Leihwörter

Begonnen von edragedlih, 2004-03-25, 20:43:22

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Kilian

Gerade bin ich auf den schönen Ausdruck Rackerer gestoßen, den man ruhig mal wieder statt Workaholic verwenden könnte.

caru

und wenn den rackerer dann der schlag trifft, müssen wir uns ne eindeutschung für jap. karoshi ausdenken. :P
(\___/)
(>´x´<)
('.')__('.')

Nijntje - de echte nederlandse konijn

Agricola

Zitat von: caru am 2006-11-05, 10:38:17
und wenn den rackerer dann der schlag trifft, müssen wir uns ne eindeutschung für jap. karoshi ausdenken. :P
das heißt doch schon verräckern, oder?
The future lies in front of me,
but "lies" is all that I can see.

Meistertum

#78
An sich zieht ihr diese Diskussion selbst ins Lächerliche, wie kann man sich bitte schön über Fremdwörter im Deutschen beschweren, wenn man, wie mancher User hier, nicht einmal die schönen Eigenarten des Deutschen zu würdigen weiß und diese auch noch verschandelt? Wir unterscheiden nicht umsonst zwischen schwacher und starker Konjugation bzw. starker und schwacher Deklination, die sog. starken Formen sind Überreste aus germanischen Zeiten, als wir noch (wie im Lateinischen übrigens auch) die Zeitformen bzw. Fälle durch Änderung des Stammes darstellten. Da aber viele lautliche und semantische Eigenarten aus dieser Zeit bereits verloren haben, bevor das Deutsche an sich entstand, konnte dieses stammverändernde Prinzip nicht aufrecht erhalten werde, da keiner mehr das Prinzip verstand. Deshalb traten an die Stelle der starken Formen die "schwachen". Hier wird nicht mehr der Stamm, sondern die Endung verändert. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die heutigen starken formen nicht zwangsläufig urdeutsch sind, denn die Stammveränderung war nur bei bestimmten Vokalen und Vokalgruppen möglich, viele unserer heutigen Pluralumlaute (Haus-Häuser) sind nach dem alten Prinzip falsch, sie entstanden nur durch analoge Bildung. Daher von Sprachreinheit zu sprechen, wenn durch vermeintlich bessere "Rückbildung" (wie beispielsweise starke Verbformen anstelle eigentlich schwacher) die Prinzipien der Sprache verletzt werden, ist total absurd. Also, wenn ihr glaubhaft wirken wollt, dann schreibt nicht mehr solchen sprachlichen Stuss wie "ich assozior" (statt assoziierte), "man süge" (statt man sagte) oder "er truh ihnen nicht zu" (anstatt  er traute ihnen nicht zu).
Sprache ist etwas Lebendiges und dient in erster Linie der Verständigung, daher sollte sie auch verständlich sein, dass heißt sie sollte nicht absolut nichts sagenden Dingen bestehen. "Stromschriftlich" ist sprachlicher Müll, Strom bezeichnet etwas Fließendes, schriftlich etwas statisches, das englische Wort dagegen ergibt wirklich einen Sinn: mail bezeichnet etwas Übermitteltes, Verschicktes,   e(lectronic) widerspricht diesem in keinster Weise, vielmehr dient es als Modalergänzung, nämlich wie dieses Etwas übermittelt wurde: elektronisch.
Das nur mal als Anregung. Wer es als Beleidigung auffasst, ist selber schuld.

AmelieZapf

Verohrenster Meister Tum,

ich glaube, Sie haben sich bei der Auswahl Ihres Pseudonyms verschrieben, es muß "Meister Tum" heißen. Ich würde Ihnen nie unterstellen, die standarddeutsch korrekte Bildung des Abstraktums von "Meister" nicht zu beherrschen, sie heißt "Meisterschaft", wie in "Er hat es in seiner Kunst zu höchster Meisterschaft gebracht".

