Autor Thema: himmelreich  (Gelesen 43122 mal)

Kilian

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Re: himmelreich
« Antwort #105 am: 2015-10-12, 10:54:58 »
Das erklärt es aber noch nicht, denn Rubbel memüsse doch auch etwas bedeuten, was in dem Zusammenhang passt. Rubbel ist mir aber nur als der Stamm von rubbeln geläufig, und was das im Zusammenhang mit Vereinbarkeit bedeuten soll, ist mir nicht klar.

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #106 am: 2015-10-12, 12:56:54 »
... reibungslos ...
Wenn’s rubbelt, gibt es offensilcht eine große Reibung.
Wenn man versucht, Dinge wie Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, gibt es manchmal Reibungen, und dann rubbelt es halt...
Ich verstehe gar nicht, was daran schwer zu verstehen ist... Ich habe jedenfalls sofort verstanden, was gemienen war.

Scheeks' Bier

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Re: himmelreich
« Antwort #107 am: 2015-10-12, 17:06:22 »
... reibungslos ...
Wenn’s rubbelt, gibt es offensilcht eine große Reibung.
Wenn man versucht, Dinge wie Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, gibt es manchmal Reibungen, und dann rubbelt es halt...

Daher wohl auch das Wort "Trubbel"?! ;D Oder das englische "rubble"? Bei großen Reibungen gibt's halt auch mal Trümmer.

Kilian

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Re: himmelreich
« Antwort #108 am: 2015-10-13, 14:01:42 »
... reibungslos ...
Wenn’s rubbelt, gibt es offensilcht eine große Reibung.
Wenn man versucht, Dinge wie Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, gibt es manchmal Reibungen, und dann rubbelt es halt...
Ich verstehe gar nicht, was daran schwer zu verstehen ist... Ich habe jedenfalls sofort verstanden, was gemienen war.

Dass rubbellos reibungslos bedeuten soll, war auch der erste und einzige Reim, den ich mir darauf machen konnte. Sicher war ich mir aber nicht, weil ich das Wort in dem Sinne nicht kannte und auch nicht einfach herleiten konnte:

1) rubbeln impliziert für mich eine Hin- und Herbewegung, die metaphorische Reibung in reibungslos habe ich mir dagegen immer als hinderliche Friktion beim einmaligen Von-A-nach-B-Kommen vorgestollen.
2) Mit -los wird normalerweise von Substantiven abgeleitet, nicht von Verben, oder? Gibt es ein Substantiv Rubbel im Deutschen? (Im Duden steht’s nicht.)

Daher meine Verwunderung, wie Antje Schmelcher auf das Wort kommt. Vielleicht einfach eine Frage des dialektalen Hintergrundes.

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #109 am: 2015-10-13, 15:06:13 »
1) Wenn es mit der Familie Reibungen gibt, geht das meistens nicht nur in eine Richtung.
2) Das muss man in der GSV nicht so eng sehen. Außerdem gibt es ja "das Rubbeln". Wenn man die folgenden Beispiele betrachtet, ist die Ableitung "rubbellos" mindestens nicht vollkommen abwegig, zumal sich "rubbelnlos" erheblich schlechter aussprechen lässt als "lebenlos" oder "nutzenlos":

Ehre => ehrlos
Frage => fraglos
Ende => endlos
Hilfe => hilflos
Klage => klaglos
Liebe => lieblos
Perspektive => perspektivlos
Farbe => farblos
Sorge => sorglos
Sprache => sprachlos
Stimme => stimmlos
Strafe => straflos
Treue => treulos
Erbe[n] => erblos
Friede[n] => friedlos
Schaden => schadlos
Nutzen => nutzlos
Leben => leblos
warum nicht auch
Rubbeln => rubbellos

Und zu guter Letzt gibt es auch noch "reglos" und "rettlos".

Berthold

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Re: himmelreich
« Antwort #110 am: 2015-10-14, 13:06:59 »
Beim Bridge ist ja wohl auch "rubbern" verwendbar.

NB: Jenes Kartenspiel ist (oder, besser, wäre) mir - wie, z.B. auch Blitz-Go - viel zu schwierig. Selbst beim "Skat kloppen" sind die allermeisten Ösis bekanntlich außerordentlich schwach. Unser gereiftestes Kartenspiel ist wohl Königrufen - mit Tarockkarten. Dabei haste am Anfang zwölf Karten in der Hand.
Snobs suchen sich das hierzu nötige "Deck" aus Tarotkarten zusammen, wogmolch von Mr. Aleister Crowley & Lady Frieda Harris ...


