles Trainingssache, wie bei Chilischoten.

P.S.: Die Warnhinweise priengen doch deult auf dem Etikett. Oder war die Beliucht unzurinchen?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-19, 20:42:26
Ugbrens oren Bertl und ich donnerstalg auch Mittelmeerinseln thematis, Bertl mehr unter botanischen, ich mehr unter touristisch-reminiszierlichen Xichzpünkten*. Unser beider Favoriten: Kreta und Sardinien, welch Einik.

*) Schönere Pluräle: der Punkt, die Pünkte. Wundert mich, dass das noch nicht drinsteht, liegt's doch so nah.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-19, 20:44:44
... dangge! ... bin gesponnen auf die ankondgeagenen fortsatze :)

Man bekulk [...] den therapeutischen Nutzen des Postens im Forum egal zu was ...

... oha! ... inwiefern ist das püsten therapeutisch? ... was gibt's denn da aktüll an gesirchenen und ungesirchenen medizinischen, psychologischen oder sonstigen -ischen erkenntnissen? ... hier öre mich eine kurze weiterführende ausfuhr (oder zumindest ein kleiner ganterscher abschwiff) sehr interess ... und kekünne man vielleicht mit diesem therapeutischen vorteil kunfgt auch auf der startseite wuchern? ... molgerweise ja im rahmen der avisorenen aktualisur der "neuesten nachrichten"?! ... voriges jahr: neutsch wird an schulen gelohren ... dieses jahr: posten im gsv-forum hat therapeutische wurk! :D ...

Nun, ich hoffe, hiermit nicht allzu private Intimitäten preiszugeben, doch im Falle Bertholds scheint das tatsalch funktion zu ieren. Jedenfalls scharld er mir Beisls, dass es ihm sein Los erlirchte, püste er ins Forum und ergösse seine vielfarbige Tinte auf hiesige Fäden. Merkt man ja seinen Beiträgen manchmal auch an.

Keine schlechte Werbe-Idee: "Posten im GSV-Forum ist gesund!"
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Pink Elt am 2012-04-19, 21:00:16
*) Schönere Pluräle: der Punkt, die Pünkte.

Da gäbe es auch noch den schöneren Singilar: Der Pinkt. Oder auch der Pụnkt.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: amarillo am 2012-04-19, 21:50:08
Nun, ich hoffe, hiermit nicht allzu private Intimitäten preiszugeben, doch im Falle Bertholds scheint das tatsalch funktion zu ieren. Jedenfalls scharld er mir Beisls, dass es ihm sein Los erlirchte, püste er ins Forum und ergösse seine vielfarbige Tinte auf hiesige Fäden. Merkt man ja seinen Beiträgen manchmal auch an.

Keine schlechte Werbe-Idee: "Posten im GSV-Forum ist gesund!"

Allerdings wage ich zu glauben, daß es nicht des Forums als Medium bedarf, ein Blatt Papiers und eine Schachtel Buntstifte erföllen m.E. den nämlichen Zweck. Wenn ich recht aufgepossen habe, kommt es in der therapeutischen Psychologie weniger auf das Wo, Wann und Wie der Äußerung an, sondern vielmehr darauf, daß man sich äußere.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Loser am 2012-04-19, 23:25:03
Nun, ich hoffe, hiermit nicht allzu private Intimitäten preiszugeben, doch im Falle Bertholds scheint das tatsalch funktion zu ieren. Jedenfalls scharld er mir Beisls, dass es ihm sein Los erlirchte, püste er ins Forum und ergösse seine vielfarbige Tinte auf hiesige Fäden. Merkt man ja seinen Beiträgen manchmal auch an.

Höchst interessant. Und wer erlirchte unser Los?

 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-20, 11:12:23
@ Bertl:

So schön ich Deine Nümmern 122 und 130 zulesen empfand: Es ströbe mir doch wider, mit "th" guschrimp zu werden. Schon Brecht bestand auf "Bertolt", nicht "Berthold", zu (b)Recht.

Also, lieber Günter. Dann schreib ich eine kleine Strafe:

Günter
Günter
Günter
Günter
Günter

Ich schrieb's jedesmal extra.

Der "arme B. B." hieß anfangs Berthold Eugen Brecht - wie du's ja eh seit Jahrzehnten weißt.

Noch für etwas möchte ich mich entschuldigen. Da ging einfach der Schmäh mit mir durch: Daß Du chnalm in der Schottenkirche mit gefnielten Händen dakniest und bis ins Morgengrauen hinein meditierst.
Dabei haben wir doch in meinem Kammerl ein paar originelle Fußnoten in "Das Kapital" belächelt ...   
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-20, 11:23:42
Nun, ich hoffe, hiermit nicht allzu private Intimitäten preiszugeben, doch im Falle Bertholds scheint das tatsalch funktion zu ieren. Jedenfalls scharld er mir Beisls, dass es ihm sein Los erlirchte, püste er ins Forum und ergösse seine vielfarbige Tinte auf hiesige Fäden. Merkt man ja seinen Beiträgen manchmal auch an.

Keine schlechte Werbe-Idee: "Posten im GSV-Forum ist gesund!"

Allerdings wage ich zu glauben, daß es nicht des Forums als Medium bedarf, ein Blatt Papiers und eine Schachtel Buntstifte erföllen m.E. den nämlichen Zweck. Wenn ich recht aufgepossen habe, kommt es in der therapeutischen Psychologie weniger auf das Wo, Wann und Wie der Äußerung an, sondern vielmehr darauf, daß man sich äußere.

Andererseits nehme ich es auf mich, nicht zu allen Gelegenheiten immer nur den starken Mann hervorkehren zu müssen. Ich brauche mir nicht jedesmal die Ärmel aufzukrempeln*, wenn ich hier ins Forum einsteige. Brauche nicht immer nur eine stolze Fassade zu bieten. Nicht immer nur Meinungen zu haben, wie man sie halt hat ...
Schau, da hat mir der liebe Homer eine tolle Sache erkloren: Daß chnalm der Platon in mancher Hinsicht keineswegs origineller war als die Sophisten, die er so gern als aufgeblasene Blödmänner dargestollen hatte.
Sehen wir's ausnahmsweise astrologisch: Laß Dir das mit dem Schütze-Vollmond, kurz nach der Mondfinsternis, einmal - privat - vom lieben Ku erklären.

*Hemden mit langen Ärmeln trage ich froychl eh sehr selten.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-20, 11:24:51
Nun, ich hoffe, hiermit nicht allzu private Intimitäten preiszugeben, doch im Falle Bertholds scheint das tatsalch funktion zu ieren. Jedenfalls scharld er mir Beisls, dass es ihm sein Los erlirchte, püste er ins Forum und ergösse seine vielfarbige Tinte auf hiesige Fäden. Merkt man ja seinen Beiträgen manchmal auch an.

Höchst interessant. Und wer erlirchte unser Los?

Du selber. Indem Du halt, z.B., in einem anderen Forum schreibst.

Aber das war jetzt nicht meine Art. Bleib uns erhalten! Da gibt's etwa den schönen "Beinkleid"-Faden. Dort droht meist keine Gefahr, verdorben zu werden.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-20, 11:34:02
Ugbrens oren Bertl und ich donnerstalg auch Mittelmeerinseln thematis, Bertl mehr unter botanischen, ich mehr unter touristisch-reminiszierlichen Xichzpünkten*. Unser beider Favoriten: Kreta und Sardinien, welch Einik.

*) Schönere Pluräle: der Punkt, die Pünkte. Wundert mich, dass das noch nicht drinsteht, liegt's doch so nah.

Puh, dann muß ich echt einmal nach Sardinien reisen. Vielleicht täte sich dort - neben all den wundersamen Knabenkräutern - etwas Reminiszierliches, was sich vielleicht später in Schüttelverse gießen ließe.

Da kannte ich schon als Zehnjähriger, am Weissensee (Kärnten), die liebe U. aus Stuttgart. Wir waren während jener Wochen in den Ferien beinahe unzertrennlich. Haben etwa einmal, in einer Wasserspritz-Schlacht, eine mächtige Wasserburg (= ein paar alte Bretter eines ehemaligen Steges) wider ihre beiden Brüder vertittegen.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: C.G. Jung am 2012-04-20, 13:28:17
Knabenkräuter, Spritzschlacht, vertittegen...

