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Begonnen von Kilian, 2005-05-14, 20:27:48

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VerbOrg

#45
Das Prosawort, das du ankondagst, schmort wohl bald gut gar.
Schmur nicht schon manch Groß-Ducht in carus Topf?
Wohl wart' ich auf das Anätagramm-Prosastück - nur hoff' ich, nicht allzu lang.

caru

#46
Hoff und harr, TatwortOrg - Samstag und Sonntag bringt für das Bratgut im Dichtungs-Wok wohl Fortschritt, womöglich gar Abschluß.

Schnapp dir solang schon mal zur Einstumm* Jakob und W. Grimms Volksmärsammlung - griff ich mir doch daraus kühn Rohstoff  ;)

*Da war ich wohl schon arg müd'. Das ist natürlich ganz falsch am Platz - Abstumm, Zustumm, das ging', doch das da paßt nicht. - Hart ist Anätagraphschaft; drum ist's gut, daß man das Suchprogramm hat - da sucht man schlicht das Vokaldings, das tabu ist, und fand man's wo, mirzt man's nachträglich aus.
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Nijntje - de echte nederlandse konijn

VerbOrg

Grimms Märsammlung hab' ich nicht zur Hand. (Schad ist's wohl.)
Doch las ich gar oft Märn von Jahn. Auch dort solmm man Sprach vom Volk - von Königin im Schloss und Duurn'nrösk'n am Spinnrad.
Gar alt ist's, das Buch, und auch in damalig' Sprach. Ganz toll, wahrlich.

Kilian

Zitat von: caru am 2005-05-19, 20:51:58
Oh, oh! "Pfingstbotschaft" wornd vom Forum zum Ort, wo nun kurzprosafroh das Volk drauf guckt und drob lacht. Zu groß, zu groß das Maß an Ruhm!

(Mäßig unhistorisch ist's auch, das Apokryphwort. Paulus stak ja damals, als das vor sich ging, noch gar nicht drin im Urchrist-Komplott. Wär's wahr, daß man das noch gar nicht mork?)

Aufrichtig, ich find's großartig. So das Volk drob lacht und froh ist, was will man noch? Chronologisch saust das Apokryphwort wohl voraus, was Paulus anlangt, doch stört's nicht wirklich.

amarillo

#49
Anatagraphic Horror Story

Last Friday night at half past four
A horrid sound of raging knock
I'd rush to find who's at my door
Outlandish wish, a trick to mock?

I'd stand right firm straight front to grab
That wildish villain's hand so dark.
No pistol, just to dag and stab
With sharp iron's brand a lasting mark.

But halt, no knocking bang that sounds
Strouch to my mind at that hour's bit.
I stood in panic, wout for rounds
To call again in dark night's pit.

On Saturday I found out soon
What frought us all that night.
No word I'd say 'til that day's noon
'Bout that soul-shaking plight.

Six profound gaps ran just around
Our door knob's brassy glow.
Cut with no saw as soon was found
But rims as bright as snow.

A shiny goo squorm from four gaps.
No colour that I'd know
Spilt out that cracks to form long flaps
No drop was forming though.

But stop, alas, I got it straight
No bird sang in our sky.
No ant, no worm, no finch to wait,
no swallow's morning-cry.

Aloft a thing as black as pitch
Hid sun's fair morning rays.
It did not fly nor stand, for which
I'd form now word: it sways.

But though, my mind was caught to stoop
To a sight across that lawn:
A fir, dark, with a dangling loop
That bound a dying fawn.

It's full moon's wrath that twirlt my pain
That shook my ailing soul.
A strangling fist had caught my brain,
Draught it to void a bowl.

[Ich habe fertig, wenn ich das noch weiter treibe, kann ich heute nacht nicht schlafen, mir ist schon ganz mulmig...]
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

Kilian

Fürwahr schauerlich! Auch mir beritt die Anätagraphei schon schlaflose Momente: Neulich versoch ich im Halbschlaf wie unter Zwang, in Sätzen ohne e zu denken...

VerbOrg

Horror-Anätagramm

Am Samstag, früh, halb fünv war's wohl,
schrak ich vom Schlaf, als wild man pach,
so dass ich mich zur Tür hin stohl,
frug mich, was klüpf mich nachts wohl wach.

