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Themen - Übertreiber

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Neue Ideen / Deutsche Orte, ob sie wollen oder nicht
« am: 2010-08-30, 19:21:26 »
Auf der PerVers fiel jemandem (dem Günter wird's gewesen sein) auf, dass es neben den unzähligen Orten, die im Deutschen anders heißen als in ihrer „Originalsprache“ – Beispiele sind Milano (Mailand), Gdańsk (Danzig), Москва́ (Moskau), 北京 (Peking) – auch einige wenige Länder und Städte (großesteils im angelsächsisch-gallischen Sprachraum) giebt, bei denen wir schlicht abgekurffen haben.

Als neuste und neue Beschaftsmaßnunft sei darmit hiermit dieser Faden angesponnen, der darzu anrege, neue Namen für fremde Orte erzufinden.

Ganters erstes Beispiel lautete übrigen Connecticut – Verbindungschlecht,
aber das schiebe ich itzo einfach mal aufs Kölsch. :D

Gruß,

Übertreiber

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Neue Ideen / Schmeilen und ähnlich Lächerliches
« am: 2010-08-30, 17:16:37 »
Auf der XIten PerVers wurde -- bezeichnender Weise auf einem Jahr- und Floh-Markt -- festgestollen, dass es im Deutschen eigelnt viel zu wenig Wörter giebt, um die zahlreichen Abstufen des Lachens und Lächelns zu unterscheiden.

So kann man einen einfachen Hub der Mundwinkel doch nimmer mit demselben Wort bezeichnen wie den frohlen Zähnebleck.
Und ein leises Insichhineinmitgeschlossenemmundekichern doch niemals mit dem albernen Getue kleiner Schulmaiden.

Habt IHR Ideen für neue Wörter rund ums Lächerliche? Nötiges Falles kekünne man auch Wörter anderer Sprachen (smile, rire, etc.) einneutschen, um sie zu verwenden.

Gruß,

Übertreiber

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Neue Ideen / Rede Wände! Sprich Wörter!
« am: 2010-05-04, 23:25:14 »
Hoffelnt engiebt es einen derartigen Faden noch nicht.

Mir docht, man sesülle um das Neutsche zu einer eig'nen Sprache zu machen, auch beginnen, anzufangen, Idiömchen und Redensarten, neutsche und moderne Wendungen zu sammeln. Halt Weisheiten, die man ablassen kann, wenn es sich normalerweise anbeut, es aber (scheinbar?) kein passendes Sprichwort findt. Beispiel:

Der Lump erkennt den Lumpen.
Man erkennt einen listigen Hintergedanken, eine delikate Schwäche, o. Ä. eines anderen gerade daran, dass man ihn bzw. sie an sich selbst wiedererkennt.
„Herr Schlüter, wie schaffen Sie es nur, monatlich bis zu zwanzig Steuerhinterzieher dingfest zu machen?“ -- „Tscha, der Lump erkennt den Lumpen.“

Kann naturl auch sein, dass es bereits eine Wendung giebt, die Ähnliches ausdrückt, das kann auch erwähnt werden.
Auf alle Fälle ging es mir darum, eine Sammlung solcher bildhaften Vergleiche, wie sie sonst nur über Jahrhunderte in natürliche Sprachen zierlich wachsen, speziell dem Neutschen anzueignen. Streng zu unterscheiden ist das selbstverstand von den Katachresen, die ja nur bereits bekannte Wendungen verhohnepiepeln.

Vielleicht bin ich auch einfach ins Salbadern geraten, weil ich hier schon so lange so hartnäckiglich geschwiegen habe. ;D

Grüßeken,

Übertreiber

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Neue Ideen / Der Pseudikel zweite Klasse
« am: 2010-04-02, 01:06:32 »
Einen Gruß entsende ich euch!

Die pseudikulare Trunst der Verben auf -ieren ist schon ew'ger Zeiten seit kanonisch geogeworren. (Iert mich korrich, wenn ich das synthetisches Passiv zu weit treibe!) Ein ahlnes Potenzial (über Sinn und Unsinn der anti-t-tischen Reform lateinischer Nomen auf -ial muss, muss! man eines Tages mal diskutieren!) besteht bei einer anderen Gruppe der Verben, nämlich bei allen Verben auf -igen.

Ich führe vor:
beschönigen
Ich ige beschön, be|ige schön.
Er eugt beschön/beschien, beeugt schön/schien.
Du beogst schan.
Wir be|ugen schun.
Ihr habet schonbeogen.

entledigen
Ich entige led, er enteugt lied, wir ugen entlad, haben entledgeogen.

beeinträchtigen
Ich ige beeintracht, er beeugt einträcht, sie beogen eintrucht, ich habe eintrachtbeogen.