Hochinteressant   ::)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-20, 16:29:28
Samstag, 14. April 2012

Der interessante Teil des Tages begann für Kilian damit, dass er auf dem Weg von Hostel zur Recession (http://www.secession.at/) (denn dort hatte man sich, wie eine nunmehr endlich gegluckene Kontakaufnahme per Skype ergab, abverreden) eine rote Fußgängerampel überquerte und überraschenderweise ein emporenes "E rosso!" vernahm. Günter spazur vor zehn auf dem Naschmarkt (waaahnsinnige Leckereien; ein Lokal wirbt mit dem Spruch: Wir bereiten Ihre Speisen aus "frischen" Zutaten). Nachdem sich alle gefunden hatten, kam es ohne Ku (der kannte sie schon und hatte nach einer knappen Woche Wien-Sai-Sing Fuß und Rücken) zum Beguck der Secession (Günter vermot hier einen hauptamtlichen Kuppelputzer) mit Klimt-Fresken und teils origineller Kunst (http://www.secession.at/art/2012_snow_d.html), dann regenbedongenes Sitzenmachen im herrlen Café Museum (http://www.cafemuseum.at/cafe-museum/) bei je einer "Kaffe Tassé" (Günter).

Via Kärtnerstraße (Prachtpracht) ohne Frau Homer zum Stephansdom, Schnellbestieg der 343 Stufen des Südturms und antiklimatische Ankunft in einem hochgelegenen Souvenirshop durch Kilian, passive Teilnunft am Mittagsgottesdienst durch die unten Gebliebenen, Beaufzugung des Nordturms mit dessen gut 21 Tonnen schwerer Pummerin (http://www.stephansdom.at/dom_im_detail_pummerin.htm). Bemerkenswert ist neben der frischen Luft und der tollen Aussicht auf das schöne bunte Domdach, dass der zylindrische und ziemlich kleine Aufzug an drei verschiedenen Stellen seine Türen öffnen kann, je nach dem, ob man unten ein-, oben aus- oder ein- oder unten aussteigt.

Drauf (immer noch ohne Ku und ohne Frau Homer und nun auch ohne Kilian, der will eine Freundin treffen) Sitzenmachen im wunderbaren Café Diglas (http://www.diglas.at/), superbster Backhendlsalat, ziemende Würdik des Jiří-Winkler-Gedächtnisbarhockers.

Drauf (immer noch ohne Ku und ohne Frau Homer und ohne Kilian) Spazur durch den Park von Schloss Schönbrunn, erste Şprufki-Verkåst im Anxicht einer nackten Marmorbrunnennymphe von hinten. Gemeinsame Sprechübungen anmund der Namen Jiří, Trześniewski und Hřzibek. Leider war der Brunnen noch unbeworßen, was auch verzwulfene Flugrunden drehende Enten arg, die wollen schlielß elnd brüten.

Einkehr im feinen Schloss-Café Hietzing mit dazustoßendem Kilian. Anmurk: Jedwedes "Reserviert"-Schild auf jedwelchem Gastronomietisch meint natulr "für Bertl" – ein Gebot der Höflik. Auch wurden für Bertl Strichlisten gefohren, für jede seiner vielfachen Erwuhnen und Empfahlen des Zoos (was Wunder, als Zooniker und Botanologe) und seines Heimatortes Wiener Neustadt. Nein, Bertl, Österreich ist für eine PerVers jetzt erstmal nicht wieder dran.

Im Schlosscafé wurden die Anforderungen an Austragungsorte für Sprufkientkorkungen und -wiederentkrurken formuloren: etwas abgeschieden, möglichst lauschig, eine ebene Fläche, eine Sitzgelegenheit und eine Liegegesessenheit. Die drei letzten Anforderungen werden im typischen Fall simultan von einer Parkbank (nicht von einer proktonomischen, die hat keine ebene Fläche) erfüllt. Auch ein Springbrunnen oder Teich, vielleicht mit einem Koi, kann nicht schaden. "Das Sprufkiritual der GSV ist komplexer als eine japanische Teezeremonie", befand man.

Es ward gemaßmuten, Ku habe sich als "Frau" nur die Jankuscheit für ein paar Tage vom amarillo ausgeliehen, die ist ja ähln legendös und mysteriär. Aber Frau Ku soll tatsalch im/ums "Nossek" von neutralen (haha) Zeugen wie Homer gesehen worden sein. Aufgrund ihres geheimnisvollen Nichtinerscheinungtretens toffen wir sie zunächst R, dann 99 (vgl. Mini-Max (http://de.wikipedia.org/wiki/Mini-Max_%28Fernsehserie%29)).

Des Abends neunköpfige Hauptrunde im sehr anständigen Gasthaus s`Wickerl mit den (außer durch Bertl und Kilian) erstmals live kennengelornenen großartigen Kollegen Caru und Singularis Porcus, letzterer ein sehr ruhiges, freundliches Wildschweinderl von gutem Charakter, welches man jederzeit überallhin mitbringen dedörfe. Und es kann, was Keiler sonst nicht können: auf den Hinterbeinen sitzen.

Nachdem GU seit Darmstadt/Neutsch 2011 nicht mehr die Große Unbekonnene ist, ward zwischenfristig mm zur mmGU (möglichst maximalen Großen Unbekonnenen) ernannen, da ihr Mitwirken am Sonntag bis kurz vor knapp unsirch blieb. Das ist die Bertlsche Unschärferelation zu Terminen.

Es standen unter anderem Puntigamer – Das „bierige“ Bier –, ein Jugendgetränk! und Apfelstrudln’ auf der Speisekarte. Kilian fand im Laufe des Abends heraus, ob man die Anführungszeichen schmecken konnte (ja) und ob man das Ausrufezeichen schmecken konnte (nein). Das mit einem Gravis akzentuierte Leerzeichen im Namen der Gaststätte bereitete mehr Kopfzerbrechen. Konnte es als Apostroph gemienen sein, um die Auslassung von das in s anzuzeigen? Kaum, denn dazu stand es an der falschen Stelle. Die Einheimischen erhellten uns: Was hier ausgelassen ist, ist natürlich das Leerzeichen, also die Wortgrenze. Damit man nicht versucht ist, den Artikel und das Hauptwort getreent auszusprechen. Dass das Auslassungszeichen typografisch nicht als , sondern als ` realisoren ward, hat mit einer grafischen Anlehnung an das folgende W zu tun. Man spricht auch vom Anlehnungszeichen. Im Falle der Apfelstrudln’ blieb der Apostroph ein Mysterium.

Von typografisch geradezu penetranter Standardkonformität, was die Anführungszeichen angeht, zeigt sich hingegen die „72 Stunden Wien“-Karte, oder das “72 hours Vienna” ticket, oder die Carte «72 heures à Vienne», wie sie sich in drei Sprachen und jedes Mal mit den korrekten Anführungszeichen nennt (wenn auch die französischen Anführungszeichen es versäumen, sich von dem umschlossenen Text mit Leerzeichen abzusetzen). Da man es Kilian nicht recht machen kann, bezeichnete er diese Überkorrektheit als typografisch unschöne Lösung.

Nachdem Berthold die dazu unwilligen Gesellschafter die ganze Zeit in den Tiergarten Schönnbrunn zu schleppen getrachten, sich aber seinerseits gegen deren Ansinnen gesporren hatte, einen der berühmten Wiener Friedhöfe aufzusuchen, schlug Kilian als Kompromiss vor, man kekünne auf einen Friedhof der Kuscheltiere gehen. Zu dem Zeitpunkt war der Zoo aber schon geschlossen, was Berthold zu dem großen Entgegenkommen bewog, nun nicht mehr in den Zoo zu wollen.

Wir kriegten es kurz von dem russischen Buchstaben Ё (Jo). So wird, grob gesagt, das Е (Je) geschrieben, wo es Jo ausgesprochen wird. Zur Gram von Russischlernenden wird dieses relativ junge Diakritikum aber immer weniger verwandt. Die Stadt Uljanowsk gedenkt des aussterbenden Buchstaben bereits mit einem Denkmal: http://foretime.ru/pamiatnik-bukve/ Ein Karikaturist hat dies verorlben: http://orrmarshall.com/galleries_verbalism_Verbalist_Monument_for_the_City_of_Ulyanovsk.php

Nach dem Zahlen (eine Rechnung, fünf Rechnende, fünf Abrechnungsmethoden, wie durch ein Wunder hinterher die korrekte Menge Bargeld und ein sattes Trinkgeld auf dem Tisch - die Bank gewinnt immer) gab der Wirt seiner Neugier Ausdruck, was wir nun eigentlich für ein Verein seien: "Es hat sicher irgendetwas mit Gelehrsamkeit zu tun." Wir setzten es ihm auseinander, dieweil er einen Schnaps ausgab.

