Wörter

Begonnen von Kilian, 2008-04-17, 13:35:31

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Übertreiber

'vol·tern [ˈvɔltɐn] <er voltert, vurlt/burlt, hat gevorlten/geborlten> mit elektrischer Hochspannung foltern (wahlweise mit grammatischem Wechsel in der Vergangenheit)
Kampf dem Schicksal!

Übertreiber

be·'spa·ßen <trans.; er bespäßt, bespuß, hat bespaßen> jemanden mit Spaß und guter Laune bombardieren -- ob dieser mag oder nicht.
Kampf dem Schicksal!

zé do rock

hei leute,

lustige seite. wobei ich vermutlich mit meinen vereinfachten varianten ultradoitsh, wunschdeutsch und kaudadeutsh hier eha fehl am platz bin... für mein neues buch (jede sekunde stirbt ein nichtraucher - a lexikon üba vorurteile un andre teile) hatte ich mir aber übalagt, alle verben mit a, e, i, ei in der hauptsilbe zu starken verben zu machen: A > U (2. wahl I), E > A (2. wahl O), I > O (2. wahl A), IN > AN (2. wahl ON), EI < I. zur zweiten wahl würde man greifen, wenn die erste wahl shon besetzt is. also 'denken' kann im preteritum nicht zu 'dank' werden, dann werd es eben zu 'donk'. aba dann luss ich es sein - auch one starke verben beswaren sich file leser üba die swirigkeiten beim lesen. so is die vergangenheit mit -et zu bilden: denket, machet, esset. i wiss, für euch a grausamheit... keine starken verben mer, keine konjugationen, deklinationen, regular plural...

neu wörte gebt es im neuen buch kaum, höxtens
"eifelsucht - wenn ein chinese dauand zum eifel tulm will."

aber es gebe file wortdefinitionen, z.b.

beamtenschaft – der is sicha nicht so groß und hart wie der arbeitaschaft.
beinhalten – die meisten parchen bevorzugen das handchenhalten, aber einige wollen originell sein.
bizarr – russischa herrscher, der es mit beiden geschlechtern treibt.
bratsche – a mini-steak in Hessen, wird im pfännsche gebrate.
diletante – frau die sich gern im corridor rumtreibt.
erdofen – blöd werden. Z.b. ,,Peter, du erdofst zusehends".
fantasie – wenn man was zusammen trinke, bleibe man am anfang beim fantasie, speta wenn man sich bessa kennt un fil getrunken hat, komme man zum vertrauten fantadu.
fernbedinung – kellna die einfach vershwindet, grad als man was bestellen will.
gemeinplatz - kleine park wo sich böse leute treffen.
irokese – veraltete respektfoll anrede für milchprodukte. Richti traditionale kesemachis begrüßen ir produkte in der frü mit dem satz, ,,Hat Iro Kese wol gerut?"
mahatma - mahatma ghandi, mahatma keins.
makaken – ja, i muss au makaken.
metropole – dibishe slavi in el u-ban.
missverhältnis – afere mit der gewinna von a shönheitswettbewerb.
morbus – beförderungsmittel für afrikis.
profan - das is wenn die gage von a musikgruppe nak der menge der besukis bereknet werd, in gegensatz zu ,proband', bei der ma die gage nak der menge der aufspilende musikgruppen kalkulert. Einige verdin ir geld je nakdem, in wifile partis dey spile, das sei dann die profeten. Best sei diejenigis dran, die proton verdin.

naja, genuh für heut. dis e-mail ward e sho langa denn es sollat. wobei, bei eu heisst es sicha 'söllte', o...? in kokokukish (die sprake vo die neu buk) werd el umlaut nur für plural un el abstrakta von el adjektive nemet, dafür aba konsequent: blett, köpp, shü, o werm, mett, blönd, klüg. aber i neme mal an, dat ir dat noh fil weita trib.

fil spass bei die weiterentwiklu!






