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Benachrichtigungen - Vorbeischauer

#46
Sprache / Re: Klarmachen zum Gendern!
2020-12-30, 14:12:10
Ich erlub mir mal, die entsprechende Wiki-Seite zu befüllen und dabei noch einige stärkere singurle Dative erzugänzen.

Zitat von: Grinsekater am 2020-12-29, 23:37:14
Inzwischen kamen mir zwei Möglichkeiten zur weiteren Verkomplizur des Genus in den Sinn:

2. Unterscheidung zwischen Fremd- und Selbstzuschreibung des Genus: Ein Standbild (,,Selbstzuschreibung" Neutrum, sage ich mal) wird fälschlich für einen lebendigen Menschen gehalten (Fremdzuschreibung z.B. Utrum). Der ich von dieser Begebenheit erzähle, drücke ich das in einem entsprechenden Genus (Neutrum-selbst-Utrum-fremd) aus. Die Gesamtzahl der Genera würde dadurch glatt mal quadroren, zusammen mit 1) auf sechsunddreißig!

Nun, vielleicht ließe sich so etwas aber (statt über das Genus) über Prä- und Suffixe umsetzen. Es gibt ja schlielß schon das -wesen, das einerseits ein Lebe-wesen (egal ob melnsch oder nichtmelnsch) bilden kann, aber auch gewisse abstrakte Dinge (Bankwesen, Staatswesen usw.). Nun ist wesen ja synonym zu sein. Und da gibt es doch noch einige weitere Wörter mit Ahln zu Formen von sein: die -ware ist also unbeluben, der -wer ist ein ausgestorbenes Wort für ,,Mann", der -sinn stünde für Abstraktes, und gewiss fänden sich dann auch noch weitere Wörter, für kollektive (Ge...e?) und einzelne Dinge, (Menschen- und Tier-)Kinder (vllt. durch -ken?) und Erwachsene, usw.. Durch Prä- und Suffixverwand und Kombination entstünden dann alle Varianten von Sein und Schein, die -werin, der -sinnerich, der -warich, usw.. Fragt sich bloß noch, ob der Werwolf jetzt ein für einen Wolf gehaltener Mann oder für einen Mann gehaltener Wolf ist...
#47
Sprache / Re: Klarmachen zum Gendern!
2020-12-23, 14:49:13
Zitat von: Vorbeischauer am 2020-12-18, 18:27:03
Ja, das mit dem M jefrage ich mich auch, intschiede mich dann aber doch dafür, schlielß teilt sich das Maskulinum diese And ja mit dem Neutrum. ,,derm" jawäser auch eine Molg, aber da hätte man* dann so viel auffälliges Gederm drin. Oder eben was Vokalisches (do, deo, dei, dey...?).

Eine Molg jefallt mir noch ein: der Dativ ließe sich auch auf -eu bilden: Artikel: deu und eineu, Pronomen: henneu. Also: deu/eineu Nachbare, Pianiste, deu/eineu Zauberen, Mörderen, deu/eineu Arzten.

Eine andere Sache, wozu ich gerne Miene läse, ist, ob der Akkusativ-Artikel nicht vielleicht eher ein statt einet heißen sesülle, also det erfolgreichen Arzten, aber ein erfolgreichet Arzten, statt einet erfolgreichen Arzten. Das klänge dann vielleicht mehr nach dem Neutro, aber weniger nach einem verkuppenen Genitive, oder?
#48
Sprache / Re: Klarmachen zum Gendern!
2020-12-18, 18:27:03
Ja, das mit dem M jefrage ich mich auch, intschiede mich dann aber doch dafür, schlielß teilt sich das Maskulinum diese And ja mit dem Neutrum. ,,derm" jawäser auch eine Molg, aber da hätte man* dann so viel auffälliges Gederm drin. Oder eben was Vokalisches (do, deo, dei, dey...?).

,,Wer" hingegen unterscheidet ja eigelnt sowieso nicht zwischen malnn und weilb (das ließe sich naturl auch einführen...). Insofern sesülle ,,Wer, so dieses Angebot bekommen hat, sich dagegen entschied, (selb) sollte hiese Entscheidung überdenken" im Grunde genügen...