Sodann mitternälchte Şprufki-Zeremonie fast vor der Tür. Ganter lässt ins Nähkästchen des Şprufki-Grauimports blicken: Seine molwanîschen Gewährsmänner  Svjatoslav und Dragomir besäßen einen alten Ford Transit mit doppeltem Boden, welchen sie mehrmals im Jahr zu Übertritten in den Schengen-Raum nötzen. Als Schwarzarbeiterkolonne getornen (Maurern, Malern, Tapezierern, Fliesernlegern), befrörden sie in Wahrheit beträlchte Mengen des Flüssigsprengstoffs gen Westen, wo dieser immer mehr Freunde findet, wenn auch einige davon erblinden, aber das ist es ihnen (den Freunden, dem Svjatoslav und dem Dragomir) wert.

Caru beglitt uns noch ein Stück auf den rechten Weg, den allein er wusste. Zum Glück fahren freitagsamstagsnachts U-Bahnen.

P.S.: Edit hat (am 26. April) oben nur zwei Linx geradegerocken, auf dass sie nicht mehr ins leere "404 – not found" fœhren. Aber wer liest schon ältere als dreitagene Breitäge?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-20, 17:49:31
Wollt Ihr Euch noch - da ich nun hier anhaue - einen unpackbaren Ösi-Scheiß anhören? - :
http://www.youtube.com/watch?v=sdHiRk1cO6I
Schaut Euch nur einmal die rechte Hand (mit der "Pletsch'n" am Mittelfinger) jenes Mannes am Pseudo-Klavier an. Diese Finger! Ich erschrak!

Der Anti-Tip stammt von "meiner" großurgten, höchstbagampen Pianistin (und Juristin! Liebe Amy! - : eine potentielle Freundin), - der Frau Dr. M. S.
Wir beide waren längere Zeit das "Duo Unverhofft", mit dem - so damals meine Ansage - "einzig authentischen Nestroy-Couplet". 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-21, 14:45:50
Samstag, 14. April 2012

(...) Svjatoslav und Dragomir besäßen einen alten Ford Transit (...)

Da dem lieben GüGa ja nachtlur (wie auch mir) zu glauben ist, ließe sich der Konjunktiv 1 durch "besissen" herausarbeiten.
Nicht schlecht, Herr Specht, was?

Ich dachte, daß sie einen Scherm besissen.
Irrtum! Man hat sich, bis zum Steiß, besch.....
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-21, 16:35:34
Lieber Stollentroll!

Dein "Sie werden das Büch'l wegschmeißen vor Lachen!", oder so, drüben im Schüttelvers-Faden (dessen letzten Beitrag ich mir jetzt nicht selber zumüllen möchte), ist echt ein klasser Schmäh! Mag sein, daß ich heute Nacht schlecht schlief, aber über jenen Satz lach ich von Herzen! Ösi-Niwóo, echt!

Also dann! Die alten Spritzen immer gut auskochen und so! (Ich erinnere mich an meine alte Zahnärztin.) Oder habt Ihr nur noch dieses Wegwerfzeugs?

Weißt Du, was wir noch gemeinsam haben? - :
Ἁγνῶς δὲ καὶ ὁσίως διατηρήσω βίον τὸν ἐμὸν καὶ τέχνην τὴν ἐμήν.

Ich hau hier ab.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-22, 15:16:34
Ein kleiner Zusatz

Es ward hier so schön protokolloren. Allerhöchstens ein paar Sachen, die nicht so offen auf der Hand lagen, wurden vergessen. Etwa, daß ich, nach alter Sitte, eine kleine Reisebibliothek* mit mir trug. Gegenwurgt in einer recht femininen Tasche. Etwa ein paar Bücher zu Kunst und Charakter Wiens - vom Feinsten.
Ich zieg auch, mit einigem Bangen, der lieben Frau Homer ein Buch meines Vaters; den Dialektgedichte-Band "Wia Dgris[d]bamzuggaln in Süwwababia" [= Wie Christbaumkonfekt in Silberpapier]. Streng erschien sie mir. Doch da mork ich erst, welch kluge und brunnen-tiefsinnige Frau sie sein muß. Fast stiegen ihr chnalm Tränen hoch. Schrieb sich die Sache, auch mit jenem Verlag in Rothenburg ob der Tauber, auf - und tat sich offenbar mit dem eigenwillig guschrimpen Wiener Neustädtischen gar nicht schwer. Es war mir daher eine große Ehre, Ihr am nächsten Tag ein Exemplar (mit chinesischer Gwamnd) von "Im Reich des Wurstels: ein Alptraum in 17 Phasen" mitzubringen.
Froychl sah ich auch selten jemanden ein Kunstwerk so betrachten; etwa Gustav Klimts (Verzeih mir das kleine Geblödel, großer Meister! So bin ich halt.) "Beethoven-Gfries" in der "Secession".
"Der affenartige, nahezu unbesiegbare Gigant Typhoeus" (Wikipedia) ist gubrens, wie ich das zunächst irrtümlich annahm, nicht von Oskar Kokoschka und hat mit dessen "Gorilla" nichts zu tun.
Die Gbendut ihres Namens, (Laut Wikipedia: die Bestrickende, die Fesselnde, Verbindung Schaffende) wird bestritten. Nicht von mir.
Die oft unpackbare Plümpe meiner Wortspiele (und sei's nur das, an sich korrekt neutsche, "unterrassoren" für "interessiert". Ja, als ehrlicher, nicht taktierender,  sich oft genug entblößender Mensch schrieb ich sogar das her.) bleibt mir da im Halse stecken.

*Früher waren das oft zwei große Taschen voller Bücher.       
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-23, 01:24:32
Sonntag, 15. April 2012

Um Zehne traff an der  Pestsäule (http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Pests%C3%A4ule) am Graben mit der nicht hoch genug zu lobenden mm zwengs Altstadtspazur. Reichhaltiges Programm: Pawlatschen (http://www.wien.gv.at/spaziergang/innenhoefe/) in der Bäckerstraße. In der Jesuitenkirche (http://www.yelp.de/biz/jesuitenkirche-wien): barocke Pracht, großartige Akustik, darinnen Mozarts Credomesse live mit der hervorragenden Chorvereinigung St. Augustin und Orchester. Wie man Kirchen vollkriegt, das weiß er, der umtriebige Kunsthistoriker und Kirchenrektor Gustav Schörghofer. Just Glorias Finale erluschen wir, da wirz Günter schon mal feucht links und recht der Nasenwurzel, es ist zum katholisch werden. Welch Erlebnis, welch Timing, ob Zufall oder raffinorener Plan, bleibt mms Geheimnis.

Weiters in der Spazur: die Alte Schmiede (http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Schmiede_%28Wien%29) in der Schönlaterngasse, der Heiligenkreuzerhof (http://de.wikipedia.org/wiki/Heiligenkreuzerhof), die Ruprechtskirche (http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprechtskirche_%28Wien%29), die Synagoge (http://de.wikipedia.org/wiki/Stadttempel) und das Jüdische Viertel alias Bermudadreieck (Kneipenviertel), die Kirche Maria am Gestade (http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_am_Gestade), die Ankeruhr (http://www.wien-vienna.at/blickpunkte.php?ID=1271), der Vermählungsbrunnen (http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%A4hlungsbrunnen) (frisch gekrorchen und gegen neuen Taubendreck mit Netz versehen – Dialog: "Zuckmücken passen aber durch." – "Zuckmücken tun nur Gutes."), das Alte Rathaus (http://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Rathaus_%28Wien%29), die Hofkanzlei (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmische_Hofkanzlei) am Judenplatz und ebendortenes, architekturkritisch umstrittenes Holocaust-Mahnmal (http://de.wikipedia.org/wiki/Mahnmal_f%C3%BCr_die_%C3%B6sterreichischen_j%C3%BCdischen_Opfer_der_Schoah) sowie ein Würzburger: Beislschild "Bieradies" (hoffelnt hat's wer photograpsoren). Uffa, Günters Achzt sagt, er habe Fuß.

Nach Verabschod des Übertreibers Einkehr ins Café Bräunerhof. Das lebt offenbar vorwangd von seinem berohmenen Stammgast Thomas Bernhard (http://www.glanzundelend.de/auswahl/bernhardfrbogross.htm), der alles und jeden mit feinstem Schmäh hasste. Ihn nehmen sich die Ober zum Vorbild: wenn überhaupt sichtbar, dann ruppig statt wienerisch-charmant, lassen durchblicken, dass sie seit Bernhard, der auch sie hasste, zu Recht, niemanden, schon gar keine Touristen oder gar gemeine Wiener, durchgehen lassen. Am präsentesten war noch einer aus den Niederlanden, was Berthold sofort hor und sich bestätigen ließ. Wir toffen ihn, sobald er flugs wieder außer Hörweite war, Henk. Oder Ruud.

