Gesellschaft zur Stärkung der Verben

Öffentliche Bretter => Sprache => Thema gestartet von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 10:29:48

Titel: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 10:29:48
Die deutsche Buchstabiertafel (DIN 5009) wird seit letztem Herbst überarbeitet.
Ein Grund, der angegeben ist, sind 16 Männer gegenüber nur 6 Frauen

Bei dem Vorschlag mit den Städtenamen fällt mir schon mal der Mangel an Proporz auf.
Sollte da nicht - ähnlich wie im Bundesrat - jedes Bundesland mindestens einmai vertreten sein?
Was ist da mit dem Saarland?

Wenn jemand etwas mit C wie Cottbus buchstabiert, weiß das Gegenüber, dass Cottbus nicht mit K geschrieben wird? Z. B. ein Berliner, der den Brennpunkt "Kottbuser Tor" kennt...

Warum W wie Wuppertal und nicht wie Woldegk, wo ich aufgewachsen bin?
Warum nicht gleich Z wie Zschkopau?

Das wird wohl noch ein Weilchen dauern, wenn da alle ihren Senf dazugeben können https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nia/entwuerfe (https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nia/entwuerfe).

Wir als GSV sollten uns da mal Gedanken machen.
Vielleicht auch zu einer neutschen Buchstabiertafel einschließlich å und œ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 10:32:27
Kann man bei å und œ überhaupt was anderes machen als die Buchstaben umschreiben?

Ligatur-Ö klänge auch komisch.
Kreisel-A fänd ich merkwürdig.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-18, 12:26:02
Zitat von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 10:29:48
Die deutsche Buchstabiertafel (DIN 5009) wird seit letztem Herbst überarbeitet.

Wir als GSV sollten uns da mal Gedanken machen.
Vielleicht auch zu einer neutschen Buchstabiertafel einschließlich å und œ...

... au ja! ... mit maximalst molgem verwurrfaktor!  8)
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 12:33:05
Ein paar Vorschläge für die NEUTSCHE BUCHSTABIERTAFEL:

A - Ablaut (Antonym, Anätagramm)
B - ???
C - ???
D - Deuhochneutsch (Deklination)
E - Entnien
-----
F - Fürwort
G - Grammatik
H - Hilfsverb
I - Interjektion (sprich Iiiiieh wie Interjektion)
J - ???
-----
K - Kausativ (Konjunktiv, Konjugation)
L - Ligatur
M - Mittelhochneutsch
N - Neutsch
O - Onomatopoesie
-----
P - Partizip (Plural)
Q - Querverweis
R - ???
S - Substantiv (Singular)
T - Transitiv
-----
U - Umlaut (Umstandswort)
V - Verb (Verhältniswort)
W - ???
X - ???
Y - ???
Z - Zwielaut (Zeitwort)
-----
Ä - ???
Ö - ???
Ü -???
Å - Kreisel-A
Œ - Ö-Ligatur
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-18, 12:34:45
... also wenn schon GSV-buchstabiertafel, dann doch bitte aus unserem eigenen wortschatz, um die mmU zu befördern ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 12:46:59
Zitat von: katakura am 2021-08-18, 12:34:45
Gegenvorschläge:

B = Bibliodrom
H = Haikous
K = Kilian (was sonst?! ;D)
P = PerVers
S = Sprufki Bumkrak
Bibliodrom find ich gut.

Kilian ist eine zu große Erornn an die bekannte deutsche Buchstabiertafel wegen der langen Namensliste.

PerVers weiß ich nicht so ganz, ob es nicht diesenigen zu sehr ausschließt, die noch nie teilgenommen haben.

Sprufki ist mir zu alkoholisch. Ist außerdem (fast?) nur PerVers-Teilnehmern bekonnen, dieser Gurkenschnaps.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-18, 12:48:29
... alles gute einwände ... aber warum sesülle bzw. memüsse unsere buchstabiertafel anderen verstalnd sein? ... ich sage: mehr mmU wagen!  ;D
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 12:49:02
Für das sperrige "Buchstabiertafel" muss auch was Griffigeres her. Die Bezinch klingt doof.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-18, 12:50:41
Zitat von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 12:49:02
Für das sperrige "Buchstabiertafel" muss auch was Griffigeres her. Die Bezinch klingt doof.

... genau! ... das ist nicht verwirrend genug!
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 12:59:10
Bis vor 2, 3 Jahren, wusste ich nicht mal, wie man das nennt.
Da gab es dann auch mal A wie (halt irgendwas, zur Not Aschenbecher)
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-18, 16:40:35
Zitat von: katakura am 2021-08-18, 12:34:45
... also wenn schon GSV-buchstabiertafel, dann doch bitte aus unserem eigenen wortschatz, um die mmU zu befördern ... meine vorschläge:

A = Auftberagener / Animalpoesie
.
.
.
Z = Zeichenbeschleuniger


... ich stelle mir gerade vor, wie unser geliebter sprachführer bleistiftsweise am telefon seinen nachnamen buchstabiert: "E wie Exosemiologie, V wie Vollmbeachtogener, A wie Auftberagener, N wie Nittelhochmeutsch und G wie Güga - ja, genau ... Evang!"

