Saathilfe

Begonnen von amarillo, 2005-05-28, 18:33:14

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

amarillo

Sagt, wie "säen" sei gestorken
ohne dumm zu tönen.
Brauch's zum Reimen - wohlgemorken,
nicht zum Kakophönen.

Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

Ly

säen - soh - söe - gesäen

säen - sah - säe - gesohen

säen - seh - sehe - gesehen

Klingt alles irgendwie doof...
It isn't always how you look. Look at me. I'm handsome like anything, and I haven't got anybody to marry me yet.

VerbOrg

säen - sist/sit - so - söe - si! - gesoen

So klänge es für mich am plausibelsten.
Das "i" im Ind. Präsens und im Imperativ muss dabei natürlich kurz gesprochen werden wegen der Verwechlungsgefahr mit sehen.

amarillo

Auslautendes "i" kann ich nicht kurz sprechen - falls das überhaupt wer kann. Aber die Formen gefallen mir sehr gut!

Lieber Meister Kilian
gefällt es dir, so mach' Dich dran.....


Danke, VerbOrg!
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

VerbOrg

Versuch's doch mal mit der kurzen Aussprache.
Also ich krieg's hin.
Hört sich allerdings lustig an. Besonders im Imperativ.

amarillo

Und worauf bitte soll sich das reimen? Außerdem ist eine einzelne vokalisch auslautende kurze Silbe undeutsch - frag mal Arnymenos... ;D
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

VerbOrg

Ob undeutsch oder nicht, ist mir doch egal. Schließlich hab' ich's erfunden. Und man kann doch auch mal Sachen erfinden, die's noch nicht gibt, oder?

Und wieso willst du einen Imperativ in einen Endreim packen? Das ist höchst ungewöhnlich, wie ich finde. Du willst doch sicherlich auch sagen, was denn gesoen werden soll. Also z.B. "Si den Klee", na, und dann müsstest du nicht das si, sondern den Klee verreimen.

Bei den Ind.-Präs.-Formen musst du dir nur vorstellen, dass da nicht sist, sondern sisst und nicht sit, sondern sitt steht, dann löst sich die kurze Aussprache von selbst.

amarillo

#7
Nein, so geht die Denke nicht, ich brauche schon ab und zu einen Imperativ im Endreim - vor allem bei Küchenrezepten.

Eigentlich würde ich gerne carun eines seiner Rezepte entlocken (die Österreicher verstehen ja was von der Küche), deshalb dachte ich mir, ich mache erst einmal ein gereimtes Angebot.

Das ist das erste und das letzte Mal, daß ich mich über zukünftige Projekte äußere, solange sie nicht eine Koproduktion erfordern!

Du darfst Dich geschmulchen fühlen! ;D
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

VerbOrg

*erröt*
*geschmolchenfühl*

amarillo

#9
Ideen in die Köpfe si
am Ende vielleicht helfen die,
Rezepte auszutauschen,
den Gaumen zu berauschen.

Doch geriemen soll't es sein
mit Zutat, Vorgang, Temperator.
Vielleicht auch noch dem rechten Wein,
e-kochen stoll ich mir so vor.
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

VerbOrg

#10
Gemüsepfann' ist kein Problem.
Ich sag' dir gern, was man da nehm:
'Ne Stange Lauch und Paprika,
Reis hat man ja fast immer da,
Gemüsebrühe, wenig Salz,
Öl und Nass, und damit galt's:

Im Öle brate einfach an
Paprika und Lauch sodann.
Den Reis kich mit der Brühe gar,
tu'n dann zu Lauch und Paprika.
Ein wenig kilch den ganzen Kram,
verspeis ihn dann, am Besten warm.

(Das schnippeln du's Gemüse musst,
das hast du sicherlich gewusst.)

VerbOrg

Halwa

Willst' als Dessert was And'res mal?
Der ständ'ge Pudding wird zur Qual?
Dann hab' ich vielleicht was für dich.
's schmeckt merkwürdig, da warn' ich dich.

