Ursonate von Kurt Schwitters und Sprechbohrer

Begonnen von empgodot, 2022-05-17, 13:18:38

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empgodot

Mein Aufmerk wurde neulich auf die sogenannte "Ursonate" von Kurt Schwitters gelonken und ich dachte mir, das gefalle hier vielleicht auch dem einen oder anderen. Ich schmieß mich jedenfalls stellenweise weg. Das wird wohl "konsequente Dichtung" genonnen und ist eine Dichtung aus sogenannten Urlauten.

Das ganze choreografor die Gruppe "Sprechbohrer" noch einmal hübsch:


Textauszug:
Fümms bö wö tää zää Uu, pögiff, kwii Ee.
Dedesnn nn rrrrr, Ii Ee, mpiff tillff toooo, tillll, Jüü-Kaa?
                                                                            (cantado)
Rinnzekete bee bee nnz krr müüüü, ziiuu ennze ziiuu
            rinnzkrrmüüüü,
Rakete bee bee.
Rrummpff tillff toooo?   ü
Rum!                                                                          (H)
                   RrRrRrRrummpff?
Rum!
                  RrRrRrRrummpff t?

Knupf zum ganzen Text

Das Leben ist wie eine Plastiktüte - oben offen und unten zu

Kilian

Sehr schön! Naturl gefällt das hier dem einen oder der anderen, haben der Grinsekater, Günter Gans und meine Wenik doch schon weiland auf der Personalversammlung in Darmstadt spontan Kurt Schwitters' Simultangedicht kaa gee dee deklamoren.

Vorbeischauer

Neul gelas ich zufällig ein anderes Gedicht von Schwitters, in welchem Eigennamen tmetisch gespalten (temniert? tetmeken?) werden, welches ich selbstverstalnd nicht vorenthalten möchte:

Basel

Es geht ein bisschen rauf,
es geht ein bisschen runter,
dazwischen fließt der Rhein.
Grün soll das Wasser sein.
Wenn's regnet stürmt und schneit,
dann ist es braun,
braun anzuschaun.
Verhältnismäßig drückend föhnt der Föhn,
es brodelt tief im Grunde,
darüber eine Stadt,
die Basels Name trägt und hat.
Dort lint es Böck,
dort beint es Hol,
es waldet grün und witzt.
Der Ritter sticht den Wurm,
am Turm.
Die Kirche aus Zement
ist Mosers hohe Zeit.
Es brennt,
wenn's brennt,
im Kleid.
Der Frauen holder Chor
lächelt dem Tor.
Mann,
sieh dich vor!


Vorbeischauer

Weitere frühe Tmeses gefand ich neul einez Gedichte einel unbekannten Verfasserens aus dem 19. Jahrhunderte:

Der Ausländer

Bei Tische halte ich mich unter
Mit Künstlern und Studenten nur,
Glückt auch verun ein Witz mitunter,
So teilt man immer glimpflich ur.

Dann schlagen rat wir mit den Frauen
Wohin wir fahren wall für heut,
So wandelnd lust durch Wies und Auen
Wir winden über stets die Zeit.

Wenn ich dann endlich bis zum Abend
Gebrochen rad nach Ihrem Wunsch
Die deutsche Sprach, hab ich erlabend
Noch hand zuletzt die Bowle Punsch.