*,,man" ist naturl auch so ein fralges Wort: zumindest im Nominativ bezieht es sich aber unterschiedslos auf alle Geschlechter.
#49
Neue Ideen / Neues Synthetisches Perfekt
2020-12-16, 09:56:48
Wie bagerstur (1. Pers. Sg. Plusquamperf.) ich, als ich die großartigen synthetischen Verbformen im ,,Zukunftsprojekt"-Faden sah! (Ledilg der Konjunktiv auf -me gefällt mir nicht so gut, da bezöge ich dann doch -i (Futur -o) vor: ich helfi, du helfest, es helfe, wir helfin, ihr helfit, sie helfin, Konj. II / Prät. ich hülfe, Konj. I Fut. helfo, Konj. II Fut. / Kondit. hülfo, welchselbige Endungen ich auch im Folgenden verwenda). Nun aber zu meinem eigenen neuen Vorschlag: synthetische, wirlk starke Formen für das bislang arg nachverlassogene Perfekt. Es werden benotugen:
- das Perfekt: es hat / ist geflogen – wird vom Präsens gebulden
- das Plusquamperfekt: es hatte / war geflogen – vom Präteritum
- das Futur II: es wird geflogen haben / sein – vom Futur
- das Futurpräteritum II: es würde geflogen haben / sein (in Sätzen wie ,,Wir wussten bereits, dass ich am nächsten Tage abgeflogen sein würde", wo die Form aussieht wie ein Konjunktiv, aber tatsächlich ein reales Geschehnis bezeichnet) – vom Futurpräteritum = Präteritumstamm mit Futurendung
- der Konjunktiv I Perfekt: es habe / sei geflogen – vom Konjunktiv I Präsens
- der Konjunktiv II Perfekt / Plusquamperfekt: es hätte / wäre geflogen – vom Konj. II Präsens / Prät.
- der Konjunktiv I Futur II: es werde geflogen haben / sein – vom Konj. I Futur
- der Konjunktiv II Futur II / Konditional II: es würde geflogen haben / sein. - vom Konj. II Futur / Kondit.

haben-Perfekt

Die Endung stammen im haben-Perfekt immer von den entsprechenden Unperfektformen, aber Stämme und Präfixe verändern sich:
Der Stamm wird dem Partizip Perfekt entnommen. Jedoch bleibt er nur im Perfekt, Futur II, und in den Konj.-I-Formen unverarnden, während es im Plusquamperfekt, Futurprät. II und in den Konj.-II-Formen zu einem weiteren Ablaut kommt, nach dem Muster: a → o (kurz) / au (lang), o → u, u → i(e), i(e) → e (kurz) / ei (lang), e → a. Im Konj. II kommt außerdem Umlaut hinzu.
Am Beispiel fliegen:
Partizip: ge-flog-en
→ Perfekt, Futur II, Konj. I: Stamm -flog-
→ Plusquamperfekt, Futurprät. II: Stamm -flug-
→ Konj. II: Stamm -flüg-

Vorangestellt wird ein Präfix, nalm je- für Perfekt, Futur II, Konj. I, ja- für die übrigen Zeiten. Gibt es allerdings bereits ein untrennbares Präfix (wie in begirsten, gehoren, verarnden) ändert dieses stattdessen den Vokal:
be-      →   bi-, ba-               ich besuche, ich bisooche, ich basuuch
durch-      →   durich-, durach-
emp-      →   imp-, amp-            du empfiehlst, du impfohlst, du ampfuhlst
ent-      →   int-, ant-            es entwirt, es intwortet, es antwurt (= hatte entwertet)
er-      →    ir-, ar-               wir erreichen, wir irrichen, wir arrechen
ge-      →    gi-, ga-               ihr gebietet, ihr gibotet, ihr gabutet
ver-      →   vir-, var-            sie vernichten, sie virnochten, sie       varnuchten
voll-      →   vüll-, völl-            ich vollziehe, ich vüllzoge, ich völlzug
zer-      →   zir-, zar-            du zerstörst, du zirstorst, du zarsturst
miss-      →   misse-, missa-            es missfällt, es missefallt, es missafoll
um-      →   umbi-, umba-            wir umfahren, wir umbifahren, wir          umbafohren
wider-      →   widri-, widra-            ihr widristandet, ihr widrastondet
Trennbare Präfixe bleiben jedoch unbeeinflussen: sie jeflogen ab, sie jaflugen ab, dass sie abjeflogen.