Rest analog und wilder.


Wie schon allgemein ulb soll diese Idee keinesfalls und nimmer irgend andere des Buges Versionen verdrängen oder gar zernichten, sondern iert die allgemeine Verwurr und Kunterbuntität frolch und hoffelnt inkrement.

Gehabet euch wohl!, sagt

Übertreiber

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Neue Ideen / Mehr Partizüpe!
« am: 2009-09-21, 00:53:52 »
Aus der engelischen Wikipädie:

Zitat
Occasionally, the participle paradigm will be extended to include conditional participles, with the vowel u (-unt-, -ut-). If, for example, in our tree-chopping example, the woodsman found that the tree had been spiked and so couldn't be cut down after all, he would be hakunta and the tree hakuta (he, the one "who would chop", and the tree, the one that "would be chopped").

This can also be illustrated with the verb prezidi (to preside). Just after the recount of the 2000 United States presidential election:

    * then-president Bill Clinton was still prezidanto (current president) of the United States,
    * president-elect George W. Bush was declared prezidonto (president-to-be),
    * the previous president George H. W. Bush was a prezidinto (former president), and
    * the contending candidate Al Gore was prezidunto (would-be president – that is, if the recount had gone differently).

Zu Deutsch: Während die Deutschen sich offiziell mit einem Partizip für die Gegenwart (es ist geschehend; nur Aktiv) und einem für die Vergangenheit (es ist geschehen; auch Passiv) begnügen und inoffiziell eines für die Zukunft haben (es hat zu geschehen), so haben die Epistoj offiziell für jede Zeitform eines und inoffiziell sogar eines für den Konjunktiv und eines ohne jede Zeit.

Wäre neue Partizüpe erzufinden eine Aufgabe für die Neutschisten?
Für das Partizip Konjunktiv fiele mir spontan -ürd ein, das klönge dann aber nicht so langsämlich aus, wie die anderen Partizipien. Geschehend, geschehen, zugeschehen, geschehürd.
Herr Schröder ist ein regiert Habender. Frau Merkel ist eine Regierende. Von Frau Merkel und Herrn Steinmeier ist einer der zuregieren Habende und einer der Regierürde.

Man bemirkt auch ein leichtes Übergewicht von Partizip I, solange es sich um den Aktiv drieht. Noch ein Fall für künft'ge Eingriffe?

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Neue Ideen / Das Minusquamperfekt
« am: 2009-08-02, 01:08:40 »
Weit in den Untiefen dieses Forums -- hier eine Wiederhul dessen -- wurde einmal festgestollen, dass das Deutsche prinzipiell nur zwei Zeitformen habe: Die Vergangenheit und die Nichtvergangenheit. Desweiteren wurde hier wieder einmal Schabernack damit, dass das Futur eine zusammengesotzene Zeitform ist, getrieben. Da kam mir vor Kurzem die Idee, warum man sich denn nicht fürs Neutsche (oder gar auch fürs Deutsche) von lateinbessenen Grammatiken, die drei Hauptzeitformen unterscheiden und denen Zusätze wie Perfekt, Verlaufsform, etc. anschmieden, lösen kekünne und andesstatt ein zweiteiliges Tempussystem verwendete.
Präsens: Ich spaziere. Ich spaziere dienstags.
Form für Jetziges und Gewöhnliches.
Präsens Perfekt: Ich bin hergekommen. Bevor er an die Ziellinie gelangt, habe ich sie schon längst überschritten.
Form für Geschehnisse, die vor einer Handlung im Präsens passoren sind. Direkter Bezug in die Gegenwart.
Präsens Futur: Ich werde morgen abreisen. Der Paul wird wohl zuhause sein.
Form für Geplantes und Vermutungen, deren Eintreff sich erst später zeigen wird
Präsens Futur Perfekt (Futur II): Ich werde ihn bereits erworten haben, wenn er eintreffen wird. Paul wird schon nach hause gegangen sein.
Form für Geschehnisse die vor einer Handlung in der Zukunft passoren sind, und für Vermutungen, die die Vergangenheit betreffen, deren Eintreff sich aber erst später zeigen wird.