Sie sugen höchstselbst:

Zitat von: Meistertum am 2006-12-22, 21:51:09
Wir unterscheiden nicht umsonst zwischen schwacher und starker Konjugation bzw. starker und schwacher Deklination, die sog. starken Formen sind Überreste aus germanischen Zeiten, als wir noch (wie im Lateinischen übrigens auch) die Zeitformen bzw. Fälle durch Änderung des Stammes darstellten, da aber viele lautliche und semantische Eigenarten aus diesen Zeiten bereits verloren haben, bevor das Deutsche an sich entstand, konnte dieses stammverändernde Prinzip nicht aufrecht erhalten werde, da keiner mehr das Prinzip verstand.

Die Erinnerung an diese Prinzipien wachzuhalten ist ja wohl eher eine ehrenvolle Aufgabe denn per se verwerflich, oder?

Zitat von: Meistertum am 2006-12-22, 21:51:09
Daher von Sprachreinheit zu sprechen

Wer hat von Sprachreinheit gesprochen?

Zitat von: Meistertum am 2006-12-22, 21:51:09
Sprache ist entwas Lebendiges und dient in erster Linie der Verständigung, daher sollte sie auch verständlich sein, dass heißt sie sollte nicht abslotut nichts sagenden dingen bestehen, "stromschriftlich" ist sprachlicher Müll, Strom bezeichnet etwas Fließendes, schriftlich etwas statisches, das englische Wort dagegen ergibt wirklich einen Sinn: mail bezeichnet etwas Übermitteltes, Verschicktes,   e(lectronic) widerspricht diesem in keinster Weise, vielmehr dient es als Modalergänzung, nämlich wie dieses Ewtas übermittelt wurde: elektronisch.

Was ist am Neutschen unverstalnd? Mit etwas Phantasie versteht das ein jeder. Außerdem leistet's einen Beitrag zur Sprachbelab.

Jetzt sage ich Ihnen mal was zum Wort E-Mail: "mail" bezeichnet im Englischen Briefpost, bestehend aus Umschlag und inliegendem Schreiben, frankoren, abgestolmpen und durch die Post zugestollen. Die "E-Mail" hat damit nichts mehr gemein, sie teilt mit der gewöhnlichen "Mail" ledalg den Inhalt, jedoch keine ihrer physischen Attribute und wäre daher besser im Englischen als "internet message" zu bezeichnen. "E-Mail" wäre eher ein unter Spannung gesetzter Brief im Umschlag.

Außerdem bin ich der Meinung, daß eine Person, die eine humorlose Existenz führt, nicht in der Position ist, zu verlangen, daß andere dies auch zu tun hätten. Im übrigen störe ich mich an den Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Ihrem Eintrag (nun kommen Sie bitte nicht auf die Idee, mir vorzuhalten, ich schriebe nach alter Rechtschreibung. Ich schreibe wenigstens nach alter Schreibung RICHTIG, neutsche Bildungen ausgenommen).

Besten Gruß,

A.Z.
Religion heute:
Ex oriente deus,
ex machina lux.

amarillo

"Also, wenn ihr glaubhaft wirken wollt, dann schreibt nicht mehr solchen sprachlichen Stuss wie "ich assozior" (statt assoziierte), "man süge" (statt man sagte) oder "er truh ihnen nicht zu" (anstatt  er traute ihnen nicht zu)."

Und schon wieder einer, der alles besser weiß - als ob wir derer nicht schon in den eigenen Reihen hätten... :P
Das Leben strebt mit Urgewalt nach Entstehung und Musik.

Ku

Der Beitrag von Meistertum muss eigentlich in Externe Erfolge umgebettet werden:

DER MANN NIMMT UNS ERNST!