*bruhahaha*
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 18:35:28
Conjugatio Austriaca ist doch eher Latein, also ne andere Sprache als die, die wir buchstabieren wollen.
Aus ebendiesem Grund und wegen der 2 Wörter hab ich vorhin die Conjugatio duplex verworfen.

Das mit dem Sprufki Bumkrak besteht auch aus 2 Wörtern...

Der Blindfisch findet besonders die katakura-Vorschläge zu K, U und V toll.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: Kilian am 2021-08-18, 20:52:54
Zitat von: katakura am 2021-08-18, 16:40:35... ich stelle mir gerade vor, wie unser geliebter sprachführer bleistiftsweise am telefon seinen nachnamen buchstabiert: "E wie Exosemiologie, V wie Vollmbeachtogener, A wie Auftberagener, N wie Nittelhochmeutsch und G wie Güga - ja, genau ... Evang!"

;D ;D ;D

Bisher sug ich immer: ,,Evang. Wie Evangelopoulos ohne Elopoulos."
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-19, 10:03:58
Zitat von: VerbOrg1 am 2021-08-18, 18:35:28
Conjugatio Austriaca ist doch eher Latein, also ne andere Sprache als die, die wir buchstabieren wollen.
Aus ebendiesem Grund und wegen der 2 Wörter hab ich vorhin die Conjugatio duplex verworfen.

Das mit dem Sprufki Bumkrak besteht auch aus 2 Wörtern...

Der Blindfisch findet besonders die katakura-Vorschläge zu K, U und V toll.

... stümmt ... es wird geornden ... da das einstige nationalgetränk der GSV ohnehin meist nur "sprufki" benannen ward, kann der zusatz "bumkrak" ohne not entfallen, zumal er ohnehin nur eine geografische zusatzangabe ist ... für das "C" memüssen wir uns halt was anderes einfallebn lassen ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-19, 13:20:38
Für das Q kekünne man auch das von Wortklaux vorgeschlagene Konstrukt des Quadratpassivs nutzen.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-19, 13:46:32
... hier der aktüllste stand der vorschläge für die offiziöse neutsche buchstabiertafel mit mmU-faktor ... angefetten sind die derzeit favoris georenen worte ... arnde, verborße und ergonze sind stets willkommen ...

A = Abschwiffauftberagener / Auftberagener
Ä = ???
B = Bibliodrom
C = Contrapaganda
D = Deuhochneutsch / Deustchen
E = Exosemiologie
F = Fnifdezter
G = Güga
H = Haikouducht / Haikou
I= Interpunktionserhaltungssatz / Interrogativpronomen
J = ???
K = Kreissprufkiersatzauftberagener / Konfusionsreaktor
L = Labenz
M = Mustaufeik (Mystifizierung)
N = Nittelhochmeutsch / Nozember / Neutschi
O = Offelntik
Ö = ???
P = PerVertiade / Proterolinguistik
Q = Quadratpassiv / Quantenlinguistik
R = Regional-PoNS
S = Sprufki
SCH = Schnod (Schnödheit)
SZ = ???
T = Thermolinguistik
U = Unausspralchk
Ü = Übermunst (Übermannung)
V = Vollmbeachtogener / Vritundzwintigster
W = Werwolfzyklus
X = xoroxoporen
Y = yüchte
Z = Zeichenbeschleuniger
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-20, 08:24:51
Der Vorschlag "Offelndkeit" für O gefällt mir irgendwie nicht, weil das -keit, das wir ja elimin zu ieren versuchen, erhalten bleibt.

Bei den Anlitten zum Substantivstork findet man hier (https://neutsch.org/Der_Stork_der_Substantive#Adjektive_auf_-lich) Anliete, wie man Substantive aus -lich-Adjektiven verkürzen kann.
Öffentlichkeit würde ledilg zur Offelnd. Offelnd ist aber gleichzeigt der Stork des Adjektivs öffentlich.
Wie wäre es mit einer hybriden Storkform, die das Anfangs-O behält und dadurch für die Buchstabiertafel nutzbar bleibt.

Offelntik

Das "k" der "-keit" bleibt erhalten und zeigt an, dass es sich um das Substantiv, nicht um das Adjektiv handelt.