Frau Homer stößt dazu, mit frischen Erlebnissen aus dem Leopold-Museum (http://www.leopoldmuseum.org/) – in Wien klimt's gans schön arg. Man or Übersäzze (http://www.erata.de/autoren/millischer.htm) aus dem Französischen; Bertls Vaters Gedichte (http://www.podiumliteratur.at/preis/janetschek.htm); mms Gattens Storke/Schwüche französischer Verben (holla! eine Französisch-Abtiel am Werden?); Frau Homer als Frauenquotientin; Gründe für den weitgehenden Abwas von Frauen in der GSV, wo sie doch literatur- und sprachaffiner seien als Männer; Männer als eher sich in sinnlose Hobbys/Spleene Vertiefende/Verbeißende, wass eher pragmatischen Frauen fremd sei; u.v.m. diskut.

Kilian bemark, zur GSV-Mitgludsch bedürfe es eines gewissen Nerdtums. Idee: GSV-App fürs Schmartfon. Ablästern über den zeitgleich stattfindenden Wien-Marathon: Ironman für Arme & Alte = Rudeln & Radern.

Nach und nache Verabschod der Heimeilenden. Als sich gegen dreie der tägliche Kaffeehausmusikant für seinen Auftritt riast, war's auch für den Ganter Zeit, Bertln und Wien baba zu sagen.

Austragungsorte zukünftiger PerVersen wurden über die Tage vertielen diskutoren. Berlin wird auch bei der nächsten Abstimmung wieder zur Wahl stehen, denn es ist ein bewährter Kandidat. In dem Sinne, dass es mehrfach gescheitert ist (übrigens der Titel von Karl-Theodor zu Guttenbergs nächstem Buch). Marburg wird als besonders aussichtsreicher Kandidat für die PerVers XV geholnden. Berthold ward nicht müde, Wiener Neustadt ins Feld zu führen.

Günter Gansens Rückflug: Niki und Air Berlin sind jetzt ein bissi Mehdorn. Nach Buchung vier Briefe von dem Laden zu Flugzeitänderungen erhalten (Abflug früher, Rückflug später – ok, wenn man mehr von Wien haben möchte und sonst nichts vorhat). Rückflugs Schwechats Anzeigetafels erfahren, dass "planmäßig" jetzt 19.40 Uhr statt 19.20 Uhr heißt. Wirlk war's dann 20.50 Uhr. Mehdorn, Mehdorn... Air Berlin kann nimmer guten Gewissens empfohlen werden. Trotzdem kam der Ganter dann noch nach Hause gekommen, weil er den CityNightLine der Deutschen Bahn doch noch erwusch, weil der mit 20 Minuten Versput vom Startbahnhof LOSfuhr (Mehdorns Erbe an Grube). Geschafft!

Nachtragsel:

Wir entdaken viele scharmöse Austriazismen (oder heißt's Austrozismen?), wie:
das Geldbörsel
jdn. klagen
der Mistkübel
das Sackerl fürs Gackerl
u.v.m. (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Austriazismen)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-23, 08:28:17
Wohl noch ein kleines Stück Seelenverwandtschaft mit der lieben Frau Homer:
Ich pack mir, unter all den Pflanzenwundern Kretas, die Orchideen heraus.
Sie storz und meditor sich, unter all den Kulturwundern Wiens, in der Hauptsache auf und in den Jugendstil.
Gemeinsames? - Na, dann seht Euch einmal die fast unüberbietbare Blüte von Ophrys speculum an:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/3131499
Und dann ein Stück des - sagen wir: Prager - Jugendstils:
http://www.f1online.de/de/bild-details/5092804.html
 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-04-25, 21:30:09
Nachtrag zum Samstag

Im Wickerl tafelnd mielen wir uns noch ein ganz anderes Menü aus. Ich kriege es leider nicht mehr ganz zusammen. Aber es ging darum, dass auf Otto von Habsburgs Grab Schwammerln wachsen. Er selbst wird exhumoren, gefriergetroncken und in ein Gewölbe verlegen, in dem dann die getronckenen Habsburgerkeulen hängen (gibt ja schließlich auch den Hamburger Speck, warum nicht den Habsburger). Nur der Erzbischof kriegt an hohen Feiertagen von seinem Kammerherrn eine Scheibe heruntergesulben. In einem Hinterzimmer der Gruft nimmt er dann ein Carpaccio von Otto an heiligen Habsburger Schwammerln ein. Ein Fall für den Menschengerichtshof!

Nachtrag zum Sonntag

Auf unserer Stadtwlund mit mm kamen wir auch an so wunderbaren Dienstleistungsbetrieben vorbei wie einem Schreibbüro und einer Literaturkanzlei im Basiliskenhaus neben der Jesuitenkirche. Letztere hatte gerade Literarische Portraits im Schaufenster, das waren Bilderrahmen mit Titeln und Urheberrechtstextwänden drin, wie im Kino oder auf DVD.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-26, 09:22:58
Jaa, der Otto an Schwammerln. Gans großer Operettenwalzer.

Inzwischen auch als Fast-Food-Variante erhältlich: als Habs-Burger (sprich wie: Happs-Böager).
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Übertreiber am 2012-04-26, 22:43:21
Ach du liebes Lieschen, ich schaue viel zu selten hier herein. Habe gerade einmal meiner Aufzeichnungen letzten Teil digitalisch georen, da ist bereits alles veroffontluchen. Na dann seien es halt Nachträge.

Nachtrag zum Schlosscafé Hietzing:
Ob des Urheberrechts- und Namenstreits zwischen Serbien und Wien um die Krainer Wurst entspannen sich flugs Verschwörungstheorien. Man vermoot, die USA erklügen bald das Bäckerhandwerk des gesamten Universums, weil sie herausfanden, dass unter der Hand Amerikaner verkauft würden.
Die Tschechen schlügen dann sicherlich mit einem Patentklage bzgl. des Budweiser Bieres zurück und die k.u.k Monarchie schlösse sich dem an, indem die Bäckerei Gugl-Hupf (benannt nach den Gründern Franz Gugl und Anna von Hupf) den Internetriesen Google verklüge.

Weitere Themen waren die bizarren Uniformen der griechischen Armee, die indisch-pakistanische Grenze, eine ältere Dame mit bonbonrosa Haar sowie das "Ministry of Silly Walks".

Verwaiste Nachträge des Samstags:
Hartnäckige Überlegungen, wie die eindeutige Interpretation von Formulierungen wie "diesen Montag" ist. Ergebnis:
"Diesen Xtag" heißt: "diese Kalenderwoche am Xtag".
"Nächsten Ytag" heißt: "nächste Kalenderwoche am Ytag".

Völlig zusammenhangslose Notiz: Weltpilzsammlertreffen.
"World mushroom picker championships -- connecting mushrooms all over the world".

Die Stadt Dornau a. d. Donau ist anfällig für Rechtschreibfehler.


Nachträge zum Restaurant Wickerl:
Weitere Schüpfe zum Thema „Protokoll“:
Eschatokoll: Letzter Aufkleber
Deuterokoll: das zweite Stück eines Pergamentenflickenteppichs
Meta- und Mesokoll: Das Dazwischen- und das in die Mitte Geklebte

Neue Störke:
dolmetschen (bishher: dolgemotschen)
Aus Tierschutzgründen sollte der Olm aber befrien werden:
ditscht olm, datsch olm hat olmgedotschen
item: verweigern, mit Bertlschem N im Perfekt ein Kandidat der mmU:
Mögliche Partizipien wären:
n̈verwirg, vnerwirg, verwirng, verwirn̈g. (n̈: silbisches N)

Weitere Impressionen des Abends:
„Da sind die Übergänge sehr fließend – abgesehen von der Mauer.“
Ein Angriff ist definitiv ein nicht vollendeter Griff.
Woher stämmt der lateinische Name Wiens, „Vindobona“? (Meister Küchenetymologie sagt: Es ist eine verballhornte Form von „Weinfreunde ab der Donau“!)
Weil die Pariser Metro keine Rolltreppen hat, gibt es dort keine gehbehinderten Menschen. Ein klassisches Beispiel natürlicher Selektion.
Ein Dofus ist ein က, das man in Textdokumenten erhält, wenn man eine falsche Zeichenkodierung verwendet.
Der Große Sprachführer empfahl die Serie Green Wing auf www.*hust*.org.
Des Übertreibers Radiowecker hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag selbständig um zwei Stunden zurückgestellt und sich so trefflichst seiner Aufgabe entschlagen.
Günter will ein Erinnerungsfoto aus Molwanîen ins Forum stellen.
Caru verschmäht die Handelsklasse I und käuft lieber Sonderzeichengurken.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-30, 01:31:14
... die Heimatschutzbehörden dagegen ließen zwei Scheren und raue Mengen streichfähiger Körperpflegeprodukte im Handgepäck unangetasten.

