Autor Thema: Kindersprache  (Gelesen 4935 mal)

caru

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Re: Kindersprache
« Antwort #15 am: 2006-11-07, 21:07:20 »
ng und m sind in der tat verwechselbar... beim bauchreden benutzt man das ng als m, dangit ngan den ngund nicht so offensichtlich zungachen nguß, das ngöchte sonst doch jengandeng auffallen. also, sprecht ngir nach:

"in ulng, ung ulng und ung ulng herung" - hundertngal :D
(\___/)
(>´x´<)
('.')__('.')

Nijntje - de echte nederlandse konijn

Kilian

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Re: Kindersprache
« Antwort #16 am: 2006-11-07, 21:13:40 »
Sie verwechseln es wahrscheinlich noch, weil es so ähnlich klingt, was man ja auch beim McGurk-Effekt mit b/d/g merkt, wenn man dafür empfänglich ist. Im Falle von [m] und [ŋ] entweicht die Luft praktisch ausschließlich durch die Nase, die Lippen bzw. die Zunge blockiert den Luftstrom im Mund. Die unterschiedlichen Zungen- und Lippenstellungen ändern den Klang recht subtil. Die Verwechslung funktioniert auch in die andere Richtung, wie man hier hören kann (aus: naddi * eins lied). :)

katakura

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Re: Kindersprache
« Antwort #17 am: 2006-11-08, 12:45:23 »
Zuerst trieb der Knabe die Mutter an mit: "schneller, schneller", dann verlurg er sich auf das Gegenteil: "Du musst NOCH lamsiger gehen." (Daraufhin frug die Mutter ihn dann, was denn "lamsiger" bedeute. Die Antwort krag ich ob anderen Zieles nicht mehr mit.

Wieso sagen kleine Kinder eigentlich so häufig "m" statt "ng"?
Das Wort lamsam liegt ja nahe wegen des ähnlichen Klanges beider Silben, aber der ist ja bei "lamsig" nicht mehr gegeben...
Weiß jemand von Euch eine Erklur?

... ich denke, bei "lamsiger" handelt es sich schlichtweg um eine raffinorene amalgamur von "langsamer" und "lahmarschiger" ... da der knabe das justiziable "arsch" dabei geschickt verbOrgen hat, muß man seinem spralchen genius durchaus tribut zollen ... respekt!!!
« Letzte Änderung: 2006-11-08, 12:47:05 von katakura »
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)