Hademer

Falls jemand vermutet, dass ich der Verfasser dieses seltsamen Beitrags bin, muss ich ihn enttäuschen. Ich bin des Deutschen mächtig und schreibe nicht acht Substantive klein, vergesse keine Kommata und meine Sätze sind klar und verständlich und nicht verquarkt wie der vorletzte ,,Satz" dieses Beitrags.
Trotzdem bin ich im Prinzip natürlich der gleichen Meinung wie der Verfasser, wie ich Ihnen ja schon in der Vergangenheit mitgeteilt habe. Aber Stümper sollten nicht von anderen Stümpern kritisiert werden, das überlasse man bitte Kennern der deutschen Sprache.
Zu diesem Beitrag sage ich wieder ,,Pfui"
Mit freundlichen Grüßen
Hans E. Hademer

Ein Mensch

Ich bin (wie Ihnen sicherlich noch bekannt ist) nicht der Typ Mensch, der sich in die Auseinandersetzungen anderer Menschen einmischt, schon gar nicht in Foren, deren Intelligenzniveau kaum dem mir gewohnten entspricht.
Der Beitrag Ihres neuen Mitglieds ,,Meistertum" (die Erfindung eines solchen Namens lässt auf ein gestörtes Sprachempfinden schließen) erinnert mich an die Ausführungen, die ich seinerzeit von Ihrem Mitglied namens ,,Borste" lesen musste, das einen geringfügig weniger intelligenten (wenn auch direkteren) Stil bei der Anwendung der deutschen Sprache pflegte.
Ich hoffe doch, dass Sie sich wenigstens von solchen Auswüchsen freihalten können, die nicht einmal Ihre Intentionen begreifen, wenn diese Intentionen auch etwas in Alberne tendieren (Sie würden sagen ieren tend).
Ich werde, wenn mir meine Zeit das erlaubt, wieder mal hereinschauen.           

Die Borste

Hallo.
Ich habe jetzt den Meistertum gelesen und auch ein Mensch. Der Meistertum meint wohl er weiß alles besser aber ich mache weniger Fehler beim Schreiben als er. Deshalb soll er sich auch nicht einmischen schon gar nicht wenn es um deutsche Sprache geht.
Die Borste (so nenne mich alle)

Waltraud

Ich teile die Kritik des Herrn Meistertum nicht.
Wie Sie ja wissen, bin ich sehr belesen, weil alles in den Illustrorenen steht, ich hoffe, ich habe das jetzt richtig dekliniert.
Ich weiß nicht, warum das neue Mitglied Meistertum, so einen Namen habe ich noch nie gehört, damit anfängt, andere Mitglieder zu beleidigen, wo er gerade eingetreten ist. Auch die Prominenten in meinen Illustrorenen machen sowas nicht. Aber Ein Mensch und das Borstchen haben da ja schon genug dazu gesagt.
Ich grüße alle und wünsche frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr.

Ku

#86
Mit Meistertum haben wir ein Mitglied, das in der deutschen Sprache offenbar wirklich bewandert ist. Wir können stolz sein auf diesen Neuzugang. Viele Fragen, die wir uns in den vergangenen Jahren gestellt haben, können jetzt vielleicht sofort beantwortet werden.
Meistertum, wir danken dir schon jetzt für deine Mitarbeit. 
Ich rege an, dass unsere Streitereien um die deutsche Sprache und deren Auswüchse (wie zuletzt im Faden ,,Schüttelreim .. ") sofort eingestellt werden und fordere insbesondere Agricola auf, vor eigenen Äußerungen zu diesen Problemen zunächst die Meinung von Meistertum einzuholen. 

Agricola

Zu welchen Problemen?
The future lies in front of me,
but "lies" is all that I can see.

Amanda

Meine Güte, Herr Bauer, jetzt stellen sie sich doch nicht so begriffsstutzig an.
Ich finde, Herr Ku hat - wie eigentlich immer - völlig recht. Diese(s)(r) Meistertum ist blöd, wir sollten sie/es/ihn mit der vollen Kraft unserer Verachtung strafen.

Frohe Weihnachten (nicht für Herrn a.!)

