Autor Thema: PerVers XIV  (Gelesen 49842 mal)

Seufzer

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Re: PerVers XIV
« Antwort #120 am: 2012-04-17, 17:25:37 »
Ich habe nicht einmal die allerleiseste Ahnung, was Du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Einzig den ersten Satz habe ich davon verstanden.

Berthold

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Re: PerVers XIV
« Antwort #121 am: 2012-04-17, 17:41:59 »
Ich habe nicht einmal die allerleiseste Ahnung, was Du mir mit diesem Beitrag sagen willst. Einzig den ersten Satz habe ich davon verstanden.

Langsam verliere ich das Vertrauen ins theutsche Schulsystem.
Wir sind hier kein ludus litterarum.
Außerdem ist das keine Seufzerbrücke, sondern der PerVers-Faden.
« Letzte Änderung: 2012-04-17, 18:03:12 von Berthold »

Berthold

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Re: PerVers XIV
« Antwort #122 am: 2012-04-17, 18:54:39 »
Ich weiß, ich darf hier niemanden hetzen. Andererseits drängt brennende Neugier mich zu erfahren, waß sich denn so in Wien er·ing. Also: her mit dem Bericht!  :D

Mich darfst Du schon ein bisserl hetzen
Ich kann jetzt nur, ganz seriös, mit dem Donnerstagabend anfangen, an dem es ja noch gar keinen Protokollchef - noch nicht einmal einen Archikollchef - gab. Als ich vom Osterbesuch bei meiner lieben Mutter in Wiener Neustadt zurückgekehrt war, rief mich auch schon, mit schüchterner Stimme, unser capitolinisches Mitglied, der liebe Günther (Ich schreib ihn justament mit "th".) Gans an.
Nun, um sieben trafen wir uns in "Brandstetters Weinstube", einem echten Vorstadtwirtshaus, ebenso auto wie chthon, ohne Luxus & Pflanz; 17. Bezirk: Hernals. Obwohl's irgend ein Reiseservice ist, paßt folgendes Bild ganz gut:
http://www.holidaycheck.at/reisetipp-Reiseinformationen+Gasthaus+Brandstetter-zid_11978.html
Das ist nun ein Wirt eher ohne Ortsfremde, mit Dialektsprechern durch & durch; mit echten, alten Alkoholikern, die noch ein Stündel an der Budel schlafen und einem ehemaligen Studentenpaar, das aus großem Idealismus heraus die Bude weiterführt.
(Ich gedenke nun in Trauer meines Schulfreundes H., der, eines Winternachts, im Vollrausch, dort vor dem Lokal zusammenbrach und wohl, vor dem Eintreffen an der Großen Schank, bei den zechenden Schatten, die Oboloi auf den Augen, nie wieder zu irdischem Bewußtsein gekommen war. Ich bitte um eine Trauerminute!)
............................................................
Nun aber weiter: 
Ich führ's schorchaus auf meine Anhwan[d]se zurück, daß ich so ein großes und gutes Gulasch, wie's dem Günther vorgnäsontz ward, vorher mein Leben lang noch nicht gesehen habe. (Das war nun die pure Währe.) Hielt dann selber, nach chätlen Apfelsaft gosprontz, mit einem Achterl einfachen, guten Schankrotens mit. Der Ober hat sich in neuerer Zeit angewohnen, mich fortwährend auf dem Schäuferl seines Schmähs sitzen zu haben, wahrt dabei aber Maß. Daß er den Gast an meinem Tisch fürzest beöge, war ihm volkommen klar.
Über unsere jeder Seichte abholden Gespräche muß der Günther berichten, auch, ob es nun echt eine mehrwöchige Zuckmücken-Radioserie (Schüttelverse kekünnen's, von mir aus, auch sein; sogar "dirty words" aus China; selbst Nestroy-Couplets mit eigenen Texten ...) im Bayerischen Rundfunk geben wird.