O Scheff, es geht mich ja nichts an, aber welche Materialien schlöppest Du denn zu einer Internationalen PerVers (InPerV), statt eines Nahföns?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-30, 01:34:08
Noch für etwas möchte ich mich entschuldigen. Da ging einfach der Schmäh mit mir durch: Daß Du chnalm in der Schottenkirche mit gefnielten Händen dakniest und bis ins Morgengrauen hinein meditierst.

Aber geh, Bertl, das macht doch nix, passt scho. Schöne Idee...

Zitat
Dabei haben wir doch in meinem Kammerl ein paar originelle Fußnoten in "Das Kapital" belächelt ...

Daran kann ich mich nun überhaupt nicht mehr erinnern, obgleich ich zielm sicher zu wissen glaube, naa, zu glauben weiß, dass das molwanîsche Gurkenwasser donnerstax noch unangetasten blieb...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-04-30, 01:59:38
@ #168:

Diese Nachtragsel geraten lanxam zum chronolgen und inhallten Duranand (http://www.beste-rezepte.de/index-13820.php) (schwäb. f. {Kaiser}Schmarrn). Das macht aber nix, geben sie doch gerade deswegen die leicht zerfirsene und höchst hilariöse Atmosphäre der – ja, ich wage es zu sagen: Großen* – Wiener PerVers wieder.

Hier n paar mehr:

Homers Angetruëne hat gleich drei Mitgliedschaften auf einmal:
•   Einmal eine Familienmitgliedsch über Homer,
•   eine Ehrenmitgliedsch für zufällige Begnag und
•   einen Posten als Auftberagene für flexible Frauenquoten (kurz: Frauenquotientin).

Bertl brach zwischendurch mit wahrhaft kraftvollem Bassbariton in Sai-Sing** aus.

Zu Bahnhofsumbauten:
Inner Menge europäischer Städte wird zurzeit offenbar anner Menge Schieneninfrastrukturprojekte gebauen, so auch in Wien. Der Bahnhof Landstraße/Wien Mitte ersetzt hilfsweise einen anderen, derzeit umzubauenen, und wirkt daher leicht verwirrend auf den Fahrgast.
PerVerses Zitat dazu: "Och, da macht Euch mal keine Sorgen. Stuttgart wird komplett unter die Erde verlegt, und da gehört es auch hin."

*) schon wg. Höhe ü.N.N. und lichten Umfanx des Ciceron Ierenden.
**) = Beim Sightseeing anxichz gëiegnener Akustikräume kurz & LAUT Meisterpassagen intonieren.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-30, 10:15:34
(...)
Zitat
Dabei haben wir doch in meinem Kammerl ein paar originelle Fußnoten in "Das Kapital" belächelt ...

Daran kann ich mich nun überhaupt nicht mehr erinnern, obgleich ich zielm sicher zu wissen glaube, naa, zu glauben weiß, dass das molwanîsche Gurkenwasser donnerstax noch unangetasten blieb...

Na, ganz ohne Schmäh geht's ja nun auch nicht, oder?

Eine Fußnote K. Marxens zu "Das Kapital" schreibe ich herein; die Nr. 3:

(Thema: Der Arsch?)

"Die breimäuligen Faselhänse der deutschen Vulgärökonomie schelten Stil und Darstellung in einer Schrift. Niemand kann die literarischen Mängel des »Kapital« strenger beurteilen als ich selbst. Dennoch will ich, zu Nutz und Freud dieser Herren und ihres Publikums, hier ein englisches und ein russisches Urteil zitieren. Die meinen Ansichten durchaus feindliche »Saturday Review« sagte in ihrer Anzeige der ersten deutschen Ausgabe: Die Darstellung »verleiht auch den trockensten ökonomischen Fragen einen eignen Reiz (charm)«. Die »S.-P. Wdomosti« (St.-Petersburger Zeitung) bemerkt in ihrer Nummer vom 20. April 1872 u.a.: »Die Darstellung mit Ausnahme weniger zu spezieller Teile zeichnet sich aus durch Allgemeinverständlichkeit, Klarheit und, trotz der wissenschaftlichen Höhe des Gegenstands, ungewöhnliche Lebendigkeit. In dieser Hinsicht gleicht der Verfasser... auch nicht von fern der Mehrzahl deutscher Gelehrten, die... Ihre Bücher in so verfinsterter und trockner Sprache schreiben, daß gewöhnlichen Sterblichen der Kopf davon kracht.« Den Lesern der zeitläufigen deutsch-national-liberalen Professoralliteratur kracht jedoch etwas ganz andres als der Kopf."

"Die breitmäuligen Faselhänse der deutschen Vulgärökonomie" - "zu Nutz und Freud" - "Verfinsterte(.) und trockne(.) Sprache" - "kracht (...) etwas ganz andres als der Kopf." : Der "Löwe von Trier" und "Meister der Fußnote", nun gar als Ehrenmitglied der "GSV"? Sesülle ich mich ein bisserl umlesen/füßnöteln? 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-04-30, 11:38:52
(...) die leicht zerfirsene (...) Atmosphäre der – ja, ich wage es zu sagen: Großen* – Wiener PerVers wieder.
(...)

"Zerfirsen" - ? Ist das "zephyrisch", lieber GüGa?

Ceterum censeo Oppidum Novum Vindobonensem propediem ab omnibus esse celebrandum.
(Ich ersuche um - chmolge - Kurrechtsaur.)
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Pauker am 2012-04-30, 16:57:44
Ceterum censeo Oppidum Novum Vindobonensem propediem ab omnibus esse celebrandum.

Oppidum Vindobonense!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-01, 00:27:07
Fein,  Bertl, den Satz kekünnest Du Dir doch als Signatur* einrichten, auf dass er kunfgt am Fuße aller Deiner Beiträge erschiene, zur ständigen Erarrn aller. Denn "Ceterum censeo..."-Zitate entfalten ihre schlusselnde Wurk ja nur durch das Prinzip "steter Tropfen". In ein paar Jahren kekünne es durchaus klappen.**

*) Findstu unter Profil > Forum Profil > Profil-Einstellungen > Signatur (Signaturen werden unter jedem Beitrag und jeder Privaten Mitteilung angezeigt)
**) Jedoch – sesülle uns das perVerse Treiben mal wieder gen Austriakien locken, beöge ich zunächst Locations wie Salzburg, Graz, Innsbruck oder die Wachau vorz, scho zwengs kultureller und städtebaulicher Schätze.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-01, 00:44:33
(...) die leicht zerfirsene (...) Atmosphäre der – ja, ich wage es zu sagen: Großen* – Wiener PerVers wieder.
(...)

"Zerfirsen" - ? Ist das "zephyrisch", lieber GüGa?

Naa, so graecophon bin i ned, da gips hier Homerisch Zuständigere. Es kömmt von "zerfasern", wg. der teils unvollgstandenen Personäle dieser PerVers, will sagen, teils abwegigen Mitgliedern.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-01, 00:47:56
Schabauno a paar Nachklappsel:

Samstag, 14. April 2012

... Stephansdom... passive Teilnunft am Mittagsgottesdienst durch die unten Gebliebenen...

Übertreiber mien dazu:
Man vermot, die katholische Kirche musste einmal sehr sauer gewesen sein, als sie ihr Monopol auf Horror und Sex verloren hatte.
Außerdem entdak man eine unleserle lateinische Inschrift*, die vermult gar kein Latein war, sondern ein uraltes österreichisches Schnitzelrezept.

Der Übert Reibende mark Wegs gen Schönbrunn ver, Günter habe unter Wegs postul georen, dass künftige pervertische Orte nur noch oberirdische Verkehrsmittel haben dürfen – um anschließend zum wiederholten Male dieses Tags in die U-Bahn zu steigen.

GüGa meint dazu: Ebend rum, ich kenn' prickelndere perVerse Beschaftoge als zig Schienenkilometers Tunnels durch Metropolen zu gondeln. U-Bahnen sind zmeist ein eher iiher Ort.

Übertreiber über GüGa: Man mork an seinen Verlesern, dass ihm Wien langsam zu Kopfe stieg: Auf einem Poster las er „Panade“ statt „Parade“.

