Autor Thema: PerVers XX, dritter Anlauf  (Gelesen 35974 mal)

Erseht!

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Re: PerVers XX, dritter Anlauf
« Antwort #150 am: 2016-09-28, 13:55:23 »
Als nichtdabeigewesenes Wesen weiß ich das Protokoll sehr zu schätzen, danke dafür!
Anmurk: Bzgl. BIG RIP kekünne man sich mit dem Autor dieser Webseite in Verbindung setzen: www.erstesprache.com
Aber aufgeparst! Der Autor meint es anscheinend ernstestens.

Zitat
Den Sinn des Lautes A leiten wir zunächst aus den Sprachen Ainu, Maasai, Lushootseed, der Aleuten, Tupi-Guarani, Seneca, dem Irischen, Koyukon-Athabaskan, dem Altindischen (Sanskrit), dem Vietnamesischen und Yir-Yoront ab.
Dies geschieht im Zusammenhang einer grundlegenden Lebensdynamik, wie sie sich aus der Meditationserfahrung beobachten und in Ausdrücken der Philosophie anschaulich schildern läßt.
 
Der allgemeinste Sinn von A ist sein, existieren, „existieren" im Sinne des lateinischen Wortes „ex-sistere" = "heraustreten, sich herausstellen". „Heraustreten" woraus ? Was war das Innen-Sein ?

Berthold

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Re: PerVers XX, dritter Anlauf
« Antwort #151 am: 2016-09-28, 15:06:02 »
(...)
Aber aufgeparst! Der Autor meint es anscheinend ernstestens.
(...)

Denke nur ja nicht, ich nähme mein Buch nicht ernst.
Ich habe auch ein leinwaundes, aufrüttelndes Buch über "dying languages" zu Hause - dessen Titel ich daheim heraussuchen werde. Denn um sowas Gutes nachzuschauen, genügt es nicht, "Why Do Languages Die?" ins Netz zu hammerln.
Ugbrens: Das Wiener-Neustädtische, noch im 16. Jahrhundert, unter Kaiser Friedrich dem III., ein nordsteirischer Randdialekt (Grafschaft Pitten), wird gegenwurgt vom Wienerischen nahezu verschlungen - bzw. eh (d)erwiarnck. Das lotet nachtlur ins Philosophische hinab. Denn die dunkle Tranquillität von ghuüffm (bedeutet geholfen) wird vom mikierenden Wiener ghoeffm keinesfalls erriechen.
Nach der selten zannor'nen Sprachphilosophie des ברוך יחזקאל שפינוזה, der "Sapientia grammatica" ('s-Gravenhage, 1675, Kleinquartausgabe), ist das Gute einer Sprache, knappst ausgedriucken, die Erhaltung dieser selbst und nicht eine welttranszendente Idee. Lesenswert hierzu ist auch Egon Friedells Riesenessay "Kulturgeschichte der Neuzeit" - nachgedriucken z.B. im Diogenes Verlag; urspr. bei Beck in München, 1927-1931.
 
« Letzte Änderung: 2016-09-28, 15:31:51 von Berthold »