Kilian

Zitat von: zé do rock am 2010-05-10, 13:54:53für mein neues buch (jede sekunde stirbt ein nichtraucher - a lexikon üba vorurteile un andre teile) hatte ich mir aber übalagt, alle verben mit a, e, i, ei in der hauptsilbe zu starken verben zu machen: A > U (2. wahl I), E > A (2. wahl O), I > O (2. wahl A), IN > AN (2. wahl ON), EI < I. zur zweiten wahl würde man greifen, wenn die erste wahl shon besetzt is. also 'denken' kann im preteritum nicht zu 'dank' werden, dann werd es eben zu 'donk'. aba dann luss ich es sein - auch one starke verben beswaren sich file leser üba die swirigkeiten beim lesen. so is die vergangenheit mit -et zu bilden: denket, machet, esset. i wiss, für euch a grausamheit... keine starken verben mer, keine konjugationen, deklinationen, regular plural...

Woran man sich ja auch erst gewöhnen muss... wer weiß, vielleicht ist die geschotzene Leserschaft nach diesem Buch nunmehr an neue Morpheme hinreichend gewohnen, dass ihr im nächsten Buch ein Ablaut zuzumuten ist? Wäre lustig, etwas auf Ultra-, Wunsch- und Kauderneutsch zu lesen. ;)

Zitataber es gebe file wortdefinitionen, z.b.

beamtenschaft – der is sicha nicht so groß und hart wie der arbeitaschaft.
beinhalten – die meisten parchen bevorzugen das handchenhalten, aber einige wollen originell sein.
bizarr – russischa herrscher, der es mit beiden geschlechtern treibt.
bratsche – a mini-steak in Hessen, wird im pfännsche gebrate.
diletante – frau die sich gern im corridor rumtreibt.
erdofen – blöd werden. Z.b. ,,Peter, du erdofst zusehends".
fantasie – wenn man was zusammen trinke, bleibe man am anfang beim fantasie, speta wenn man sich bessa kennt un fil getrunken hat, komme man zum vertrauten fantadu.
fernbedinung – kellna die einfach vershwindet, grad als man was bestellen will.
gemeinplatz - kleine park wo sich böse leute treffen.
irokese – veraltete respektfoll anrede für milchprodukte. Richti traditionale kesemachis begrüßen ir produkte in der frü mit dem satz, ,,Hat Iro Kese wol gerut?"
mahatma - mahatma ghandi, mahatma keins.
makaken – ja, i muss au makaken.
metropole – dibishe slavi in el u-ban.
missverhältnis – afere mit der gewinna von a shönheitswettbewerb.
morbus – beförderungsmittel für afrikis.
profan - das is wenn die gage von a musikgruppe nak der menge der besukis bereknet werd, in gegensatz zu ,proband', bei der ma die gage nak der menge der aufspilende musikgruppen kalkulert. Einige verdin ir geld je nakdem, in wifile partis dey spile, das sei dann die profeten. Best sei diejenigis dran, die proton verdin.

Hihi, ja. Wir nennen das Beinkleid.

Zitatnaja, genuh für heut. dis e-mail ward e sho langa denn es sollat. wobei, bei eu heisst es sicha 'söllte', o...?

Eher sesülle.

Zitatin kokokukish (die sprake vo die neu buk) werd el umlaut nur für plural un el abstrakta von el adjektive nemet, dafür aba konsequent: blett, köpp, shü, o werm, mett, blönd, klüg. aber i neme mal an, dat ir dat noh fil weita trib.

Sehr schön! Wir treiben's tatsächlich noch... naja, weiter? Sagen wir, in viele verschiedene Richtungen treiben wir's: http://verben.texttheater.de/Numeri

Bin schon gespannt auf das Kokokukishe.

ze do rock

hei kilian, hei starksprakis,

>Woran man sich ja auch erst gewöhnen muss...

na hör mal, bei numeri stieht da 'ben' als plural von bus (hoffentlich gibt es auch luxen als plural von luxus), das is sicher schwieriger zu verstehen als z.b. 'fux' fyr 'Fuchs'. jedenfalls fang ich mal mit progressiwem ultradoitsh-S an (das ist das seriöse ultradoitsh, im gegensaz zum ultradoitsh-U, wo auch die grammatik entschlackt ward), das is sehr leicht zu lesen, wird aber immer schwieriger. aber ich versuch daraus ein bisschen ultranoitsh zu machen, um nich zu sehr aus der reihe zu tanzen.