Beispiel: Tabelle für ,,fliegen" (transitiv, haben-Perf.):
Perfekt: ich jefloge, du jeflogst, es jeflogt, wir jeflogen, ihr jeflogt, sie jeflogen
Futur II: ich jefloga, du jeflogast, es jeflogat, wir jeflogan, ihr jeflogat, sie jeflogan
Plusquamperfekt: ich jaflug, du jaflugst, es jaflug, wir jaflugen, ihr jaflugt, sie jaflugen
Futurprät. II: ich jafluga, du jaflugast, es jafluga, wir jaflugan, ihr jaflugat, sie jaflugan
Konj. I Perf.: ich jeflogi, du jeflogist, es jefloge, wir jeflogin, ihr jeflogit, sie jeflogin
Konj. I Futur II: ich jeflogo, du jeflogost, es jeflogo, wir jeflogon, ihr jeflogot, sie jeflogon
Konj. II Perf.: ich jaflüge, du jaflügest, es jaflüge, wir jaflügen, ihr jaflüget, sie jaflügen
Konj. II Futur II / Konditional II: ich jaflügo, du jaflügost, es jaflügo, wir jaflügon, ihr jaflügot, sie jaflügon

sein-Perfekt

Die Endungen für das sein-Perfekt sind etwas anders: sie lauten für die vom Präsens abgelittenen Formen un/nu, rt, sch, ni, dei, ndi (vgl. bin bist ist sind seid sind), für die vom Präteritum abgelittenen ur/ru, urt/rtu, r, rni, rtei, rndi (vgl. war warst war waren wart waren).

Beispiel: Tabelle für ,,fliegen" (intransitiv, sein-Perf.):
Perfekt: ich jeflogun, du jeflogert, es jeflogsch, wir jeflogeni, ihr jeflogedei, sie jeflogendi
Futur II: ich jefloganu, du jeflogart, es jeflogasch, wir jeflogani, ihr jeflogadei, sie jeflogandi
Plusquamperfekt: ich jaflugur, du jaflugurt, es jafluger, wir jaflugerni, ihr jaflugertei, sie jaflugerndi
Futurprät. II: ich jaflugaru, du jaflugartu, es jaflugar, wir jaflugarni, ihr jaflugartei, sie jaflugarndi
Konj. I Perf.: ich jefloginu, du jeflogirt, es jeflogisch usw.
Konj. I Futur II: ich jeflogonu usw.
Konj. II Perf.: ich jaflügur usw.
Konj. II Futur II: ich jaflügoru usw.
#50
Sprache / Re: Klarmachen zum Gendern!
2020-11-20, 15:04:24
Nach weiterer Nachdacht frug ich mich, ob nicht vielleicht die Einfuhr eines galnz neuen Generis die komplizorenste Los darstölle? So gesellt sich nun zu den drei bekannenen Genera Maskulinum, Femininum und Neutrum als viertes das Utrum. Hierzu gehören – wie auch zu den anderen Genera – naturl nicht nur geschlechtsneutrale Personenbezinche, vielmehr können Wörter beliebiger Bedut zu irgendeinem der vier Genera gehören. Verstalnderweise umfasst das Utrum fast ausschlielß Neubulde (sowie gegebenenfalls Fremdwörter und Wiederbelube).

Der bestummene Artikel lautet de - del - deme - det, der unbestummene ein - einers - eineme - einet. Das Persolnpronomen ist hen - hieser - heme - het, das Possessivpronomen hies. Das Utrum des Demonstrativpronomens der/die/das lautet selbs, dellen, deme, det, das des Relativpronomens so, dellen/wessen, deme, det (um alleinstehendes de zu vermeiden).