Ein klein gwan schwer war nur, wieder und wieder Günthers, mich überraschendes, CSU-Gedankengut und seine bisweilen etwas sentimentalen Erärnne an Franz Joseph Bukettbüscherl, den Urenkel des Walzerkönigs, Schani Bukétt, zurückzudrängen.
"Unterm F. J., Bertl, hätt's den ganzen Unreim und -fug nicht gogemp!"
Ein bisserl hart war's auch, beim Günther, der ja ein kindlich frommer, schüchterner, tief ernster, fast nordtheutsch schweigsamer, bisweilen verbissen wirkender und etwas langsam und undeutlich sprechender Mensch ist, einen gewissen Gesprächsfluß heraufzubeschwören und aufrecht zu erhalten. Halt so ein stiller Johannes-Brahms-Charakter ... Auch aus seinem Leben und von seinen, offenbar sehr wenigen, Fahrten (meist in die allernächste Augsburger Umgab: Affing, Gabl- und Bobingen, Königsbrunn ..., selten über Donauwörth hinaus) war kaum etwas zu erfragen. Zu jedem lächerlichen Achterl memuoss er erst viele Nüe lang angerogen werden: "Schau, Günther, der Wein in Wien hat doch Weltruf. Kamillentee im Packerl, Hagebutte ... oder Tschapperlwasser, das kriegst Du auch in Augsburg! ..." "Schnaps, Bertl?? Wo denkst Du hin! Das letzte Mal zur Abi-Feier."
Etwas penetrant fand ich auch jene Nikotinkaugummis, mit denen er eines seiner ganz gwänen Laster niederzuhalten versucht - und somit fortwährend die prallen, rosigen Wangen bewog.
Weil ich halt sehr dürr gewachsen bin, bewornd ich Günthers schwäbisches Bäuchlein.

Ich schreib nur noch her, daß ich den Günther, quasi in einer Ehrenrunde, noch in der 43er-Bim[m] zum Schottentor beglitt - nachdem er vorher schon, nicht ohne Penetranz, jede halbe Stunde auf Aufbruch gedrangen hatte und in sein Luxushotel ("Zum fidelen Uhu", weil's von den Schlaraffen verwalten wird) zurückkehren hawollente. (Dort seien zwei süße Chihuahuas, die das Hotel bewächen, mien der Günther. Wohltuend auch, daß es am Gürtel kein Fünkchen einer Brusteizutz mehr gebe. Niefräulein winke vom Fenster. - Dawider ist - selber bin ich ja recht weltgeriesen - das Bahnhofsviertel von, öh, Porto Allegre (Brasilien) ein Fenn des Süvels.
"Nein, Günther, Du brauchst Dich im 43er - zugugemp abends eine etwas heikle Linie, Tüger & Nerken & andere wilde Ostasiaten - nicht zu fürchten! Ich bin ja bei Dir! Ich bin zwar etwas zart gawanx (in Wien heißt das "schmoebiggd") und nicht allzu groß, gelte aber durchaus als Raufhansel! Ganz Hernals fürchtet meine Linke ..." Chandl, nachdem drei 43er schon vorbei waren, stieg er, die Arme eng an die Schenkel gedronck, ganz hinten im Anhänger ein. "Nun entspann Dich doch, Günther! Der Bengale dort vorn mit den 'stechenden Augen' ist doch ein heimreisender 'Kronen Zeitung'-s-Verkäufer!"

Jene Schotten waren gubrens Iren und versoochen vor laaanger Zeit, die Seelen heidnischer WienerINNEN zu retten. Ob es da für den Günther irgendeine Asso gab? Er wewull jedenfalls - das mit dem Hotel stall sich als nicht gracht, als bescheidener, verlegener Vorwand, heraus - in der finsteren Schottenkirche noch nächtens - und auf Knien - bis zum Morgengrauen bubipflanzen.

Irgendwann war auch die Rede von irgendeinem Rohkostsaft (ein Tuttisurium aus Karotten, Schalotten, roten Rüben, Granatapfel, Sanddorn, Sellerie, Krähenbeeren, Berberitzen, Polei-Gränke ...), dessen Trunk wohl so etwas wie ein Freundschaftsritual darstellt. Ein kleines Fläschchen habe er da mitgebracht. 
"Ja, Günther, trau's Dir doch zu sagen! Ist ja lieb! Da werden wir ein paar Schlückchen draus trinken - für Gesünde & Kumpanei! Trau Dich, Günther! Jetzt bist Du mit dem Flascherl im Plastiksackerl schon mindestens elf Stunden, in drei Personenzügen, gefahren!" 
« Letzte Änderung: 2012-04-19, 12:47:54 von Berthold »

Singularis porcus

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Re: PerVers XIV
« Antwort #123 am: 2012-04-17, 21:56:41 »
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.
Oink!

