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Beiträge - Vorbeischauer

#1
etw. einstellen / sich einstellen

Ich versooch, den Schwachverbgebrauch einzustellen, aber er stellte, äh, stoll sich von selbst wieder ein.
#2
Kultur / Aw: Vergleichsweise dumme Ducht
2024-06-22, 23:08:50
Durch kluge Sonnenspiegelei
brat ich mir Spiegeleier.
Ob du mir wohl den Spiegel leihst?
Dann spölge es sich freier.
#3
Neue Ideen / Vierte Person
2024-06-10, 12:03:47
Schon seit Längerem fefrag ich mich, ob sich die nebeneinander bestehenden Formen der 3. Person Singular Präsens – die normale auf -t (,,es heißt") und die altertulme auf -et (,,es heißet") – durch einer Beduitsunterschied Einfuhr nebeneinander nutzen lassen, und nun kekomm mir elnd eine Idee dazu: Ich schlüge nalm vor, die Andt auf -et zu einer Art ,,4. Person" zu machen. Diese Form verwewernde dann in folgenden Fällen:

1. Immer nach man, wer, was, jemand, etwas, niemand, nichts (also nach all den Ausdrücken, die so unbestimmt sind, dass sie keinen Plural bilden können). Das wäre die eigelnte 4. Person, und hier wären auch die anderen Zeiten und Modi vonnöten, z.B. ein durch Anhang von -e (,,man sahe nichts", ,,niemand fruge mich") gebuldenes Präteritum.
2. Außerdem stehe die ,,4. Person" auch mit gewohlnen Nominalphrasen, wo sie eher die zeilte Unbestummenheit ausdrücke: ,,Der Pinguin biët ein Vogel" (biët, zweisülg als bi-et, als 4. Person von sein), ,,Marmor, Stein und Eisen brichet" (generell immer).
3. In Anlahn an bspw. das Schwäbische ist auch eine 4. Person Plural ebenfalls auf -et denkbar: ,,Pinguine frisset Fisch" (,,frisset" mit Umlaut deshalb, damit die Form auch tatsalch dieselbe ist wie im Singular).

Unregelmäche Verben: seinman biët, habenman habet, werdenman wirdet. Präteritopräsentia auch hier nach Vorbild des Präteritums auf -e: man weiße, man wille, man musse, man mage.
#4
Kultur / Aw: Animalpoesie
2024-06-07, 14:44:07
Paul Gerhardt bekinnt heutzutage hauptsalch als Kirchenlieddichter. Wenig bekinnt jedoch, dass viele seiner Gedichte ursprulng in einer frühdeuhochneutschen Fassung entstanden und erst später der größeren Massentaulg wegen umargebeiten wurden. Kurlz tuch nun in seinem damaligen Wohnhause eine noch untöffenverluchene Erstfuß eines seiner bekanntesten Gedichte auf:

1. Geh aus, mein Herz, und sieh dir an,
wieviel der Sommer hat getan,
an dir und mir und allen!
Wie sich die Welt gewalnden so,
seit Winter vor dem Sommer floh:
So sag, tut's dir gefallen?

2. Ich weiß, du bist schon lange wach:
Um viertel fünf weweck der Krach
dich auf, der Hahn kekrisch schon.
Gar markerschütternd klang sein Schrei,
als lachte er ein Bälzchen¹-Ei.
Die Sonne leuchtet frisch schon.

3. Mich wähnt, du blickst dich um itzo,
siehst Ein- die Racht des Zimmers so,
wie sie sich nie geziegen:
Ein jeder Winkel ist besatzt,
von Spinnenfäden ganz benatzt:
dort harret man der Fliegen.

4. Der Ameis sücht die Küche heim,
die Nachtschneck' hinterlässt ihrn Schleim,
richt't den Salat zugrunden.
Die Elster findt den Schlüsselbund,
trägt stolz dzum Nestenein den Fund;
das Mehl die Motten schunden.

