Autor Thema: Animalpoesie  (Gelesen 140323 mal)

Berthold

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Re: Animalpoesie
« Antwort #360 am: 2007-02-22, 13:00:18 »
Herr Ober, einmal qingzheng yu
und zweimal das mayi shang shu,
von jedem aber nur ein Häppchen.
Und bringen Sie uns bitte Stäbchen.
Doch der Herr Blennius gab noch nicht Ruh;
er spak, er spie, hub an gar machgt zu schleimen:
weil sich im 'Fisch'* das ü, im 'Baum'** das u,
bei aller Nachsicht nie & nimmer reimen.

*魚 (-> 'gednompfer Fisch'), **樹 (-> 'Ameisen auf dem Baum')
« Letzte Änderung: 2007-02-23, 13:06:31 von Berthold »

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #361 am: 2007-02-22, 18:56:14 »
Herr Ober, einmal qingzheng yu
und zweimal das mayi shang shu,
von jedem aber nur ein Häppchen.
Und bringen Sie uns bitte Stäbchen.
Doch der Herr Blennius gab noch nicht Ruh;
er spak, er spieh, hub an gar machgt zu schleimen:
weil sich im 'Fisch'* das ü, im 'Baum'** das u,
bei aller Nachsicht nie & nimmer reimen.

*魚 (-> 'gednompfer Fisch'), **樹 (-> 'Ameisen auf dem Baum')

Entschüldigüng

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #362 am: 2007-02-22, 18:59:56 »
Und hier bedonken sich noch zwei bedochtene Tierchen:


„Hi, Ku“, schrieb Sara, die Sardelle,
„bedonken sei an dieser Stelle!
Susanne ist im Glas als Sild 
und Sard jetzt nur mit mir sardillt.“


Schnepf Sheila hul ins Telefon:
„Ach Ku, das hab ich jetzt davon.
Wüsst ich doch nur, wie Männer ticken.
Ich much mich doch nur schön zum feiern.“

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #363 am: 2007-02-22, 21:48:48 »
Miesmuschel Millicent molsch mies,
weil’s hieß, dass man den Freund verspies.
Doch hat umsonst sie miesgemolschen,
denn diese Nachricht war gefolschen.

Und Millicent erfuhr, man tölsche,
dass mies er eine andre mölsche.
Darauf zum lieben Gott sie but:
Milsch mies sie bald im Weißweinsud.

caru

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Re: Animalpoesie
« Antwort #364 am: 2007-02-23, 11:34:00 »
Herr Ober, einmal qingzheng yu
und zweimal das mayi shang shu,
von jedem aber nur ein Häppchen.
Und bringen Sie uns bitte Stäbchen.
Doch der Herr Blennius gab noch nicht Ruh;
er spak, er spieh, hub an gar machgt zu schleimen:
weil sich im 'Fisch'* das ü, im 'Baum'** das u,
bei aller Nachsicht nie & nimmer reimen.

*魚 (-> 'gednompfer Fisch'), **樹 (-> 'Ameisen auf dem Baum')

des haben die chinesen schuld,
die ieren das ausländerfielnd transkrib.
wer öre verl nicht die geduld,
wenn u und ü geschrieben gleich ausschieb'?
(\___/)
(>´x´<)
('.')__('.')

Nijntje - de echte nederlandse konijn

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #365 am: 2007-02-25, 18:23:53 »
Garnelen und garnelen lassen, das war auch ein Thema:



Ich tromm schon oft vom Glück, vom großen
und auch von warmen Unterhosen.
Doch knirll ich weiter im Bordell.
Es grüßt Garnele Gabrielle.



„Ich bin“, fux Dr. Borste rein,
„die geilste Sau, hier darf ich’s sein!
Garniel stets gern und werd garnalen
und muss nicht mal dafür bezahlen.“

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #366 am: 2007-02-26, 18:30:50 »
Variationen in Pu-dur (Nr. 5)


Pu, der Bär, und Qua, der Stein,
die tolfen toll mit Glie, der Puppe.
Sie hatten bei sich Fa, den Schein,
der lolff nur eine Hafersuppe.
 
Glie, die Pupp, rief Be, die Nung,
denn Fa, dem Schein, wurd wieder schlecht.
Und Qua, den Stein, sie jetzt bedrung,
dass lieber sie auf's Mahl verzächt.

Doch Fa, der Schein, vom Tische starz:
er ging aufs Klo, dass voll er's kütze.
Und Qua, dem Stein, das Auge glarz,
er sug, er mümpf jetzt, bis er plütze.