amarillo

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Re: PerVers XIV
« Antwort #124 am: 2012-04-17, 22:05:34 »
Wäre schon schön, wenn es auch was in 'verständlich' gäbe. :-\
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

katakura

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Re: PerVers XIV
« Antwort #125 am: 2012-04-17, 23:14:30 »
... ja, vielleicht geht's ja ausnahmsweise mal ohne kaskaden aus abschweifungen, anspielungen, freien assoziationen und wikipedia-links? ... einfach nur ein paar gerade deutsche hauptsätze, aus denen man als nichtteilnehmer tatsächlich etwas verständliches entnehmen kann ...
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Beck Messer

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Re: PerVers XIV
« Antwort #126 am: 2012-04-18, 06:15:37 »
einfach nur ein paar gerade deutsche hauptsätze

Warum wird hier Deutsch gefrorden? Heißt es denn nicht "Wir dichten, denken und träumen auf Neutsch"?

Beck Messer

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Re: PerVers XIV
« Antwort #127 am: 2012-04-18, 06:21:41 »
und zwar sogar "... bis die möglichst maximalste Unverständlichkeit erreicht ist". (Siehe Startseite.) Und wenn es dann wirklich ein Mitglied fertigbringt, so zu schreiben, ist es auch wieder nicht recht?

amarillo

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Re: PerVers XIV
« Antwort #128 am: 2012-04-18, 08:59:31 »
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

katakura

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Re: PerVers XIV
« Antwort #129 am: 2012-04-18, 10:06:08 »
... und dann immer noch nicht verstanden habe, was der schreiber mitteilen wollte, dann ist das irgendwann nicht nur anstrengend, sondern einfach enervierend ...

... jaja, schon klar ... man muss es ja nicht lesen * ::) ...


* ehe das ultimative totschlagargument dieses forums gleich ein anderer bringt
« Letzte Änderung: 2012-04-18, 10:09:29 von katakura »
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Berthold

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Re: PerVers XIV
« Antwort #130 am: 2012-04-18, 11:07:34 »
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...

Was, einen meiner Texte nur drei bis viermal? Ihr seid eh gut drauf.
Aber bei Robert Musil, den auch noch keiner verstanden hat (außer, vielleicht, der Bruno Kreisky), denken: 'Tschhahaah, das ist auch
der groooße Musil. -
Aber das ist nur das kleine Bertel.'
Leute, wir sind keine 'Gesellschaft der Überflieger'! 

Also, dann mehr einfach:
 