5. Wagst dich ins freie Feld hinaus,
sind dir die Pollen gar ein Graus
– sie bringen dich zum Rasen.
Und gehst im Gräserwald umher,
quält Heu- der Schnupfen dich gar sehr,
es treuft dir aus den Nasen.

6. Suchst Kuhl du Garten- nun am -Teich,
und selgst zu schlummern dort: zugleich
kömmt Mückeng'summ dich wecken.
Und auch die Wies', da dein Haupt ruht,
ist schön zwar rot-, gelb-, weißerbluht,
doch ist auch voll von Zecken.

7. Und nicht nur dies stört dir die Ruh':
ein Sommerregen kömmt dazu
und läuft das Fass nun über.
Der Donner gröllt, Gewitter blitzt,
den Mantel Pfützenwasser spritzt
– nun ist er gar hinüber.

8. Enttuschen eilest heim du dann,
pitschnass, verschwessen kömmst du an,
und in dein Häusle fleuchst du.
Doch stick ist hier die Luft und schwül,
dich zergt ein seltsames Gefühl,
um siehst du dich und reuchst du:

9. Kartoffel keimt und Zwiebel spreußt,
und glaucher Schimmel übergeußt
alls, was nicht gut gekohlnes.
Das Obst gälmmt doppelt itzt so balds,
däst Sonneneine du gestallts,
wo's allzu rasch verfohlnes.

10. Matsch sind die Äpfel, tronck das Brot,
das Zimmergrün schon lange tot,
erbronen selbst die Kakta.
Nicht fürder Blumen- lebt der Strauß,
du nimmst ihn aus der Vas' heraus
und legst ihn rasch ad acta.

11. Selbst nachts dich noch die Schnake plägt,
die Wühlmaus an den Wurzeln nägt,
der Marder an den Schläuchen.
Tier- rästet niemals nie das -Reich,
es schäffet und zerstört zugleich,
will deinem Will'n nicht weichen.

12. Wie fleßigst ist doch dies' Getier!
Wie vorbiłld doch! Und hefkt es, dir
zutiefst zu widerstreben,
dann findest Ab- du -Hilfe schnell:
Der Muckebatscher ist zur Stell',
ein wenig Ruh' zu geben.

13. Wisst, denen euch nur lästig scheint
das Ungeziefer, die ihr meint,
ohn' es wär' alles besser,
dass halb so schön die Welt bloß wär',
ohn' Ameis' und Ameisenbär,
ohn' Bien' und Bienenfresser.

14. Denn jedeu ist gewilssen ja
als Teil der Urstalt² hie und da
zu wirken wohl bestommen.
Auch Para- der geringste -Sit
ist von dem Ganzen doch ein Glied:
Ohn' ihn wär's nicht vollkommen.

15. Sei Lob drum dem, der alles schuf,
was ich vielf Strophen lang beguf,
der's fülgest eingerochtnes!
Sei drum der Kraft, der alles lebt,
der alles wuselt, west und webt,
dies Liedlein zugedochtnes!

¹ (etwas unregelmächer) Nachvollzug der Lautverschübe und Recessus Narrativus von ,,Basilisk"
² Vernuitsch von ,,Natur"
#5
Sprache / Gesucht werden…
2024-06-03, 20:59:22
...Wörter, deren Definition sich aus der Umstalt Buchstabeno oder Silbeno ergibt:

Matratze -> Ratzmatte

Gibt es noch mehr solcher Beispiele?
#6
Mit etwas zeiltem Abstand will mir mein obiger Vorschlag nicht mehr so recht gefallen, weil er leltzt doch nur darin besteht, sich neue und mehr Andte auszudenken und damit so eine Art Pseudolatein zu basteln. Da er sich sowieso nicht durchsesotz, wüge ich es gern, einen weiteren Versuch unterzunehmen:

Ich schlage vor, der Komplizur halber die Zeitformen näher zu unterteilen, nalm in Hauptsatz- und Nebensatzzeiten. Erstere stehen im Hauptsatze, letztere im Nebensatze.