Dagegen die Vergangenheit
Präteritum: Ich or spatz. Ich or immer dienstags spatz.
Form für Handlungen und Gewohnheiten, die zu einem vergangenen Zeipunkt aktuell waren.
Plusquamperfekt: Ich war hergekommen. Bevor er an die Ziellinie gelung, hatte ich sie schon längst überschritten.
Form für Geschehnisse, die vor einer vergangenen Handlung passoren sind. Dementsprechend kein Bezug zur Gegenwart, sondern zur Vergangenheit.
Minusquamperfekt: Ich wurde am nächsten Tage abreisen. Der Paul wurde wohl zuhause sein.
Form für Geplantes und Vermutungen, deren Eintreff sich (vom Erzählzeitpunkte her) erst später zeigen wird. Im Nhd.en durch Konjunktiv II, Futur ausgedrocken.
Präteritum Futur Perfekt: Ich wurde ihn bereits erworten haben, wenn er eintreffen wurde. Paul wurde schon nach hause gegangen sein.
Form für Geschehnisse die vor einer (vom Erzählzeitpunkte her) zukünftigen Handlung stattgefunden haben. Jedoch sind Erzählzeitpunkt, zukünftige und perfektive Handlung schon vorbei. Dedürfe wohl noch schwieriger zu verwenden als Futur II sein. (Nachtrag: Nun Dreisprungperfekt genannt)

Viel Gerede um wenig: Mich or es schon irrisch, dass das Futur, wenn es in die Vergangenheit gerocken wird (z.B. weil es in einem Roman verwandt wird), zu einem Konjunktive wird. Schließlich wird allein durch den Verschub der Sichtweise aus der Tatsache nicht etwas nur Mögliches. Der logische Gedankenfortsatz hat dann schnell zu obiger grauen Theorie gefohren. :)

Nachwort: Mir ist partu kein griffiger Name für "Präteritum Futur Perfekt" eingefallen. Euch wenigschwer?

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Sprache / Etwas merkwürdiger
« am: 2009-07-08, 23:27:33 »
À l'eau miteinander!

Mir bereiten zur Zeit grammatische Konstrukte wie "etwas Seltsames", "nichts Besonderes" oder "jemand Anders" Kopfsprünge. Worum handelt es sich dabei? Sind "Seltsames", "Besonderes" und "Anders" nachgeschobene Adjektive? Oder sind "etwas", "nichts" und "jemand" die Begleiter? Das wäre widersinnig, da sie als Pronomen bereits für Nomen stehen.

Meine Theorie ist, dass es sich um einen subtilen Genitiv handelt. "Etwas Seltsames" ist ein Etwas aus der Vereinigung seltsamer Dinge (Etwasse), "nichts Besonderes" ist wie "kein Liter Milch" ein Genetivus partitivus und "jemand Anders" ist jemand von den Anderen.

Der Grund für diese Überlag ist, dass sich dadurch der Bug veröndre.

Etwas Seltsames werde ich wohl nie begegnen. [etwas des Seltsamen; ohne Artikel wird das schwachgebogene Adjektiv stark]
Heute gab es nichts Besonderes. [nichts des Besonderen; siehe oben]
Ich treffe heute mal jemanden Anderer. [jemanden aus der großen Menge anderer Menschen]


Oder giebt es bereits eine plausibele Erklur für diesen ulkigen Erschein?

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Neue Ideen / Vergleiche im Relativsatz
« am: 2009-06-27, 14:50:22 »
Hallo miteinander!

Hier ein kurzer Gedankengang zu einem Problem, das auftritt, wenn man einen Satz mit einem Vergleich à la "besser als..." in einen Relativsatz umformt. Es ist nicht so recht eine neue Idee, aber zur Standardsprache gehiert es auch nicht, weswegen ich es doch hier einorgedonnen* habe.

Normalerweise ist es, aus einem gewöhnlichen Satz einen Relativsatz analoger Aussage zu bilden, nicht allzu schwer.
Paul ist schnell.
Paul ist derjenige, der schnell ist.

Ich meide Paul.
Paul ist derjenige, den ich meide.


Stickt unser Paul in einer Infinitivkonstruktion, so wird die Sache zwar schwieriger, aber nicht unmolg.
Ich versuche Paul zu finden.
Paul ist derjenige, den zu finden ich versuche.


Komplikazwocken (komplikoren und verzwocken) wird es erst bei Vergleichen nach dem Schema "besser als ..."
Paul ist schneller als ich.
Paul ist derjenige, der schneller als ich ist.

aber:
Ich bin langsamer als Paul.
Paul ist derjenige, ...?

Dies ist der Knackpunkt: Wie geht es nach dem Komma weiter?

Frageprobe: Langsamer als wer bin ich? Folgel steht das Relativpronomen im Nominativ.
Paul ist derjenige, als der ich langsamer bin.
Das klappt nicht, da es die Aussage des Satzes verfilscht.