Das Schloss entpopp („entpuppen“ ist noch nicht gestorken!) sich als ansehlner Bau, auch wenn er in der Farbe eines Vorortreihenhaussiedlungseinfamilienhauses gestrichen ist - Bertl bezinch es als „kaisergelb“, Übertreiber als „orange“.

Der Wochenend-"Standard" tolt u.a. mit einem anagrammatischen Mercedes-Inserat, wass lobende Erwahn fand.

*) Sind die Phötö aus der Dulnk was geworden? Falls ja, kekünnen wir weiter an der Entzirff werkeln.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-01, 01:07:22
Nachtrag zum Schlosscafé Hietzing:
Ob des Urheberrechts- und Namenstreits zwischen Serbien und Wien um die Krainer Wurst...

*pünkterlschaaß*: Slowenien, nicht Serbien, sei in diesem (http://de.wikipedia.org/wiki/Krajina) Fall die klagende Partei (http://de.wikipedia.org/wiki/Kranjska). Ende *lercherlfurz*

Nebenbeier Abschwiff: Die berohmen-berachtogenen Käsekrainer (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4sekrainer) scheinen derzeit auf kulinarrischem Siegeszug von k.u.k.-Gefilden gen Nordwesten befilnd. Am Ostersonntag frühmorgens durfte der Ganter erleben, wie an einschlägigem, Angebots neuerdinx um ebendiese Spezialität erwúrtenen Standl im Münchner Hauptbahnhof einer der fröhlichen jungen russischen Kunden vor ihm beim Anbeißen einer solchen haarscharf an ihm vorbei ejakulor.
*wiedereinschweif*

Mehr zu Würsteln: Elnd mal Live-Diskuss des endlosen Würstlthemas, nälm, dass, scheint's, die Augsburger Wiener in Wien Augsburger, in Frankfurt Wiener oder Augsburger, die Frankfurter Augsburger in Augsburg Frankfurter heißen. Oder so ähnlich.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Singularis porcus am 2012-05-01, 12:57:45
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.

Du, gibt's von Dir nicht schon stöfferne Modelle? Kannst Du den lieben caru drum angrunzen, wo selbige zu bekommen wären?



Der caru läßt vermelden, du möchtest doch bei der nächsten Schönbrunn-Tierpark-Tour einen Blick in die WILD REPUBLIC tun. Da gäbe es welche, die mir leidlich ähnlich sähen, wenn auch nicht bei allen der intelligente Blick gleich gut getroffen sei.

Solch stöffener Eber Wurk auf resche Taxlerinnen sei allerdings bis dato unerfurnsch.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: caru am 2012-05-01, 14:05:50

Hartnäckige Überlegungen, wie die eindeutige Interpretation von Formulierungen wie "diesen Montag" ist. Ergebnis:
"Diesen Xtag" heißt: "diese Kalenderwoche am Xtag".
"Nächsten Ytag" heißt: "nächste Kalenderwoche am Ytag".


Ein Dofus ist ein က, das man in Textdokumenten erhält, wenn man eine falsche Zeichenkodierung verwendet.


Zum ersten: Ist doch völlig klar, oder? Jedenfalls benutze ich das schon so, seit ich ein Bewußtsein für Wochentage und Dergl-Eichen habe, und werde regelmieß mißverstanden.
Hierzu paßt der berühmte Ausspruch des Gothaer Gymnasiallehrers Johann Georg August Galletti (1750-1828): "Künftigen Dienstag ist Äquator."

Zum zweiten: Mitnichten, das ist ein Tofu (maßen es ein mäßig, doch merklich strukturorener weißer Würfel ist).
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-02, 01:03:28
Mehr Nachschiebsel:

Nachträge zum Restaurant Wickerl:
Weitere Schüpfe zum Thema „Protokoll“:
Eschatokoll: Letzter Aufkleber
Deuterokoll: das zweite Stück eines Pergamentenflickenteppichs
Meta- und Mesokoll: Das Dazwischen- und das in die Mitte Geklebte

Zum besseren Verstund für Nichtdagewesene memüsse man dazu vielleicht einen kleinen etymologischen Ausflug des Homer rekapitul ieren: Das Wort „Protokoll“ heißt worlt übersotzen: „Der erste Aufkleber“. Auf antike Schriftrollen wurde ein Aufkleber getan, der den Inhalt der Schriftrolle kurz zusammenfieß.
Aufgrund dieser Erlicht fohr die Runde fort, dass „Kollagen“ worlt ein „Klebererzeuger“ sein müsse und dass das Wort „Kollaps“ ganz klar hieß: „Kleber ab!“
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-02, 01:08:36
Und noch eins:

„Da sind die Übergänge sehr fließend – abgesehen von der Mauer.“

Bezœge sich dies vielleicht auf unsre Disküsse bezülg der Viertelzwei-Viertelnacheins-Grenze, die offenbar ölst von der Eben-Ebend-Grenze läge?
Man frug sich, in welchen Regionen genua die Wendung "Ich habe einen Koffer im Hotel zu stehen" verbritten sei.

Bertl hor mal einen Südbrasilianer, der ihrzte ahrz und "machen" als ein Verb der Fortbewag notz.
Dazu GüGa: "Rübermachen" kennt doch jedes Flüchtlingskind als Verb der Fortbewag.

Am Rande hatten wir's davon, dass vor Jahrhunderten Ausgeworndene, sofern sie über Generationen mehr oder weniger unter sich blieben, erstauln getreu alte Dialekte sprachinsular weiterpflegen (Banater Schwaben, Kasachendeutsche, Südbrasiliendeutsche (http://de.wikipedia.org/wiki/Riograndenser_Hunsr%C3%BCckisch) etc.), während sich in der "alten Heimat" die Sprache viel stärker wœlnde.

Kleiner Abschwiff: Hab' ich Euch das (http://www.schroeder-brasil.com/) (klickstu Trailer) schon mal verlunken?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-02, 01:12:19
Weil die Pariser Metro keine Rolltreppen hat, gibt es dort keine gehbehinderten Menschen. Ein klassisches Beispiel natürlicher Selektion.

Und noch ein Beispiel für die Wunder der Ovulation Evolution:

Anxichz und -schmex des kolossal leckeren, süßen, butter- und sahnehaltigen Konditorenwerks in zig Kaffeehaus-Vitrinen ward man von Bertl informoren, dass der Wiener an sich keinen Diabetes kennt – im Laufe der Jahrmillionen muss er eine Resistenz dagegen entwolcken haben.

Zu guter Letzt gab er auch noch eine Live-Vorfuhr der allgegenwärtigen Wiener Holfk zum Besten, indem er zum Kellner gewandt frug: „Dürfen wir gerne noch mal zahlen?“
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-02, 10:22:54
Ceterum censeo Oppidum Novum Vindobonensem propediem ab omnibus esse celebrandum.

Oppidum Vindobonense!

Gratias ago tibi, o tympanotribule, pro correctione!

Bei Latein denk ich: Ich beiß Stein!
Doch Du trommelst mir aufs Steißbein,
Gelse, Wespe, die mich stieß, - Bien'!
Und bei dem, das Du mir spiest ein,
kann ich länger nicht das Biest sein.


Geheimfrage: Kommst Du 'leicht aus Wiener Neustadt? So leuchtend gebolden wären ja (siehe EU-Test) in Österreich wägne. - Ein Theutscher? - Aha ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-02, 10:53:59
(...)
**) Jedoch – sesülle uns das perVerse Treiben mal wieder gen Austriakien locken, beöge ich zunächst Locations wie Salzburg, Graz, Innsbruck oder die Wachau vorz, scho zwengs kultureller und städtebaulicher Schätze.

Na froychl. Liegt in Salzburg, in Innsbruck ("Schwoachze Monndar") oder irgendwo in der Wachau der Große Kaiser Maximilian I. bagramp? "Zwischen Himmel und Erde" - also über einer Durchfahrt? Ist Graz, nach dem Muster einer römischen Stadt, 1192-94 gegronden worden? (Dort treiben sich doch nur halbwilde Steirer herum!) Hat Innsbruck so einen echt romanischen Dom? Gibt's um diese Städte noch Stadtmauern? Stadttürme? Etwa den Reckturm? Gotische, ja romanische Lauben um den Hauptplatz? Treffen dort derart viele Eisenbahnlinien zusammen? Gedeiht dort herrliche pannonische Flora? Schwarzföhren- , Flaumeichenwälder? Große Bestände an Orchideenarten? Steht dort irgendwo die Zeile: A.E.I.O.U. - Austria erit in orbe ultima?
Geheimfrage: Sind Innsbruck, Salzburg oder die Wachau Zentren der Arbeiterbegwang?