Der Hauptsatzzeiteno Buld erfolgt folgendermaßen:

Perfekt: Perfektstamm + Reduplikation + Präteritumandt

ich habe/bin gerissen = ich reriss, du hast/bist geflogen = du feflogst, er hat gesungen = er sesung, sie hat geholfen = sie heholf, es hat genommen = es nenomm, wir haben gegessen = wir gegessen, ihr habt gewaschen = ihr wewascht, sie sind gegangen = sie gegangen

Konjunktiv I Perfekt: Präsensstamm + Reduplikation + Konjunktivandt

ich hätte/sei gerissen = ich rereiße, du habest/seist geflogen = du fefliegest, er habe gesungen = er sesinge, sie habe geholfen = sie hehelfe, es habe genommen = es nenehme, wir hätten gegessen = wir gegessen, ihr habet gewaschen = ihr wewaschet, sie seien gegangen = sie gegehen

Plusquamperfekt: Präteritumstamm + Reduplikation + Suffix -te + Präteritumandt

ich hatte/war gerissen = ich rerisste, du hattest/warst geflogen = du feflogtest, er hatte gesungen = er sesangte, sie hatte geholfen = sie hehalfte, es hatte genommen = es nenahmte, wir hatten gegessen = wir gegaßten, ihr hattet gewaschen = ihr wewuschtet, sie waren gegangen = sie gegingten

Konjunktiv II Perfekt: Präteritumstamm + Umlaut + Reduplikation + Suffix -ete + Konjunktivandt

ich hätte/wäre gerissen = ich rerissete, du hättest/wärest geflogen = du feflögetest, er hätte gesungen = er sesängete, sie hätte geholfen = sie hehülfete, es hätte genommen = es nenähmete, wir hätten gegessen = wir gegäßeten, ihr hättet gewaschen = ihr wewüschetet, sie wären gegangen = sie gegingeten

Einige Verben haben besondere Formen:

- Präteritopräsentia haben ihre Präteritumform ja gewissermaßen schon im Präsens, deshalb biwirld das Perfekt nach dem Vorbild des Plusquamperfekts, und das Plusquamperfekt mit doppeltem Suffix und Retriplikation:

es hat gewollt = es wewollte, es hatte gewollt = es ewewulltete, es habe gewollt = es wewolle, es hätte gewollt = es ewewülltete
ihr habt gedurft = ihr dedarftet, ihr hattet gedurft = ihr ededurftetet, ihr habet gedurft = ihr dedürfet, ihr hättet gedurft = ihr ededürftetet

- ,,sein" und ,,haben" haben unregelmäche Formen:

es ist gewesen = es wewes, es war gewesen = es wewarte, es sei gewesen = es wewese, es wäre gewesen = es wewärte
es hat gehabt = es hehab, es hätte gehabt = es hehattete, es habe gehabt = es hehabe, es hätte gehabt = es hehättete

Für die Nebensätze schlage ich hingegen einen anderen Ansatz vor, der sich auf die altertulme Ausdrucksweise, Partizipien in Nebensätzen ohne Hilfsverb zu nutzen, stützt, diese aber erweitert:

Im Satz ,,Die Ausdrucksweisen, die man früher gerne gebraucht, verwendet man inzwischen nicht mehr" drückt das Partizip weder Person noch Numerus noch Tempus noch Modus aus. Diese Eigenschaften müssen also noch unterbriwerngen. Hier schlüge ich vor:

- Der Numerus drüwirckt durch die Deklination des Partizips aus. Dieselbe kann zudem auch das Genus ausdrücken und zur Unterschied von ,,haben"- und ,,sein"-Perfekt dienen, indem ,,haben"-Perfekte nach dem Objekt flektieren, sofern eines vorhanden ist, ,,sein"-Perfekte hingegen nach dem Subjekt:

der Pilot, der das Flugzeug geflogenes → ,,geflogen" iewirrt nach dem Objekt ,,Flugzeug" deklin → ,,haben"-Perfekt → ,,der das Flugzeug geflogen hat/hatte"
der Vogel, der geflogener → ,,geflogen" iewirrt nach dem Subjekt ,,Vogel" deklin → ,,sein"-Perfekt → ,,der geflogen ist/war"
die Sonne, die geschienen → ,,geschienen" bleibt unflektgeoren, da es kein Objekt gibt → ,,haben"-Perfekt → ,,die geschienen hat/hatte"