Ihre
Amanda Jankuscheit

Kilian

Zitat von: Meistertum am 2006-12-22, 21:51:09Wir unterscheiden nicht umsonst zwischen schwacher und starker Konjugation bzw. starker und schwacher Deklination,

Meinst du damit, dass es nicht umsonst beides gibt - das wäre ein schlüssiger Einwand gegen die tendeziellen Bestrebungen der GSV, alles zu stärken, wenn man sie denn ernster nimmt, als sie gemeint sind - oder dass es nicht umsonst die wissenschaftliche Unterscheidung gibt - das wäre ein unsinniger Einwand, denn ohne die Unterscheidung könnte es die GSV ja gar nicht geben -?

ZitatDaher von Sprachreinheit zu sprechen, wenn durch vermeintlich bessere Rückbildung (wie beispielsweise starke Verbformen anstelle eigentlich schwacher) die Urprinzipien der Sprache verletzt werden, ist total absurd. Also, wenn ihr glaubhaft wirken wollt, dann schreibt nicht mehr solchen sprachlichen Stuss wie "ich assozior" (statt assoziierte), "man süge" (statt man sagte) oder "er truh ihnen nicht zu" (anstatt  er traute ihnen nicht zu).

(Hervorhübe vom Zitator)

Hochinteressante Wörter! Da muss ich jetzt auch nochmal nachfragen:
1. Wer hat von Sprachreinheit gesprochen?
2. Wer hat behauptet, unsere Verbformen seine Rückbildungen? Sie sind im Gegenteil in der Regel Neubildungen (die allerdings nicht selten mit tatsächlich mal da gewesenen starken Formen zusammenfallen)
3. Was bedeutet "eigentlich"? Zu welcher Zeit und in welcher Dialektregion wurde das "eigentliche" Deutsch gesprochen?
4. "Urprinzipien", das wird ja immer abenteuerlicher. Notabene, noch existieren im Deutschen auch ohne unser Zutun starke und schwache Verben nebeneinander, und zu welcher Gruppe nun zum Beispiel sagen gehört, ist garantorentlich kein Urprinzip, sondern historischer Zufall, durch den gesetzte Parameter spielerisch umzuschalten für die Grundfesten der deutschen Sprache sicherlich nicht so erschütternd ist wie... naja, wie zumindest manches andere, das wir so treiben. ;D
5. Wenn wir glaubhaft wirken wollen - was wollen wir denn deiner Ansicht nach glaubhaft verkörpern?

ZitatSprache ist entwas Lebendiges und dient in erster Linie der Verständigung, daher sollte sie auch verständlich sein, dass heißt sie sollte nicht abslotut nichts sagenden dingen bestehen,

Fehlschluss! So eine Lautfolge wie "Quark" ist auch völlig nichtssagend, das tut der Verständlichkeit keinen Abbruch, weil wir Verknüpfungen zwischen sprachlichen Zeichen und Inhalten gelernt haben. Diese Verknüpfungen sind willkürlich. Nun kann man einwenden, dass das für zusammengesetzte Wörter wie stromschriftlich oder E-Mail eingeschränkt gilt. Aber eben nur eingeschränkt: Die semantische Beziehung zwischen den Bestandteilen ist in Hundekuchen und Apfelkuchen eine ganz andere und nicht vorhersagbar, also auch erlernt. stromschriftlich macht da keine Ausnahme: Schriftlich und direkt mit Hilfe elektrischer Datenverarbeitungsgeräte übermittelt. Es ergibt nicht mehr und nicht weniger Sinn als andere Komposita.

Zitat"stromschriftlich" ist sprachlicher Müll, Strom bezeichnet etwas Fließendes, schriftlich etwas statisches

Tolles Argument! Dann ist also auch tatsächlich sprachlicher Müll, Tat bezeichnet einen Vorgang, sächlich dagegen ein Ding. Und so weiter: Erdbeertorte ergibt keinen Sinn, weil Erdbeere eine Erdbeere bezeichnet, Torte dagegen eine Torte. ???

Mal abgesehen davon, dass schon die Aussage "schriftlich bezeichnet etwas Statisches" kaum nachzuvollziehen ist.