Ich schreib eines her: Wären da nicht jene grausigen 52.000 (oder so) Bombentreffer im 2. Weltkrieg, dann wäre das jetzt gar keine Frage.

Ceterum censeo Oppidum Novum Vindobonense propediem ab omnibus esse celebrandum.

 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-02, 11:01:41
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.

Du, gibt's von Dir nicht schon stöfferne Modelle? Kannst Du den lieben caru drum angrunzen, wo selbige zu bekommen wären?



Der caru läßt vermelden, du möchtest doch bei der nächsten Schönbrunn-Tierpark-Tour einen Blick in die WILD REPUBLIC tun. Da gäbe es welche, die mir leidlich ähnlich sähen, wenn auch nicht bei allen der intelligente Blick gleich gut getroffen sei.

Solch stöffener Eber Wurk auf resche Taxlerinnen sei allerdings bis dato unerfurnsch.

Ich werd's erforschen. Ich denke - hm, hoffe, daß diese Rescheste von allen dahinschmelzen wird.
Danke Dir und auch dem lieben caru!
So kann ich auch wieder einmal unseren Zoo besuchen - wenn ich letztens schon in einer 'Xööschoffd' Zoophober unterwegs war. Na schön, sonst waren sie ja sehr, sehr liiieb ... 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Pauker am 2012-05-02, 11:16:09
Geheimfrage: Kommst Du 'leicht aus Wiener Neustadt? So leuchtend gebolden wären ja (siehe EU-Test) in Österreich wägne. - Ein Theutscher? - Aha ...

Auch heute beherrscht noch ein Pauker Latein,
Die Kunst, die zum Mehren auch taug aller Pein!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-02, 13:12:53
Geheimfrage: Kommst Du 'leicht aus Wiener Neustadt? So leuchtend gebolden wären ja (siehe EU-Test) in Österreich wägne. - Ein Theutscher? - Aha ...

Auch heute beherrscht noch ein Pauker Latein,
Die Kunst, die zum Mehren auch taug aller Pein!

Recht nett & franz gön schei; aber ich verbinde nun Schüttelverse mit einem kleinen Rätsel.
Denn sonnst kekünnet Ihr Euch die Sachen ja auch gleich selber schreiben. Sollt aber doch von meiner Zeit profitieren, die ich - Zwickzwack! - den Zuckmücken abzwacke.

Ich wandre zum ältesten Kauper* talein,
weil den Wein ich als süffigsten Paukerteil ahn ...
Und sicherlich spricht so ein Kauper Latein,
denn sonst köhre ich niemals im Kaupertal ein.
Oder, gröber: Du sähst mich im Kaupertal nie.
(Die Ludolfsche Zahl? Selbst im Kaunertal: PI.)
RÄTSEL:
Was verbindet mit kratzender Raupe Teil Kahn?

*Ein Lehnwort: Wirt, Kneipier, Beiselier. Hier eher am Lande gedacht.


Die Antwort zählt NICHT zum 'Beinkleid-Zeupf'.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-02, 15:08:55
(...)
*) schon wg. (...) lichten Umfanx des Ciceron Ierenden.
(...)

Du, jetzt werd ich aber ernsthaft nach jenem Foto suchen, das mich als Knäblein im starken Wachstum zeigt (eine Hand, glaub ich, angstvoll, das Zipferl behütend).
Jede Rippe steht mir da heraus, und meine Haxerln und Ärmchen sind fast zündholzdürr - wie das bei Dir, lieber GüGa, nehm ich an, so extrem nie ausgafnall ist. Meine liebe, wunderschöne Mutter war nicht schuld. Ich investor* halt damals alles ins Hochschießen.
Dann, nach der Mandelopferutz - Der liebe Stollentroll zum Thema: "So ein Quatsch!" - , ging's in die Breite. Haben die da eine unerfursch'ne Hormondrüse mitkontrahoren? Scheiß-Äthernarkausch, jedenfalls!

*"Einfeistern" wäre hier so was von einem Widersinn - ganchalb mit langem, geschlossenem "iiie". Ich glaub's ja immer noch nicht zu 100%. 
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-07, 13:50:47
Letztes Nachtragsel:

Übertreiber ist diessaisonal Träger des Ordens des zeilt Weitestangeriesenen, nach Kilometrage war's der Scheff – wer nicht bei drei auf dem Baum ist, kriegt Amt, Medaille, Schärpe oder sonstwas. Fürs Ciceronieren naturl der Zeitabschnittspompvollmbeachtegene (jetzt: a. D.) und auch sonst unüberschaubare Berthold. Den Preis muss er sich allerdinx mit mm* teilen.

*) Bsondern Dank, o mm, Dame öffentlichen Interesses, intellektuellen Ranges und großen Charmes, dass Du eigäns unseretwegen Dein Anrudern sausen ließest!
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-07, 14:14:27
Letztes Nachtragsel:

Übertreiber ist diessaisonal Träger des Ordens des zeilt Weitestangeriesenen, nach Kilometrage war's der Scheff – wer nicht bei drei auf dem Baum ist, kriegt Amt, Medaille, Schärpe oder sonstwas. Fürs Ciceronieren naturl der Zeitabschnittspompvollmbeachtegene (jetzt: a. D.) und auch sonst unüberschaubare Berthold. Den Preis muss er sich allerdinx mit mm* teilen.

*) Bsondern Dank, o mm, Dame öffentlichen Interesses, intellektuellen Ranges und großen Charmes, dass Du eigäns unseretwegen Dein Anrudern sausen ließest!

Ich hab's IHR schon geschocken.
Memuoß nur erklären, daß ein "Nachtragsel" etwas sei, das halt so irgendwo in der Nacht rägt, bzw. auf-rägt. (Sekundärfolge irgendwelcher Entwässerungspulverln - oder so ...) Nur, damit's da keinen Zweifel gäbe ...
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-07, 14:40:43
Bertl, bitte, das ist es nicht. Kekünnest Du es davon auch mal gut (http://www.zierfischforum.at/viewtopic,t,77250.html) sein lassen? Schon @ Würzburg gab's genug Psychotherapeuten, aber dessen Anwas zierfaschest Du Dich ja.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-07, 15:17:59
Bertl, bitte, das ist es nicht. Kekünnest Du es davon auch mal gut (http://www.zierfischforum.at/viewtopic,t,77250.html) sein lassen? Schon @ Würzburg gab's genug Psychotherapeuten, aber dessen Anwas zierfaschest Du Dich ja.

Guppies?

Du, ich hab da jetzt echt keine Gnuhn, wieso und von wo jene Zierfische herbeischwammen - und was diese mit Würzburg zu tun haben oder hatten.
So arg, daß da schon Fische & Aquarien in die Vergleiche wandern, ist's echt nicht.
Gut, um mit Max Besser zu sprechen, kekünne ich's nachtlur sein lassen. Ich kann.
Nachträglich oder -ragend bin ich ohnehin nicht in jeder Nacht.

Davon abgesehen - und chwomulg niemanden interessierend - gehören Träume über Aquarien(fische) zu meinen häufigsten und beständigsten.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-07, 15:41:49
Gut, um mit Max Besser zu sprechen, kekünne ich's nachtlur sein lassen. Ich kann.

Das meine ich. Bitte lasses sein.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-07, 16:00:16
Gut, um mit Max Besser zu sprechen, kekünne ich's nachtlur sein lassen. Ich kann.

Das meine ich. Bitte lasses sein.

Ich tu's. Klar. Sich der Weisheit nähern; und sei's asymptotisch ... - Aber da schriebst Du 'Nachtragsel'. 'Nachtwort', pardon, 'Nachwort' oder 'Nachwörtel' hätte ja genong.

Aber jetzt: 'Die Lunzer Zuckmücken'.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-08, 12:09:39
Nachtrag zum Schlosscafé Hietzing:

Weitere Themen waren die bizarren Uniformen der griechischen Armee, die indisch-pakistanische Grenze, eine ältere Dame mit bonbonrosa Haar sowie das "Ministry of Silly Walks".