ich kommte am donnerstag von meiner lieben mutter heim. mutter muß ich nicht erklären. meine mutter heißt margarete janecek. margarete heißt "die perle". das ist schmuck, was von muschel gemacht werdet. und wie diesen namen müßt Ihr Euch die liebe frau auch vorstellen. steckt mich immer noch in den sack, im verstand. verstand ist das, was mensch mit delphinen, affen, elefanten, ameisen und vielen anderen tieren gemeinsam hat. pflanzen haben ihn nicht. oder doch? hier egal.
da rufte schon der liebe GüGa an. wir trefften uns, um sieben am abend, im gasthaus "brandstetter". abend ist tageszeit. sonnenuntergang und so. deutsche sind immer pünktlich. deutschland ist land in mitteleuropa, wo sprechen viele leute deutsch. auch türkisch und manche andere sprache. sprache ist so was, was mensch etwa mit bienen gemeinsam hat. bienen sind insekten. insekten sind kleine viecher mit sechs haxen, das heißt beinchen. können stechen, nämlich die weiberln und arbeiterinnen. die faulen mannderln nicht. schluß mit den bienen. eins noch, sie machen honig. honig ist, meistens bräunliches oder gelbliches, pickertes zeugs. schmeckt süß, fast wie zucker. zucker kommen von rübe oder rohr. das sind beides pflanzen. pflanzen haben oft grüne, flache gebilde. das sind die blatten. gebildete sagen auch blätter. können machen photosynthese. kann Euch bertl nicht erklären. mancher professor von die botanik, der kann vielleicht. ein professor ist ein oft urgescheiter mann, wo ist meistens schon alt. mehr hier nicht dazu. 
sonnenuntegang und so. "brandstetter" ist schöner, alter wiener vorstadtwirt. 17. bezirk. hernals. hernalser hauptstraße. was hernals bedeutet, interessiert Euch ja wohl eh nicht. seid fürs einfache. nahe ecke wattgasse. james watt iste erfinder. erfinder erfinden so technisches Zeugs. watt iste aus schottland. schottland ist teil von britische inseln. insel ist mehr kleines land, was ganz ist umgebt von meer. meer ist sehr oft großes gewässer. hat salz. salz schmeckt salzig. weißt Ihr eh.
zurück zum "brandstetter". doppelpunkt. bei doppelpunkt sind zwei punkte übereinander. bedeutet: da kommt jetzt noch was. chefin & chef vom "brandstetter" sind zwei stammgäste von früher. haben nebenher auch jetzt noch ihre normalen berufe. architekten oder so. zumindest er. architekten erkläre ich hier nicht. nachschauen in wikipedia. sie ist zart und lieb. Die tina, nicht die wikipedia. wiener täten sagen: "a(n) wöödkotß!" "wöödkotß" heißt weltkatze. ist sinnbild für liebe, junge Frau. man kann in wien auch sagen: "a(n) wöödhoos". heißt welthase. hase ist tier in feld mit lange ohren. kaninchen sieht fast so aus. baut aber bau. hase nicht. aber wohl nicht aus faulheit.   
Der Günther bestellte ein gulasch. das iste sehr groß und gut. Ich sehte selten ein so schönes. selten heißt nicht oft. Ich eßte eine hühner-brust mit pommes frites und gemüse. hühnerbrust heißt in wien hendelbrust. hat nix mit komponisten zu tun. komponisten schreiben noten. noten: symbole für musik. ein symbol heißt eigentlich etwas anderes. mehr schön: es meint etwas anderes. warum dann nicht gleich das, was es meint? mensch ist manchmal umständlich. liebt oft schnörkel. schnörkel sind halt umständliche sachen. zierde und so zeugs.
ach ja, vorher eßte ich noch eine bohnensuppe mit zwei broten. bohnen sind gemüse, was oft erzeugen fürze. furz ist darmgas. geht oft mit lärm ab. z.b. grollen. manchmal fast schon pfeifen. das ist das, was alte dampfloks, vögel und zeitweise auch menschen machen. diese runden dafür die lippen. lippen sind außen am mund. dampfloks und vögel zu erklären, das schenk ich mir. schenken ist hergeben, oft ohne was dafür zu haben. ist das, was ich da dauernd mache und oft noch dafür angepflaumt werde. dauernd heißt fast immer. pflaumen heißen in Wien meistens zwetschken oder zwetschgen.
hühner brauch ich nicht zu erklären.
pommes frites sind so gebratete kartoffeln, die eckig geschneidet werden. eher nicht gesund. eigener beruf im gastgewerbe: der pommes-frites-schneider. die kartoffeln heißen in wien erdäpfel. es gibt auch den karpfen-entgräter. karpfen ist fisch. fisch ist tier, was in wasser lebt. außer schlammspringer, was herumhupft in mangrovesümpfe. mangrovesümpfe: donald duck oder wikipedia.
wir halteten dann lange, tiefsinnige gespräche. tiefsinnig heißt, daß wo ein tiefer sinn drinnen ist. der Günther redet gut, schnell und viel. ist ja auch erfahrter sprecher beim rundfunk. bayern. bundesland von deutschland. siehe weiter unten. deutschland auch schon oben. rundfunksprecher sprechen im radio. radio ist, meistens kleiner, apparat, wo gibt, wenn man ihn eingeschaltet hat, worte oder töne von sich. apparat erklär ich nicht. Ist schon weit in der welt herumgekommt. Ich meine jetzt den Günther. der radio ist noch viel mehr weit herumgekommt. apparate sowieso.
trinkten auch wein, tee und schnaps. die brauch ich nicht zu erklären. nach elf uhr am abend fahrten wir mit dem 43er noch zum schottentor. der 43er ist eine bekennte wiener straßenbahn. eine linie. dort fahren die straßenbahnen immer die gleiche strecke. man kann sogar sagen: dieselbe strecke. es gibt auch den 42er und den 44er. straßenbahn sieht fast wie kleine bahn aus. fahrt meistens mitten auf straßen. die linie 43 verbindet den vorort neuwaldegg mit dem zentrum. dem schottentor. Die 'schotten' sinten in wahrheit iren. sinten mönche. haben damals noch sehr heidnische wiener bekehrt. viele wiener iren gehen jetzt noch in die schottenkirche. Das sagte mir gestern der declan, an der budel vom "café hummel". der declan ist ire. hummeln sind insekten. sind ein bisserl dicker als bienen. siehe oben.
der Günther wohnte in einem gürtelhotel. "warum denn das, lieber Günther?" - willte ich wissen. "hab es schon sehr früh bestellt. sind zwei neufundländer dort." neufundländer ist hund, wo ist schwarz und sehr groß. neufundland ist eine Insel, wo gehört zu kanada. kanada ist ein großes land in nordamerika. ein sehr großes. amerika ist ein kontinent. kolumbus hat es 1492 entdeckt. (vorher sinten da noch wikinger, über die ich nix erkläre.) kolumbus iste seefahrer. fahrte von genua raus auf das meer. habte gegen die skorbut fässer mit sauerkraut mit. sauerkraut ist ein gemüse. heißt, glaub ich, in manchen teilen von deutschland sauerkohl. die teile von deutschland werden bundesländer genennt. deutschland ist ein
land in mitteleuropa. mitteleuropa gehört zu europa. europa ist auch ein kontinent. dort ist viel alte kultur. kultur ist das, wo mensch mit affen und ameisen gemeinsam hat.
skorbut ist krankheit. krank sind menschen, wo nicht gesund sind. Bei skorbut fallen Dir zähne aus. zähne sind diese weißen oder gelben oder falschen dinger im mund. die falschen fallen bei skorbut nicht aus. mund ist öffnung unter der nase. nase kennt Ihr doch, oder?
der Günther sprechte: "bin frommer mann." (mann ist gegenteil von frau. vorne zipferl und zwei kugeln. kugel ist körper. das rundeste vom runden.) "habe trotzdem sünden. setze mich in schottenkirche. meditiere bis zum morgen." meditieren ist still dasitzen und so tun wie buddhistischer mönch. kopf senken, hände falten. buddhismus ist weltreligion. religion ist, was leute bekennen. jenseits und so.
der Günther sprechte noch: "wir machen morgen empfangskommitee für Übertreiber." kommitee erkläre ich nicht. der liebe Übertreiber ist ein ernster, junger mann, von früherer zone. ein student. das sind (meistens) die jüngeren an den unis. unis sind halt so höhere schulen. manchmal über 30 meter hoch. (meter erkläre ich nicht.) Für g'scheite leute. oft auch für dumme.
Übertreiber wird protokoll schreiben. protokoll ist so ein fades, oft unnötiges geschreibsel über sachen, wo man erlebt, was hindert, daß man sich sachen im kopf merkt. besser ist wiener schmäh. schmäh kommt von "schma israel". heißt "höre israel!" gemeint ist etwas verblüffendes. "verblüffen" ist erstaunen machen. wort von oben ist jiddisch. jiddisch ist eine sprache von die juden. juden sind auch weltreligion. alter glaube.
weil der alte homer blind iste und gar nix schreibte, ist sein werk auch weit guter als alles nachher geschreibte.- stimmt's, junger Homer?