- Person, Tempus und Modus drüwercken durch Modifikur der Konjunktion oder des Relativpronomens aus. Dies ähnelt gewissen Konstruktionen z.B. im Bairischen, wo auch Personaländte an Konjunktionen anhäwerngen. Dabei werden die Personal- und ggf. die Konjunktivandt an die Konjunktion oder das Relativpronomen angehangen (welche somit konjugiewerren!), ggf. mit Ab- und Umlaut. Zwischen zwei Vokalen füwirgt -g- als Trennkonsonant ein:

ich weiß, dass sie dort gewesen ist → ich weiß, dässt sie dort gewesene
ihr wart nicht da, als ich heimgekommen bin → ihr wart nicht da, alse ich heimgekommene(r)
sie wären ja auch dumm gewesen, wenn sie das geglaubt hätten → sie wewärten ja auch dumm, wünnen sie das geglaubtes
er tut so, als habe er die Katze gefüttert → er tut so, alse er die Katze geforttene
die Sonne, die jeden Tag geschienen hatte, war plötzlich nicht mehr aufgegangen → die Sonne, do jeden Tag geschienen, gegingte ploltze nicht mehr auf
die Hunde, die wir jeden Tag gesehen haben, sind nicht mehr da → die Hunde, dien wir jeden Tag gesehene, sind nicht mehr da
sie sagt, die Hunde, die wir jeden Tag gesehen hätten, seien nicht mehr da → sie sagt, die Hunde, diegen wir jeden Tag gesehene, seien nicht mehr da

Auch das ,,sein"-Passiv kann auf ahlne Weise biwerlden:

der Garten, der von Schnee bedeckt war → der Garten, dar von Schnee bedockener
die Wohnung, die bewohnt sei → die Wuhn, diege bewuhnene

Dadurch iert naturl auch die Zahl der Formen des Relativpronomens explod (wie bisher 4 Genera/Numeri, 4 Kasus, nun aber auch 6 Personalformen mal 4 Tempora/Modi, also theoretisch statt 16 nun 16+16×24, also 400 (in Worten: zweiundelfzigundhalbkiepe) molge Formen, von denen viele freil gleich aussehen).
#7
Neue Ideen / Aw: Augmentativer Singular
2024-05-01, 22:57:42
Zitat von: Kilian in 2021-01-22, 07:50:59Gerade schoss mir etwas Neues (?) in den Sinn

Vielleicht doch nicht ganz so neu...: https://de.wikipedia.org/wiki/Bien. Demnach wäre der Erfinder ein gewisser Johannes Mehring, ein Imker des 19. Jahrhunderts. Aber Erwirtspotenzial darüber hinaus hat das Prinzip sicherl.
#8
Kultur / Aw: externe Erfolge
2024-04-26, 12:55:37
Und gleich einen zweifachen Erfolg (in einem Nutzerkommentar einer Netzzeitung): das immer kaputt gesparenere Schulsystem
#9
Neue Ideen / Aw: Zudeutschungen
2024-04-21, 20:10:48
Pro- zu den -Nominibus der ersten Person habe ich bisschen recherchgeoren und folgendes gefunden: Schon in der 1. Person Singular unterscheiden sich Pro- die -Nomina nach Formalität, Geschlecht del Sprechen, außerdem nach Dialekt, Sprachregister (z.B. altmodische Formen), sodass sich mindestens 20 Formen finden lassen, von denen an die zehn wohl auch tatsalch häuchere nuwertzen. Um dafür Entsprüche zu finden, memuss ich also dar hintersten Eckeninnens kramen und einge ganz neu dazuerfinden:

Die formellen Pronomina unterscheidnen nicht Ge- nach dem -Schlechte:

watashi      私   ich      förmlich
watakushi   私   meine Wenigkeit (bzw. Wenik)   sehr formell
ware (waga)   我   wir (unser)   ebenfalls sehr formell
jibun   自分      man   distanziert