So stand ich still, pük Unholds Hand
Im Griff so hart als möglich,
ohn' Colt, doch auch mit Kling, ich fand,
wär ich für ihn gar tödlich.

Doch stopp, nichts klupf, nichts pach noch mal
Zur Nachtstund grausam an das Ohr
In panisch' Wurt stand ich nun fahl,
ob ich was spor, ob ich was hor.

Nach schlaflos Nacht fand ich bald raus,
was ongstag uns zuvor.
Vor Mittagsstund spock ich nicht aus,
was mir das Hirn blackor.

Am Türknauf sah man: rings, o Graus,
kluf Loch an Loch, gar groß.
Nicht schnitt, noch siag man da was aus,
am Rand war's licht und bloß.

Manch Loch foll sich mit Gatsch alsbald,
in komisch Farb liuchts schlapp,
dock's ab und rann nach drauß schon halb,
nichts davon trupf hinab.

Doch was, mit Panik hor ich nun,
tschurr's gar nicht zwi vorm Haus.
Nicht Wurm, noch Gans, noch Fink, noch Huhn
Sah ich, nicht mal Frau Maus.

Hinan ich blak, wo grausig Ding
Sonn's Strahl das Licht nun rob
nicht flog's, nicht stand's; so's da nun hing,
süg' ich: das Schwarz dort schwob.

Was war's, das nun das Aug' dort spoh,
da hint' an Graslands Rand?
Das Kitz, das sonst nur sprang so froh,
am Baum ich tot nun fand.

Das Vollmondlicht bracht' wohl mich nah
an Wahnsinns Rand gar grausig,
quotsch mir das Hirn und rob's fürwahr
im Kopf drah sich's wohl lausig.



klopfen - klupf - klüpfe - geklopfen
pochen - pach - päche - gepochen
leuchten - liucht - liüchte - liuchten
sägen - siag - siäge- siagen

caru

Vorzüglich docht'st du, TatwortOrg. Mir graut - nicht vor dir, doch vor'm Horror-Anätagramm, ob anglophon, ob in Umducht. :)
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Nijntje - de echte nederlandse konijn

Blindfisch

Ich hab da mal einen Link, der gut zum Thema passt. Cebuano, eine Sprache, die - bis auf Fremdwörter - ohne E auskommt.

katakura

Zitat von: Blindfisch am 2008-01-05, 21:13:20
Ich hab da mal einen Link, der gut zum Thema passt. Cebuano, eine Sprache, die - bis auf Fremdwörter - ohne E auskommt.

... hmmm, klingt eigentlich nicht sehr überzeugend, wenn schon im namen der sprache selbst ein E vorkommt ::)
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Blindfisch

Den Namen haben die Benutzer dieser Sprache wohl von den Spaniern aufgedrocken  bekommen. Im Wikipedia-Artikel heißt es folgendermaßen:
Cebuano, auch bekannt als Bisaya, Visayan, Binisayâ und Sugbuanon

Kilian

Zitat von: katakura am 2008-01-05, 21:15:16
Zitat von: Blindfisch am 2008-01-05, 21:13:20
Ich hab da mal einen Link, der gut zum Thema passt. Cebuano, eine Sprache, die - bis auf Fremdwörter - ohne E auskommt.

... hmmm, klingt eigentlich nicht sehr überzeugend, wenn schon im namen der sprache selbst ein E vorkommt ::)

Und im Finnischen gibt's kein F. ;D

Kilian

#57
Eine kleine Sammlung von Gründen für Leipolalie und Leipogrammatik:


Fallen euch noch mehr gute Gründe ein?

Erseht!

Man lebt in einer Inselnation, die den Erfinder des berühmten Pangrams The quick brown fox jumped over the lazy dog verehrt, und dann wird durch ein Unwetter einer der Buchstaben am Denkmal heruntergeweht und die Regierung verordnet, dass der Buchstabe nicht mehr verwendet werden soll. Zugegebenermaßen etwas konstruiert, aber dürfte trotzdem in die Liste gehören.

Nesophobiker

VIELLEICHT Furcht, WEISSE INSELN in LINIEN zu SEHEN.