Fußnote: wegen des besseren Verständnisses: 'Kommitee'.       
« Letzte Änderung: 2012-04-19, 14:12:57 von Berthold »

katakura

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Re: PerVers XIV
« Antwort #131 am: 2012-04-18, 11:19:30 »
... in der hoffnung, dass einer der anderen perVersen sich noch erbarmt und etwas in der bislang üblichen form und länge über das vergangene wochenende schreibt, um mich und andere interessierte über die wiener geschehnisse auf dem laufenden zu halten, klinke ich mich hier und jetzt aus der lektüre bertelesker schwurbel-schwall-beiträge, die scheinbar nur extreme kennen, dauerhaft aus ...
« Letzte Änderung: 2012-04-18, 11:24:09 von katakura »
Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Helmut Qualtinger)

Berthold

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Re: PerVers XIV
« Antwort #132 am: 2012-04-18, 12:00:31 »
... in der hoffnung, dass einer der anderen perVersen sich noch erbarmt und etwas in der bislang üblichen form und länge über das vergangene wochenende schreibt, um mich und andere interessierte über die wiener geschehnisse auf dem laufenden zu halten, klinke ich mich hier und jetzt aus der lektüre bertelesker schwurbel-schwall-beiträge, die scheinbar nur extreme kennen, dauerhaft aus ...

Lieber katakura!