Bei in- Pro- den -formellen -Nominibus hingegen gibt es Geschlechtsunterschiede:

weiblich:

watashi      私   ich   höflich
atashi   私   iche (Akk.: miche, Poss.: mir ihr)   umgangsspralcher
atakushi   私   diese meine Wenigkeit (Wenik)      hierzu lässt sich eher wenig finden, scheint watakushi zu ähneln
uchi      内   icke (Gen.: miener, Akk.: micke, Poss.: mir ihr)   ursprulng mundarlt, jetzt umgangsspralch

männlich:

boku   僕   icher (Gen.: meines, Dat.: mirm, Akk.: michen, Poss.: mir sein)      zurückhaltend, kann etwas unselbständig wirken
ore      俺   icker (Gen.: meines, Dat.: mirm, Akk.: micken, Poss.: mir sein)      selbstbewusst, etwas unhöflich

Zum Teil verwindet wohl auch der eigene Name (was eher kindisch wirkt) oder das Verhältnis zu deu Angesprochenen (also: ,,deine Mutter (= ich) muss dir was Wichtiges sagen.").

Und schlielß gibt es weitere mundarlte oder veraltene Pronomina der 1. Person, die literarisch aber dennoch vorkommen, z.B. zur Figurencharakterisur durch die Sprachform (Yakuwarigo)

washi   儂   ick (Gen.: mien, Akk.: mick, Poss.: mien)   mundarlt oder altmodisch, iert oft ältere Männer charakteris
oira, ora      俺等      i (Akk.: mi, Poss.: mei)   eine der zahlreichen mundarlten Formen
wagahai      吾輩      Unsereins   veralten, überhelb
sessha   拙者      Euer Knecht      ,,Samurai-Ich" (solcher altertulmer standestypischer Bezinche gibt es noch eine ganze Reihe mehr)
onore   己   Man      ursprulng reflexiv, dann auch für die 1. und 2. Person
yo      余   Wir      altertulm, vornehm

Übrigens haben die Kanji (die oben angegebenen chinesischen Schriftzeichen, es gibt daneben jeweils auch phonetische Hiragana-Schreibweisen) – und manchmal auch die Wörter, wie sie gesprochen werden – meist auch nicht-pronominale Bedeutungen (deren sich die Benutzen freil meist nicht bewussen sind). Entsprechend kekünne man sich alternativ auch an ganz worlten Übertrügen dieser Beduite bedienen, also 私 ((w)ata(ku)shi) als ,,das Eigene", 儂 (washi) als ,,dieser Mann",  内 (uchi) als ,,mein Inneres", 僕 (boku) als ,,dein/euer/Ihr Diener". Aber das wäre des Eigenen Meinung nach wohl allzu ungewohln (wenngleich mmU-freulnd), deshalb nimmt euer Diener davon doch besser wieder Abstand.
#10
Kultur / Aw: externe Erfolge
2024-04-19, 14:52:19
Heute gesochten:

Lüftung schält sich nach zwei Stunden automatisch aus.
#11
Neue Ideen / Aw: Zudeutschungen
2024-04-18, 23:06:20
Jüngst habe ich begonnen, mich ein bisschen dzum faszinanten Dickichteinen der japanischen Anrede- und Holfsausdrücke einzulesen – ich kann zwar kein Japanisch (und rufe etwaige Japanischkundige hier ausdrulcken auf, mich in eines Irrtums Falle korrigzuieren!), aber was sich z.Bl. dis deutschen und englischen Wikipedia-ins findet, ist auch schon ganz spannend. Da vieles davon kein unmittelbares deutsches Gegenstück hat, ürnde ich die Erfund Mittelo, diese Unterschiede Neutschins abzuspiegeln, unter den Zud/neutschungen ein.