Man bewundere den "tik" am Ende...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-20, 20:52:30
SCH wie die Schnod (Schnödheit)

Wir haben so schöne Erklüre für S, C und H. Wieso will man SCH ganz schnöde mit einer einzigen Erklur versehen?
Der Buchstabierer soll mit seiner eigenen Schnod konfront georen werden.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-20, 21:14:55
M wie Monatszyklus

gemienen ist die Amarillo-Caru-Ducht durch das Jahr...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-21, 13:00:12
... offelntik und schnod finde ich gut, aber "monatszyklus"? ... echt jetzt? ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-21, 15:24:52
Den Begriff "Monatszyklus" hatte ich aus der verbochenen GSV-Chronik gekloben.

Wir haben ja nicht nur Gedichte zu den Monaten, sondern auch zu Jahreszeiten ("Spring sonnet", "Winterweh im Oberland")

Lassen wir mal das mit dem M.

J wie Jahresducht


gibt es in der GSV jedenfalls ne Menge.

Und wieder ist ein ungeliebter Buchstabe wech.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-08-29, 18:47:01
Für M sollte es doch molg sein, etwas zu finden.

M wie Molg?
Nöö. Identisch mit dem Adjektiv

M wie Moglik
sieht schön gemolgen aus.
Möglik wäre zu langweilig.

Der Umlaut sollte entfornen werden.
Wenn man von einem Umlaut die Strichelchen entfernt, braucht man auch dafür einen Namen.
Drumlaut?
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-08-29, 21:53:23
... wenn ich mir unsere buchstabiertafel so anschaue, kommen mir ihre elemente inzwischen doch sehr disparat vor ... klar, es sind tolle wörter dabei, aber irgendwie wirkt das ganze doch recht konzeptlos ... GSV-typische begriffe stehen neben gestorkenen verben und substantiven, darunter mischt sich die bezinch eines gedichtzyklus usw. ... klar, kekünne man jetzt alles unter mmU verkaufen, aber irgendwie ist das doch momentan nichts halbes und nichts ganzes ...

... ich Ü wie überlege gerade, ob wir uns nicht besser auf eine sorte wörter beschränken sesüllen ... meinetwegen nur gestorkene verben oder nur gestorkene substantive ... ich würde spontan letzterem zuneigen, weil wir da jede menge tolle wörter zur auswahl haben ... das klänge auch sehr gut, wenn man bleistiftsweise von A wie Aufzinch über M wie Moglik bis Z wie Zunieg das alphabet durchbuchstabieren kekünne ...

... davon abgesehen stünde es uns freilch auch frei, zwei verschiedene bichstabiertafeln ent zu werfen ... eine ausschlielß mit gestorkenen, komplett verrockenen verben wäre auch toll und würde zum namen der gesellschaft gut passen ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: VerbOrg1 am 2021-09-02, 09:29:58
Recht hast du.

Aber das ist das Problem, wenn sich außer uns beiden niemand an der Diskussion beteiligen möchte.
Ein Forum ist halt nicht dazu da, nur fertige Ideen zu präsentieren, sondern sie gemeinsam weiterzuentwicheln.

Schade, dass dieses Miteinander verloren gegangen ist.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-09-02, 11:35:12
... wir haben halt so gut wie alles schonmal gemachen und sind ein opfer unseres eigenen fleißes / erfolges geworden, wie wir schon auf einer der letzten perVersen festgestollen haben ...
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: ku am 2021-09-02, 13:32:57
Ö = es gab doch mal einen Auftberagenen für Öffentlichkeit. Aber dieses Amt finde ich nicht mehr.
Titel: Re: Ü wie Überlegungen zur Buchstabiertafel
Beitrag von: katakura am 2021-09-03, 12:13:09
Zitat von: ku am 2021-09-02, 13:32:57
Ö = es gab doch mal einen Auftberagenen für Öffentlichkeit. Aber dieses Amt finde ich nicht mehr.

... ja, dieses oder ein ahln benannenes amt hatte ich vor dezennien inne ... aber da meine vorschläge für mehr öa/pr - oder gar wurb für die gsv - gemeinhin und auch beim geliebten sprachführer auf ablahn trafen, lag ich dieses amt enttoschen nieder und nahm aus protest das des auftberagenen für nichtöffentlichkeitsarbeit und contrapaganda an (ich meine, das war bei der perVers in augsburg) ...

... aus irgendeinem grunde, dessen ich mich gerade nicht mehr en detail erinnere (ich meine, es waren entweder offelnte auftritte des sprachführers und/oder fortgesotzene erwahne der gsv in der presse, welche meine bemohe um nichtoffelntkeit aufs empörendste konterkaroren) habe ich dieses jedoch einige jahre später niedergelegen, sodass das amt des auftberagenen für nöa/cp seit jahren frei ist ... und das des auftberagenen für öa/pr gibt es schlichtweg nicht ...

... du kekünnest dir also beide ämter schnappen und bräuchtest gar nichts zu tun, da sich das ganze ja neutralisöre ...