"schwurbel-schwall-beiträge?"
Glaubst Du denn nicht, daß sich in Wien auch mehr tut/tat als, z.B., zu Neutsch oder selbst zu Würzburg? Eine kleine Bitte: Überleg Dir Deine hochgeschätzten Beiträge öfters ein bisserl mehr, ja? Glaubst Du, die lieben Leut in Wien haben jetzt gar nix erlebt, seien nur angeschwurbelt und -schwallt worden - oder was?
Wie's auch sei. Bitte, Beiträge #122 und #130 unbedingt lesen!
« Letzte Änderung: 2012-04-18, 15:01:47 von Berthold »

Berthold

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Re: PerVers XIV
« Antwort #133 am: 2012-04-18, 14:50:17 »
Der caru läßt übrigens ausrichten, daß er am Sonntag zwar noch gern mitgegangen wäre, aber infolge - jeder Gewohnheit zuwiderlaufend - starken Kopfschmerzes vorzog, sein Zuhause zu hüten und Tee zu trinken.

Mit dem erwähnten Rohkostsaft, sagt er, brächte er den Kopfschmerz natürlich in keine kausale Verbindung. Und dann brummte er noch was von Methanol und Fuselölen.

Du, gibt's von Dir nicht schon stöfferne Modelle? Kannst Du den lieben caru drum angrunzen, wo selbige zu bekommen wären?
Ich nähme nämlich an, daß das schwarze, böse, unversöhnliche Herz der Taxlerin "Gerti mit die Pupperln" dahinschmölze, wenn ich ihr solch ein wuzi-liebes Tier schönke. Gestern stand sie wieder in der gewuhn'nen Reihe, ich aber wug mich nicht in dero Nähe.

Kekünne vielleicht sogar sein - das wag ich ja gar nicht zu hoffen - und sie stiege gaach mit mir in meine Wohnung hinauf (wo unten drunter die böse und doch fade ÖVP Hernals lungert) und täte, zur Versuhn, das mit mir, was halt (eher) erwachsene Menschen hin und wieder miteinander tun. Wobei sie bisweilen auch ein bisserl schnaufen. Strengt mich halt schon ein klein gwan an. Kann daher auch das sein, was EngländerINNEN als "to canoodle" bezeichnen. Sie grübe mir vielleicht dabei die ultralangen, grünlackor'nen Fingernägel in den Rücken. Meine "Harpfm" ist ja in neuerer Zeit frisch ranuworen, bzw. rapororen worden. Wäre einmal zu testen, was die "Bridschn" (Das war nix Uadineares!) aushält ...

Auf jedem* Fall, mit solch einem entzückenden "Weinderl" sänke die Gerda vielleicht in ihre aparten Knie. Vergösse oder zerdriäcke wogmolch gar ein paar Thränlein ...

*Der Dativ geht hier sehr wohl auch. 
« Letzte Änderung: 2012-04-18, 16:36:29 von Berthold »

Wortklauber

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Re: PerVers XIV
« Antwort #134 am: 2012-04-18, 16:30:11 »
Kappes, es geht um inhaltliche, nicht um linguistische Verständlichkeit! Wenn ich jeden drei bis viermal lesen muß...

Was, einen meiner Texte nur drei bis viermal? Ihr seid eh gut drauf.
Aber bei Robert Musil, den auch noch keiner verstanden hat (außer, vielleicht, der Bruno Kreisky), denken: 'Tschhahaah, das ist auch
der groooße Musil. -
Aber das ist nur das kleine Bertel.'
Leute, wir sind keine 'Gesellschaft der Überflieger'! 

Also, dann mehr einfach:
[.......]
Günther sprechte noch: "Wir machen morgen Empfangskommitee für Wortklauber." Wortklauber ist ernster, junger Mann von früherer Zone. Student. Das sind (meistens) die Jüngeren an den Unis. Unis sind halt so höhere Schulen. Manchmal über 30 Meter hoch. (Meter erkläre ich nicht.) Für g'scheite Leute. Oft auch für Dumme.
Wortklauber wird Protokoll schreiben. Protokoll ist so ein fades, oft unnötiges Geschreibsel über Sachen, wo man erlebt, was hindert, daß man sich Sachen im Kopf merkt. Besser ist Wiener Schmäh. Schmäh kommt von "Schma Israel". Heißt "Höre Israel!" Gemeint ist etwas Verblüffendes. "Verblüffen" ist erstaunen machen. Wort ist Jiddisch. Jiddisch ist Sprache von die Juden. Juden sind auch Weltreligion.
Weil der alte Homer blind iste und gar nix schreibte, ist sein Werk auch weit guter als alles nachher Geschreibte.- Stimmt's, junger Homer?     
Also ich habe mich köstlich amüsoren ob dieses Textes.
Nur das mit dem Wortklauber verstehe ich nicht.