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #367 am: 2007-02-26, 20:27:18 »
Und hier die letzten eingegangenen Reaktionen auf Animalpoesien,
und zwar von den Karnickeln:

Karnickel Fritz schak eine Rübe.
Zu danken mir er sich erlübe.
„Den hab ich an die Wand karnolcken!
Sein Ego ist jetzt stark gebrolcken.“

Und Karl mole mir: „Schon Einstein rief,
die ganze Welt ist relativ!
Karnalck ich mich doch auf Platz Zwei. 
Vorletzter: Fritz! Welch Stümperei.“

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #368 am: 2007-02-27, 18:46:50 »
Den seinerzeit auf den Tenrek gedochtenen Stuss will ich jetzt aber doch noch loswerden, sonst vergilbt er mir irgendwann.


„Der Mensch“, tenrak der Tenrek Thorsten,
„meint wirklich, wir wärn ausgemorsten.
Doch ist gottlob dies weit gefohlen:
Ganz Madagaskar unterhohlen.

Milliarden Tenreks sind riosten.
Des Menschen Dasein ist befrosten.
Er icht  auf das, was ich ihm sag:
Doomsday ist am Donnerstag.“

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #369 am: 2007-02-28, 20:19:37 »
Variationen in Pu-dur (Nr. 6)

Pu, der Bär, und An, der Sen,
schlorfen zu Aka, dem Iker.
Der befolmm ausführlich Ra, die Schen,
nicht Hände von ihr ließ und Blick er.

Doch An, dem Sen, ihren Aufmurks sie schach,
in ihn war sie blitzlings verknollen
und Aka, den Iker, sie von sich schlach,
der hatt' es noch gar nicht geschnollen.

Gleich An, den Sen, davon sie schluff
als Ra, der Schen, ihr Gspusi.
Und Aka, der Iker, befloss sich dem Suff,
verbloffen er stolmm: mich verschmuh sie.

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #370 am: 2007-03-02, 20:05:49 »
Das Reich des Reihers (Folge 1)
Der Erunff - Wie alles begann - Reinhard

Im Schilf der Reiher Reinhard rolsch
und lauter wirres Zeug er nolsch.
Ihn hatt’ die Reiherin verschmuhen,
auch dann noch, als er hingeknuen.

Er inhalor zwei Flaschen Fusel,
dann sug er sich: "Ich bin ein Dussel.
Nur wegen einer Frau? Wie töricht!"
Und riehr den ganzen Schnaps ins Röhricht.

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #371 am: 2007-03-06, 19:56:12 »
Variationen in Pu-dur (Nr. 7)

Pu, der Bär und Di, der Ot,
die planken gemeinsam an Ge, den Kstein.
Drob Kana, die Rin, voll Zornes gloh,
und sug sich, die schiörche sie gründlich ein.

„Ge, der Kstein, schon viel erlob“,
or Di, den Ot, sie gleich attack,
„doch Ge, dem Kstein, man niemals rob
die Ehre, stets würdig man ihn erblak. 
 
Doch, Satan sei Dank, eine Hexe ich bin.   
So fircht in Zukunft den bösen, den harten,
den entsetzlichen Fluch von Kana, der Rin“.
Und Di, dem Ot, die Knie schlartten.

Michael

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Re: Animalpoesie
« Antwort #372 am: 2007-03-06, 21:34:55 »
Der Saurier Jim mit Brimborum
in Rom schritt einst über das Forum.
Das heißt, Rom gab´s erst weit
nach der Saurierzeit,
der Saurier stopf einst nur so rum.

Michael

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Re: Animalpoesie
« Antwort #373 am: 2007-03-07, 15:41:57 »
Zum Saurier Jim gibt es auch ein bekanntes Lied, manchmal unter dem Titel ""Der Cowboy Jim aus Texas" verbritten. Während es sich allerdings beim Cowboy Jim um ein reines Lagerfeuer-Lied handelt, hat die Version vom Saurier Jim einen naturwissenschaftlichen Hintergrund. (Vergesst alles, was Ihr über Meteore und Vulkanausbrüche gelornen habt).

Hier der Text (es singe, wem Gesang gegeben):

Als Saurier Jim aus Texas
sich einst auf eine Maus saß
quotsch er sie fast zu Brei,
das war ihm einerlei
(Yippiyey Yippiyehey…)

Die Maus fing an zu schreien:
„Wenn einer von uns zweien
sich auf den andern sätz´
er diesen leicht verlätz`!“

Der Saurier lielch ganz sachte,
weil er so bei sich dachte
das Mäuslein wög nicht schwer
er tosch sich aber sehr.

Wie ist der Jim erschrocken,
als ihn die Maus erdrocken
So überlab die Maus,
der Saurier starb aus.

Ku

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Re: Animalpoesie
« Antwort #374 am: 2007-03-07, 17:51:07 »
Das Reich des Reihers (Folge 2)
Kalle – Der Mutut

Der Karpfen Kalle kurpf im Weiher
und glopsch ins Rohr interessoren:
Ihm ducht, es tünz im Schilf ein Reiher,
hätt mächtig Fusel inhaloren.

Und plötzlich rong es Schnaps von oben
versang die Kiemen ihm wie Feuer.
Der ganze Weiher war getroben
und Kalle ward zum Ungeheuer.