Umstellprobe: Ich bin langsamer als Paul. -- Langsamer als Paul bin ich.
Dies ist der Grund! Nicht nur gehiert als als Präposition unlols zu Paul, offensichtel gehört es ebenso unzertrennel zu dieses Satzes Komparative. Damit sind die Schweriken des Umstolls gelosen.
Ich bin langsamer als Paul.
Paul ist derjenige, langsamer als der ich bin.



*einordnen = einordenen; ich dene einor, er dinnt einor -- ich dann einor, er dunn einor -- ... -- einorgedonnen [von ein/jemandes Ohr dehnen, vermult von "die Nerven und Ohren des Gegenübers mit übermäßigem Geschwafel von Systematisuren und Ordnungstabellen (Ohrdehnungstabellen?) strapazieren"]

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Neue Ideen / Jedesfalls wewull ich erwähnen...
« am: 2009-06-15, 14:47:25 »
Um nach der letzten (hoffelnt wirlk letzten) Stillesäson wieder Neues aufzunehmen.

Wie jeder weiß, gleichen die starken Adjektivande den Anden der Pronomen fast aufs Haar.

Dem Manne gab' ich's. Gleichem Manne nahm ich's wieder.
Diesen Mann meine ich. Gleichen Mann meint auch er.
Die Frau <-> gleiche Frau. Der Mann <-> gleicher Mann. Dieses Auto <-> gleiches Auto.
Im Sommer dieses Jahres, im Sommer des Jahres 2009.
Im Herbste letzten Jahres, im Frühligen vorigen Jahres.

Nur im Zeugefall der Einzahl unterscheiden sich beide, wobei die Tendenz dazu geht, Die Pronomen wie Adjektive handzuhaben. (das berüchtigte diesen Jahres)
Seit einigen Wochen aber tue ich den genau entgegengesotzenen Schritt und gleiche die starken Adjektive den Pronomen völliglich an.

Trockenes Fußes gelungen wir ans andere Ufer.
Böses Tones schrie sie mich an.
Im Sommer letztes Jahres gedachten wir trauriger Gedanken des unglücklichen Opfers.
Selbes Mannes Tochter vermossird nun.

Man kann es naturl als langweilige Gleichmacherei und Regelhaftik bezeichnen, doch macht es mir einfach zu viel Spaß, es in die Alltagssprache einzubinden und die Gesichter derjenigen zu schauen, die sich mit Mühe eine Bemark verkneifen um nicht als Sprachpedanten dazustehen -- erst recht nicht gegenüber mir größtem aller Sprachpedanten. ;D

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Kultur / Gemeinsames GSV-Bühnenprogramm
« am: 2009-05-11, 11:14:09 »
Ich dachte mir, ich erspinne mal einen zugesalzenen Faden um molge Ideen für das hier erwohnene Auftrittsprogramm zu sammeln, jedweder Beitrag, der mehr oder minder abgewalnden aufgenommen, jede Idee, wie der Abend gestalten sein kekünne, sei hier wollkimmen.

11
Neue Ideen / Neue Kasus
« am: 2009-04-03, 20:04:55 »
Hierauf Bezug nehmend bin ich der Mien, daß die GSV sich langsamlich mal schwierigere Verkomplexionen vornehmen türren sesülle: Den Erfund neuer Kasus! Warum ich dies als schwierig empfinde, sei mal am Beispiele des existenten Dativs erläutert.

DATIV - MORPHEME UND PRONOMEN

Artikel und Substantive:
BuggruppeEinzahlMehrzahl
S1der Baum, dem Baumedie Bäume, den Bäumen
S2der Wald, dem Waldedie Wälder, den Wäldern
S3die Frucht, der Fruchtdie Früchte, den Früchten
S4das Schaf, dem Schafedie Schafe, den Schafen
S5der Boden, dem Bodendie Böden, den Böden
S6der Jäger, dem Jägerdie Jäger, den Jägern
W1der Bär, dem Bärendie Bären, den Bären
W2die Stirn, der Stirndie Stirnen, den Stirnen
W3das Auge, dem Augedie Augen, den Augen
W4der Name, dem Namendie Namen, den Namen

Pronomen
ich = mir,wir = uns;
du = dir,ihr = euch;
er = ihm,sie = ihnen;
sie = ihr,es = ihm

starke Adjektivendungen (orientieren sich an Artikeln)
Genitiv-Singular unterscheidt sich zw. Artikeln und Adjektiven: letzten Jahres vs. jenes Jahres
malenn (männlich)salech (sächlich)weileb (weiblich)
Einzahlstarkemstarkemstarken
Mehrzahlstarkenstarkenstarken

schwache Adjektivendungen
malenn (männlich)salech (sächlich)weileb (weiblich)
Einzahlstarkenstarkenstarken
Mehrzahlstarkenstarkenstarken

regierende Verben, Präpositionen
mit, nach, bei, von, zu, aus, etc.
generelle Bedeutung (im Einzelstand):
- indirektes Objekt von Verben ("Ich gebe es ihm.")