Allerletztes Nachholsel:

Nach a bissi Reschorsch: hier Videomäteriäle

zur griechischen Armee (http://www.youtube.com/watch?v=GMRYngKACM8) (sehr kleidsame Ballettstrumpfhosen – man beachte die Bömmel an den Schuhspitzen und die Pinsel an den Kniekehlen),

zur indisch-pakistanischen Grenze (http://www.bildschirmarbeiter.com/video/jeden_abend_an_der_grenze_zwischen_pakistan_und_indien/) (hach, wass wär' das Satiregewerbe ohne das Militär und sein mächtig einen an der Waffe{l}haben)

und zum Ministry of Silly Walks (http://www.youtube.com/watch?v=iV2ViNJFZC8).
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-05-08, 12:29:14
Wow! Diese Tänze sind doch ein sehr viel größerer Dienst an der Menschheit als alles, was sie mit Waffen machen können. Warum nicht mehr davon?

Der Mann mit dem Schnäuzer im zweiten Video erinnert mich an dich! :D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-08, 12:51:27
Hui!
Da rieselt's einem ja durch's Rückenmark!
Das hat ein bisserl was von Kranichbalz - über die ich nicht nachschauen möchte.
Vögel auf alle Fälle.
Tolle Beiträge heute! Ich komm wohl wieder schwer zum Mikroskop, obwohl mich schon die liebe llse* tuld: "In-da Diin(d)sd-dsaed ... !!"

Eine gute Übung für Ösis: Das 'Andreas-Hofer-Lied' anhören (es geht auch die alte Haydn-Hymne) - das Frösteln überm Rückenmark bemerken - den aufsteigenden 'wilden' Stolz - - dann drüber nachdenken, was da eben geschah ...

Und: 'Nachholsel'. Jetzt, lieber GüGa, versteh's auch ich. Schlicht ein Annex, eine Mantisse - kein (so Oswald von Wolkenstein) 'Bischof'.

*http://de.wikipedia.org/wiki/Ilsestein
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-09, 01:50:26
Joah, im Griechenvideo, fandsch, stirge auch das leichte Quietschen der Schuhe auf dem Marmor die besonders slapstickeske Qualität, dazu die minimale choreographische Unsirch des Wachsoldaten rechts im Bild bei 2 min 46 sec.

Der Mann mit dem Schnäuzer im zweiten Video erinnert mich an dich! :D

Welcher denn? In Pakistan trüge doch fast jedermann einen, wenn nicht Vollbart. Ah, getz seh' ich ihn auch. Du meinst den rechts, gleich am Anfang, mit Tröte? Da memüsse ich aber noch was wachsen lassen, gut einölen und mehrmals täglich zwirbeln.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2012-05-09, 02:33:11
Genau, der die Tröte und das "Wort" führt. Neben dem Schnäuzer (bei allen Unterschieden) passt auch die Gesichtsform ungefähr.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Wortklauber am 2012-05-09, 11:18:40
griechischen Armee (http://www.youtube.com/watch?v=GMRYngKACM8)

Für diejenigen, die morgens ein Wachaufproblem haben, könnte eine Wachablösung attraktiv sein.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: katakura am 2012-05-09, 13:09:17
griechischen Armee (http://www.youtube.com/watch?v=GMRYngKACM8)
indisch-pakistanischen Grenze (http://www.bildschirmarbeiter.com/video/jeden_abend_an_der_grenze_zwischen_pakistan_und_indien/)

DANKE, DANKE, DANKE, ganter, für diese herrlichen links!!!  :D :D :D ... ich habe mich vor lachen fast auf dem boden gewälzt (und schon bei den evzonen sofort john cleese vor augen gehabt - wer weiß, ob er die sketch-idee seinerzeit nicht tatsalch daher hat?!) ...

... die choreografien beider aufmärsche sind ja so absurd, dass man fast vermuten könnte, ein überzeugter pazifist hätte sie erfunden, um die militärischen zeremonielle lächerlich zu machen (ich kann solcherlei staatstragendes militärtrallala ohnehin immer nur als witz ernst nehmen) ...

... im ministry of silly walks wären beide aufmärsche garantiert als absolut förderwürdig befunden worden ... ;D ;D ;D
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-09, 14:15:27
Vor allem die Grenzzeremonie zwischen Indien und Pakistan soll echt etwas mit dem Tanz von Kranichen zu tun haben. Das bestatog mir gestern, beim "Hummel", die liebe E. W.

Es folgen Mandschurenkraniche (Grus japonensis (STATIUS MÜLLER, 1776)):
http://www.geo.de/GEO/natur/tierwelt/64783.html
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-13, 02:23:21
Eure Reaktionen sind mir ja ein innerer Großer Zapfenstreich.*

... die choreografien beider aufmärsche sind ja so absurd, dass man fast vermuten könnte, ein überzeugter pazifist hätte sie erfunden, um die militärischen zeremonielle lächerlich zu machen

Ja, wenn diese Gockel / Pfauen / Kraniche / Brüllaffen (Schuljung, schwewull diese originellen Tiere nicht beleidigen) ihr Metier nicht so todernst mienen, dass die vom friedlichen Gandhi errungene Unabhängigkeit sich für Millionen kleiner Leute in beiden Ländern erstmal im Vertrieben- oder Geschlachtetwerden manifestor, beide Länder seither vier Kriege gegeneinander fochten, man z.B. in Kaschmir seit bald drei Generationen seines Lebens nicht sicher sein kann, beide Länder einerseits horribel korrupt und der großen Mehrzahl ihrer Bürger nur allerbesch...eidenste Lebensqualität zu bieten imstande sind, andererseits gewaltige Armeen (mit Atomwaffen!) unterhalten, ach, es ist zum...

Das indisch-pakistanische Publikum, jedwelchem Spektakel (vgl. Bollywood) jederzeit hold, nimmt's offensilcht nicht wie wir, sondern befände sich, obgleich Spaß habend, durchaus in patriotischer Wallung. Das macht das Ganse nicht ungefährlicher.

Und der Grieche? Nix als Schulden, dafür mit weitem Abstand die höchsten Militärausgaben** (in Prozent des Bruttoinlandsprodukts – Quelle: Weltbank) aller 27 EU-Staaten. Gegen wen rüstet er sich denn, der Grieche? Den Nato-Partner Türkei? Kreuzritter aus Malta? EU-Sparkommissare? Schafdiebe***? Strandliegen mit Badetüchern okkupierende Touristen?

Verzeiht den Abschwiff & das Støren Eurer guten Laune, ich or mal wieder olitis herump.

*) Bittschön, ned glei wiada frei assoziieren. Das ist ein föllich seriöser militärischer Begriff, so seriös wie jede Armee.
**) Wobei die videobewiesenen Folklore-Narrentruppen der geringste Kostenfaktor sein dürften.
***) oder gehœre da ein Fugen-s hin? Schafsdiebe, wie in Schafskäse?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-13, 02:35:41
Und: 'Nachholsel'. Jetzt, lieber GüGa, versteh's auch ich. Schlicht ein Annex, eine Mantisse - kein (so Oswald von Wolkenstein) 'Bischof'.

Klar bin ich schlicht.
Ja sag:
Du kennst die wunderbare Gschicht (http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,2398.msg36595/topicseen.html#msg36595)
des Kollegen Karsten nicht?
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Günter Gans am 2012-05-13, 02:42:57
Zu Militär & @ Waffel:

Wer's noch nicht kennt – lest den Roman Catch 22 (http://www.amazon.de/Catch-22-Joseph-Heller/dp/3596125723) (1961, spielt im zweiten Weltkrieg) von Joseph Heller und/oder guckt die gleichnamige, kongeniale Verfulm (http://de.wikipedia.org/wiki/Catch-22_%E2%80%93_Der_b%C3%B6se_Trick) von Mike Nichols (1970), mit keinen geringeren Darstellern als Orson Welles, Anthony Perkins, Jon Voight, Martin Sheen, Art Garfunkel, Alan Arkin.
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Berthold am 2012-05-21, 16:19:37
(...)
Ceterum censeo Oppidum Novum Vindobonense propediem ab omnibus esse celebrandum.
(...)

Heute die vielgepriesene Wappenwand auf der Georgskirche der - damaligen - Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - Wiener Neustadt.
http://www.sagen.at/fotos/showphoto.php/photo/19401
Aus dem Gedächtnis gebe ich einen alten Spruch wieder:
<In Stayermark in der Newenstadt, der Kayser [= Friedrich III. von Habsburg] sayn Wunung hat.>
Titel: Re: PerVers XIV
Beitrag von: Kilian am 2014-09-05, 18:51:33
... wie wär's mit: völklingen, offenbach, eisenhüttenstadt? ... oder gar kathmandu? :D

Genau solche Vorschläge sind es, die eine starke Demokratie aushalten muss.

Wobei: Ich rold vor ein paar Tagen an Völklingen vorbei, und was ich sah, war absolut prachtvoll. Definiv ein Nochmal-Hinfahrer.