antike Rhythmen

Begonnen von Berthold, 2006-07-25, 17:49:39

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Berthold

#150
Zitat von: Berthold am 2006-07-25, 17:49:39
(...) Einen Ornit(h)ologen. (Hier rutscht immer wieder, trotz ornis, ornitos, ein 'h' hinein.). Von Jugend an also erfahren mit Vögeln. (...)

Was? Ornis, ornitos? Und dawider schrie kein caru an (- wie an anderer Stell' sehr wohl)?
Lieber Bertl aus der Vergangenheit: Es heißt ornis, ornithos, glaub mir's!

Berthold

#151
Zitat von: Agricola am 2006-08-24, 21:00:22
Zitat von: Berthold am 2006-08-24, 18:55:15
물장군 (Mul-jang-gun), so heißt der 'Tagame' (Lethocerus deyrollei) auf Koreanisch. Mul heißt Wasser - und mehr von dem Wort weiß ich noch nicht.
Für 장군 finde ich in meinem Koreanisch-Japanisch-Lexikon folgende zwei Vokabeln:

1. (anscheinend ein original koreanisches Wort) Ein traditioneller Behälter für Flüssigkeiten wie Wasser, Alkoholgetränke, Sojasoße etc.; auch Abkürzung für 오줌장군: Ein Transportgerät für Wasser etwa wie dieses: http://www.hakutsuru.co.jp/culture/siryokan/dogu5.html

2. Die sinokoreanische Lesung von 將軍, was entweder einen echten Shogun oder den Shogun im asiatischen Schach (Shogi) bedeutet.

Ich weiß nicht, ob das weiterhilft. Ich vermute, dass sich auf folgender Homepage
http://stagbeetles.com/cart/?doc=bbs/gnuboard.php&bo_table=news&page=1&wr_id=648
die passende Erklärung findet, aber um das zu übersetzen, müsste ich Stunden aufwenden, bei meinem rudimentissimären Koreanisch. Ich sehe nur, dass hier als Erklärung u.a.
물장군은 물속의 폭군이란 별명을 갖고 있다.
steht. Das heißt wohl sinngemäß, dass ein 물장군 eine andere Bezeichnung (별명=別名) für den im Wasser lebenden 폭군 (暴君) ist. Daraus wäre wohl mit etwas Phantasie zu schließen, dass 물장군 als 水將軍 zu lesen ist.

Nachwort - mit zoologischen Abschwiffen - die ich mir, da bekanntlich vom Fach, herausnehme:
Ich erinnere an unsere daehemaligen Ergüsse zu "Tagame" u. ä.; wild abgehobenes Getippsel das!! Gar entlegenes Wörterbuchwissen darunter!!! -> Bäröcker als selbst Opitzens "Schäferei von der Nymphen Hercynie" - - - Der Faden as a whole sei im Nachhinein
Herrn Ōe Kenzaburō (大江 健三郎; Großer Dan <> & Nobelpreisträger für Leidzerätz: 1994) gewomden. Zum 80. Geburtstag (* 31. 1. 1935). Ich wäre fast auf eine Veranstaltung Großmeister Ōes in Innsbruck geriesen, um ihn bezüglich "Tagame" und "Suppon"* zu befragen. (Die Übersetzerin, Frau Dr. Nora Bierich, hatte, im Gegensatz zu ihrer sonstigen Meisterschaft, bei beiden Wörtern unrecht! -> http://www.literaturkritik.de/public/mails/rezbriefe.php?rid=8925#607 ) Offenbar war ich aber damals schon pleite oder versoum den "Feuerwagen".
Siehe etwa http://verben.texttheater.net/forum/index.php/topic,957.msg18521.html#msg18521 "antike Rhythmen" - Antwort 119 eines gewissen, hochgelohr'nen Agricola und folgende - auch vorherige Beiträge.

*"Suppon" mit "Suppenschildkröte" wiederzugeben, ähnelt echt ein bißchen, aus dem Vogelnamen von unlängst (Mamijirotsumenagasekirei) das "Sekkieren" herauszulesen.
Etwas überraschend sind Netzbilder zu "Tagame". Ich weiß nun nicht, was Riesenwanzen (Belostomatidae) mit männlicher Homosexualität zu tun haben ... ? Na gut, ein Autor ist eben der Herr Gengoroh Tagame.
Die Beziench "Riesen(wasser)wanze" erscheint mir ugbrens etwas (Modewort:) unspezifisch. Das Weibchen der südmamerikanischen Art Lethocerus grandis (L., 1758) erreicht allerdings 110 mm Länge und 41 mm Breite!**
https://books.google.at/books?id=MmxIC5J5bb4C&pg=PA398&lpg=PA398&dq=Belostoma+grande&source=bl&ots=63JosvUDk9&sig=D_1xttFvO4rZqF3qKaTwVAWlRSk&hl=de&sa=X&ei=LCaJVZm5N-rCywP5gaCIAg&ved=0CEsQ6AEwCA#v=onepage&q=Belostoma%20grande&f=false
Zur Wanze paßt:
http://www16.ocn.ne.jp/~bunbukut/k...tagame.htm
Vor allem die verwandte Art Lethocerus indicus (Lepeletier & Serville, 1825) wird auch gegessen. Folgender Artikel enthält auch sprachlich Wichtiges (Vietnam, Thailand, Philippinen): https://en.wikipedia.org/wiki/Lethocerus_indicus

**Ich hätte diese Art für das größte Wasserinsekt gehalten. Ein Vertreter der Ordnung Megaloptera aus China ist allerdings zumindest länger und hat eine größere Flügelspannweite - 21 cm!*** : http://german.china.org.cn/china/2014-07/22/content_33022989.htm.   
Da mir Internet in diesem Falle als Quelle nicht genügt, habe ich die große Weltspezialistin auf dem Naturhistorischen Museum, Frau Dr. Ulrike Aspöck, angerufen. http://sdei.senckenberg.de/biographies/?befehl=Details&C_Name=877
Falls es Wissenswertes gibt, wird sie mich verständigen (und sei's in Prosa).

***Das ist sogar eine etwas größere Spannweite als die der Blaumeise (Cyanistes caeruleus (L., 1758) - 20 cm)!
http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/meisen-steckbriefe.html#blaumeise