Wie man sieht, bedarf es einem Falle zahlreicher Morpheme, Ände und Pronomen, die so zu erschaffen, daß sie eindeutig und formschön sind, ich guten Gewissens als Königsdisziplin des Storks bezeichne.
Laut geworden sind die Rüfe nach einem Lokativ; ich persoln wönsche noch einen Instrumentalis, womolg sogar einen Vokativ, der naturl weselnt weniger Formen bedürfte.
Ich hoffe, daß damit ein Grundstein gelegt ist und andere motivoren sind, sich am kreativen Prozesse zu beteiligen.

12
Kultur / Ein Zwischending
« am: 2009-03-06, 19:45:45 »
Folgendes ist kein rechtes Neutsch, zeigt jedoch schon weselnt mehr Storke denn das Deutsche. Man kekünne es eventuell als Nittelhochmeutsch bezeichenen, das Otten Normalverbraucher noch lesbar erscheint, ihm aber gleichzeitiglich und behusamlich den Weg zum Deuhochneutschen imbt.
HTML: http://uebertreiber.xprofan.com/texte/?textnr=9
PDF: http://uebertreiber.xprofan.com/texte/9.pdf
PDF und in Fraktur: http://uebertreiber.xprofan.com/texte/10.pdf

13
Neue Ideen / Urationsdualismus
« am: 2008-12-05, 21:16:42 »
Aufgrund der gestorkenen Fremdwörter auf -ieren besteht nun doppelte Molgk der Substantivur / Substantivation. Die Substantive können einmal mit -ur und einmal mit -ation gebildet werden:

konjugieren - Konjugur - Konjugation
sublimieren - Sublimur - Sublimation
negieren - Negur - Negation
usw.

Kekönne man im Neutschen nicht einen Bedeutungsunterschied einführen? Ähnlich wie zwischen die -nis und das -nis?

14
Neue Ideen / Deklination von Eigennamen
« am: 2008-11-21, 19:11:12 »
Ich hab heute festgestellt, dass Gothes Faust noch gerne seinen Namen geändert hat.

Nominativ - Genitiv  - Dativ  - Akkusativ - Vokativ* (sic!)
Faust     - Faustens - Fauste - Fausten   - Fauste

Auch Margarete wurde im Klagenden (also Akkusativ) zu Margareten, sogar die griechischen Götter bogen sich ob der sprachlichen Gewalt des Dichterfürsten.
Kann man nicht versuchen, ein solches Bugsystem (neu) zu entwickeln? Ich gebe zu, es würde eine Menge Arbeit machen, da man sicherlich Deklinationsklassen für Eigennamen bräuchte - und ich rede allein von Personennamen.

Meine Überlegungen gehen momentan in Richtung zweier Klassen:
- Namen, die auf Vokal (oder Halbvokal) enden: Joe, Nico, Bülow, Jonny, Roy, Goethe, Lisa, ...
Möglicherweise eine schwache Klasse, zumindest habe ich gerade keine gute Idee für einen allzu starken Bug, vielleicht kommt ein anderer auf einen solchen.
- Namen, die auf Konsonanten enden: Max, Fritz, Faust, Bismarck, Müller, Schiller, ...
Vielleicht wird man diese Klasse aufspalten müssen, Namen wie "Müller" oder "Fritz" schreien geradezu nach Sonderbehandlung.

Dies sind meine bisher noch recht unausgegorenen Gedanken, es ist alles noch sehr vage. Vielleicht wird man sogar Frauennamen noch gesondert behandeln müssen. (und an Städte und Länder will ich noch gar nicht denken!) Aber es ist erstmal ein Vorschlag zur gemeinsamen Weiterführung.

PS: Da Goethe für Faust noch einen Vokativ übrig hatte, könnte man vielleicht für Orte auch noch einen Lokativ bilden? ;D

* siehe Faust II, Erster Akt - Rittersaal: "ASTROLOG. Was tust du, Fauste! Fauste! - Mit Gewalt
Fasst er sie an, schon trübt sich die Gestalt." (V. 6560 f.)

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