« Letzte Änderung: 2015-10-14, 13:22:53 von Berthold »

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #111 am: 2016-06-22, 06:57:57 »
Die Kreuzweise ist eine Melodie, deren chromatische Töne durch Hochalteration statt durch Tiefalteration zustande kommen. Im Jahr 1216, als der Dresdner Kreuzchor gegronden wurde, gab es neben dem b-molle noch kaum Alterationen, so dass die Aufnahme von Kreuzweisen ins Repertoire damals als revolutionär galt. Daher der Name dieses Chores, der auch heute noch als ältester Chor im modernen Sinne gilt.

Berthold

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Re: himmelreich
« Antwort #112 am: 2016-06-22, 10:07:20 »
Die Kreuzweise ist eine Melodie, deren chromatische Töne durch Hochalteration statt durch Tiefalteration zustande kommen. Im Jahr 1216, als der Dresdner Kreuzchor gegronden wurde, gab es neben dem b-molle noch kaum Alterationen, so dass die Aufnahme von Kreuzweisen ins Repertoire damals als revolutionär galt. Daher der Name dieses Chores, der auch heute noch als ältester Chor im modernen Sinne gilt.
Und klar bin ich Kerls genug, auf die Redensart "Du kannst mich (mal) kreuzweise" hinzuweisen. Ein bisserl g'schamig setzt hier eine (offenbar:) Dame ("Schokolinda") zur Erklar an: http://www.gutefrage.net/frage/was-heisst-du-kannst-mich-mal-kreuzweise
Aber "an sich" gehört die "Kreuzweise" eher zum Themenbereich "Antonyme", oder nicht?
"Bana hilal moda irtibata geçebilirsiniz" - : Das heißt auf Türkisch angeblich (was ich nicht überprüfen kann) "Du kannst mich halbmondweise". Womit ich nachtlur keineswegs Dich meine, Edle Seele!
« Letzte Änderung: 2016-06-22, 12:26:42 von Berthold »

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #113 am: 2017-05-10, 14:41:05 »
Wer feststellt, dass er Fettarme bekommt, sollte schleunigst von Vollmilch auf fettarme Milch umsteigen.

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #114 am: 2017-05-10, 14:46:07 »
Aber "an sich" gehört die "Kreuzweise" eher zum Themenbereich "Antonyme", oder nicht?

Hast du dafür Be-weise?

katakura

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Re: himmelreich
« Antwort #115 am: 2017-05-10, 17:27:13 »
Wer feststellt, dass er Fettarme bekommt, sollte schleunigst von Vollmilch auf fettarme Milch umsteigen.

... muoahhh, ist der alt! ... den haben schon vor gut 20 jahren die kunstfiguren "dragan un alder" von mundstuhl erzählt ("Wenn du trinkst dem fettarme Milsch, kriegstu konkrede Fettarme!") - und selbst die dürften kaum die ersten gewesen sein ...
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Wortklaux

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Re: himmelreich
« Antwort #116 am: 2017-07-06, 19:12:07 »
Heute fuhr ich in der Straßenbahn über eine Kuschelweiche — so ein Ding, bei dem die Fahrgäste aufgrund der Zentrifugalkraft aneinandergekuschelt werden.

Berthold

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Re: himmelreich
« Antwort #117 am: 2017-07-12, 12:21:52 »
... Zentrifugalkraft ...

Weniger ausgepronk wären die Zenmonofugal- und die Zenbifugalkraft. Aber mit dem Zen-Buddhismus kenn' ich mich, obwohl hier Zensor, kaum aus.

Liebe Grüße!
Der Berthold
« Letzte Änderung: 2017-07-12, 15:04:06 von Berthold »

Berthold

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Re: himmelreich
« Antwort #118 am: 2017-07-12, 15:53:34 »
Wer feststellt, dass er Fettarme bekommt, sollte schleunigst von Vollmilch auf fettarme Milch umsteigen.

... muoahhh, ist der alt! ... den haben schon vor gut 20 jahren die kunstfiguren "dragan un alder" von mundstuhl erzählt ("Wenn du trinkst dem fettarme Milsch, kriegstu konkrede Fettarme!") - und selbst die dürften kaum die ersten gewesen sein ...

Ich weiß schon, daß Du viel gegen bärtige Witze hast. Daher erspare ich Dir den fünften Aufguß der Hydraena janeceki. Wohl aber zeige ich Dir (Euch) deren Erstbeschreiber, Hofrat Dr. Manfred Jäch, selbst wenn Du den auch schon kennen sesüllest: https://www.zobodat.at/personen.php?id=352
« Letzte Änderung: 2017-07-12, 16:06:33 von Berthold »