Adjektive können stark und schwach deklinieren. Substantivorene starke Adjektive erhalten ein zusalzes -s oder -z:
starke Deklination:
groß(z) - großers - großeme - großet
klein(s) - kleiners - kleineme - kleinet
schwache:
große - großen - großen - großen
kleine - kleinen - kleinen - kleinen
Plurale werden wie in den anderen Genera gebulden.
Dasselbe gilt auch für Pronomina: sein(s)/ihr(s)/sein(s)/hies(z)/ihr(s) usw.

Substantive teilen sich in drei Deklinationsschemata:
1. stark (Bsp.: Nachbare, Pianiste)
de/ein Nachbare, Pianiste
del/einers Nachbaras, Pianistas
deme/eineme Nachbare, Pianiste
det/einet Nachbare, Pianiste
die Nachbärer, Pianister
der Nachbärero, Pianistero
den Nachbärern, Pianistern
die Nachbärer, Pianister
2. schwach (Bsp.: Zaubere, Mördere)
de/ein Zaubere, Mördere
del/einers Zauberni, Mörderni
deme/eineme Zauberen, Mörderen
det/einet Zauberen, Mörderen
die Zauberen, Mörderen
der Zauberno, Mörderno
den Zauberen, Mörderen
die Zauberen, Mörderen
3. gemischt (Bsp.: Arzte)
de/ein Arzte
del/einers Arzteni
deme/eineme Arzten
det/einet Arzten
die Ärzter
der Ärztero
den Ärztern
die Ärzter
#51
Kultur / Re: Alexandrette in Soninern
2020-10-22, 17:15:53
Zitat von: Berthold am 2018-04-04, 10:48:12
Zitat von: Kilian am 2018-04-04, 10:05:57
April, April! Dieser Faden hat (noch) keinen Inhalt. (...)

Na, das ließe sich ja vielleicht ändern.

So sei es. Und eben darum erblak selbige Duchtform erst heute das Licht der Welt:

Ein Alexandrett besteht immer aus 12 Versen, die sich auf zwei gleichlange Strophen verteilen und abwechselnd mit einer betunenen und einer unbetunenen Silbe enden. Inhallt orientiert es sich, wo möglich, an barocken Vorbildern.

Ein Soniner umfasst stets zwei Verse, derer erster aus 8 Silben besteht (analog zu den zwei Quartetten des Sonetts), der zweite hingegen aus sechs Silben mit einer Zäsur in der Mitte (analog zu den beiden Terzetten).

Ein Beispiel:

Alexandrett in Soninern

Jede Blume muss verblühen,
Alles geht, nichts besteht.
Jedes Holzscheit muss verglühen,
Alles eilt, nichts verweilt.
Hinter aller Menschenfreude
Locket Neid, wartet Leid.

In des Grases feuchtem Taue
Spiegelnd droht einst'ger Tod,
In der Wolken düst'rem Graue
Zeigt sich kein Sonnenschein,
In dem ganzen Weltgebäude
Gähnet weit Endlichkeit.
#53
Zitat von: ku am 2020-10-17, 20:33:23
Ich versuchs mal mit

Karosserie

Doch, das war's!
#54
Zitat von: Stollentroll am 2020-10-17, 19:47:42
1629   Karnickelstall    ;D

Diesmal stimmt's leider nicht. Aber es ist schon auf dem richtigen Wege.
#55
Zitat von: ku am 2020-10-16, 21:11:02
Faust ! Da hast du wahrscheinlich recht.
So isses.
#56
1624 stimmt nicht (es geht übrigens um einen Superlativ), die anderen sind richtig.
#57
Sprache / Re: Problem mit den Frauen
2020-10-10, 13:33:43
Zitat von: ku am 2019-07-05, 14:58:16
Viele Dänke für die umfangreiche Liste. Da haben wir ja jetzt schon einige Auswähle.

ICH habe aber noch eine Genderidee:
Wenn ein Mensch ICH schreibt, gibt er ja auch sein Geschlecht nicht bekannt, es sei denn, er umschreibt sich gleichzeitig noch mit speziellen Genderattributen (umfangreiche Oberweite, Rauschebart, 90-60-90, Schuhgröße 49, Kondomgröße 69 usw.).