>wer weiß, vielleicht ist die geschotzene Leserschaft nach diesem Buch nunmehr an neue Morpheme hinreichend gewohnen, dass ihr im nächsten Buch ein Ablaut zuzumuten ist?

ja, schauen wir mal, ob die welt schon dafyr beritten is.

>Wäre lustig, etwas auf Ultra-, Wunsch- und Kauderneutsch zu lesen.

he he. hatte mir fyr die wariante von kokokukisch die bezeichnung kokokuke forte ausgedonkt. könnte aber auch kokoneutsch sein.


>Eher sesülle.

wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?


>Sehr schön! Wir treiben's tatsächlich noch... naja, weiter? Sagen wir, in viele verschiedene Richtungen treiben wir's: http://verben.texttheater.de/Numeri

ihr seid mir die richtigen...


>Bin schon gespannt auf das Kokokukishe.

buch kaufen, buch kaufen! ach so, ja, wenn ich schon da bin, mach ich werbung fyr meinen film 'schroeder liegt in brasilien', läuft am 20.5.10 um 20 uhr in mynchen im el mirador, clemensstr. 83, unweit vom hohenzollernplatz. eintritt is frei, aber man sesülle was essen (gute spanische und peruanische kyche) oder wenigstens sich vollsaufen. der film heisst so weil das stättchen schroeder tatsächlich in brasilien liegt, und er is eine realdokumödie die zeigt dass die deutschen zwar arm aber gut drauf sind, während die brasilianer viel geld haben aber dauernd jammern. auf deutsch, sydbrasilianischem deutsch, brasilianisch, säxisch - alles mit entsprechenden untertitten. in mynchen lief der film leztes jahr 10 wochen lang in ein paar kinos, und natyrlich auch in anderen deutschen stätten. nun läuft er aber nur noch sporadisch in elendigen spelunken. ach so ja: regisseur anwesend, auch wenn manchmäle geistesabwesend.

bin schon ein vorfreudewrack wenn ich denke was mich alles in dieser gruppe erwartet.












katakura

#260
Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27
>Eher sesülle.
wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?

... na und wie's da eine logik gibt! ... das ist ein sogenannener reduplikativer stork ... stammt aus der frühhochneutschen sprachepoche und wird etwas seltener benotzen, ist dafür aber umso hübscheres neutsch ...

Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27
ihr seid mir die richtigen [...] bin schon ein vorfreudewrack wenn ich denke was mich alles in dieser gruppe erwartet.

... ha, wart's nur ab! ... die lacht wird dir schon vergehen! :D ... aber deine hoffelnt ungehiulchene vorfreude iert dich zusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack" (gut bein ver zu kleiden als "forfreudefrack") aus dem stand heraus so gut wie qualifiz für unsere nächste, in essen statthabende perVers ... aber wahrschieln hat dich unser geliebter sprachführer kilian bereits auf diese molg, ein wochenende lang in sprufkiseliger runde ungestrofen blödsinn ver zu zapfen, hingewiesen ... wie dem auch sei: will seiest du herchlzst kommen in unserer mitten!
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Kilian

Zitat von: ze do rock am 2010-05-14, 23:10:27na hör mal, bei numeri stieht da 'ben' als plural von bus (hoffentlich gibt es auch luxen als plural von luxus), das is sicher schwieriger zu verstehen als z.b. 'fux' fyr 'Fuchs'.

Asbolut ritchig, desweng meincha: Man kann die Leserschaft Schritt für Schritt an schwierigere Dinge gewöhnen. Vielleicht.

Zitathe he. hatte mir fyr die wariante von kokokukisch die bezeichnung kokokuke forte ausgedonkt. könnte aber auch kokoneutsch sein.