Den Anfang mache ich mit den wohlbekannenen Suffixen, die in der Anrede oder als Respektsbeziug an Namen/Titel/Berufsbezinche anhäwerngen:

-san      Herr/Frau
-chan      -chen (Verkliensform)
-sama      verehrte(r) > verohrene(r)
-chama      beehrte(r) > beohrene(r)
-tan      -ilein (Verkliensform)
-kun      mein(e) liebe(r)
-senpai      geschätzte(r) > geschatzte(r), geschotzene(r)
-hakase      Doktor
-sensei      Meister
-dono/-tono      werte(r)
-shi      sehr geehrte(r) > sehr geohrene(r)

Vielleicht lässt sich für das eine oder andere Suffix auch noch ein besserer Entspruch finden, und es gibt sowieso noch mehr solcher Anhängsel, aber fürs Erste scheinen das die am häuchsten genannten zu sein.

Somit ist es nunmehro auch nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten neutschen Manga und Anime töffenverluchen werden werden... Wobei dazu wohl auch noch Entsprüche für die zig voneinander unterschiedenen Personalpronomina fiwernden memüssen – denen muss ich mich dann wohl als nächstes zuwenden, aber das wird vermult schwierger.
#12
4) Als noch etwas unausgeriffener spontaner Einfall: Man kekünne das ganze auch ververben:
,,Als unseren Direktor stelle ich Ihnen Herrn Mayer vor" (Direktor = Mayer) -> ,,Ich stelle Ihnen Herrn Mayer direktoren vor." (gewissermaßen ein AcI, wie in ,,Ich sehe Herrn Mayer laufen" = ,,Ich sehe Herrn Mayer als Läufer.")
,,Als unser Direktor stelle ich Ihnen Herrn Mayer vor" (Direktor = ich) -> ,,Ich direktore, Ihnen Herrn Mayer vorzustellen." (ich übe die Tätik als Direktor aus, indem ich Herrn Mayer vorstelle)
#13
3) Die Adverbialität durch eine nach der Kasusandt angehangene weitere Andt auszudrücken, bspw. -t, und ansonsten alle Ändte so zu belassen, wie sie sind. Also: er läuft schnellert, sie läuft schnellet, es läuft schnellest, wir laufen schnellet. Manchmal vereindeukt das: ,,Als unser Direktor/als unserem Direktor/als unseren Direktor stelle ich Ihnen Herrn Mayer vor" -> ,,Unser(er)t Direktort/unseremt Direktoret/unserent Direktort ...". Im Falle von ,,Wir trafen sie hungriget an" bleibt es aber trotzdem noch mehrdeuk.
#14
Neue Ideen / Aw: Tonsprache
2024-02-21, 11:31:57
Zu muss ich geben, dass in der Tat die von dir zitgeorne Passaᵹe als zu den Prinzipien der GSV in Widerspruch stehnd verstawernden kekünne. Ich lobe Burß und aufrichke Gwullenheit g, mich zukunfken bsonders um vorbiłlde Natz vieler unaussprälchstmolgster Konsonantencluster bzmühn.

Jedoch memönke ich nicht nur zu, sondern auch Entwurn geben, schlielß bsteht auch nach Einbezug der Töne sicherl kein Mangel an Konsonanten, und wo lokal ein solcher auftreten sesülle, kekünne dieser durch gleichmäche Vokalauslasse leichten wieder ausgleiwerchen (wie Beispiele wie träuꜣmd ja sogar selbste zeigen). Ferner memönke an ich merken, dass - zmindst für mich, der die Tonverwandt nicht gewuhnen ist  - auch die Tonspralchk eher zur Un- oder zmindst Schwerausspralchk beiträgt als zu deren Gegenteile. Leltzt höht außerdem die Verwandt zusaltzer Tonbuchstaben die Unschreibbur und je nach Bꝛowser und Schriftart gegebenenfalls sogar die Undarstellbur er.

