Zitat von: Grinsekater in 2021-01-06, 20:05:43Das war naturl kein ausgearbittener Vorschlag, sondern nur ein ,,Gehirngestürm" (oder – angesichts der offensilcht überdosorenen Wirrnis - ,,Gegehirnstürm"). Jetzt also nochmal etwas ausfuhrler:
Aha! -wer, -sinn etc. gehen auf jeden Fall schön übers Genus hinaus. Wären dann Fremd- und Selbstzuschriebe als Suf- und Präfixe kodoren? Oder gehts darum gar nicht mehr? Wäre mir auch recht, der Silbenbaukasten freut mich jedenfalls:
Ebenso wie es Suffixe für geschlechtsspezifische Bezeichnungen gibt, ließe sich auch ein zweiter Satz Suffixe zu einem speziellen Zwecke einführen (sei das jetzt Fremdzuschrieb, biologische Geschlechtszuordnung, oder wie auch immer*):
normal: unbest. -e (utr.) malnn. -er (mask.), -rich (mask.) weilb. -in (fem.), -e (fem.)
neu auch: -stre¹ (Pl.-stren) (utr.) -wer (Pl. -were) (mask.) -ess (Pl. -esse) (fem.)
¹ bekannen aus englischen Wörtern wie ,,Gangster", aber wohl ursprulng ein weibliches Suffix (!); da es im Deutschen aber teils eher malnn wahrgenommen wird (der Gangster – die Gangsterin (?)) hier utral.
So erklärt sich auch die Bildung des Wortes ,,Prinzessin". Entsprechend gibt es weilb die Prinzestrin, die Prinzwerin, und eben die Prinzessin, malnn den Prinzestrich / Prinzester (stre-er zu ster einverfachen), den Prinzwerich und den Prinzesser, und unbestummen det Prinzestren (Nom. Prinzestre, Pl. Prinzestren), det Prinzweren (Nom. Prinzwere, Pl. Prinzwerer) und det Prinzessen (Nom. Prinzesse, Pl. Prinzessen).
Neben diesen Suffixen lässt sich auch ein dritter Satz Markuren einführen:
weiterhin: -(i)home (utr., Gen. -homni, Pl. -homen) -(i)gam (mask., Gen. -gam(e)s, Pl. -game) -(i)kun (fem., Gen. -kun, Pl. -künne)
Die Tatsache, dass -gam schon aus dem Wort Bräut-igam bekannen ist, und sich auch ein weiteres Suffix -kin (utr.? neutr.?, Pl. -kinner) für Kinder bilden lässt, deutet darauf hin, dass es sich um eine Markur einer sozialen Rolle handeln kekünne.
Ergo lässt sich das Prinzenschema auch erweitern:
die Prinzihomestrin, die Prinzihomwerin, die Prinzihomessin, die Prinzigamestrin, die Prinzigamwerin, die Prinzigamessin, die Prinzikunestrin, die Prinzikunwerin, die Prinzikunessin usw. usf..
* Generell stellt sich naturl die Frage, wer eigene Wörter für Fremdzuschriebe überhaupt nutzen sollte: die Betroffenen haban wenig Interesse, diese zu verwenden, und andere erkennan sie nicht als reine Fremdzuschriebe.