Woher kommt denn der Bezinch mit dem Koko?

ze do rock

hei katakura,

hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

>Eher sesülle.

wie is da die logik, oder gibts diesmal keine?

>... na und wie's da eine logik gibt! ... das ist ein sogenannener reduplikativer stork ... stammt aus der frühhochneutschen sprachepoche und wird etwas seltener benotzen, ist dafür aber umso hübscheres neutsch ...

fryhochneutsch, meinst du's tatsächlich so? wenn ja, wann war diese epoche? und braucht es keine basis im normaldeutschen, kann die basis das neutsche selbst sein?

> ... ha, wart's nur ab! ... die lacht wird dir schon vergehen! :D ... aber deine hoffelnt ungehiulchene vorfreude iert dich zusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack" (gut bein ver zu kleiden als "forfreudefrack") aus dem stand heraus so gut wie qualifiz für unsere nächste, in essen statthabende perVers ... aber wahrschieln hat dich unser geliebter sprachführer kilian bereits auf diese molg, ein wochenende lang in sprufkiseliger runde ungestrofen blödsinn ver zu zapfen, hingewiesen ...

hat er nich, aber die namenswahl scheint mir in diesem fall ziemlich sinnvoll gewesen zu sein.

wie dem auch sei: will seiest du herchlzst kommen in unserer mitten!

danke danke.

feel space, and nick's fur ungood

zé do rock

>Asbolut ritchig, desweng meincha: Man kann die Leserschaft Schritt für Schritt an schwierigere Dinge gewöhnen. Vielleicht.

klar.

>Woher kommt denn der Bezinch mit dem Koko?

in meinem neuen buch schreib ich in einer wariante vom ultradoitsh-U, da donk ich, vielleicht sollte ich sie ultradoitsh-H nennen (fyr so was wie ultradoitsh harmonicus). aber das muss ma dann immer erklären, und in einer geschichte im buch wird ein kokoskuchen erwähnt (oder heisst dann so was bei euch erwohnen oder gar erwühnen?), der dann kokokuke heisst. und da donk ich, kokokuke - 4 k's in einem wort, und es spiegelt die wokal-konsonanten-harmonie der sprache (möglichst ein wokal nach dem konsonanten, möglichst ein konsonant nach dem wokal). so is der name entstanden...

Kilian

Zitat von: ze do rock am 2010-05-17, 15:30:46hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

Dass sich jemand nach Stärke benennt, wäre hier ja so daneben nicht. Jedoch, siehe da: http://verben.texttheater.de/forum/index.php?topic=163.msg13620#msg13620

Übrigens ist das ein Faden, dein Beitrag zu welchem auch interessöre.

Zitatfryhochneutsch, meinst du's tatsächlich so? wenn ja, wann war diese epoche? und braucht es keine basis im normaldeutschen, kann die basis das neutsche selbst sein?

Das war so in den frühen bis mittleren Nullzigern... 2002? 2003? Wie dort ja nachzulesen, war die Basis in diesem Fall das Gotische. Irgendeine Basis für unser Tun und Treiben haben wir meistens, irgendein obskures, seit Jahrhunderten die Produktion eingestellt habendes und seine Produkte nur noch legacymäßig supportierendes Ableitungsmuster, das von uns neu geschmuren und mit neuem Leben versehen wird. Ein schönes Beispiel sind die Verbzeuge (suchstu). Aber das Vorbild muss natürlich nicht mit dem Deustchen verwandt sein: Der [wiki]Recessus narrativus[/url] der von Berthold gestorkenen Substantive etwa ist dem der chinesischen Zeichen nachempfunden. Und so weiter.

Zitatzusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack"

Also, das Nomen ist von mir. Aber trotzdem. :D

Zitathat er nich

Mein Versäumnis. Oder meine Absicht, nicht gleich auf der Tür durch die Diele zu surfen. Jedenfalls ja: Einfinden, einfinden, Zé! :)

katakura

#265
Zitat von: ze do rock am 2010-05-17, 15:30:46
... hab in meinem japanischen wörterbuch geschon, da gibt es nur 'katakuriko', das heisst aber 'stärkemehl', und ich halt es fyr eher unwahrscheinlich, das sich jemand stärkemehl nennt. oder is es der superheld da, und er heisst einfach so?