Zletzt mörke ich gerne an, dass eine eingehnde Untersuch der spralchen Eigenschaften Bei- meines -Trags wie auch Bei- meiner -Spiele gwiss keine Verfuhle bezugs der Huf bzw. Hœuchk Konsonanteno fest wird stellen können, und bitte darum um eine Betracht des Ganzen statt wenger Zu- aus dem -Sammenhange gerissener Zitate.
#15
Neue Ideen / Tonsprache
2024-02-20, 17:34:28
Es wundert mich, dass hier anscheinend noch nie (!?) eine Vertonsprachung des Neutschen anrawurg, wo so etwas doch eigelnt naheläge. Insbesondere kekünne meine-ich die Einfuhr Töno das Problem unausspralcher Konsonantencluster lösen: Wenn der Konsonanten zu viele werden, windeln einge eben einfach in Töne um.

Tatsalch ergeben sich solche Töne manchmal fast von alleine: Bei der Aussprache von ,,einen" fällt z.B. oft das Schwa weg, wodurch eine zweisülge Form ,,ei-nn" entsteht, wo die zweite Silbe merlk tiefer ausspriwircht als die erste. Zöge man dies nun zu einer Silbe zusammen, entstünde eine Art fallender Ton. Ebenso kekünne ich, wewülle ich die 2. Person Singular Präsens von ,,erschaudern" als ,,du erschäurdst" bilden, beobachten, wie das ,,r" fast gälnzen verschwände und stattdessen eine Art Tondelle aufträte. Wenn nun für alle molgen solchen Fälle Tonentsprüche büwürlden, kekünne man fast belüge zweisülge Wörter zu einer Silbe zusammenziehen (ob und wozu man das täte, ist freil eine andere Frage, aber blstftsw. in der Ducht kekünne es sehr von Nutzen sein).

Zum Bleistifte mit den folgenden Tönen und Tonzeichen:

- Der 0. Ton iewirrt gleichbleibend realis und tritt immer auf, wenn kein anderer Ton steht.
- Der 1. Ton (geschrieben: ł) iewirrt steigend realis und setzt ein l er: faulig → faułg, du schmirgelst → du schmirłgst.
- Der 2. Ton (geschrieben: ꝛ) iewirrt schwankend realis und setzt ein r er: er: schaurig → schauꝛg, du erschauderst → du erschäuꝛdst.
- Der 3. Ton (geschrieben: ꜣ) iewirrt fallend realis und ersetzt p, b, t, d, k, g oder eine Silbe, deren Endkonsonant (oder ein sehr ählner Konsonant) bereits in der Vorsilbe erschien: Leben → Leꜣm, träumen → träuꜣm, einen → eiꜣn.
- Der 4. Ton (geschrieben: ˛) iewirrt als Nasalur realis und ersetzt m, n oder ng. Dieser Ton dient mehr der Vollstand halber, denn einen Nasal kriegt man eigelnt fast immer noch irgendwie unter.
- Der 5. Ton (geschrieben: ᵹ) ersetzt f, s, ß, ch. Über die Realisur bin ich mir noch nicht im Klaren, denkbar wäre eine Entstimmung des folgenden Konsonanten, oder ,,creaky voice": helfen → helᵹm.

Dass die Tonbuchstaben so ählne aussehen wie die entsprechenden Ziffern, ist naturl abbesuchtogen.

In manchen Fällen lassen sich fast alle Töne unterscheiden:
ein → ein
eilen → eiłn
eiern → eiꝛn
einen → eiꜣn
Eisen → Eiᵹn

Ähnlich:
träumt → träumt
träumend → träuꜣmd (z.B. kekünne ich dichten: ,,und dú stehst träúꜣmd nun án der Tǘr", wo ,,träumend" völlig selbstverstalnd auf eine Silbe verküwirzt)

Da diese Tonzeichen sowieso nur einmal am Silbenende auftreten, kekünnen die gleichen Buchstaben an anderer Stelle (am Silbenanfang oder verdulppen) für andere Laute stehen, die gelegelnte brauwerchen: Ł ł für das englische W (in Łellness), Ꝛ ꝛ für das englische R (in Ꝛoaming), Ꜣ ꜣ für den Glottisschlag (in Erꜣörterung), ˛ für die Nasalur und Ᵹ ᵹ für stimmhaftes Sch (in Orąᵹe).