Wir sollten für solche Fälle etwas erfinden, wodurch sich der ICH-Schreiber auch gendermäßig identifiziert.
In Anlahn an das gute alte Latein könnte man ja vorschlagen:
Ichus, Icha, Ichum.
Das klingt aber irgendwie subgenial.
Hat jemand Vorschläge?   

Wie wäre es damit:
Es gibt jeweils drei Formen, jeweils eine explizit weibliche und männliche Form (entlohnen aus verschiedenen anderen Sprachen und Dialekten) und eine Standardform, die immer genotzen werden kann.
jeweils in der Reihenfolge Standardform / männliche / weibliche:
ich - ik/ick - i
meiner - meener - miner
mir - mer - mi
mich - mik - me
du - tu - tü
deiner - teener - tiner
dir - ter - ti
dich - tik - te
wir - wi - mir
unser - euser - üser
uns - eus - üs
uns - eus - üs
ihr - ji - dihr
euer - jauer - üwer
euch - jau - ü
euch - jau - ü
sie - ils - els - sü (neutr.)
ihrer - iller - eller - hünner
ihnen - illen - ellen - hünnen
sie - li - le - sü/süe
In der dritten Person gibt es auch eine Neutrumform, und im Allgemeinen richtet sich die gewohlene Form nach dem Genus des Wortes statt nach dem Geschlecht der Personen (außer in der höflichen Anrede): Von den Personen memüsse also als ,,els" gesprochen werden, auch wenn unter ellen nur Männer sind, elle höfliche Anrede wäre aber ,,Ils" (oder naturl ,,Sie").
#58
Sprache / Re: Problem mit den Frauen
2020-10-10, 13:16:57
Im Isländischen ist übrigens vor ein paar Jahren ein geschlechtsneutrales Pronomen für alle Fälle eingefohren worden:
hán, hans, hani, hán.
Statt eines Possessivpronomens wäre dann der Genitiv nutzbar (meiner Mien nach sesülle der im Deutschen aber eher nachgestollen werden, so wie in ,,Vater unser"):
das Auto hans
#59
Sprache / Re: Klarmachen zum Gendern!
2020-10-10, 13:14:07
Zitat von: Alter Römer am 2010-04-08, 13:51:06
Avete!
Im Lateinischen entspricht der männlichen Endung -or und der weiblichen -rix die sächliche -rum. Also zum Beispiel "arator"=pflügender Mann, "aratrix"=pflügende Frau, "aratrum"=pflügende Sache (=Pflug).
Die sächlichen Formen bieten sich auch als geschlechtsneutrale Form für die aus dem Lateinischen übernommenen Tätererwörterer /Tätinwörtin/Tätelnwörteln im Neutschen an:
Das Pastrum
Das Kantrum
Das Profestrum
Das Konditrum
Das Direktrum
Das Alligatrum
Das Navigatrum
Das Doktrum
usw.
Dergleichen entspricht der Endung "-er, -ra" ebenfalls "-rum", also
Das Ministrum
Das Magistrum

Vor allem aber gibt es im Lateinischen auch gänzlich geschlechtsneutrale Partizipien. Von diesen ließen sich erst einmal alle Formen für Wörter auf -e/ant oder -e/antin ableiten:
das Patiens (Gen. Patientis, Dat. -enti, Akk. -entem; Pl. Patientes, -entium, -entibus, -entes)
das Intendans, Intendantis usw..

Dann auch alle auf -or / -trix, bei denen es kein Wort auf -ent gibt:
das Pascens (Pastor, von pascere)
das Kantans
das Profitens (Professor, von profiteri)
das Kondens (Konditor)
das Navigans

Manchmal gibt es nun aber beides, z. B. Dirigent / Direktor, Dozent / Doktor usw., hier kann man dann -tans benutzen:
das Direktans (Direktor)
das Doktans (Doktor)

Nur für Magister/tra und Minister/tra funktioniert das leider nicht.
#60
Kultur / Re: 2 Balladen
2020-09-13, 19:14:12
Danke! Werde mal sehen, wann mir wieder was einfällt...