... dankenswerterweise ward ja schon zu meinem alten eintrage verlunken, in welchem ich den ursprung meines namens einst erklor ... tatsalch wurde ich erst im nachgang von elten forumsmitgliedern merksam darauf auf gemachen, dass katakura u.a. auch der name einer anime-figur, eines großen industriekonzerns, einer stadt und eines alten familienclans (alles in japan) ist ...

... inzwischen gefällt mir diese mehrdeutigkeit sehr, zumal ich durchaus etwas japanophil bin ... vielleicht hat diese affinität ja unterbewossen eine rolle bei der namenswahl gespolen ...

Zitat von: Kilian am 2010-05-17, 18:16:53
Zitatzusammen mit dem schopf des phantastischen nomens "vorfreudewrack"
Also, das Nomen ist von mir. Aber trotzdem. :D

... mein geliebter sprachführer! ... tonnenweise asche sei auf mein schamgebiugenes haupt gehoofen, daß ich nicht sofort erkannen habe, daß solch superkalifragilistischexpiallegetischgeniales nomen nur deinem hirnskastel entsprungen sein kekunn!!! ... kotau! ... kotau! ... kotau!
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Wortklauber

Bekalnncht bedeutet das englische "to put" ebenso wie das lateinische "ponere" "setzen, stellen, legen, hängen", während das Deutsche ein solch bequemes Wort nicht hat. Allenfalls kekünne man das von "Position" und damit indirekt von "ponere" abgeliehtene "positionieren" als verwenden, also "die Spielsteine auf dem Spielfeld, die Gläser auf dem Tisch, den Teppich auf dem Boden und das Bild an der Wand positionieren".

Warum komplizoren, wenn es auch einfach geht? Es memüsse ja genügen, "ponieren" zu sagen.

"Imponieren" ließe sich dann auch als transitives Verb im Sinne von "einsetzen, einstellen, einlegen resp. einhängen" verwenden: "Bitte imieren Sie den Sonderzug, die neuen Mitarbeiter, die Sardinen und die Tür pon".

Bei "exponieren" entspräche die Vorsilbe "ex-" dem deutschen "aus-", und das Wort bekäme dadurch neue Verwendungsmölgke: "Ich exiere eine Belohnung, den Fernseher, eine Bibelstelle und Plakate pon."

Die Vorsilbe "ex" kann im Deutschen aber auch mit der Vorsilbe "er-" wiedergegeben werden (cogitare = denken, excogitare = erdenken), woraus sich weitere Verwendungsmölgke von "exponieren" ergeben:

Der Jugendliche hat zuerst seine Spielzeugpistole durch eine scharfe Waffe, danach einen ausgefeilten Plan, dann seine Lehrer und schließlich sich exponoren.

Trans- bedeutet durch-, also kann man sagen: Der Chef transiert den Beschluss pon, die Sekretärin den Anruf und der Hausmeister die Telefonleitung durch den Flur. Auch die Wäscheleine transiert pon.

Kilian

Können Sie bitte mal dieses Schreiben auf Deutsch, den Patienten zu Dr. Huber und sich einen Zeitplan für morgen superponieren? Und bringen Sie das Layout in Ordnung, da gibt es einige superponente Zeilen!

Es war nicht nett, dem subponorenen Mann zu subponieren, den Film mit unpassender Musik subponoren zu haben.

Sie hat an einem Tag mich, sich, ihren Pass und ihr Fenster disponoren. Wie unfreundlich, unaufrichtig, schusselig und diskret von ihr!

Kilian

ge·'psycht <Adj.; [-yː-]> aufgedreht; voll von Emotion und nicht so recht wissend wohin damit [< engl. psyched]

Verbenanwalt

Einspruch! Das Verb psychen muss gestorken werden!