Der Margarine hundert Gramm
zerlass zunächst auf kleiner Flamm',
zwanzig Gramm Mehls gib nun hinzu,
des Grießes hundert, ganz in Ruh.
Gerohr'n säll's sein, dann setzt's nicht an,
da's dem Geschmack sonst schaden kann.

Säll' diese Mass schon hellbraun sein,
dann gib gerolsp'ne Mandeln drein.
Wie viel? Ich süg: so zwanzig Gramm,
's ist noch nicht alles, was dann kam:

Ebenso viel auch an Nüssen
und an Rosinen muss dazu.
Gib gut Acht, denn du sollst wissen,
gar zu fest wird's sonst im Nu.

Hundertzwanzig Milliliter
Wassers tu in einen Topf
und drei Gramm Safrans, oh Gebieter,
Zuckers Maß bestimmt dein Kopf.

Kich Wasser, Zucker, Safran auf,
bis ca. zwanzig Gramm verdompfen,
dann gib's auf den Brei hinauf,
nun sei die Mischung noch erkompfen.

Dann füll sie ab, die süße Speise,
servier' sie, dass den Koch man preise.
Ob warm? Ob kalt? Ich hätt' geschworen,
ich habe beides schon gehoren.
Vielleicht wüsste hier caru Rat,
da er's doch so mit Indien hat.

caru

Zitat von: VerbOrg in 2005-05-29, 21:52:58
Ob warm? Ob kalt? Ich hätt' geschworen,
ich habe beides schon gehoren.
Vielleicht wüsste hier caru Rat,
da er's doch so mit Indien hat.


dein halwa klingt, soweit ich's ahn,
mehr nach türkei oder iran
(in nordindien und pakistan
heißt's gleich, doch rührt man's anders an
und tut - wohl freut's nicht jedermann -
karotten, selbst zucchini dran.)
'heiß oder kalt?' entscheidet man
nach jahreszeit und meridian -

nicht meridian, mehr breitenkreis,
denn indien ist subtropisch heiß,
die zunge dortzulande fühlt
das zeugs doch lieber gut gekühlt,
und so man einen hat, dann stellt
man's in den kühlschrank, wo sich's hält.

in türk'schen wintern, dünkt mich, mampft
man's warm (kann sein, daß es noch dampft).
(\___/)
(>´x´<)
('.')__('.')

Nijntje - de echte nederlandse konijn

gehabt gehabt

s"aen, sa, s"a"a, ges"aen

ungefaehr wie sehen aber ohne h. Ich weiss nicht of Konj II mit zwei "a gesprochen wird oder mit langem "a. Das kann aber offen gelassen werden, weils landschaftlich verschieden sein kann. Ich habe mal irgendwo einen
Leserbrief zur Rechtschreibreform gelesen (ich wuerde schwoeren in der FAZ wenn ich nicht wuesste, dass ich die gar nicht lese). Da beschwerte sich einer ueber die neue Ortografie von rau. Man wuerde ja schliesslich rauh im Gegensatz zu blau aspiriert sprechen. Der mann hat dann sicherlich keine Schwierigkeiten zwischen sa und sah zu zu nterscheiden.

caru

nun ja, vor ein paar jahrhunderten hat man das h in rauh ja auch noch ausgesprochen, so als hieße es "rauch". gibt bestimmt gegenden, wo es auch jetzt noch rauch oder raug heißt.

blau dagegen hieß früher blab oder blaw.

und wenn ich mich mal anstrenge, "rauh" und "blau" ganz langsam und "bühnendeutsch" auszusprechen, mit hand am kehlkopf, nehme ich bei "rauh" tatsächlich auch einen ganz leichten kehlkopf-reibelaut am ende wahr. und wenn ich sage "einen rauhen hals" (verglichen mit "einen blauen brief"), höre ich den laut noch deutlicher - wirklich fast so stark, daß man ihn als h schreiben müßte.

bei "blauen" dagegen tritt zwischen au und e eine art labialer halbvokal: "blauwen".

rechtschreibreformer sind doof!
(\___/)
(>´x´<)
('.')__('.')

Nijntje - de echte nederlandse konijn